Gitarrenverstärker selber bauen

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Wurstfinger
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Gitarrenverstärker selber bauen

von Wurstfinger » 27.11.2016, 17:19

Moin,

schon seit geraumer Zeit hat es mich gereizt, mir einen Röhrenverstärker für meine Eigenbaugitarren zu basteln. Dummerweise hatte ich mit Röhren vorher noch gar nichts zu tun, so daß ich mich zunächst mal gründlich in das Thema einlesen mußte. Sehr empfehlenswert ist hierzu übrigens unter anderem "Das große Radiobastelbuch" von K.H. Schubert, das man antiquarisch noch oft für kleines Geld findet. Andere Literatur zum Thema geht oftmals zu absolut astronomischen Preisen über den Tisch.

Dan ging es zur Sache.
Erstmal ein Stück galvanisch verzinktes Karosserieblech zuschneiden und nach etwas Planung alles anreißen:

Bild

53 Bohrungen später:

Bild

alles schön umkanten und die Ecken der Einfachheit halber weich verlötet:

Bild

und alles sauber geschrubbt:

Bild

schonmal ein Bißchen was zusammengesteckt:

Bild

und von unten:

Bild

Da ich komplett ohne Halbleiter auskommen wollte, wird das Netzteil über eine EZ80 gleichgerichtet. Die Endstufe läuft über eine EL84, was dann wohl für 4...5W ausreicht. Dazwischen sind jeweils eine ECC83 für den "cleanen" und eine für den verzerrten Kanal (umschaltbar).
Obwohl man zur Vermeidung von Störeinstreuungen eigentlich die Leitungen so kurz wie nur irgend möglich hält, habe ich hier lieber versucht, das Ganze möglichst übersichtlich hinzubekommen, da ich von vorn herein davon ausgegangen bin, noch diverse Bauteilwerte anpassen zu müssen.
Dann kam der große Moment und ich habe das Teil mal angerissen.
Als Erstes hatte ich den Effekt, daß der Verstärker nur alle 20 Sekunden funktionierte und dann nach 5 Sekunden langsam stumm wurde. Als Ursache stellte sich eine fehlende Masseverbindung heraus - und das, obwohl ich alles mehrmals systematisch überprüft hatte! :shock:
Danach funktionierte erstmal alles, bis auf einen Hang zum Motorboating und einem extrem baßlastigen Klang. Man riet mir, die Koppelkondensatoren (lt. Schaltplan 22nF) gegen Exemplare mit 5nF zu tauschen.
Da ich nur 10nF hatte, habe ich zunächst diese verwendet. Der Erfolg war durchschlagend: Das "Motorboating" ist weg und der Klang hat sehr deutlich an Tiefen eingebüßt. Das ist aber in Ordnung so, denn es war wirklich viel zu viel Baß. Ein Bißchen mußte ich auch noch an der Zerrstufe herumexperimentieren, da sie mir selbst voll aufgedreht noch nicht brutal genug war. Das muß richtig sägen! =(=))=

Hier nochmal das aktuelle Innenleben mit noch unveränderten Heizleitungen und provisorischer Entbrummung:

Bild

Ich muß mich noch nach einem geeigneten 3-fach-Umschalter umsehen, den ich dann als Impedanzwahlschalter einsetzen kann. Ich mag die Kabel vom Übertrager nicht einfach wegkneifen oder hochbinden.

Der Test mit dem Lautsprecher meines GA-5:

Bild

Dann noch ein Gehäuse zusammenbraten:

Bild

Inzwischen habe ich das Ding fertig - soweit man überhaupt jemals von "fertig" reden kann. Am Ende wird wohl doch immer mal wieder was verändert werden.
Die Frontplatte besteht aus Aluminium (Stück abgebrochener Tragschrauber- Rotormast :cool: ) und ich habe sie nach diversen Experimenten mit meinem alten Graviergerät, das ich kürzlich auf dem Trödelmarkt geschossen habe halbwegs hinbekommen. Zunächst habe ich mich gefragt, wieso bei diesem Schriftsatz das "V" als einziger Buchstabe Serifen hat. Später beim Sortieren der Buchstaben fand ich dann heraus, daß ich die römische "5" statt des "V" erwischt hatte. :?
Als Lautsprecherbox habe ich dann kurzerhand ein ausgeschlachtetes Röhrenradio mit einer neuen Frontplatte aus Massivholz versehen, diese neu bespannt und den fast 35cm großen, alten Philipslautsprecher gerade so darin unterbekommen. Als Rückwand dient Sperrholz. Seitlich sind 2 ca. 10 x 20cm große Bakelitgitter, hinter denen sich ursprünglich 2 Hochtöner befunden hatten. Diese dienen nun als "Ausgleichsöffnungen". Mit dem Klang bin ich recht zufrieden.
Wenn ich das nächste Mal Material bestelle, kommen vielleicht noch ein paar andere Knöpfe dazu. Aber eigentlich ist der Verstärker ja sowieso eher ein Versuchsträger für spätere Konstruktionen.

