Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

reining-woman
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Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von reining-woman » 12.07.2017, 22:18

Hallo liebe Musikfreunde,

bevor ich zu alt werde, um etwas neues zu lernen, möchte ich nun meinen langersehnten Wunsch erfüllen: Gitarre spielen lernen.
In meiner Jugend habe ich die übliche musikalische Erziehung genossen: Vom Glockenspiel über Blockflöte bis zur Altflöte und dann zum ersten "richtigen " Instrument: Akkordeon (jaja, lästert ruhig ;-) Jahrelang habe ich in einem flotten Orchester gespielt bis das Berufsleben so richtig anfing: Umzug, keine Zeit ... und schließlich verstaubte das gute Stück im Keller bis ich es an die Tochter einer Freundin geben konnte. Nun würde ich gerne wieder selber Musik machen - aber dieses Mal mit der Gitarre. Die Frage ist nur: mit welcher?
Ich habe hier schon so einiges gelesen, bin aber immer noch unsicher mit welcher Gitarre ich beginnen sollte. Konzertgitarre oder doch eine Westerngitarre? E-Gitarre scheidet wohl schon deshalb aus, weil unser Keller nicht schallisoliert ist ))-))

Was möchte ich spielen?
Von der Musikrichtung her bin ich total flexibel, mag fast alles (Klassik, Jazz, Rock, Blues ...). Ich weiß nur, dass ich nicht dazu singen werde :D Ich möchte also keine Liedbegleitung machen, sondern Soli spielen. Auch peile ich nicht an, Mitglied einer Band zu werden, sondern möchte vor allem für mich alleine "schöne Musik" machen können. Bin ich dann eher mit einer Konzertgitarre gut bedient? Oder ginge das auch mit einer Stahlsaiten-Gitarre? Den Klang der "Steel-Guitar" finde ich schon ziemlich klasse...

Achso, der Kostenrahmen: mehr als 300 € möchte ich am Anfang eigentlich nicht ausgeben!

Ich bin für jede Einschätzung dankbar!

Viele Grüße
reining-woman

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von slowmover » 12.07.2017, 22:38

Hallo,
Obwohl ich selber Nylongitarre favorisiere, empfehle ich den meisten Western. Es passt zu Rock /pop oft besser für die meisten Ohren. In Deinem Fall sehe ich es anders. Du wirst wohl vielleicht mal Yesterday als Solostück spielen wollen, aber bestimmt genauso gern Bossa Nova und Klassik.
Dann würde eher Nylon passen.
Konzertgitarre lernt man primär nach Noten, was Du ja bereits kennst. Western spielt man meist nach tabs und Chords.
Wenn Du beispielsweise in der Vhs lernen möchtest, geht es mit einer Western erstmal die ersten Jahre los mit Begleitakkorde schrammeln. Und mit der Konzertgitarre beginnst Du mit Melodiespiel. Wenn Du noch mehr über Dich preisgibst, weiss man natürlich genauer was vielleicht passt.

Ps: reining-woman? Bist Du Western style Reiterin?

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OldDad
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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von OldDad » 13.07.2017, 01:44

Hallo "reining-woman", habe auch gerade erst mit der Gitarre angefangen - bin daher zwar kein wirklich professioneller Ratgeber
mit viel Fachwissen, aber in meiner kleinen Familie spielt jeder Gitarre. Frau lieber Classic Gitarre, Sohnemann E-Gitarre und Western.
Da ich von Noten und Theorie noch völlig unbefleckt war und ich gefühlsmäßig einen Hang zum Amerikanischen Kontinent und der Countrymusic habe, war für mich die Auswahl (natürlich eine Washburn Western - Gibson leider zu teuer) klar.
Nach deiner Beschreibung und deinen bereits vorhandenen musikalischen Kenntnissen, würde ich dir jedoch auch zu den Nylon Saiten raten.
Außerdem kenne ich keinen, der nicht den Drang verspürt sich früher oder später eine Zweit oder Drittgitarre zuzulegen.

