Saiten unsymmetrisch

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Re: Saiten unsymmetrisch

von Software-Pirat » 26.06.2018, 09:19

Klingt danach, als ob der Sattel nicht tief genug gefeilt ist. Bring die Gitarre am Besten zu einem Gitarrenbauer (oder einen Gitarrenhändler, die machen das auch) und laß ihn dir richtig feilen. Beim Sattel kommt es auf wenige Millimeter an, und da ist man schnell zu tief, insbesondere, wenn die Erfahrung fehlt.

Warum verstellst du den Hals, nur weil er gerade ist? Wenn die Saitenlage und Intonation in Ordnung ist, dann muß man nichts am Hals verstellen, auch wenn er gerade ist.

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October_Leaf
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Re: Saiten unsymmetrisch

von October_Leaf » 26.06.2018, 23:20

Abend.

Ich hab den Hals verstellt, weil man das immer wieder liest, dass er wohl so sein sollte.

Bzgl. Sattelkerben, das Thema gab es ja hier in diesem Verlauf auch schon, dass nachgekaufte Ersatzsättel evtl. nachgekerbt werden müssen.
Wenn das für brandneue Gitarren auch gilt, dann würde ich das mal einen Skandal nennen.
Es werden doch irre viele Gitarren verkauft.
Wieviele Kunden davon melden sich bei ihrem Händler oder Online Shop und sagen "hey Moment mal ... funktioniert ja gar nicht" ???
Ich kann eigentlich nicht glauben, dass es viele sind.
Also, Sättel immer kacke oder was ?
Ich hab 2 Westerngitarren aus dem unteren Preissegment. Null Stress. Alles gut.

Obendrein wohne ich quasi auf dem Dorf und den nächstgelegenen Laden hab ich gerade erst neulich abgehakt, nachdem die meine Squier nicht hinbekommen haben.

Grüße.

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Re: Saiten unsymmetrisch

von Software-Pirat » 26.06.2018, 23:33

Nun, die Gitarren werden am Fliessband hergestellt, aber einen Sattel zu kerben ist doch eine ziemliche diffizile Angelegenheit. Aber eigentlich sollten die schon mehr oder weniger passen. So nebenbei, kann es vielleicht auch sein, daß du die Saiten viel zu stark herunter drückst. Stimmt die Intonation auch nicht, wenn du die Saite nur sanft herunter drückst? Oder kann es sein, daß jetzt der Hals viel zu stark gekrümmt ist und deswegen die Saitenlage nicht mehr paßt? Den normalerweise stimmen die Hälse schon mehr oder weniger. Setz mal ein Capo in den ersten Bund, drück im letzten Bund die Saite herunter und check mal die Saitenhöhe im 12. Bund. Wenn mehr als ein Blatt Papier zwischen Saite und Bund paßt, ist der Hals zu stark gekrümmt.

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Re: Saiten unsymmetrisch

von October_Leaf » 27.06.2018, 00:40

Der Druck ist tatsächlich ein guter Ansatz.
Etwas weniger und der Zeiger auf dem Korg Tuner wandert eher in den grünen Bereich.
Hätte ich nicht gedacht, bzw. hatte ich schonmal vor Jahren Probleme mit zu viel Capo-Druck, aber daran hätte ich jetzt auch nicht mehr gedacht.
Danke.

Den Capo Test hab ich auch mal gemacht und naja es sind etwa 2-3 Papierstärken (80g/m² denke ich), die im 12. Bund drunter gehen bevor sich die Saiten heben.
Aber das ist auch eher ein gängiger/beliebter Ansatz als die ganze Wahrheit oder ?

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Re: Saiten unsymmetrisch

von Software-Pirat » 27.06.2018, 11:28

Grundsätzlich gilt, sowohl für den Druck, mit dem man die Saiten herunter drückt, als auch für die Halskrümmung, so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Und es gibt keine allgemein gültige Wahrheit, auch weil jeder eine andere Vorliebe hat und auch jede Gitarre ein wenig anders ist. Es gibt Gitarren, bei denen der Hals fast kerzengerade ist, die trotzdem eine flache Saitenlage haben und wo auch nichts schnarrt. Das ist auch vollkommen okay. Nur halte ich nichts davon an der Gitarre rumzuschrauben nur, weil es irgendwo steht. Nichts für ungut, aber ich hab langsam das Gefühl, daß ursprünglich die Tele zwar nicht perfekt eingestellt war, aber immerhin doch spielbar.

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Re: Saiten unsymmetrisch

von October_Leaf » 02.07.2018, 16:37

Danke für die Antwort.
Sorry, war n paar Tage beim Camping, nix Internet.

Was meinst n jetzt ?
Was war wohl doch spielbar ?
Die Squier, mit der ich hier begonnen habe nach Hilfe zu rufen oder die neue Tele ?

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Re: Saiten unsymmetrisch

von Software-Pirat » 02.07.2018, 22:00

Ne, ich meinte schon die neue Tele.

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Re: Saiten unsymmetrisch

von MarkusG » 17.07.2018, 12:56

Hallo,

ich habe gestern einen interessanten Beitrag zum Thema Asymmetrie eines Sattels gelesen. Im frei runterladbaren Sustain-Magazin Ausgabe 8 (guckst Du hier: http://www.lospennatoguitars.com/sustai ... -luthiers/) steht sehr schön beschrieben (zumindest für den der des Englischen so leidlich mächtig ist), wie man einen Sattel richtig macht... und wie die Abstände der Sattelkerben vorzusehen sind, samt Begründung warum das so ist.

Vielleicht braucht's ja jemand.

So long

Markus
Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.

Gruss Markus

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