E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

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mjchael
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E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von mjchael » 10.07.2017, 22:20

Hier folgt ein kleiner Überblick über die wichtigsten (meist verbreiteten) Bauformen der E-Gitarre.
Da ich eher der Akustik-Gitarrist bin, gebe ich hier nur einen kurzen Überblick.
Ich werde nicht zu tief ins Detail gehen, versuche aber das Wichtigste zusammenzutragen.
Ich beschränke mich auch auf mittelpreisige Gitarren, die noch im Budget der meisten Member liegen. Also keine, für die ich erst mal drei Monatsgehälter hinlegen muss.
Ich hoffe, dass die Kollegen auf den Zug aufspringen, und ihrerseits Informationen beisteuern.

Die berühmtesten und am meisten verbreiteten E-Gitarren sind
• Stratocaster
• Les Pau
• Telecaster
• SG (Solidbody Guitar)

ps.: alle Beiträge dürfen von euch kommentiert, ergänzt und korrigiert werden.
Ich werde versuchen eure Impulse in die Texte einzuarbeiten.
Gegebenenfalls werde ich die Diskussion später, wenn alles fertig ist, in ein eigenes Thema auslagern.
Worum es hier nicht gehen soll, ist eine Marke gegen die andere auszuspielen.

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mjchael
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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von mjchael » 12.07.2017, 15:14

Stratokaster
Die Strat wird seit 1954 von der US-Firma "Fender" gebaut.
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Sie gilt weltweit als die beliebteste, meistverkaufte und meistkopierte E-Gitarre.

Der Klang:
Sie ist wegen ihres drahtigen Sound sehr beliebt. Der gläsernen, transparente bis scharfen Ton setzt sich in der Band gut durch und ist daher für Solos sehr gut geeignet. Der Tremolo macht es nicht unbedingt leicht, die Fender zu stimmen, da alle Saiten über den Tremolo miteinander verbunden sind, und sich von daher gegenseitig beeinflussen. Beim Spielen jedoch kann ein Tremolo im Zusammenspiel mit den Saiten (Schlagwort Resonanzen, Schwebung) zu einem eigenen Sound führen, der von einigen Spielern als eine Art mechanischen Halleffekt beschrieben wird. Jimi Hendrix dürfte wohl zu einem der genialsten Strat-Spieler aller Zeiten gehören, da er die Soundmöglichkeiten der Strat bis aufs äußerste ausgereizt hat.

Youtube-Suche: Stratocaster Sound

Im Gegensatz zur Telecaster fehlen der Strat größtenteils die schrillen Höhen, gegenüber der Gibson Les Paul klingt die Stratocaster eher hell mit geringerem Sustain. Sie ist das Standardinstrument bei Funk und Discomusik.

Typische Merkmale: geschraubter Hals • Grifbrett mit 21 oder 22 Bünde • Sattelbreite 43 mm • Steg / Brücke mit einzelnen Saitenreitern • meist mit Tremmolo-System • Tonabnehmer: 3× Single Coil (SSS) oder 1× Humbucker + 2× Single Coil (HSS) • Klangregler: 1× Lautstärke 2× Höhenblende • 1× 5-Wege-Tonabnehmerwahl

Wichtige E-Gitarristen mit Strat (auszugsweise):
Eric-Clapton • Jimi Hendrix • Richie Sambora (bei Bon Jovi) • Matthias Jabs (Scorpions) • Rory Gallagher • Ritchie Blackmore (Deep-Purple) • David Gilmour • Eric Johnson • Stevie Ray Vaughan • Robin Trower • Buddy Guy • John Mayer • Dave Murray • Adrian Smith • Robert Cray • Chris Rea • Mark Knopfler • Hank Marvin • Buddy Holly • Steve Vai (Gitarrist von Frank Zappa)

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mjchael
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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von mjchael » 12.07.2017, 15:15

Les Pau
Die LP (oder Paula) wird seit 1952 von der US-Firma Gibson hergestellt.
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Die Les Paul wiegt etwa zwischen 3,5 bis 4,5 kg und ist damit in der Regel deutlich schwerer als die anderen typischen Bauarten. Der massive Körper und der verleimte Hals schlucken viele Obertöne, wodurch der Klang weicher und susain-reicher (Nachklang) wird.
Jedoch fräst man bei moderneren LP im Gitarrenkörper nicht nur Löcher für die Elektronik ein, sondern bewusst noch einige Luftlöcher (Fachwort: chambered - gekammert) , welche das Gewicht reduzieren. Die meisten guten Hersteller sagen, dass der Klang unter der Gewichtsreduktion nicht leidet. Auch andere Bauarten gibt es mit chambered Body um Gewicht zu sparen.
Von der LP gibt es oft von einer Serie 2 Ausführungen. Die LP-Standard ist für Bühnenauftritte gedacht, und macht optisch einiges her. Die Studio verzichtet bei gleicher Klangqualität und gleicher Bespielbarkeit und gleichwertiger Technik auf teure effektvolle Lackierungen, Einlegearbeiten oder der cremefarbenen Umrandung des Korpus. Die Hölzer haben keine so spektakuläre Maserung, das Logo auf der Kopfplatte ist nur aufgemalt (keine Intarsien). Dieses schlägt sich natürlich im Preis nieder.

