Wie stellt man den Verstärker richtig ein?

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MadamePocono
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Wie stellt man den Verstärker richtig ein?

Erstellt: von MadamePocono » 29.09.2017, 20:39

Hallo Leutz,

also ich spiele seit circa 2 Wochen Gitarre und habe mir bei eBay Kleinanzeigen ein gebrauchtes Anfängerset für 65€ gekauft.

Die ersten Akkorde/Tonleitern übe ich schon fleißig auf dem cleanmode meines Verstärkers. Bis jetzt alles gut.

Nun wollte ich heute mal mit Smoke in the water anfangen und habe einige Probleme mit dem verzerrtem Sound meines Verstärkers. Ich bin mir nur auch nicht sicher, ob es an mir allein liegt und/oder am Verstärker aber ich kriege einfach nicht den Sound des Liedes hin! Im Tutorial bei youtube hört sich das einfach anders an. Es gibt ein Tutorial, dort wird sogar erklärt, welche Einstellungen man für das Lied am Verstärker braucht und selbst dann hört sich das immer noch anders an bei mir. Selbst wenn ich weiterhin versuche, meine eigenen Einstellungen für das Lied zu machen.

Meine Einstellunen sind:

Gain 7
Low 6
Mid 8
High 6

Nun, woran kann das liegen und woran erkennt man generell einen guten Verstärker und schlechten Verstärker?

E- Gitarre: C. Giant Fender Nachbau
Amp: Kustom Arrow 16

Grüße

Moderatoraktion: Titel geändert. "Anfänger braucht Hilfe" ist keine Aussagekräftige Überschrift.

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Software-Pirat
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von Software-Pirat » 30.09.2017, 00:12

Also den Original-Sound von Ritchie Blackmore mit einem 65€ Anfängerset nachzuahmen, ist ungefähr genauso erfolgversprechend, wie mit mit Wasserfarben die Mona Lisa originalgetreu nachzuzeichnen. Kurz gesagt: Vergiß es!
Ritchie Blackmore verwendete übrigens für seinen Sound einen Marshall Major Verstärker mit 200 Watt, der nie für verzerrte Sounds ausgelegt war. Blackmore übersteuerte diesen aber mit einem Hornby Skewes Treble Booster, was einen hohen Röhrenverschleiß zu Folge hatte, weil der Verstärker in einen Bereich arbeiten mußte, für den er nie konzipiert worden war. Es gibt allerdings auch Quellen, die meinen, daß Blackmore im Studio einen Vox AC30 verwendet hat.
Lange Rede, kurzer Sinn. Wenn du so klingen willst, wie Ritchie Blackmore bei Smoke on the Water, brauchst du eine 70iger Jahre Stratocaster und ein Verstärker, der Richtung Marshall geht. Dazu am besten einen Treble Booster, der ca. 200€ kostet (zu finden bei: http://www.treblebooster.de/ ), und damit mehr als dein ganzes Equipment. Für weniger Geld mußt du Abstriche machen. Und bei 65€ sind diese schon ganz schön groß.
Tut mir leid, falls ich dich enttäuschen muß, aber viel mehr ist auch nicht drinnen. Aber für einen Anfänger ist das vielleicht auch nicht ganz so wichtig. Schau halt einfach, daß du einen Sound bekommst, der dir gefällt und übe fleißig damit. Irgendwann entwickelst du sowie deine eigenen Soundvorlieben.

PS: Einen guten Verstärker erkennt man übrigens daran, daß er gut klingt und auch gut auf die Art und Weise reagiert, wie man spielt.

Schneiderlein
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von Schneiderlein » 30.09.2017, 09:24

@Software-Pirat, beeindruckend, wie du dich da auskennst.

Ich denke aber, Madame sucht nach einer praktikablen Lösung.

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Chavez
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von Chavez » 30.09.2017, 09:48

Moin,

ich glaube nicht das es viele Leute hier gibt die sowohl Amp als auch die Gitarre kennen. Nur, wie Software-Pirat schon sagte, wenn es hochwertiges Equip wäre dann hätten wohl 65 € nicht ausgereicht um es zu bekommen. Einen Sound ala Blackmore hinzubekommen könnte schwierig werden.
Falls möglich könntest du vielleicht mal ein aufgenommenes Soundfile hier reinstellen. Eventuell kann man dir Tips geben zur Einstellung des Amps, so das du zumindest halbwegs in die richtige Richtung kommst.

