Hänge fest!

Duspol1
kam, sah und postete
Beiträge: 52
Registriert: 06.04.2017
Gitarrist seit: 2015

Hänge fest!

von Duspol1 » 12.11.2017, 21:29

Hallo Leute,

hab schon oft gelesen dass man irgendwann an einem Punkt hängen bleibt und nicht weiter weiß! Genau da bin ich angekommen. Ich übe viel, spiele gern und macht auch Spaß, aber irgendwie geht es nicht weiter! Wer kennt das? Was habt Ihr gemacht oder geändert?

Danke!

Gruß

slowmover
findet den Ausgang nicht
Beiträge: 439
Registriert: 27.02.2014
Wohnort: Raum Buxtehude

Re: Hänge fest!

von slowmover » 12.11.2017, 22:51

Naja, wenn ich glaube ich hänge fest, dann liegt es halt bei mir immer daran, dass ich mich weder wirklich auf Weg noch Ziel festlege.
Diese Situation habe ich schon seit einigen Jahren, kann aber gut damit leben. Will aber nicht heissen, dass ich ein guter Gitarrist bin, sondern nur, dass ich lieber das spiele was ich kann, als mich Herausforderungen zu stellen.

Wenn Du beispielsweise Soli einflechten willst, wie Du in Deinen Threads teilweise als Schwierigkeit beschrieben hast, dann könntest Du folgende Probleme haben:

1. Das was Du versuchst ist technisch zu anspruchsvoll (ist eigentlich selten, wenn doch musst Du halt vereinfachen oder vorerst andere Stücke suchen).

2.) Es scheitert an Deinem mechanischen Gedächtnis. Wenn es komplizierte Stellen gibt, müssen Deine Finger das mechanisch auswendig lernen. Also langsam programmieren, langsam aber fehlerfrei. Und nur so schnell spielen, dass Du keine Fehler machst. Also wirklich ganz langsam steigern.

3.) Vielleicht versuchst Du ja auch zu improvisieren. Auch da nicht sofort die Pentatonik in allen Positionen probieren. Lieber Stück für Stück aufbauen.

4.) Leider musst Du beim Üben Aufwärmphase, Übungsphase, und Spielphase voneinander trennen. Wenn Du ein Stück, welches hakt, jeden Tag nur einmal mit 10 Fehler einmal durchspielst, wirst Du nichts wirklich in Deinem Gedächtnis programmieren können. Du must dann auch mal eine Stelle zerlegen, einen weiten Sprung oder schweren Griff eine Viertelstunde üben.

Aber letztendlich musst Du Dich nicht verbessern, um Spass mit Deinem Instrument zu haben. Du kannst auch unverkrampft üben, so wie es Dir Spass macht. Solange Du nicht in einer Band spielst, bis Du Dein eigener Chef.

Also bleib locker, ich lerne auch nichts dazu. Eher verlerne ich was.Solange ich Leute kenne, die noch schlechter spielen passt es doch. =)=)= =)=)= =)=)= =)=)= =)=)=

everyBlues
Pro
Beiträge: 2259
Registriert: 03.09.2012

Re: Hänge fest!

von everyBlues » 13.11.2017, 08:05

Slomover hat ja schon einiges erzählt.

Meine Frage wäre eben, wobei du genau, hängen bleibst.

Duspol1
kam, sah und postete
Beiträge: 52
Registriert: 06.04.2017
Gitarrist seit: 2015

Re: Hänge fest!

von Duspol1 » 13.11.2017, 12:55

Naja, irgendwie bleibe ich z. B. immer bei den normalen Akkorden hängen. Ich kann die Barre Akkorde spielen, hört sich jetzt vlt doof an aber ich finde keinen Weg sie zu integrieren! Oder bei dem ein oder anderen Lied den Anschlag mal etwas ändern damit es sich besser anhört. Ich kann schon einige Lieder spielen, cool wäre aber wenn ich die Lieder etwas verzieren könnte, usw.! Ich weiß, bei YT gibt es etliche Videos, aber oft spielen die schlecht, oder so gut das man gar nicht mitkommt! :-) Könnte natürlich auch sein das ich zuviel will! Hoffe Ihr versteht meine Problematik.
Ich vermute mal das der Lehrer euch auch nicht alles vorgekaut hat!:-) Oder was haben die eigentlich früher ohne YT gemacht?:-)))

Gruß

everyBlues
Pro
Beiträge: 2259
Registriert: 03.09.2012

Re: Hänge fest!

von everyBlues » 13.11.2017, 13:40

Duspol1 hat geschrieben: Oder was haben die eigentlich früher ohne YT gemacht?:-)))


Gelesen! ;)

Wenn Du Barre greifen kannst, dann versuch einmal, den Zeigefinger liegen zu lassen wärend du aber alle anderen Finger in bewegung hast. So das die Töne ineinander klingen, also Zeigefinger nicht lösen.
ZB. bei dem 1. Moll pentatonik Fingersatz/Pattern. Spiele es, aber lass den Zeigefinger liegen. So kann man lernen die Töne zu variiren beim Barre.
Ich verstehe nicht so recht was du mit "Akkorde integrieren" meinst. Was ist für dich ein "normaler Akkord"?
Du kannst aus jeder Tonleiter selber Akkorde bilden!
Du kannst Akkord und Singelnotes- Spiel abwechseln, Rhythmus und lead abwechseln. Spiele mal in der A moll Penta und dann spiel einfach einen A-moll Barre mit ein oder A7 oder .....wie und was du möchtest...........