Typische Merkmale
Mensur 63 mm, Korpus Solidbody, eingeleimter Hals mit 22 Bünde, Mechaniken je 3 rechts und links gekapselt, zweiteilige Tune-O-Matic-Metallbrücke mit einzelnen Saitenreitern, 2 Humbucker, Regler: 2 Volume- und 2 Toneregler - 1 × 3-Wege-Tonabnehmerwahl

Klang
Die Les Paul hat einen warmen, vollen Klang und wird gerade dort eingesetzt, wo es auf diese Klangfarbe ankommt. Mal ein etwas simpler Vergleich: würde man die Strat mit einer Trompete vergleichen, müsste man die LP wohl mit einem Saxophon vergleichen. Besonders Blues- und Jazzmusiker schätzen die Paula. In den 70ern wurde die Paula gerne für einen schweren fetten Background-Sound eingesetzt, der auch bei Grunch und Heavy-Metal sehr geschätzt wird.

youtube-Suche: Les Paul Sound
Wichtige E-Gitarristen mit einer LP (auszugsweise):
Eric Clapton (bei seinen Blues-Stücken) • Jimmy Page (Led Zeppelin) • Pete Townshend (The Who) • George Harrison und Paul McCartney (Beatles) • Neil Young • Steve Hackett (Genesis) • Marc Bolan • Jimmy Page (Led Zeppelin) • Carlos Santana • Gary Moore • Ace Frehley (KISS) • Billy Gibbons (ZZ Top) • Slash (Guns N’ Roses) • Kirk Hammett und James Hetfield (Metallica) • Paul Landers (Rammstein)

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von mjchael » 12.07.2017, 15:26

Vergleich: Stratocaster und Les Paul





ps.: Die Überschrift ist mit der Youtube-Suche verlinkt, falls einzelne Videos verschwinden sollten.

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GuitarRalf
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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von GuitarRalf » 14.07.2017, 09:52

Salut,

ich tippe mal aufgrund

mjchael hat geschrieben:...
Die berühmtesten und am meisten verbreiteten E-Gitarren sind
• Stratocaster
• Les Pau
• Telecaster
• SG (Solidbody Guitar)
.....


dass als nächstes die Telecaster vorgestelt wird. Moment bitte, zur Les Paul habe ich noch die eine oder andere Frage. Es werden 2 Volumenregler verwendet.
Typische Merkmale
...: 2 × Lautstärke - ...l

Einer für mehr Lautstärke und einer für weniger? :lol: Spaß muss sein, aber was soll das?
(Anmerkung: erl.)
Insgesamt soll sie schwerer sein als die Stratocaster. Hast du da einen Wert? Meine Strat-Kopie wiegt ca. 3374g (mit Gurt).
(Anm. erl.)

Die Gitarren sind interessant, aber ich würde für eine Kaufauswahl noch die Halbakustik hinzunehmen. Ich habe eine sogenannte Starter/Einsteiger Gitarre und werde das Gefühl nicht los, dass sie irgendwann noch mehr zerfällt, als sie ohnehin schon ist.

Die Geschichte der E-Gitarre ist untrennbar mit der Entwicklung der industriellen Massenfertigung verbunden. Da hatten einige Elektronikmärkte zuviele Potis und wussten nicht wohin damit, wäre wohl etwas polemisch. Aber ich dreh mich etwas ab von Fender. Erinnert mich irgendwie an die Geschichte der Jeans. Levi´s, Wrangler, Mustang,... Stone-Washed und Vintage.
Orientieren wir uns an den großen E-Gitarristen, müssen wir uns fragen, welche Gitarre bevorzugte Chet Atkins?
Anm.: Nein, ich orientiere mich an den großen Gitarren, und stelle Vertreter vor, die gerne auf dem Instrument spielen.
Das kann einigen Leuten helfen, sich an ihrem Musikgeschmack zu orientieren. Beim Durchschauen wird euch auffallen, dass einige mehrfach genannt sind, da sie selbst mehrere Gitarren unterschiedlicher Bauart haben.
• Zu Cheet Atkins: siehe Abschnit in der Wikipedia.