Hab dir mal 3 Videos gelinkt (1. Classic 2. Western 3. Western Strumming) in denen verschiedene Stilrichtungen ohne Gesang gespielt
werden und man gut die Unterschiede erkennen kann.
Vielleicht ist dein Musikgeschmack dabei und es hilft dir etwas weiter.

www.youtube.com/watch?v=beLvpZziqCo

www.youtube.com/watch?v=4wvCrzzLMCQ

www.youtube.com/watch?v=zno2piY35Pc

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von everyBlues » 13.07.2017, 09:02

Hi reining- woman

ersteinmal. Herzlich Willkommen :D
Du schreibst "Klassik, Jazz, Rock, Blues " da fällt mir eine ES-Gitarre ein. Mit einer solchen kann man wirklich sehr viel abdecken.

Eine schöne Konzert-Gitarre mit Nylonsaiten ist was feines. Ich mag den Klang sehr. Und die klassische herangehensweise, von der Slowmover spicht, ist auch etwas Feines.
Ich persönlich finde diese besser, als mit Akkorde schrammeln anzufangen. Da bin ich also ganz bei Slowmover.
Aber es spricht natürlich nichts dagegen, auch mit einer E-Gitarre auf klassische Weise anzufangen. So habe ich das auch gemacht ( also mit Tonleitern)
Und da du davon gesprochen hast, das dein Keller nicht schallisoliert ist :D , nun eine E-Gitarre kann man viel viel leiser spielen als eine Akustik- Gitarre. Steel-Strings magst du auch. Hm.... eine ES- Gitarre (Electric-Spanish) käme doch vielleicht in frage?
Das ist eine Semiakustische oder Halbresonanz- Gitarre.

https://www.google.de/search?q=ES_+Gita ... S-Gitarren

Einen kleinen Verstärker braucht du dafür aber dann trotzdem noch. Den kann man aber, dafür dann leise stellen ;)

LG

Aso... Sorry! Sollte es dann doch eine rein Akustische sein. Dann würde ich eine Western nehmen. Für micht spricht nichts dagegen auch mit einer Western, oder Steel-String, Klassik zu spielen. Aber Blues, Rock, Pop ...... mit einer Nylon?
Das geht schon.........muss du halt wissen ob dir das dann auch gefällt.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von reining-woman » 13.07.2017, 20:19

Hallo,

und Danke euch dreien für die ausführlichen Einschätzungen. Ich habe viel neuen Input dadurch bekommen. Man merkt euch die Leidenschaft für eure Instrumente und eure Musik an.
Slowmover hat Recht, wenn er meint, dass ich auch gerne mal BossaNova oder Klassik spielen möchte. Und nachdem ich mir die "Ton-Beispiele" von OldDad angeschaut bzw. angehört habe, glaube ich, dass ich die Konzert-Gitarre der Western-Gitarre vom Klag her vorziehen würde. Ich habe einfach den Eindruck, dass das zum Melodie-Spielen besser passt.

Ganz neu war für mich die Idee der ES-Gitarre. Dieser Klang gefällt mir sehr. Und vielleicht wäre diese Variante für mich tatsächlich ganz empfehlenswert, denn ich bin nur 1,58 m groß und meine Finger sind entsprechend nicht die längsten. Wenn ich richtig recherchiert habe soll bei den Semiakustischen die Sattelbreite recht eng und die Mensur ein bisschen kürzer als bei der 4/4 Konzertgitarre sein.
Bei den Konzertgitarren würde ich wohl eher auf eine 7/8-Variante als auf eine 4/4 abzielen.
Vielleicht schaffe ich es am Wochenende mal in eine Musikladen zu fahren und einfach mal beides auszutesten, bzw. mir vorspielen zu lassen.
Wenn ich den Verstärker ganz leise stellen kann, habe ich ja auch keinen Ärger zu befürchten, wenn's am Anfang noch arg monoton und schief klingt :?