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Software-Pirat
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von Software-Pirat » 30.09.2017, 09:51

Schneiderlein hat geschrieben:@Software-Pirat, beeindruckend, wie du dich da auskennst.

Ich denke aber, Madame sucht nach einer praktikablen Lösung.


Schon klar, ich fürchte aber, viel mehr ist halt auch nicht drinnen. Ich kenne den Verstärker nicht, kann also grundsätzlich erst mal auch weniger zum Verstärker sagen. Aber wie ich schon sagte, so entscheidend finde ich das für den Anfang auch nicht. Wichtig ist einfach, daß der Sound gefällt und nicht ob er hundertprozentig so klingt, wie der von Ritchie Blackmore, Jimi Hendrix, Van Halen oder Rory Gallagher (wobei letzteres schon sehr toll wäre, zugegebener maßen).

Konkret würde ich für einen guten Rocksound eher die Bässe etwas heraus nehmen, dafür mehr Höhen und die Mitten hinein drehen. Und an der Gitarre den Stegtonabnehmer anwählen. Der Sound soll aber auch nicht zu schrill werden. Mit Gain eher sparsam umgehen. Deep Purple, aber auch andere, spielte damals vor allem laut und nicht zu sehr verzerrt.

MadamePocono
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von MadamePocono » 30.09.2017, 09:54

@Software-Pirat: Das habe ich mir schon gedacht. Ich werde trotzdem erst mal so weiter üben...besser als gar nicht üben.

Hat jemand überhaupt Erfahrung zu dem Kustom Arrow 16?
Ich denke ich werde mir eh einen neuen Verstärker kaufen. Könnt ihr mir da eine Kaufempfehlung geben? Der Amp sollte nicht so schwer sein, da ich den wahrscheinlich oft transportieren werde, wenn ich zB meine Mutter besuchen fahre für zwei Wochen. Ich brauche nicht viel Watt, da ich rein zuhause damit üben will. Auch sollte er eine Kopfhörer Eingang haben, da ich hauptsächlich mit Kopfhörern üben will(meinen Nachbarn zu liebe). Die Musik die ich damit "spielen" will geht in Richting Blues, ich mag aber auch Led Zeppelin, Deep Purple, Graveyard, Wolfmother, Alabama Shakes usw.
Ich möchte einen Amp, der nicht so viel Einstellungen bzw Presets hat also nicht unbedingt ein Modelling Amp. Ich kenne mich, ich würde sonst zu viel Zeit mit dem Rumprobieren vertrödeln...;) Später kann ich mir immer noch so einen kaufen.
Ich hatte nun jetzt schon den Orange Crush 20rt gefunden und der hätte alles was ich wollte aber ich glaube der hat zu viel Watt(20 Watt) und ich weiß nicht, wie der Kopfhörerausgang ist. Habt ihr vielleicht noch einen anderen Amp, der in diese Richtung geht?
Dann finde ich vom Sound her noch den Microcube von Roland gut aber der hat so wahnsinnig viele Einstellungsmöglichkeiten für mich als Anfänger!
Preislich sollte die Amp 250€ nicht übersteigen.

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Chavez
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von Chavez » 30.09.2017, 10:02

Schau dir doch mal den hier an

https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Yam ... gIvJ_D_BwE

Ist zwar ein Modeler aber was Transport und Klang angeht, wirklich gut. Auch leise gespielt.

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Software-Pirat
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von Software-Pirat » 30.09.2017, 10:03

Nun, falls der Kustom Arrow wirklich keinen Spaß macht, dann könnte ich dir z.B. den https://www.thomann.de/de/fender_champi ... arch_prv_6 empfehlen. Ist zwar technisch gesehen auch ein Modelling-Amp, aber jetzt nicht so überladen mit Funktionen. Ich selbst habe den verwandten Super Champ XD und bin damit sehr zufrieden.
Wenn das zuviel ist, dann schau dir mal den https://www.thomann.de/de/vox_pathfinde ... arch_prv_7 an.