Welche spielte der unglaubliche Chuck Berry? Auf was triumphierte B.B:King?
Anm: Beide bevorzugen Gibson ES (Elektro-Spanisch) Halbresonanzgitarre ähnlich wie Archtop. B.B:King nannte seine Luccil. Komme später auf Halb- oder Vollresonanzgitarren zurück
ps.: Ich muss selbst diese Details nachschlagen, möchte aber mehr die Grundlagen zusammenfassen, als die Deteils.


Denke, die White Falcon kostet um die 1100Euronen und die Dean Flame 2500$? Kriterien für die Zuordnung zu einer Preiskategorie sind außer verwendetes Holz z.B. Anzahl der Lackschichten .
Wieder sehr viele Detailfragen, die in einen anderen Thread gehören. Auf einzelne Gitarren kann und will ich nicht eingehen. Holz und Lackschichten wird bei Solid-Boddy-Gitarren vielfach überschätzt. Das war noch interessanter bei dünnwandigen Geigen oder Gitarren. Angaben wie "Hals aus Mahagoni, Korbus aus Palisander" gebe ich erst gar nicht an. Einige Baumarten dürfen gar nicht mehr verbaut werden, andere sind nur wegen der Optik gefragt, und für viele Hölzer gibt es gleichwertige (was Klangeigenschaften, Stabilität und Bespielbarkeit angeht) Ersatzhölzer. Selbst gut Sperrholz kommt zum Einsatz, von denen einige den Vollholzgitarren in nichts nachstehen.

Und etwas abseits von Mensur und Bündezahl:
Es heißt, die verbaute Elektronik hat ebenso einen entscheidenden Einfluss auf den Preis, aber leider fehlen mir hier konkrete Werte. Ich mein, jeder Physikschüler lernt die Maschenregel etwa zeitgleich mit der kaufmännischen Prozentrechnung. Wie groß ist denn nun z.B. der Eingangswiderstand? Im Tonabnehmer werden die Saitenschwingungen mittels Magnet und Spule zu elektronischen Strömen geformt. Dort ist also ein Arbeitspunkt. Zur Einstellung von Arbeitspunkten werden Widerstände benötigt. Sind diese Ohmzahlen so uninteressant, dass sie der elektronischen Gitarre nicht angeheftet werden?
Anm: Auch hier muss ich mich selbst erst richtig einlesen, um keinen Stuss zu erzählen. Das gibt aber einen eigenen Post, wenn nicht sogar ein eigenes Thema. Leute, die sich damit gut auskennen dürfen gerne etwas beisteuern.

Mmmh, bitte weitermachen!
Mach ich! :D
Sk°l

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von everyBlues » 14.07.2017, 10:17

GuitarRalf hat geschrieben:Salut,
Insgesamt soll sie schwerer sein als die Stratocaster. Hast du da einen Wert? Meine Strat-Kopie wiegt ca. 3374g (mit Gurt).
Die Gitarren sind interessant, aber ich würde für eine Kaufauswahl noch die Halbakustik hinzunehmen. l


Meine Paula (Kopie) wiegt so ca 4,5kg. Es gibt welche die sind noch schwerer ( ca 6 kg). Denke das ist dem Holz geschuldet. Mahagoni Holz, ohne chambered ist nun mal schwerer als Erle. Mit chambered wirds dann vielleicht leichter. Hatten die Alten aber alle nicht.
Es gibt auch leichtere. Aber im allgemeinen kann man schon sagen, das Les Pauls schwerer sind als Start. und Tele.
Die Halbakustik (ES= Electric Spanish) fehlt noch, ja. Vielleicht auch die Jazzgitarre, wird ja auch elektromagnetisch gespielt.
Anm: Danke für das Fachwort "chambered" • ES und Archtop kommt noch

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von ZeroOne » 14.07.2017, 11:03

Ich finde da fehlt so oder so noch eine weitere Rubrik. Schlicht und ergreifend die Supertrat! Supertrats unterscheiden sich so sehr von Paulas und normalen Strats, dass sie durchaus erwähnt werden dürfen. Erst einmal sind sie aus der Rock und Metal Ecke quasi nicht wegzudenken. Holztechnisch geht es von Esche bis Mahagonie mit Ahorndecke, komplett durch den Garten. Stratuntypisch werden immer Humbucker verwendet. Geschraubter Hals bis Neck-Through. Moderne Vibrato-Systeme usw. usw.
Anm: Wird gemacht, kommt dann später

@GuitarRalf: Wohlmöglich weißt du es ja wirklich nicht, wofür die beiden Vol-Regler bei Paulas sind: Einmal Neck-PU, einmal Bridge-PU.
Anm: Wird bei "Elektionik" mit eingearbeitet.