Kriegt man die ES-Gitarren denn - inkl. Verstärker - für unter 300 €? Oder wäre der Preis schon ein Ausschlusskriterium? Ich würde ja keine schlechte Qualität kaufen, aber am Anfang halt auch keine riesige Summe ausgeben wollen. Gibt's da ne Marke mit der man nichts verkehrt machen kann?

@ slowmover (offtopic): ja, ich reite tatsächlich western ;-) ... höre auch gerne Country ... aber das ist für mich eine Stilrichtung, die durch den Gesang geprägt ist und die ich wohl eher weniger spielen würde

Viele Grüße

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von Funplayer99 » 13.07.2017, 20:31

Mein Tip ist mal in einen Gitarrenladen fahren und verschiedene Gitarren in die Hand zu nehmen...auch wenn du noch nicht spielen kannst.Das hat den Vorteil dass du sehr schnell merkst was dir an Gitarrengröße, Halsbreite etc. liegt und was nicht.Wenn ein Verkäufer so nett ist und dir verschiedene Gitarrenarten vorspielt, merkst du was klanglich in den einzelenen Arten so steckt.Videos speziell bei Youtube oder mp3 Aufnahmen auf einem PC oder dergleichen können oft nicht ausreichend das Klangbild einer Gitarre darstellen,da ist live hören die beste Möglichkeit um einen wirklichen Eindruck zu bekommen.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

Die 99 in meinem Nick ist nicht mein Geburtsjahr!

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von Software-Pirat » 13.07.2017, 20:37

ES-Gitarren einschließlich Verstärker unter 300€ wird schwierig, aber nicht unmöglich. Wenn ich so bei Thomann schaue, dann sind gerade mal die Gitarren der Thomann-Hausmarke Harley Benton gerade mal im Preisrahmen (--> https://www.thomann.de/de/hollowbody_gi ... tml?oa=pra ). Aber bezüglich der Qualität liest man so einiges, von phantastisch bis furchtbar verarbeitet. Wahrscheinlich ist die Serienstreuung sehr hoch. Die billigste Gitarre einer anderen Marke, in diesem Fall Ibanez liegt dann schon bei knapp unter 300€, die Epiphones knapp darüber. Und ein guter Verstärker kostet dann auch noch so knapp 100€. Und eine ES-Gitarre ist halt grundsätzlich erstmals eine E-Gitarre. Ohne Verstärker macht die nicht so viel Spaß.

Bei E-Gitarren generell ist die Sattel- und Griffbrettbreite geringer als bei Konzertgitarren, da sie eher an den Westerngitarren angelehnt sind. Das mag vielleicht den Grund haben, daß man bei Konzertgitarren eher Melodien spielt und bei Western- und E-Gitarren mehr Akkorde. Relevant halte ich aber auch die Dicke des Griffbretts. Entscheidend ist aber das Spielgefühl. Ich glaube z.B. daß meine Hände auch relativ klein sind, komme mit relativ dicken Hälsen aber super klar, während die ultra-dünnen Hälse gar nicht mein Ding sind.

Am besten ist halt einfach in den Musikladen zu gehen und selber ausprobieren.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von reining-woman » 13.07.2017, 21:18

... ja, ein Besuch im Musikgeschäft ist Pflichtprogamm. Allerdings kommt's da immer sehr auf die Motivation des Verkäufers an. Ich würde gerne schon mit ein bisschen Ahnung und vielleicht einer Präferenz dorthin gehen, um nicht den halben Laden durchprobieren zu müssen ;-)

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von slowmover » 13.07.2017, 21:27