MadamePocono
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von MadamePocono » 30.09.2017, 14:15

Den Fender finde ich wirklich gut, auch weil er nur ein paar Effekte hat und nicht zu viel.
Der Yamaha is auch echt klasse aber der übersteigt momentan einfach mein Budget. Vielleicht spare ich aber doch noch etwas, weil der Sound hat mir dort am besten gefallen!

Was haltet ihr von Orange Amps für Anfänger?

Ich habe jetzt bei meinem Arrow noch etwas rumgespielt aber ich komme nicht wirklich nah dran, obwohl ich die Mitten und Hohen Töne etwas mehr eingespielt habe.
Meine Amp fängt auch stark an mit Rauschen bei (meiner Meinung nach) nicht hohen Volumeeinstellung (bei 4 ist es wirklich schon laut) und Gaineinstellungen um die 5. Ist dies normal?

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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von OldDad » 30.09.2017, 14:31

Hallo, möchte deinen "Blick" mal in eine andere Richtung lenken (bin noch Anfänger und darf deshalb noch unkonventionelle Vorschläge machen). ;)
Fakt ist, dass dein jetziges Equipment für so einiges nicht die besten Voraussetzungen erfüllt. Außerdem scheinst du viel mit Kopfhörer zu spielen. Um jetzt nicht gleich mit kostspieligen Aufwertungen, die dann vielleicht auch wieder nicht zusammenpassen weiterzumachen,
wäre mein Vorschlag .... besorge dir z.B. bei 1,2,3 oder Kleinanzeigen für ab 35 € einen gebrauchten Line 6 Pocket Pod.
Zur Erklärung https://www.youtube.com/watch?v=gqNoB5vnjJI (ab Minute 9.46 ist auch Smoke on the water)
Damit kannst du wunderbar mit Kopfhörer üben, hast diverse Soundmöglichkeiten (natürlich auch in Verbindung mit deinem jetzigen Verstärker, den du dann einfach auf clean sound stellst). Eine kostengünstige Lösung und soundmäßig deiner jetzigen Ausstattung weit überlegen.
Auch wenn du mal soweit bist, dass du dir dein besseres, passendes Equipment zusammenstellst, ist so ein Pod nicht überflüssig.

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Software-Pirat
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von Software-Pirat » 30.09.2017, 14:33

Das Rauschen ist wahrscheinlich schon normal. Wobei das auch von deiner Gitarre kommen kann. Singlecoil-Pickups sind bekannt dafür, daß sie elektromagnetische Strahlung gern einfangen, was sich dann im Rauschen äußert. Das wird dann von dem Verstärker noch verstärkt, besonders wenn der Verstärker im Zerrkanal läuft. Auch das Kabel kann gewissermaßen als Antenne dienen und Rauschen einfangen.
Wenn du es genau wissen willst, mußt du einfach mal die Gitarre und das Kabel ausstecken. Rauscht es dann immer noch, dann ist es der Verstärker.

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Chavez
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von Chavez » 30.09.2017, 15:18

MadamePocono hat geschrieben:Preislich sollte die Amp 250€ nicht übersteigen.


Der THR-5 liegt im MS bei 188 Euronen.
Die Leistung ist die gleiche wie beim THR-10. Lediglich auf die 5 Speicherplätze sowie auf den Wahlschalter für Akustikgitarre und Bass oder den USB/Aux-Volume Regler muß man verzichten.
Falls das oben im Zitat kein Schreibfehler war liegst du 60 € unter Limit.

Keine Ahnung ob ein Gitarrenladen in der Nähe deines Wohnorts ist (im optimalfall einer der Großen), ich würd dir auf jeden Fall empfehlen mal ein paar Amps zu testen.

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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von everyBlues » 30.09.2017, 16:41

MadamePocono hat geschrieben:Nun wollte ich heute mal mit Smoke in the water anfangen und habe einige Probleme mit dem verzerrtem Sound meines Verstärkers. Ich bin mir nur auch nicht sicher, ob es an mir allein liegt und/oder am Verstärker aber ich kriege einfach nicht den Sound des Liedes hin!


Vergiss das alles mal ganz ganz schnell wieder, sorry!