Die Frage nach der Elektronik leuchtet mir aber noch nicht so richtig ein (liegt vielleicht auch an meiner mangelhaften Ahnung darüber). Wenn man sich neue Tonabnehmer kauft wird der Widerstand meist angegeben. Kann bei Single Coils mal bei 6kOhm liegen, bei Humbuckern eher bis 16kOhm. Für Singlecoils werden 250kOhm um die extremen Höhen etwas zu bedämpfen, bei Humbuckern 500kOhm um eben genau das zu verhindern. Für aktive Systeme nimmt man 25kOhm her, was für passive Tonabnehmer unbrauchbar ist. Das sind natürlich nur grobe Schnittwerte ohne Recht auf Absolution. Für sehr spezielle Sounds kann man sicherlich auch mal Out-of-Phase geschaltete Humbucker mit 250kOhm Potis finden, gibt es aber sicherlich nicht Serienmäßig.

Die Frage ist halt, ob das überhaupt interessant ist. Mich als Spielenden interessiert es ja beim Kauf nicht ob meine Potis 250kOhm oder 500KOhm haben, ich will ja nur, dass das System als Ganzes funktioniert. Ob eine Gitarre 6 oder 7 Saiten, 21 oder 24 Bünde hat, kann aber durchaus sehr sehr wichtig sein.
Anm: Auch meine Meinung, obwohl ich versuchen werde, wichtige Punkte zu finden, auf die man beim Kauf achten sollte.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von GuitarRalf » 15.07.2017, 06:35

Les Pauls : 4,5 -6 kg ,
SingleCoils: 6kOhm, Humbuckern 16kOhm

Danke, gewusst habe ich es nicht, vielleicht mal geahnt oder nur halb angelesen.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von everyBlues » 15.07.2017, 10:06

GuitarRalf hat geschrieben:Les Pauls : 4,5 -6 kg .


Wie gesagt, es gibt auch welche die nur 4 kg auf die Wage bringen, oder auch nur 3,5 Kg.
Ohne dieses eigenartige :) Gewicht reduzierendes "chambered", liegt man mit 4-4,5 Kg schon ganz gut.

https://www.google.de/search?q=chambere ... 60&bih=636

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von Software-Pirat » 15.07.2017, 11:55

GuitarRalf hat geschrieben:Les Pauls : 4,5 -6 kg ,
SingleCoils: 6kOhm, Humbuckern 16kOhm


Wobei das natürlich auch nur Richtwerte sind. Ich kann dir durchaus den ein oder anderen Singlecoil heraussuchen, der über 10 kOhm hat und bei Humbuckern gibt es auch welche, die deutlich unter 10 kOhm liegen. Genauso gibt es schwere und leichte Strats/Teles/Les Pauls... Wobei ich gestehen muß, daß ich nicht unbedingt ein Gegner von "gechambereden" Gitarren bin. Leichtere Gitarren sind halt schön leicht.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von GuitarRalf » 16.07.2017, 09:06

:?
Bisher war so die einzige Verbindung zur Elektronik die Angabe des Pick-Up (Single vs. Hum). Hier jetzt im Les Paul Fall ist es Humbucker. Da nun die Widerstandskennwerte etwas verschwommen sind, habe ich mal eine Suche bei Session.de gestartet. Die Reihenfolge der Klicks war :

    session.de
    gitarren
    e-gitarren
    single-cut-modelle
    GIBSON Les Paul Studio 2016 EB CH

Sie war die erste Gitarre von vielen, ich habe mir alle angeguckt und dann doch mich entschlossen die erstgenannte näher zu betrachten. Das führte zur Beschreibung:
    Farbe: Schwarz
    Tonabnehmer: H-H
    Hals: Mahagoni
    Decke: Ahorn
    Korpus: Mahagoni

So richtig elektrisch kommt mir das noch nicht vor. Im Vergleich zu einer Akkustik ist nur der Tonabnehmer der auf E deutet, deshalb eine kurzer Sprung zu den nicht-elektrischen. Wieder die Klickreihenfolge :

    session.de
    gitarren
    western-gitarren

die erstgenannte angeklickt und zu lesen war :
    EPIPHONE DR-100 VS
    Tonabnehmer: Nein


Kein Irrtum! Das charakterisierende Merkmal einer E-Gitarre ist der Tonabnehmer. Das die Anschlussbuchsen der Strat und Les Paul sich an unterschiedlichen Positionen der Gitarren befinden muss der Interessent sehen. Nähere Nachforschungen in den weiterführenden Informationen zur Les Paul brachte :

    Split-Coil-Humbucker Pickups
    490R/498T Alnico-Tonabnehmer
    Standard-Stimmmechaniken

    Tonabnehmer 1 x Gibson 490 R, 1 x Gibson 498 T

    Regler: 2 x Volume, 2 x Tone
    Elektronik: 3-Wege, Push-Pull Coil-Tapping
    Steg: Tune-O-Matic
    Mechaniken: Traditional Manual Tuners
    Hardware: Chrom