Hallo,
ja, Bossa geht auf Metallsaiten genausowenig wie Flamenco. bei der Klassik klingt alles was in Richtung Barock geht zumindest interessant auf Metallsaiten. Die hohe e-Saite gibt dann so eine Art Spinettsound.
Ich würde Dir als Gitarre eine Flamenca empfehlen, wen Du mit dem Klang zurecht kommst. Die spielt sich sehr leicht, durch extrem niedrige Saitenlage. Klingt halt für Klassik sehr knackig und nicht so romantisch, verträgt sich aber vom Sound her auch gut mit Pop, wo eine normale Konzertgitarre etwas sehr weich klingt. Perfekt passt sie natürlich auf Flamenco und Bossa.
https://youtube.com/watch?v=1uU1Ovx4YEk
https://youtube.com/watch?v=2oyhlad64-s
Der etwas rasselnde, rotzige Sound ist typisch für eine Flamenca.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von reining-woman » 13.07.2017, 22:00

slowmover hat geschrieben:Perfekt passt sie natürlich auf Flamenco und Bossa.
https://youtube.com/watch?v=1uU1Ovx4YEk
https://youtube.com/watch?v=2oyhlad64-s
Der etwas rasselnde, rotzige Sound ist typisch für eine Flamenca.


... :D wie geil! Gipsy Kings! Die hab ich ja schon fast vergessen. Und das zweite Video schockt auch ... Frisur und Hosen von vor 40 Jahren - obercool! Sorry, ich weiß, es geht um den Klang, nicht um die Bilder, aber die Clips sind einfach zu schön, um sie unkommentiert zu lassen.
Der Sound der Flamenca gefällt mir. Ich werd im Laden mal danach fragen. Und vorher schon mal "gugeln", ob es sowas auch in 7/8 gibt.
Wie lange dauert es denn, bis man so spielen kann wie Paco de Luzia? Schaffe ich das noch bis zur Rente :lol: ?

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von reining-woman » 13.07.2017, 22:17

... hui, ich glaube Flamenco-Gitarre ist aufgrund des Preises raus aus dem Rennen. Schade.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von slowmover » 13.07.2017, 22:31

Naja, den ersten Flamenco Kurs kannst D angehen, wenn Du das Grundsätzliche beherrschst. Also nach ca einem Jahr. das meiste ist Technik die man halt nur erkennt, wenn die Bewegungsabläufe sehr langsam gezeigt werden. Die Flamencas Blancas (die mit hellen Corpus) sind übrigens federleicht und klingen sehr Flamenco. Die Flamencas negras klingen etwas mehr wie ein Klassikgitarre. Bossa lernt sich angenehm wenn man eine gewisse polyrhythmische Begabung hat und ein Ohr für erweiterte Akkorde und jazzy Sounds. Sonst braucht man einen sehr guten Lehrer, um schnell Fortschritte zu machen. in Städten wie Hámburg, München und Berlin gibt es bei den VHS recht gute Prográmme. In der Kleinstadt ist das meist traurig.

Wann bekommst Du denn Rente?

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von reining-woman » 13.07.2017, 22:49

slowmover hat geschrieben:Wann bekommst Du denn Rente?

Wenn ich in einem Jahr mit dem Flamenco-Lernen beginnen kann, bleiben mir noch mind. 20 Jahre bis zur Rente. Dann kann ich mich schön mit meiner Flamenca in die Hamburger Fußgängerzone setzen und mir die Rente aufbessern ;-)

Vorher muss ich aber überhaupt erst einmal anfangen zu lernen und eine Gitarre kaufen. So wie ich das momentan einschätze scheint - wenn ich im preislichen Limit von 300 euro bleiben will - das vernünftigste zu sein eine 7/8 Klassik-Gitarre mit Flamenco-Tendenz zu nehmen. Wenn ich dann in 1,2 Jahren tatsächlich noch dabei bin und schon ein bisschen was kann, dann kann ich ja den "Fuhrpark" allmählich mit ner Semiakustischen und einer Flamenca blanca aufstocken.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von slowmover » 13.07.2017, 23:40

In deiner Preisklasse (259,-) Ist die La Mancha Ruby CM recht ordentlich. Die gibt es sowohl als 1/1 wie als 7/8 bei Just music in Hamburg.
Die Duke Flamenca zu 529 ist ebenfalls gut. Eigentlich ist an 160 cm Körpergrösse eine normale Gitarre kein Problem. Andereseits, falls Du später noch was edleres kaufst, ist es durchaus angenehm eine kompaktere Gitarre zum Lagerfeuer mitzunehmen.
Beste Grüsse von der anderen Seite der Elbe (Altes Land).