Ändere doch einfach mal Töne und auch Schalgmuster kannst du einfach mal, experimentell ändern, um zu schauen was geht.
Experimentieren ist wichtig, finde ich.

Tonleitern und Skalen lernen ( das ist weniger als du vllt meinst!) Dann, lernen daraus Akkorde zu bilden. Gesangs- Melodien summen und versuchen diese auf dem Griffbrett zu spielen. Wenn Du schon Lieder kannst, dann nehme ich an, du meinst die Begleitung? Du kannst den Gesang begleiten? Dann versuche doch auch die Melodie zu spielen. Ruhig mit singelnotes!

Das ist alles eine Übungssache, und braucht seine Zeit. Dein "Wortschatz" wird mit der Zeit aber immer größer.
Und auch deine Möglichkeiten. Aber, probiere, experimentiere!

Verstehe ich dich überhaupt richtig?

Wenn man allein nur Begleitung spielt ohne zu singen, oder Rhythmus, wird es langweilig. Auch wenn man nur Melodien mit singlenotes spielt, ist es langweilig und eindimensional. Oder, ich sage mal so, es kann langweilig werden.

Duspol1
kam, sah und postete
Beiträge: 52
Registriert: 06.04.2017
Gitarrist seit: 2015

Re: Hänge fest!

von Duspol1 » 13.11.2017, 17:29

Ich denke schon dass Du mich richtig verstanden hast. Mit normalen Akkorden meinte ich die in den ersten Bünden, die man als erstes lernt!

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8395
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Re: Hänge fest!

von mjchael » 13.11.2017, 20:35

Konkretes Projekt: Lerne ein paar Songs, die sich mit Barré gut anhören und nicht zu schwer sind.
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... Rockdiplom
Dannach verliert man die Furcht vor den Barrés.


Schlagmuster Variieren:
Zuerst Grundlegendes:
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... ariationen
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... C3%A4mpfen
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... _Hammer-On

Dann etwas konkreter:
Theorie / Übung:
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... erarbeiten
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... uster_9000
Anwendung:
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... a-Rhythmen

Musik in die man Gitarrentechnisch hineinschnuppern kann:
https://www.youtube.com/watch?v=u57d4_b ... 744894B2DA
https://www.songsterr.com/a/wsa/jack-johnson-tabs-a91
https://www.e-chords.com/jack-johnson

Dann hilft auch noch, sich ein wenig mit Transponieren zu beschäftigen. Es gibt zig tausend Songs, die du alle schon längst spielen würdest, wenn du wüsstest, wie man sich die Akkorde vereinfachen kann.

Nur mal als Impuls

Gruß Mjchael

Schneiderlein
Stammgast
Beiträge: 259
Registriert: 16.09.2013

Re: Hänge fest!

von Schneiderlein » 13.11.2017, 20:41

everyBlues hat geschrieben:
Duspol1 hat geschrieben: Oder was haben die eigentlich früher ohne YT gemacht?:-)))


Gelesen! ;)


Oder mehr gespielt?


Ich weiß nicht, ich glaube, man darf über bestimmte Dinge beim Gitarrespielen gar nicht zu viel nachdenken. Wenn man sich entwickeln will, gehört da so ein kleinwenig Überforderung dazu.

Wenn du Barrés schonmal sauber greifen kannst, ist das doch sehr erfreulich. Warum sollst du sie dann nicht auch in einem Stück bzw. in dein Spiel integrieren können? So blöd das klingt, aber du musst es einfach nur tun. Am Anfang schnarrt es dann und die Übergänge brauchen noch etwas länger und es wird deshalb vielleicht an der Stelle einen Bruch in deinem Spielfluss geben, weil du da etwas länger brauchst, deine Finger zu sortieren. Aber das wird ganz von alleine besser :D

Bei Verzierungen ist es so, dass es manche Stücke gibt, da gehören sie praktisch zum Stück dazu, also machen sozusagen einen Teil der DNA des Stücks aus. Ed Sheeran "I see fire" etwa. Da gibt es ja YT-Videos zu. Ich finde das ein schönes Stück. Ist auch gar nicht so einfach, aber man bekommt es schon hin, auch wenn man nicht Yngwie Malmsteen heißt.

Aber in jedem Stück kann man gewisse Verzierungen einbauen. Da kann man bei Akkorden gewisse Vorhalte einbauen. Quarte zur Quinte /Terz passt sehr oft. Das ist auch gar nicht schwer, bei G muss man die Finger etwas strecken, aber es geht auch. Oder man orientiert sich an der Pentatonik.

Ich glaube, da braucht man nur etwas Mut zum Probieren. Am Anfang schleichen sich da noch ein paar schiefe Töne ein. Aber hey, schiefe Töne können auch sehr reizvoll sein: https://www.youtube.com/watch?v=EyhGNklqArU&t=442s

everyBlues
Pro
Beiträge: 2259
Registriert: 03.09.2012

Re: Hänge fest!

von everyBlues » 14.11.2017, 09:27

Schneiderlein hat geschrieben:Oder mehr gespielt?


Auch ;) .

Schneiderlein hat geschrieben:Ich weiß nicht, ich glaube, man darf über bestimmte Dinge beim Gitarrespielen gar nicht zu viel nachdenken. Wenn man sich entwickeln will, gehört da so ein kleinwenig Überforderung dazu.


Sehe ich genauso. Einfach mal machen und probieren, man verliert doch dabei nichts.

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Aktuelle Zeit: 19.11.2017, 03:54