Erstens bist du nicht Ritchie Blackmore. Zweitens hast du nicht das Equipment welches er im Studio und Bühne benutzte zu Zeiten von Smoke on the Water.
Und, hättest du dieses Equipment 1:1 Original, dann würdest du dich immer nocht nicht wie Richtie Blackmore anhören. Ganz einfach deshalb nicht, weil du nicht Richie Blackmore bist. So einfach ist das.

Neuen Verstärker kaufen, oder überhaupt neues Equipment, wird dich nicht weiter bringen. Du kommst da u.U nur in eine Spirale des Kaufens rein, die erstmal vollkommen unnötig ist. Und mit aller Wahrscheinlichkeit, wirst auch mit dem neuen Equipment nicht lange zufrieden sein. Das liegt aber dann gewiss nicht am Equipment! Gib niemals der Gitarre oder dem Verstärker die Schuld ;) Übe lieber.
Du spielst (übst) seit 2 Wochen Gitarre? Wenn du dich jetzt schon, von solchen Nebensächlichkeiten stören lässt, dann kann das dein Fortschritt auf dem Instrument erheblich verlangsamen.


Nimm deine jetzige Gitarre zur Hand, stelle deinen Verstärker so ein, das ein Ton herrauskommt der DIR gefällt (unabhängig vom stück "Smoke on the Water", und dann übe übe übe übe.........
Du wirst nie die Töne anderer Musiker 1:1 nachmachen können. Bestenfalls eine Annäherung erreichen. Aber für was?

Wichtig ist nicht das Tonkopieren. Wichtig ist der Wiedererkennungswert des Musikstückes! Und das du Spass daran hast.
Übe das Stück oder auch andere Musikstüke die dir gefallen. Achte dabei auf Rhythmus, auf Techniken usw....... der Zerrton, oder cleanton ist nebensächlich. Der soll erstmal nur dir gefallen.

Noch eins: Wenn wir 10 leadgitarristen "smoke on the water" spielen lassen, wird es sich 10 mal anders anhören ;) Und das ist auch gut so!
Sorry, das ich dir das so sage. Ist gewiss nicht böse gemeint.

LG ))==

MadamePocono
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von MadamePocono » 30.09.2017, 19:24

@everyBlues: Ja, das habe ich mir heute auch überlegt und gemacht. ;)

@OldDad: Der Line 6 ist toll und eine echte Alternative, nur soll die Bedienung nicht ganz so toll sein.

Ich werde mir wahrscheinlich erst in ein paar Monaten, wenn ich wirklich genug habe von meinem jetztigen Verstärker, mir einen Neuen holen. Wahrscheinlich wirds dann der THR10.

Schönes Rest-Wochenende euch!

-::-::-

Schneiderlein
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von Schneiderlein » 01.10.2017, 08:17

everyblues hat geschrieben:Neuen Verstärker kaufen, oder überhaupt neues Equipment, wird dich nicht weiter bringen. Du kommst da u.U nur in eine Spirale des Kaufens rein, die erstmal vollkommen unnötig ist. Und mit aller Wahrscheinlichkeit, wirst auch mit dem neuen Equipment nicht lange zufrieden sein. Das liegt aber dann gewiss nicht am Equipment! Gib niemals der Gitarre oder dem Verstärker die Schuld ;) Übe lieber.
Volle Zustimmung.

Vor allem anderen würde ich auch immer zuerst in eine gute Gitarre investieren.

@MadamePocono, du kannst auch über den Computer Gitarre spielen.

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Software-Pirat
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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von Software-Pirat » 01.10.2017, 10:34

Grundsätzlich gebe ich euch Recht, aber ich finde auch, daß man beim Lernen durchaus auch Spaß haben sollte. Und wenn es einfach keinen Spaß macht, weil der Verstärker einfach schlecht klingt, und/oder sich die Gitarre nicht gut spielen läßt, dann darf man schon über einen Austausch des Equipments nachdenken. Vor allem auch, weil eine einigermaßen gute Gitarre bzw. Übungsverstärker auch nicht mehr so die Welt kosten.

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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von ZeroOne » 01.10.2017, 12:55

Software-Pirat hat geschrieben:Und wenn es einfach keinen Spaß macht, weil der Verstärker einfach schlecht klingt, und/oder sich die Gitarre nicht gut spielen läßt, dann darf man schon über einen Austausch des Equipments nachdenken.