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von everyBlues » 14.07.2017, 08:00

slowmover hat geschrieben:Hallo,
ja, Bossa geht auf Metallsaiten genausowenig wie Flamenco. .


https://www.youtube.com/watch?v=U4AXvcZ8ePw

https://www.youtube.com/watch?v=iJ9_7Z2kEOk

https://www.youtube.com/watch?v=4cYc5xcw8FI

https://www.youtube.com/watch?v=vIVUBOl3hms

Was geht nicht? :D

https://www.youtube.com/watch?v=tjm3hyX0IL8

Ob es gefällt, ist eine individuelle Sache . Aber funktionieren tut es wunderbar!! Und es geht damit noch vieles vieles mehr.
Ich kann von hier aus leider nichts hören, keine Soundkarte. Bin aber trotzdem guter Dinge.
Nebenbei, eine Jazz-Gitarre hat auch Steel-Saiten. Und klassik auf Steel, auch das geht wenn derjenige Musiker das kann.

Man ist mit Nylon, so schön das auch klingen mag, immer etwas eingeschränkt was das Musik-Genre angeht.
Gypsy- Jazz wird auch mit Steel- Strings gespielt.........Jazz, Rock, Blues doch sowieso...............wird es dann doch mal Country, dann fährt man auch dort mit Steel-Strings besser. Ob ich nur Akorde schrammel, oder Melodie spiele, hängt sicherlich nicht von der Besaitung ab.

Am besten, man hat von jeder Sorte eine :D

Einen hab ich noch. Achim Kohl........
https://www.youtube.com/watch?v=9N4Dx9aRFRI

Und wie gesagt, soll es rein akustisch sein, rate ich zu einer Steel- String. Es gibt nichts, was man damit nicht spielen kann.
Elektrisch, dann ES. Wobei es auch Western gibt die über einen Verstärker gespielt werden können, nur haben diese eben auch ohne Verstärker schon einen lauteren Ton.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von slowmover » 14.07.2017, 10:14

Naja gehen tut alles. Wenn ein Electric Flamenco Spieler keine Rasgueos spielt, und keine Golpes dann hat das mit Flamenco die gleiche Beziehung wie Metal auf der Triangel.
Sandercoe habe ich immer verehrt, der will in den Videos den Bossa Rhythmus verdeutlichen. Um aber selbt profanste Stücke mit Mini Melodielinie gleichzeitig zu spielen geht es nur mit Shell chords oder Samba Bossa Chords. sonst zermatscht man sich den Sound. Und das bekommt man normalerweise nur mit Nylon geregelt.
Deshalb gibt es án keiner Vhs, an keiner offiziellen Musikschule oder an einem Konservatorium irgendeinen Workshop, wo man mit was anderem als Nylon kommen darf. Für südamerikanische Musik gilt das gleiche. Im Ensemble oder Band brauchst Du natürlich keine Golpes, wenn die Schlagakzente mit Cajon oder Drum gemacht werden. Und die Aufgaben auf der Gitarre werden aufgeteilt. Da passt auch eine Es in Ensemble.
Da ich gerne auf auf meine ES spiele, weiss ich aber, dass ich selbst nur Flamenco solo darauf spielen könnte, wo ich mich für schämen würde.
Ich spreche nicht von technischer Fähigkeit sondern vom Ergebnis.

Edit: Root chords war Unsinn, ich meinte Shell Chords
Zuletzt geändert von slowmover am 14.07.2017, 15:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von everyBlues » 14.07.2017, 10:35

Naja slowmover, nicht so streng :D.