Bild

beste Grüße
Peter
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Re: Ich löte mir einen

von Software-Pirat » 27.11.2016, 20:03

Wow, tolle Arbeit. Kompliment zu deinen Selberbau-Verstärker!

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Re: Ich löte mir einen

von Wurstfinger » 27.11.2016, 21:57

Danke!
Die Patina auf den Stahlteilen hat sich noch nicht entwickelt, aber das kommt noch.
Es macht riesigen Spaß, mit Röhren zu arbeiten. Mit vergleichsweise einfachen Schaltungen kann man schon erstaunliche Erfolge erzielen und die Teile verzeihen so manchen Fehler. Auf 10Volt kommt es nicht an. :lol:
Ich bin inzwischen ernsthaft der Meinung, daß Röhren wesentlich mehr Berechtigung haben, als man gemeinhin denkt.
Auf jeden Fall reift das nächste Projekt bereits in meinem Kopf...
beste Grüße
Peter
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Re: Ich löte mir einen

von Berlotti » 03.01.2017, 00:18

Respekt, saubere Arbeit! Gefällt mir echt gut.
Da bekommt man gleich Lust auch so etwas zu bauen. :)

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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 09.07.2017, 14:45

Hallo Leuts,
ich hab mich mal dran getraut, für meine CBGs einen Amp zu bauen. Hab mir den Bausatz "Rebell" von Musikding.de gekauft, da darüber sehr viel positives in Bezug auf Einfachheit im löten der Platine zu lesen war. Das Löten fand ich jetzt auch noicht soo schwierig, das Ergebnis bereitet mir etwas Kopfweh. Ich hab alle Bauteile wie in der Anleitung beschrieben, verarbeitet, leider tut sich nix. Wenn ich die Batterie oder auch das Netzteil einsetze, geht nix. Keine Kontrollleuchte, kein Signal vom Lautscprecher, nix. Ich hab im Verlauf der Leiterbahnen sämtliche Bauteile auf Durchgängigkeit geprüft, keine kalte Lötstelle und kein Kurzschluss gefunden.

Gibt es da irgend etwas, was ich übersehen haben könnte? Ich bin zwar kein Elektroniker, habe mir auch im Vorfeld über diverse Tutorials auf YouTube angeschaut worauf beim Löten zu achten ist, aber einiges entzieht sich meinem technischen Verständnis.

Hat von Euch jemand Erfahrung mit dem Rebell-Bausatz gemacht?

Wäre nett, wenn mir jemand einen Tip geben könnte
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 09.07.2017, 15:03

Kannst du bitte ein Bild deiner bestückten Platine einstellen? Vieleicht erkennt man da einen Bestückungsfehler.
Ansonsten könnte es eine Verpolung an der Batterie/Netzteil sein.Da es ein Netzteil sein muss wo die Masse am Innenpol anliegt.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 09.07.2017, 15:35

IMG_5004_b.jpg
IMG_5004_b.jpg (244.67 KiB) 544 mal betrachtet
IMG_5002_b.jpg
IMG_5002_b.jpg (201.14 KiB) 544 mal betrachtet
IMG_5003_b.jpg
IMG_5003_b.jpg (178.95 KiB) 544 mal betrachtet



Was nicht in der "Beschtreibung" hervorgeht, ist, Sa und Sb - müssen die überbrückt werden? Des Weiteren, was ist mit den Bezeichnungen JP1 bis 3? in dem Foto der Platine von Musikding könnte man Brücken erkennen, es ist aber eben nichts dergleichen in den Bauteilen mitgeliefert worden. Ich hab einfach mal eine provisorische Brücke von Sa nach Sb gelegt, dann leuchtete die LED, aber permanent, unabhängig der Position des Kippschalters. Aber zum Lautsprecher ging auch kein Signal durch, ich hatte ein Bluesharp-Micro angeschlossen.
Zur besseren Übersicht: das grüne Kabel ist hot. Der Elektronikladen hatte in diesem Querschnitt kein rotes Kabel mehr da. Schwarz ist Ground.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 10.07.2017, 21:46

1. Einen Bestückungsfehler auf der Platine kann ich nicht erkennen.

2. Laut Schaltplan ist Sa und Sb Der Anschluss für den Schalter .Wenn du da eine Brücke reinlötest dann überbrückst du den Schalter und dein Rebel ist immer an.Deshalb die Brücke wieder rausmachen.