Nun bemühte ich die Session.de-seitenintegrierte Suchfunktion und gab einmal Split-Coil-Humbucker Pickups und dann 490R/498T Alnico-Tonabnehmer ein. Die Anzeige lieferte mir die Les Paul mit diesen Spezifikation. Jetzt habe ich schon viel gelesen, aber noch immer keinen konkreten Ohmwert erhalten, deshalb wechselte ich zu google . Die Eingabe :

Code: Alles auswählen

Split-Coil-Humbucker Pickups

führte mich zum femder.com - tech talk. Dort erfuhr ich, das was der Tonabnehmer macht:
Suppressing external noise

Die google Eingabe 490R/498T Alnico Tonabnehmer führte mich zu forum.gibson.com. Der einzige irgendwie brauchbare Hinweise war alnico magnets.

Resumée der Ungereimtheiten: Für mich war mit Elektronik immer Volt, Ampère, Ohm und Farrad verbunden. Nun gut, ebenso fehlte auch das Kilogramm für das Gwicht . Ich muss mich also von den Rechnungsgrößen abwenden. Dann hat Musik also doch nicht soviel mit Mathematik gemeinsam, obwohl in der Literatur dieses gerne angegeben wird. ( Bauchgefühl, Behauptung; einen konkreten Beweis kann ich dazu nicht liefern)

Noch als Nachtrag: Mir ist so, als wenn die LesPaul im Gegensatz zur Strat noch einen extra Schalter hat, und die Regler mit einer An/Aus Mechanik spezifiziert sind.

Hoffe ich habe dem Threadersteller nicht den Weg versperrt. Desweiteren bitte nehmt etwas Rücksicht und verzeiht mir meine Ungeduld. Ist vielleicht alles recht schwammig und ....

Sk^l
:(

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von Software-Pirat » 16.07.2017, 10:25

Naja, der Ohmwert ist auch nicht so wichtig, da er im Endeffekt eigentlich nur ein Richtwert für den Output ist und im Endeffekt weniger über den Klang aussagt. Da spielen andere Parameter, wie z.B. der Draht und die Magnete ebenfalls eine Rolle. Zudem kommen wohl diverse Fertigungstoleranzen. Bei Pickups, die von Drittherstellern kommen (Seymour Duncan, DiMarzio, etc...) findet man die Ohmangaben auf der Homepage.

Die fehlende Gewichtsangabe mag wohl daran begründet sein, daß das Gewicht stark schwankt, selbst bei Instrumenten aus der selben Serie!

Das mit den Extraschalter habe ich nicht ganz verstanden. Wenn du dir die Schaltpläne für eine ganz normale Les Paul anschaust (auf der Homepage von Seymour Duncan gibt es z.B. sehr gute Pläne), siehst du eigentlich ziemlich gut, wie die Elektrik der Les Paul aufgebaut ist. Meinst du, daß Push-Pull-Poti zum Splitten der Humbuckern? Das so ein Teil, bei einer Standard-Strat fehlt ist logisch, da so eine Strat keine Humbucker zum Splitten hat.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von everyBlues » 16.07.2017, 11:37

Nur kurz als Anmerkung.
Les Paul hat, oder hatte, nicht immer Humbucker. Die Ersten hatten P90 Pu's die zu den Single Coils gehören.
Auch das Ausfräsen des Korpusholzes macht Gibson wohl erst seit den 80er(?) Jahren. Da kann ich mich auch irren.
Aber Früher waren die les Paul masiv, ohne Gewicht reduzierendes Ausfräsen. Splitten der Humbucker ist auch eher neu.
Natürlich wirkt sich das auch alles auf den Klang aus, mehr oder weniger.

Alles Dinge die ich nicht brauche :D. Ist aber ein anderes Thema.

Noch dazu:
Möchte man raushören, was nun für ein Gitarrenmodell gespielt wird, so kann man sich dabei auch ganz gewaltig irren.
Da spielt so viel mit rein..............Natürlich klingt im Idealfall eine Strat immer stratig, eine Paula immer nach Paula..........aber das muss nicht zwangsläufig immer so sein.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von GuitarRalf » 17.07.2017, 08:09

Software-Pirat hat geschrieben:.... Meinst du, daß Push-Pull-Poti zum Splitten der Humbuckern?....


Einerseits den Kippschalter, der von einigen als Kill-Switch bezeichnet wird, während andere ihn für eine unterschiedliche Handhabung von Lead und Rhythm benutzen, andererseits sind die Drehregler der Paula in ihrer Handhabung mit der Push/Pull Option eben sehr verschieden zu denen der Strat. Vielleicht ist es aber auch nur meine Naivität, die mich hier etwas ausbremst.
Das Splitten ders Humbucker wirft Fragen auf. Ist damit die Einteilung in Neck/Bridge gemeint oder bedeutet Split hier, dass die 2 gegenpolig verdrahteten Single-Coils einzelnd abgefragt werden können. :_::_:

Der Besuch der Seymour-Duncan-Seite war interessant, aber eben doch zu speziell. Da musste ich natürlich lesen, dass der Anschluss eine einfache Batterie-Verkabelung ist. Und auch das Angebot
    how to solder
    guitar wiring diploma
    wiring diagrams
ist momentan noch nicht wirklich nützlich.