Ja, wie gesagt, eine schöne Klassikgitarre ist etwas feines. Und es ist natürlich nicht das Selbe wie eine E-Gitarre oder Western.
Aber bei ihrem Musikgeschmack, der ja nun doch nicht nur auf Klassik und Flamenco abzielt, ist sie vielleicht doch mit einer Steel- String besser beraten. Würde sie sich ausschließlich für Klassik interessieren, dann würde auch ich zu einer Klassik raten. Oder bei Gypsy-jazz zu einer entsprenchenden Gitarre, bei Flamenco auch.......

Man muss aber auch bedenken. eine Nylon besaitete Gitarre, wie Klassische zB., fühlt sich anders an.

Ab ins Musikgeschäft )()( und dann mal schauen.......

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von Chavez » 14.07.2017, 13:26

Der Musikgeschmack ist ja relativ breit gefächert. Soll das denn auch (mehr oder weniger) alles abgedeckt werden?
Wenn das so ist dann dürfte über kurz oder lang eh die Zweit... Dritt.... Viert.... Fünftgitarre ins Haus stehen. :)

Ein naher Verwandter von mir spielt gerne Flamenco auf der Nylon. Er mag aber auch den Blues und spielt ihn auch darauf. Es geht, aber wirklich gut kommt's nicht rüber.

Das ist halt nun bei der ersten Gitarre eine Entscheidungsfrage. Was möchte ich zuerst in Angriff nehmen? Was (welche Richtung) ist mir nicht so wichtig und kann eventuell noch etwas warten.

Die hier gegebenen Ratschläge haben ja alle Bestand und sind gut. Im Endeffekt solltest du in einen Laden mit möglichst breitgefächertem Angebot und dir Zeit nehmen bei der Auswahl. Nicht unter Druck setzen lassen und auch, wie Funplayer schon sagte, selbst Gitarren in die Hand nehmen (auch wenn du noch nicht spielen kannst) und dabei deinem Gefühl vertrauen. Was fühlt sich gut an? Was geht gar nicht?
Und auch durchaus mal ne Nacht drüber schlafen und die gleichen Gitarren beim zweiten Besuch noch mal in die Hand nehmen.
War beim ersten Besuch "diese eine" dabei? Fühlt sie sich immer noch so toll an? Vermittelt sie immer noch das Gefühl das sie schon fast von alleine spielt? Das wäre für mich der Optimalfall.

Viel Spaß und gutes Gelingen

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von slowmover » 14.07.2017, 15:44

Chavez ich gebe Dir recht. Bending auf einer Nylon Gitarre. Wer kann das schon, ausser mal ein Halbton mit Anlauf und an günstiger Stelle desGriffbretts, Wie klingt ein sauber gespielter Blues ohne Bendings und Smearbends? Eher nach Klosterschule als nach Blueskneipe.
Wobei da trete ich jetzt einigen bekannten Fingerstylern zu nahe, diie Blues viel zu klinisch interpretieren, trotz Stahlsaiten, die das Spiel ja nicht in dieser Richtung limitieren.
Das Nylon viel zu weich und hintergründig klingt kommt dann beim Blues noch hinzu.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von reining-woman » 14.07.2017, 22:25

Hei,
heute wart ihr ja äußerst kommunikativ ;) Ich habe wahrgenommen, dass ihr euch verdammt gut auskennt und dass ich noch verdammt viel lernen muss.

