Intonation einstzellen für harte Greifer? Möglich?

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Andreas Fischer
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Intonation einstzellen für harte Greifer? Möglich?

Erstellt: von Andreas Fischer » 01.12.2017, 20:16

Ich habe gerade nach folgender Methode die Oktavreinheit meiner Stratocaster eingestellt.
1. offene Saiten gestimmt
2. verglichen mit Flageolett im 12. Bund
3. dann mit dem gegriffenen 12. Bund überprüpft
4. bei Bedarf, falls der gegriffene 12 Bund zu hohe oder tiefe Töne erzeugte, an den kleinen Schrauben am Ende des Stegs die Saiten "verkürzt" oder "verlängert" bist es stimmt.

Soweit so gut. Passt alles :-)

ABER
1. Die tiefe E-Saite da musste ich die Schraube fast ganz reindrehen, viel weiter als bei allen anderen. Könnte es sein dass das daran liegt dass ich die Sattelkerbe etwas tiefer feilen sollte?
2. Die Intonation stimmt tatsächlich so gut wie in allen Bünden.
ABER nur wenn ich die Saiten nur ganz vorsichtig drücke. Da ich ein starker Drücker bin, greife gern hart, klingen Akkorde schief. Kann ich, ausser mir nach Jahren einen sanften Druck anzugewöhnen, das anders korigieren? Besonders unrein wirds in den ersten Bünden. Ich denke die Sattelkerben können tiefer. Würde das meine Probleme lösen?
Andreas Fischer
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Software-Pirat
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Re: Intonation einstzellen für harte Greifer? Möglich?

Erstellt: von Software-Pirat » 02.12.2017, 09:58

Ich bin mir nicht sicher, ob es dein Problem löst, aber wenn die Sattelkerbe zu hoch ist, dann solltest du dies sowieso korrigieren. Vor allem in den ersten Bünden greift es sich dann deutlich leichter.
Und grundsätzlich solltest du es dir angewöhnen eher sanfter zu drücken. Spart einfach Kraft und schont die Bünde.

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Re: Intonation einstzellen für harte Greifer? Möglich?

Erstellt: von everyBlues » 02.12.2017, 11:56

teile die Meinung von Software-Pirat.

Aber, lass jemanden drüber schauen, bevor! du an die sattelkerben gehst. Oder lass es ggf von jemanden machen,der Ahnung hat (Werkstatt).

Die Saitenreiter (12 Bund gedrückt) und die Intonation der leeren Saite müssen auf einander abgestimmt werden.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das diese Pauschalerklärung: "Saitenreiter nach vorn (Saite verkürzen), ton höher, Saitenreiter nach hinten (saite verlängern), Ton tiefer" nicht immer soooo anwendbar ist.

Wenn du bei deiner E-Saite die schraube fast ganz reindrehen musst ( was immer das jetzt heißen soll) ............. ich weiß gar nicht recht wie ich das erklären soll :_::_: ..........hm..........
Ich sage mal so....., du kannst auch versuchen die Leere Saite etwas tiefer oder höher zustimmen, und dann die Oktave einstellen.
Ist die Leere Saite zu hoch und die Oktaveinstellung ebenfalls, dann kann es sein, das bei einer korrekten Oktaveinstellung auch die Leersaite stimmt. Es kommt ein wenig darauf an wie weit Beides von einander abweicht.
Manchmal kommt es auch vor das, bei einer Korrekten Oktaveinstellung, die gegriffene Saite einfach zu hoch oder zu tief ist. Liegt das zuweit auseiander muss man einen guten Kompromiss schaffen (bei mir ist das dann die Tonne :D) Also die Tonne dann, wenn sich das nicht vernünftig einstellen lässt.
Oder es kommt vor das die Oktave stimmt, aber zB. die G saite immer etwas zu hoch ist, auch gedrückt. Da hilft nur einen Kompriss zu finden.

Ich habe bei meinen Teles schon so die Oktavreinheit nachgestellt, feinjustiert, indem ich, ganz minimal, an die Saitenhöhe gegangen bin ;). ( ich spreche von nicht kompensierten Reitern)

EDIT: Du wirst doch im 12 Bund mit dem gleichen Druck die Saite greifen wie bei dem Rest der Bünde?
Wenn die E- Saite, auf allen anderen Bünden, gedrückt zu hoch ist, wärend jedoch die Oktavreinheit stimmt, dann versuche diese leer, etwas tiefer zu stellen. Stimmt sie dann gedrückt?
gehst du noch mal an die Saitenreiter und schaust dir die Oktavreinheit an. Ist manchmal Fummelarbeit..........
Das muss alles nicht von Erfolgt gekrönt sein. Ist nur das, was ich schon so gemacht habe, bei einigen Gitarren die sich nicht gleich vernünftig haben einstellen lassen.