Mich wundert es eben nur etwas, dass die Handhabung eines elektrischen Gerätes so ganz ohne Richtlinien und Warnhinweise abläuft. Ist jetzt was anderes, aber gewöhnt bin ich, dass ähnliche Artikel, die zur Bedienung eine externe Stromversorgung benötigen mit Gebrauchshinweisen versehen sind.
    Schliessen sie die Gitarre nicht an das 400V-DrehstromNetz (Herdanschluss) an, sie könnte Schäden verursachen.
    Zum Betreiben erfordert es eine zusätzliche Stromversorgung mit einem Kleinstrom in Höhe von 0,05A und einem Höchststrom von 0,75A
    ...


Das Strat und Les Paul einen anderen und doch auch einen gleichen (nicht identischen) Klang produzieren können ist eben mittels vieler Regelungen möglich. Einfachstes Bsp. ist die Lautstärke : 60dB sind 60dB. Ob dafür nun 1 Regler wie bei der Strat erforderlich ist oder 2 wie bei der Paula ist eben designspezifisch.


Sk°l

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MarkusG
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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von MarkusG » 17.07.2017, 09:06

Hallo,

ich stelle mir gerade vor, was ein Forenneuling, der eine erste Idee davon bekommen möchte, welche E-Gitarre für ihn denn interessant sein kann hier aus dem Thread mitnehmen kann.
mjchael beginnt den Thread, mit dem Hinweis darauf, dass er sich bei E-Gitarren nicht auskennt. Schön und gut, er erhofft sich ja durch seinen Start Input von berufeneren E-Gitarrenexperten, und hat als Moderator wohl eine Lücke bei den Übersichten bemerkt.
Les Paul wird dabei konsequent als Les Pau geschrieben... nicht gerade förderlich für Stichwortsuchen... :?

Dann fängt GuitarRalf an das ganze auf eine esoterische Ebene zu heben, wobei darüber philosophiert wird, ob man im Angebot des Webshops von session denn erkennen kann, ob man sich da die Beschreibung einer Westerngitarre oder einer E-Gitarre betrachtet. :shock:
Weitere Parameter, die max. für den eher fortgeschrittenen Materialfetischisten interessant sind werden angeführt.

Ist das zielführend, wenn man sich (als Anfänger) für einen Bautyp der E-Gitarre entscheiden möchte? Oder läuft das schon unter Freakshow?

Um noch was sinnvolles zum Thread beizutragen möchte ich exemplarisch auf eine der vielen Übersichten der E-Gitarrentypen im Internet verweisen, hier als Auszug aus Andi Saitenhiebs Lehrbuch:

http://www.garantiert-bluesgitarre.de/fragen-faq/

Bestimmt gibt es da noch detailiertere Beiträge, auch solche, die ein weiteres Feld an Bautypen abdecken.
Am Ende hilft es, denke ich, aber am allerbesten, sich mal einen Stratocaster vor den Bauch zu halten, und dann zum Vergleich eine Les Paul, Telecaster, ES oder SG, um den entscheidenden Unterschied feststellen zu können.

Von der Idee her, eine Übersicht der Bautypen hier im Forum zu erstellen finde ich den Thread wirklich gut. Von dem her was da so langsam draus wird, eher bescheiden.
Vielleicht ist eine übersichtliche Übersicht auch nur machbar, wenn sich wenige Leute daran beteiligen, die auch Fakten liefern, anstatt Fragen bis in's allerkleinste Detail zu stellen. Ich rege daher eine Umorganisation des Threads an.

Pfiat's eich

Markus
Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.

Gruss Markus

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von ZeroOne » 17.07.2017, 10:01

GuitarRalf hat geschrieben:
Mich wundert es eben nur etwas, dass die Handhabung eines elektrischen Gerätes so ganz ohne Richtlinien und Warnhinweise abläuft. Ist jetzt was anderes, aber gewöhnt bin ich, dass ähnliche Artikel, die zur Bedienung eine externe Stromversorgung benötigen mit


Eine E-Gitarre benötigt aber keine externe Stromversorgung. Das höchste der Gefühle sind aktive Preamps oder EQs bzw. Booster (EMG Afterburner, Seymour Duncan Blackouts, aktive EMGs etc.), die mit 9 Volt Blöcken betrieben werden, das wars aber. Eine Gitarre wird nunmal nicht in die Steckdose gesteckte, auch nicht mit Trafo dazwischen.