Auf dem Rückweg von der Arbeit komme ich momentan immer an einem winzigen Musikgeschäft vorbei. 1-2 Gitarren in einem kleinen Fenster. Ich dachte eigentlich immer, dass das so eine Art schrabbeliger "Gebrauchtwaren-Handel" ist. Sieht auch meist ziemlich verschlossen aus. Heute stand der Besitzer draußen und ich habe spontan mal angehalten. Zum Glück! In dem kleinen Laden befand sich eine überschaubare, aber vielseitige Auswahl an Gitarren. Ich konnte so eine 4/4 Klassik und eine 3/4 Klassik ausprobieren und eine Western-Gitarre. Der Besitzer spielte sie auch alle einmal für mich an und gab etliche Infos. Ich muss sagen, dass mir die Western - eine Sigma Guitars 00MSE Natural - am besten "passte". Sie hatte zwar die volle Mensurlänge, war aber nicht so voluminös und lag durch ihre Form super am Körper. Auch der schmalere Hals gefiel mir sehr, sowie das matte Finisch. Und den Klang fand ich auch sehr angenehm - irgendwie ausgewogen, klar ...

Ich hatte dann noch das Glück, dass ein weiterer Kunde in den Laden kam, der sich munter an den Gitarren bediente, um die ein oder andere anzuspielen (er kannte den Besitzer). U.a. auch eine halbakustische. Der Klang war einmalig! Der Typ konnte aber auch richtig gut spielen. Während der Besitzer sich - übrigens auf meine explizite Bitte hin - zwischenzeitlich um ein paar weitere "schnelle" Kunden kümmerte (ich wollte ja nicht den ganzen Laden aufhalten), spielte der Typ dann auch mal die Sigma an. Er spielte verschiedene Musikrichtungen und Techniken, so dass ich einen wirklich guten Überblick bekam, was mit der Gitarre alles so geht. Er war auch sehr angetan von dem guten Stück. Er lobte den Klang (zumindest für die Preisklasse), die Verarbeitung und die Saitenlage. Ich hatte zudem den Eindruck, dass er ein ehrliches Statement abgegeben hat und das Teil nicht nur zum Gefallen des Besitzers schön reden wollte. Zumal er auch sagte, dass ich natürlich auch mit der 100 €-Klassik nichts verkehrt mache und weniger finanzielles Risiko hätte, falls ich dann doch feststelle, dass Gitarrespielen nix für mich ist. Er persönlich würde aber die Sigma empfehlen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Entgegen meiner vorherigen Tendenz war ich nun also doch von einer Western überzeugt. Der Klang war gut und Form und Sitz am Körper waren einfach am besten von den getesteten. Und einen Tonabnehmer bringt sie auch gleich mit.

Wenn ich nicht so ein "Kopfmensch" wäre, hätte ich das gute Stück wohl trotzdem gleich eingepackt, aber so habe ich mich doch entschieden, noch mal ein bis 7 Nächte darüber zu schlafen.

Somit habe ich nun Gelegenheit euch zu fragen, ob ihr die Sigma zufällig kennt? Oder zumindest die Marke allgemein?

Klar, es wird auch noch andere geben ... allerdings nicht gleich bei mir um die Ecke.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von Chavez » 14.07.2017, 22:59

Ich kenne mich bei akustischen Gitarren nicht so gut aus. Sigma ist aber eine der Marken die überall fast immer genannt werden wenn es um eine Western für den Einstieg geht.
Sigma lehnt sich, soweit mir bekannt, an Martin an und das ist sicher nicht verkehrt.
Ich glaube nicht das du damit etwas falsch machst.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von everyBlues » 15.07.2017, 09:52

Ich denke auch mit einer Western-Gitarre machst du nichts falsch.
Was die Sigma angeht, möchte ich mich mangels Erfahrung, nicht aus dem Fenster lehnen.
Du kannst natürlich mal nach Sigma Googlen, oder auch hier, bei uns im Forum danach suchen.
Die Sigma wird aber, wie Chavez schon sagte, oftmals, im positiven Sinne, genannt.

Aso, hier bei uns hat u.a Frank-vt, immer ganz gute tipps, was Western- Gitarren angeht. Schau einfach mal rein.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von reining-woman » 15.07.2017, 10:30

... Gegoogelt habe ich das gute Stück natürlich schon, aber es gibt zu diesem Modell keine Erfahrungsberichte. Und hier im Forum gibts auch nur Feedback zu Sigma allgemein.
Ich glaube sie passt mir so gut, weil es eine Palor-Gitarre ist. Einzig wegen der recht schmalen Halsbreite von 4,45 cm bin ich etwas skeptisch...

