Wie spiele ich Septsprünge?

Thunder-Zander
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Wie spiele ich Septsprünge?

von Thunder-Zander » 14.04.2017, 13:47

Hallo zusammen,

Ich übe seit einiger Zeit verschiedene Skalen, rauf und runter, aber auch in komplexeren Variationen.
Ich frage mich, wie ich Tonsprünge, die in einem Bund liegen, schnell spielen soll.
Z.B. in A-phrygisch in Rootposition der Tonsprung zwischen A (5. Bund, E-Saite, 1. Finger) und g (5. Bund, d-Saite, 1. Finger)?
Da kann ich mir vielleicht noch vorstellen mit dem Zeigefinger einen Barré zu legen, aber wie spiele ich solche Sprünge, z.B. mit dem Kleinen Finger?
Z.B wieder in A-phrygisch in Rootposition der Tonsprung zwischen C (8. Bund, E-Saite, 4. Finger) und kleinem Bb (8. Bund, d-Saite, 4. Finger)?

Ich sehe bis jetzt folgende Möglichkeiten:
- andere Lage benutzen, so dass dieser Tonsprung mit dem 1. Finger gespielt wird
- Lagenwechsel bei diesem Tonsprung. Z.B. von kleinem Bb (8. Bund, d-Saite, 4. Finger) zu C (3. Bund, A-Saite, 1. Finger) - ist aber in manchen anderen Konstellationen nicht möglich
- In der Lage bleiben, aber den Fingerwechseln.. Z.B. von kleinem Bb (8. Bund, d-Saite, 4. Finger) zu C (8. Bund, E-Saite, 3. Finger
- oder eben beide Töne einfach mit dem 4. Finger spielen, als Barré
- oder einzelnd "runtergrdrückt"

Wie spielt ihr solche Sprünge? Wie ist hier die Lehrbuch-Technik? Welcher meiner Vorschläge eignet sich? Gibt es vielleicht nch andere Möglichkeiten?

Danke und schöne Grüße
Felix Thunder-Zander

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startom
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Re: Wie spiele ich Septsprünge?

von startom » 14.04.2017, 19:26

Hoi Felix
Da gibt es keine einheitliche Lösung, es fehlt der konkrete Kontext. Es kommt immer darauf an
- in welcher Lage du gerade spielst
- von welchem Ton du kommst
- welcher Ton als Nächstes nach diesem Septsprung gespielt wird.

Prinzipiell verlässt der Finger den Bund nicht. Das heisst, wenn du mit dem Zeigefinger im 5. Bund spielst, bleibt der auch dort. Das heisst, es ist wichtiger, die Hand vertikal als horizontal zu bewegen. Jetzt folgen natürlich die vielen Ausnahmen.... wie gesagt: Es kommt auf das konkrete Beispiel darauf an. Ist der Septsprung nur schon inmitten von 2-3 Takten angeordnet, kann man sich den Kontext anschauen und bestmöglich darauf reagieren.
Tom

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Re: Wie spiele ich Septsprünge?

von GuitarRalf » 15.04.2017, 16:35

Hallo,

zu deinem Beispiel - 5.Bund : https://guitarlessons365.com

Klicke den free-lessons-Link an, wechsel in den Intermediate Sektor. Dort findest du die Rolling Technique vorgestellt. Mir hat Carl Brown damals gut gefallen. Denke, es ist in etwa das, was du suchst. Nebeneffekt war übrigens, das ich von dieser Rolling-Sache den Quergriff besser platzieren konnte. Septsprünge übte ich ein wenig, indem ich eine Sekunde abwärts ging und mich dann eine Oktave höher orientierte. Das war eine Alternative zu der Variante: erst eine Oktave höher ( 1-String skipping , Beispiel von der 6.Saite auf die 4. wechseln) und dann ein Sekunde abwärts.

Gruss

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mjchael
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Re: Wie spiele ich Septsprünge?

von mjchael » 19.04.2017, 13:29

Beim Septimabstand wird doch nur eine Saite übersprungen. Auf den ersten 4 Saiten liegen Grundton und Septime im selben Bund. Ich sehe da jetzt keine besondere Schwierigkeit, außer, dass man den Wechselbass über ein paar Saiten üben muss. Liegt die Septime auf der H- oder hohen E-Saite verschiebt sich diese einen Bund weiter nach rechts. Wenn du ein paar 7er-Akkorde gespielt hast, sollte das eigentlich keine Probleme bereiten.
Wenn ich eine G7-Form habe ( 3230xx oder 323xx) sind die Finger bei mir RMKxxx . Das Septimintervall: 3x3xxx
Bei einer C7-Form (x3231x) xRMKZx bzw. C9-Form (x3233x) xMZRKx das Septimintervall: x3x3xx
Bei einer A7-Form (hier als C7 im 3. Bund gespielt) (x35353) xZMZKZ Das 7er-Intervall wie oben x3x3xx nur mit Barré-Finger
Bei der E7-Form (Hier als G7 im 3. Bund (353433) ZRZMZZ. Das 7er-Intervall ebenfalls wie oben 3x3xxx nur mit Barré-Finger.
Beim C7 und G7 als Grundakkord würde die Skala auf den ersten drei Saiten liegen, und dort käme am ehesten der Ring- und kleine Finger zum Einsatz.
Beispiele für 7er-Akkorde findest du hier. https://commons.wikimedia.org/wiki/Cate ... guitar_svg Die Septimen sind dort alle farblich gekennzeichnet, und du siehst selbst, dass sie mit verschiedenen Fingern gegriffen werden.
Als Barré-Akkord würde meine Skala vom 2 bis in den 5 oder 6. Bund reichen. Dort käme entweder je nach Zusammenhang mal der Barré-Finger, mal Zeige und Mittelfinger zum Einsatz.
Bei mir leitet sich also alles über die Akkorde, die ich greifen würde ab. Zu jeder Akkordform habe ich auch die entsprechende Skala oder kann sie mir zumindest ableiten. Mit normalen Akkordgriffen und Skalenläufen ergibt sich vieles einfach von selbst.
In den klassischen Musikschulen gibt es fast überall Intervall-Trainig. Also Terz-Läufe, Sext-Läufe, Quint- und Quart-Läufe. Gut, bei den Septim-Akkorden müsste man wohl eher zu den Jazz-Gitarren-Schulen zurückgreifen oder sich einfach einige Blues- und Rock-Riffs aneignen. Da stolpert man dann pausenlos über große und kleine Septime. Wenn du Quartläufe lernst, stellen Septimläufe spieltechnisch keine Probleme mehr da, außer dass man eine Saite überspringen muss.
In der alten Teuchert-Schule gab es dafür einen gefalteten A3-Bogen für die täglichen Einspielübungen mit Intervallen.
Allerdings nur als Noten. Auf die Schnelle finde ich nichts passendes mit Tabulaturen im Netz.

Gruß Mjchael

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