Ansonsten muss ich MarkusG ein wenig recht geben. Speziell das Umherwerfen mit Zahlen ist wenig zielführend. Während ich die Angabe des Gewichts noch fast als sinnvoll erachte, ist es absolut unerheblich, was für einen Widerstand/Output irgendwelche Tonabnehmer liefern. Genau so uninteressant ist, dass meine E-Saite bei einem 10-46er Satz auf standard Tuning 17 Pfund Zug verursacht, beispielsweise. Das sind einfach Maßeinheiten mit denen man so erst einmal nichts anfangen kann.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von Software-Pirat » 17.07.2017, 10:14

GuitarRalf hat geschrieben:Einerseits den Kippschalter, der von einigen als Kill-Switch bezeichnet wird, während andere ihn für eine unterschiedliche Handhabung von Lead und Rhythm benutzen, andererseits sind die Drehregler der Paula in ihrer Handhabung mit der Push/Pull Option eben sehr verschieden zu denen der Strat. Vielleicht ist es aber auch nur meine Naivität, die mich hier etwas ausbremst.
Das Splitten ders Humbucker wirft Fragen auf. Ist damit die Einteilung in Neck/Bridge gemeint oder bedeutet Split hier, dass die 2 gegenpolig verdrahteten Single-Coils einzelnd abgefragt werden können. :_::_: l


Die Schaltung einer ganz normalen Les Paul ist doch eigentlich ganz einfach: zwei Humbucker, jeder hat ein Volume- und ein Ton-Poti und ein Dreiwege-Kippschalter schaltet, welcher Tonabnehmer gerade aktiv ist bzw. beide zusammen. Das war es! Einen Killswitch gibt da nicht, außer bei speziellen Varianten (oder modifizierten Instrumenten), die für Metall bedacht sind, weil Metallgitarristen glauben, sie brauchen so etwas. Genauso ist es übrigens auch bei einer SG, oder einer ES-335.

Was das Splitten von Humbuckern angeht: Ein Humbucker besitzt zwei seriell verdrahtete Spulen. Beim Splitten, wird das Signal nach bereits einer Spule abgegriffen, was im Endergebnis klanglich einer Singlecoil ähnlich kommt (auch wenn ein echter Singlecoil doch etwas anderes ist). Es ist eine Extra-Option, nicht mehr.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von mjchael » 17.07.2017, 12:02

Geplant habe ich folgendes:
Ich werde noch die Telecaster und SG (Solidbody Guitar) vorstellen
Dann typische Nachbauten bzw. Tochterfirmen
dann grob auf einige Halbakkustik eingehen
und dann einige weniger gebräuchliche Gitarrenformen vorstellen, sofern sie eine gewisse Verbreitung haben.
Eure Anregungen und Kommentare werde ich in kürze nacharbeiten - sobald ich Zeit finde.
Leider ruft die Arbeit.
Gruß Mjchael

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von ZeroOne » 17.07.2017, 12:20

Software-Pirat hat geschrieben:Einen Killswitch gibt da nicht, außer bei speziellen Varianten (oder modifizierten Instrumenten), die für Metall bedacht sind, weil Metallgitarristen glauben, sie brauchen so etwas.



https://drive.google.com/file/d/0B5_ue1 ... sp=sharing

Zu diesem Thema möchte ich dir auf keinen Fall die absolut umfangreiche Elektronik einer meiner Gitarren vorenthalten xD.

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mjchael
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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von mjchael » 19.07.2017, 17:15

Telecaster
Die Tele wird seit 1955 von der US-Firma "Fender" gebaut.
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Die Telecaster ist wegen der einfachen Bauweise eines der meistkopierten Gitarrenmodelle.

Der Klang:
Die Telekaster hat einen hohen, knackigen, fast schon metallischen, spitzen Klang mit einem „Boom-chicka-Boom“ Sound wie er bei Rockabilly und Funk sehr beliebt ist. Der dünne Ton setzte sich im Klangbild der Band trotz Synthesizern und schweren Effekten gegen die anderen Instrumente gut durch. Die Tele wird bei vielen Musikrichtungen eingesetzt. Neben den vorher genannten ist zeitbedingt Country eines der ersten Musikrichtungen, wo sich die Tele zum Einsatz kam. Ich vermute einmal, dass der hohe Klang an ein Banjo erinnert, Ebenso im Rockabilly, Blues, Jazz, Rock, Britpop und Funk. Überall dort, wo man einen hohen schreienden Ton braucht. Durch die hohen Töne lassen sich diese sehr gut verzerren (Bending), Seltener trifft man sie auch bei Punk und Heavy Metal an.

Ton beginnt hier erst ab 30 sek.