Aso.... es ist auch bei richtig gefeilten Sattel, kein Problem, mit zu viel Druck die Saite aus der Intonation zu drücken.
Besonders bei dünnen bis sehr dünnen Saiten.
Vielleicht ist es für dich auch eine Option, einfach stärkere/ dickere Saiten zu benutzen? Damit könnte dein Problem dann vllt. auch gelöst sein. Du kannst dann auch etwas kräftiger zupacken ;)

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Andreas Fischer
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Re: Intonation einstzellen für harte Greifer? Möglich?

Erstellt: von Andreas Fischer » 02.12.2017, 13:46

Was ich wohl noch hinzufügen sollte, .. auf die Idee mit dem Sattel kam ich aus 3 Gründen:
1. Sind es tatsächlich nur die ersten 5 Bünde ich denen ich durch meinen harten Griff die Saiten aus der Intonation drücke.
2. Da scheint noch Platz zu sein für tiefer gelegte Kerben.
3. Diese Erklärung für ein Setup:
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Re: Intonation einstzellen für harte Greifer? Möglich?

Erstellt: von everyBlues » 02.12.2017, 14:08

Habe das Video jetzt nicht geschaut.
Wenn du am 3 Bund abdrückst, sollte am ersten bundstäbchen, also zwischen dem ersten Bundstäbchen und der Unterkante der Saite gerademal ein stück papier durchpassen.
Liegt die Saite auf, ist es zu tief. Ist zuviel Platz, dann isses zu hoch.
In den Ersten Bünden passiert es leichter, als zb. in den letzten, das man die Saiten aus der Stimmung drückt.

Ich spiele 11-48 Saiten auf E-Gitarre. Wenn ich zu fest in den ersten Bünden drückte, dann jault es auch bei mir.
Schwer zu sagen ob es bei dir wirklich der Sattel ist, oder dein fester Druck. Sorry. Ich kann so alles aus der Stimmung drücken, selbst bei 11- 48. ;) Und meine Sattel sind alle in Ordnung.
Wie stark sind denn deine bevorzugten Saiten?
Und wie groß ist denn der Abstand am ersten Bundstäbchen, wenn du im dritten abdrückst?

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Re: Intonation einstzellen für harte Greifer? Möglich?

Erstellt: von Andreas Fischer » 02.12.2017, 18:29

Im Video (es folgt ein zweites) wird das durch teifere Kerben gelöst

- 9-42 auf der Strat
- Abstand müsste ich messen aber ich denke mehr als ein Blatt Papier.

Ich habe das aber auf anderen Gitarren sicher auch, zumindest auf einer weiteren hab icvh heute geccheckt.
Einen sanfteren Druck angewöhnen wärer sicher gut aber ob das nach jahtren noch was wird?
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Re: Intonation einstzellen für harte Greifer? Möglich?

Erstellt: von everyBlues » 02.12.2017, 19:34

naja etwas sanfter werden oder vielleicht doch stärkere Saiten. 09-42 ist schon dünn, finde ich.
Versuch es mal mit 10-46, oder dann mal auf 11-48.
Die Bendings werden Anfangs schwerer gehen, bei dickeren Saiten. Das gibt sich aber mit der Zeit.

Du spielst auch A- Gitarre mit 12er? Wie ist es denn dort?
Es ist eigenlich unnötig sooo fest zu drücken. Checke erst dein Spielstil, bevor du an den Sattel gehst.
Und vielleicht schaffst du es ja doch etwas weniger zu drücken.

Ich habe das Gefühl beim Spielen, als würde ich nur die Finger auflegen. Und 09er lassen sich eben wie butter spielen, da ist doch gar kein Druck erforderlich. ;)

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Re: Intonation einstzellen für harte Greifer? Möglich?

Erstellt: von Andreas Fischer » 02.12.2017, 21:24

Auf den Akustischen spiele ich gern 10 er ;-)
Ich habe heute abend versucht sanfter zu greifen, es geht, und dann klingts auch besser, ... ich denke ich muss mich dran gewöhnen.
Was die Einstellung angeht, so mache ich das jetzt nach und nach eine Gitarre nach der anderen. Und falls nötig dann einen neuen Thread je nach Prüblem.
Bei der STrat allerdings werder ich die Kerbe der E Saite mal vorsichtig tiefer feilen .... ich hoffe ich gehe nicht zu tief ;-)
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Re: Intonation einstzellen für harte Greifer? Möglich?

Erstellt: von everyBlues » 02.12.2017, 23:51

na wenn es dann doch sein muss, dann mach das.
Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, Andreas. Kanns dann ja mal berichten.
LG

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Re: Intonation einstzellen für harte Greifer? Möglich?

Erstellt: von Software-Pirat » 04.12.2017, 11:30

Ich hab jetzt mal in einem anderen Forum gelesen, daß ein zu hoher Sattel bzw. ein zu starkes Drücken der Saiten tatsächlich Intonationsprobleme bringen kann. Ob der Sattel bei dir tatsächlich schlecht gekerbt ist, kann ich natürlich aus der Ferne nicht beurteilen. Aber wie schon gesagt, gewöhne dir an etwas sanfter zu drücken. Macht dir in Zukunft das Leben (bzw. Gitarre spielen) auch etwas leichter.

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