Volle Unterstützung meinerseits. Es gibt vor allem Verstärker, die einfach nur nach Mist klingen. Auch billigste Gitarren gehen inzwischen ja mindestens als "ok spielbar" durch, Verstärker können aber immer noch DIE Schwachstelle und Spaßbremse sein.

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Re: Anfänger braucht Hilfe

Erstellt: von everyBlues » 01.10.2017, 14:50

ZeroOne hat geschrieben: Verstärker können aber immer noch DIE Schwachstelle und Spaßbremse sein.


Stimmt, zumindest für Fortgeschrittene ;)
MadamePocono war bisher aber ganz zufrieden, so wie ich das rauslese. Nun kommt der Vergleich mit Richie's Blackmore "smoke on the water". Was nun abgeht, ist ganz typisch für Anfänger, war auch bei mir früher nicht anders.
Man ist nicht mehr zufrieden, nicht weil der Verstärker übel ist, nein, sondern weil der Ton nicht dem, des ausgesuchen Musikstückes entspricht.
Kauft man nun einen anderen Verstärker, kann man sich schon einmal im Vorraus die Frage stellen "was passiert, wenn ich ein neues Musikstück zum üben wähle, von einer neuen Band, mit ganz anderen Sound?"
Nun einige würden sagen, da käme dann ein Modelling- Verstärker ganz gut. Das Problem bei diesen Modellern ist aber, so wie ich es sehe, das viel viel, zu viel, an den Knöpfen gedreht wird, anstatt zu üben! Man fängt an, das "übel" immer woanders zu suchen, beim Amp, bei der Gitarre (ist ja nur eine Anfängergitarre), bei den Effekten, ja u.U sogar bei den Saiten und dem Plektrum :).

Die Werbung spricht ja auch immer von "Anfänger Gitarre und Amp" da muss doch etwas dran sein, denkt man sich dann so. :twisted:
Da wird Anfängern schon suggeriert etwas teures "gutes" haben zu müssen. Unzufriedenheit ist damit vorprogramiert.

Alles Qutasch!! Üben ist angesagt!
Wenn ein Blackmore mit der Gitarre von MadamePocono, über ihren jetzigen Amp spielen würde, würde sie vermutlich Bauklötzer staunen ;).
Das Equipment, auch im preiswertem Bereich, ist heutzutage schon recht gut.

Und wie Schneiderlein ja schon ganz richtig anmerkte. Wenn es dann sein muss, kann man auch gut über dem PC spielen.
Eine andere Möglichkeit wäre sich ein Pedal zu kaufen...... da geht aber dann auch schon wieder die Suche und Kauferei los.
Zum Anfang alles supoptimal beim Üben.
Und ob mans dann nachher alles braucht, als Fortgeschrittener oder "Profi", muss jeder für sich entscheiden. Ich brauch das nicht!
Nicht mehr ;)

LG

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Chavez
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Re: Wie stellt man den Verstärker richtig ein?

Erstellt: von Chavez » 01.10.2017, 15:04

Er meinte wohl, wenn ich richtig verstanden hab, solange es clean bleibt ist der Amp ganz in Ordnung.

Wenn ich mal von mir selbst ausgehe habe ich zu Anfang über einen kleinen Marshall Transistoramp gespielt. Da hab ich mich vom Namen blenden lassen, Clean war es ganz ok, aber sobald anderes gewünscht war klang es schnell nach Soundbrei. Der Amp (keine Ahnung ob ich da ein Montagsmodell erwischt hatte) war kaum vernünftig einzustellen.
Das üben hat nicht wirklich Spaß gemacht mit dem Teil.

Also hab ich mir, nach viel Recherche und testen, den THR-10 zugelegt. Seither bin ich rundum zufrieden, finde eine Vielzahl an Sounds, die mir gefallen und das üben macht wieder Spaß.

Ich denke es ist von allem ein bisschen was so in die Zufriedenheit mit reinspielt.

MadamePocono
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Re: Wie stellt man den Verstärker richtig ein?

Erstellt: von MadamePocono » 22.10.2017, 11:52

Also mein Kustom hat grad die Biege gemacht.
Dann wird’s jetzt wohl der Yamaha THR.