Der „Boom-chicka-Boom“ Sound

Hoher Ton bei Solis
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=OYnKSAXHEIg[/youtube]
Youtube-Suche: Telecaster + Sound

Typische Merkmale: Mensur: 648 mm • geschraubter Hals • Griffbrett mit 21 oder 22 Bünden • Sattelbreite 43 mm • 6 x gekapselte Mechaniken links • feste, einteilige Metallbrücke mit drei gemeinsamen oder sechs einzelnen Saitenreitern • 2 × Single Coil • Klangregelung: 1x Lautstärke, 1× Höhenblende, 1× 3-Wege-Tonabnehmerwahl.
Der Korpus hat im Gegensatz zur Stratocaster einen einzelnen Cutaway. Der Korpus setzt im 17 oder 18 Bund an. so dass der fehlende obere Cutaway nicht stört. Bei der LP setzt der Korpus im 15 oder 16 Bund an, woraus sich ableiten lässt, dass die Tele vor allem da gebraucht wird, wo es auf hohe Töne ankommt.

Wichtige E-Gitarristen mit Tele (einige mehr bei Country-, Blues- und Jazzliebhaber bekannt) :
Danny Gatton, Merle Haggard, Albert Lee oder James Burton. Luther Perkins (Gitarrist von Johnny Cash), Muddy Waters, Mike Stern, Bill Frisell, Frank Diez, Karl Ratzer, Tom Principato, Dieter Übler, Keith Richards und Ron Wood (Rolling Stones), Bob Dylan, Steve Cropper (Booker T. & the M.G.’s), Francis Rossi und Rick Parfitt (Status Quo) , Richie Sambora, Bruce Springsteen, John Frusciante, Sheryl Crow, Avril Lavigne, gelegendlich Jimmy Page (z.B. das Intro von "Starway to Heaven" von Led Zeppelin), Syd Barrett und David Gilmour (Pink Floyd) Bei den letztgenannten kam es mehr auf die Aufnahmequalität im Studio an. Der dünne Ton lies sich einfacher aufnehmen und abmischen.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von mjchael » 19.07.2017, 17:39

Vergleich Strat und Tele






Und ein wirklich berümtes Duell Strat gegen Tele (hier die lange Version) will ich euch nicht vorenthalten.
Es stammt aus dem Film "Crossroads", (Sehenswert!).

Yotube-Suche, falls das Video gelöscht wird.
ps.: Es dürfte erwiesen sein, das Steve Vai als studierter Musiker am Schluss nur für den Film das Stück versemmelt. Irgendwo habe ich ein Video gesehen, wo er das Stück volständig spielt. :)

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von mjchael » 19.07.2017, 18:29


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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von MarkusG » 20.07.2017, 08:48

Ergänzend hierzu:

Die Stratocaster gilt als Weiterentwicklung der Telecaster, die seit 1950, zunächst als "Broadcaster", erhältlich ist.
Im Unterschied zur brettartigen Korpusform der Telecaster, hat Leo Fender den Stratocaster ergonomisch gestaltet, mit Abrundungen aller Ecken, einer Ausbuchtung zur besseren Anpassung an den Körper des Gitarristen, und einer Abflachung am hinteren oberen Korpusende zur bequemeren Ablage des Schlagarms. =)=)=

Im Unterschied zur Les Paul haben Telecaster und Stratocaster einen geraden Kopf am Hals. Bei der Les Paul ist die Kopfplatte abgewinkelt. Deshalb werden bei den Fenders Saitenniederhalter verwendet. Die Anordnung der Stimmechaniken bei Tele- und Stratocaster in einer Linie, und in Flucht der Saitenführung soll die Stimmstabilität verbessern.
Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.



Gruss Markus

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von mjchael » 20.07.2017, 18:44

Leider komme ich wegen der Arbeit nicht dazu, alles so schnell zu erledigen, wie ich eigentlich will.
Einige der ersten Antworten habe ich schon abgearbeitet.
Siehe den grünen Moderatorkommentar in den entsprechenden Beiträgen.
Die anderen werde ich noch abarbeiten. Danke für die Mitarbeit! ()/
Habt mich noch auf einiges gestoßen.

Wie gesagt, Elektronik kommt unmittelbar nach der folgenden SB
Was ich zur Elektronik zusammentrage (wie gesagt nur die elementaren Grundlagen)
werde ich dann in die oberen Beiträge einarbeiten.
Danach werde ich auf die Superstrat eingehen.
Archtop und ES kommen danach dran.
Dann ein paar bekannte Nachbauten
Und dann ein paar gängige Sonderformen (z.B. Flying V)
So meine grobe Richtlinie.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

von mjchael » 20.07.2017, 18:57

Vergleich: Les Paul + Telecaster + Stratocaster
Wer sich hier noch unklar ist , für den habe ich noch mal alle drei im Vergleich.





Hier mal alle drei im Zusammenspiel incl. Bass

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