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von Chavez » 15.07.2017, 11:46

Warum die Skepsis?
Ist der Grund vielleicht der das du befürchtest auf einem schmalen Hals ala Western oder E-Gitarre die Finger nicht vernünftig untergebracht bekommst?
Das hätten nicht wenige Anfänger. Don't panic. Alles eine Sache der Übung. Anfangs wird's schnarren und nicht sauber klingen. Mit der Zeit wird das immer besser.
Man sollte nur, gerade am Anfang, nicht zu schnell zu viel erwarten. Gitarre ist halt eher Langstrecke, kein Sprint. ;)

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von everyBlues » 15.07.2017, 16:11

reining-woman hat geschrieben: Ich muss sagen, dass mir die Western - eine Sigma Guitars 00MSE Natural - am besten "passte". Sie hatte zwar die volle Mensurlänge, war aber nicht so voluminös und lag durch ihre Form super am Körper. Auch der schmalere Hals gefiel mir sehr, sowie das matte Finisch. Und den Klang fand ich auch sehr angenehm - irgendwie ausgewogen, klar ...
Lange Rede, kurzer Sinn: Entgegen meiner vorherigen Tendenz war ich nun also doch von einer Western überzeugt. Der Klang war gut und Form und Sitz am Körper waren einfach am besten von den getesteten. Und einen Tonabnehmer bringt sie auch gleich mit............................

Wenn ich nicht so ein "Kopfmensch" wäre, hätte ich das gute Stück wohl trotzdem gleich eingepackt, aber so habe ich mich doch entschieden, noch mal ein bis 7 Nächte darüber zu schlafen.
.


Schau doch mal. Wo liegt denn dein Problem? :)
Mach dich nicht selber Quirre.

Du kannst natürlich auch noch in anderen Geschäften schauen um zu vergleichen. Das wäre vielleicht sogar ganz gut, vielleicht findest du dann doch noch eine die dir besser gefällt.
Aber wenn dir die, Gitarre gefallen hat....und du nicht lange in den Geschäften suchen möchtest.......dann spricht doch eigentlich nichts dagegen sie zu kaufen?

Mich persönlich würde es stören, das sie kein Cutaway hat ;)
Habe gerade selber mal geschaut. Finde aber auch nicht wirklich viel über dieses Modell.

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Re: Kaufempfehlung für Anfänger: Konzert- oder Western-Gitarre?

von reining-woman » 15.07.2017, 23:56

Hallo fleißige Ratgeber,
ich bin nun heute spontan zu einer Gitarre gekommen. Nicht gekauft, nur geliehen. Die Tochter von meinem Mann war heute bei uns und wir kamen aufs Gitarrespielen zu sprechen. Ich wusste zwar, dass sie eine hat, aber nicht, dass sie momentan nicht zum spiel kommt. Sie hat daher spontan angeboten sie mir für einige Zeit zu leihen. Es ist eine Ortega 3/4, 59er Mensur, 45er Sattel. Ich kann so mal in Ruhe probieren, wie ich mit dem schmalen Hals klar komme. Insgesamt kommt mir die Gitarre etwas klein vor, so dass ich denke später doch bei einer 7\8 oder etwas vergleichbarem zu landen. Aber nun kann ich mich erstmal mit den anderen Dingen beschäftigen (lockerer Anschlag, Finger spreizen etc.)
In ein paar Wochen kann ich dann bestimmt schon besser einschätzen bzw im Laden ausprobieren, was vielleicht besser passt.
Und wer weiß, vielleicht lande ich ja letztlich doch wieder bei der Sigma 00 ;-)
Zudem werde ich hier fleißig weiterlesen und -lernen.
Herzlichen Dank für eure Unterstützung!

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