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Hendock
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Re: Wie stellt man den Verstärker richtig ein?

Erstellt: von Hendock » 23.10.2017, 08:19

Evtl. hilft auch ein Blick hier rein:

https://www.youtube.com/watch?v=LJkEL_H5ido

STK
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Re: Wie stellt man den Verstärker richtig ein?

Erstellt: von STK » 01.01.2018, 17:22

Es ist nebensächlich wie man den Verstärker richtig einstellt. Ich stell das jetzt mal als These in den Raum.

Wichtig ist das Du ÜBST BIS KURZ VOR DEN PUNKT an dem die Finger Blasen bekommen oder gar Bluten.

"Bis kurz vor den Punkt" ist !!!!!ganz ganz wichtig!!!!!, weil dich ansonsten die Zeit die es dauert bis die Finger wieder heile sind, wirklich um Wochen zurückwirft.

Beschäftige Dich bitte nicht mit solch einem Kinkerlitz weil da ganze sonst zu einer wahren Materialschlacht wird ohne das Du ein besserer Gitarrist werden würdest.

Wichtig ist es ökonomisch zu Denken und zu Handeln und das ganz Global. Spielökonomie nenn ich das. Keine Fleissaufgaben anfänglich, nur das wichtigste.

Lerne Dein Griffbrett kennen bis Du blind zu jeder Zeit weisst, welcher Ton, wo sitzt und wie Du gewünschte Akkorde an verschiedenen Stellen des Griffbretts findest.

Nimm zur Kenntnis das es nicht nötig ist, alle Saiten anzuschlagen um einen Akkord zu erzeugen und verinnerliche das. Beschäftige Dich ganz ganz INTENSIV mit dem Thema KONTROLLE! Kontrolle zu jeder Zeit ist durch nichts zu ersetzen. Ohne Kontrolle wird alles zu einem mies klingenden Klangbrei, bei höheren Gain Settings wird es dann unerträglich und Du stells frustriert das Instrument beiseite und sagst Dir "vielleicht bin ich einfach kein Gitarrist".

Die Botschaft ist: DU BIST EIN GITARRIST und zwar in dem Moment in dem Du Dir das Instrument zur Hand nimmst und Dich damit intensiv beschäftigst.
Jeder hatte Phasen in denen er sich fragte ob es das wohl je bringt.......wo man frustriert und traurig war. Vergiss all das, möglichst 6zügig und beschäftige Dich stattdessen mit der Lösung Deiner Probleme auf dem Instrument und hey, oft gibt es keine Lösung oder es gibt nicht "Die Lösung", sondern es gibt "Workarounds".

Manches kann man eben nur Pfuschen, na und??? Solange es gut klingt, passt es. Ein Pfusch ist ein Murks der funktioniert wohingegen ein Murks, ein Pfusch ist, der nicht funktioniert. Villeicht hilft Dir das ja weiter in Deiner Entwicklung als Gitarrist. Wenn Du alleine nicht weiterkommst, was ich Dank youtube bezweifle, suche Dir HILFE bei Freunden oder einem Lehrer. Du bist ja Kunde und kannst ganz gezielt nur bestimmte Aspekte des Spielens zusammen mit einem Lehrer behandeln.

Ich könnte hier fast endlos weitermachen, lasse das jetzt aber.

Ein Laptop, ein paar Kabel, eine Stereoanlage und ein paar gute Kopfhörer plus zum Beispiel das kostenlose Native Instruments Plugin "Guitar Rig" und schon bist du für den Anfang sehr passabel aufgestellt. "ASIO4ALL" Treiber herunterladen, installieren und schon passt das mit einem Laptop, welches eine "Soundkarte" hat.

Ich hab als ich angefangen habe zu spielen, ein altes Radio vom Dachboden geholt und es ein klitzekleinwenig umgebaut. Das Ding habe ich heute noch. Es hat 2 EL84 in der Endstufe und 2 ECC 83 in der Vorstufe und noch ein paar mehr Röhren. Das Tonestack habe ich mir selbst zurechtgebastelt und da das Radio tatsächlich Stereo war -Philips B7X14A/79- hab ich 2 verschiedene Tonestacks eingebaut und eine Umschaltung von Kanal 1 zu Kanal 2. Voila, fertig.

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