3. Die Brücken kann man aus den Abschnitten der Widerständen bzw Kondensatoren herstellen, deshalb ist wohl nichts mitgeliefert worden.

4. So wie ich das sehe gehören die Jumber /Brücken eingelötet weil es nötig ist die Leiterbahn auf der Platenenoberseite zu führen. Andernfalls gäbe es ja einen "Kurzschluss" mit den anderen Leiterbahenen die sich an dieser Stelle kreuzen.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 10.07.2017, 22:09

Vielen Dank erstmal für die Rückmeldung ;)

4. So wie ich das sehe gehören die Jumber /Brücken eingelötet weil es nötig ist die Leiterbahn auf der Platenenoberseite zu führen. Andernfalls gäbe es ja einen "Kurzschluss" mit den anderen Leiterbahenen die sich an dieser Stelle kreuzen.

Das bedeutet, die JP1, JP2 und JP3 sollte ich überbrücken?

Und was ist dann mit Sa und Sb? Geht da der Schalter dran? ... hm, ist doch nicht soo easy. Eine schriftliche Anleitung hätte ich mir schon gewünscht...
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 11.07.2017, 14:13

Also laut Plan Schaltungslayout gehört der mitlere Schalter an Sa und Sb.Wenn du aber den Schalter zwischen dem Pluspol der Anschlussbuche des Netzteils und V+ auf der Platine machst dann muss Sa und Sb gebrückt werden.
Und ja J1,J2 und J3 gehören gebrückt.und wenn du keine Send und Returnbuchsen verbaust dann muss auch noch SND und RTN gebrückt werden.
Dann sollte er eigentlich laufen.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 11.07.2017, 15:42

Vielen Dank, ich werd's ausprobieren.
Ich hab die Verdrahtung nach dem Schaubild gelötet, demnach sind an den S-Polen keine Kabel befestigt.
Für Laien, die sich an diese Arbeit herantrauen wollen, könnte Musikding schon eine schriftliche Anleitung als PDF hinterlegen.

Gut, dass es dieses Forum gibt, mit Leuten wie Dich, die Anfängern wie mich nicht im Regen stehen lassen =(=))=
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 12.07.2017, 06:59

Hab's gelötet, leider kein gutes Ergebnis. Sobald ich Strom dran gebe, egal ob von der Batterie oder vom Netzteil, leuchtet die LED und eine Brummschleife ertönt, die LED lässt sich auch nicht über die Kippschalterstellung abschalten. Stecker ziehen bzw. Batterie entfernen ist die einzige möglichkeit. Außer der Brummschleife lässt sich kein weiteres Signal auf den Speaker bringen. Bin momentan mit meinem Latain am Ende, habe auch an MusikDing geschrieben und warte mal, was die noch für eine Idee haben. :cry:
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 12.07.2017, 08:01

Mir ist gerade aufgefallen dass du an der Buchse neben der LED wohl Masse und Hot vertauscht hast.Wenn grün hot ist dann hast du das aus meiner Sicht an den ANschluss für die Masse angelötet.
Was nicht auszuschließen ist dass du kalte Lötstellen oder Lötbrücken auf deiner Platine hast.Die sind aber ferndiagnostisch kaum feststellbar.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 13.07.2017, 01:16

Funplayer99, ja genau! Ich hab die Litzen verkehrt angelötet. Gut, dass du so gut aufpasst :D . Fehler ist schon korrigiert aber es ändert leider nix an dem Ergebnis.

Ich muss da wohl weiter forschen. Wenn dir noch ein Tip einfällt, bitte melden, ansonsten melde ich mich kurz wie weit ich gekommen nin
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 13.07.2017, 08:03

Kannst du mal ein Bild von der Platnenrückseite einstellen?Vieleicht erkennt man da eine kalte Lötstelle oder eine Lötbrücke.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 13.07.2017, 09:01

IMG_0381_b.jpg
IMG_0381_b.jpg (143.48 KiB) 408 mal betrachtet


hier hab ich jetzt nochmal die Brücke Sa/Sb herausgenommen. Irgendwo muss ein Fehler in der Verdrahtung der Power zufuhr liegen...
Mit der Lupe betrachtet habe ich keine Lötbrücken gefunden
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 13.07.2017, 13:54

Leider lässt sich das Foto nicht vergrößern.Einige Lötstellen sehen auf dem kleinen Bild augenscheinlich nicht ganz ordentlich aus, was aber wirklich schwer zu sagen ist ob das an dem Bild liegt oder wirklich so ist.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Giftzwerg » 22.07.2017, 18:10

Da fragt man sich schon fast ob man bei dir bestellen kann, Wurst finger ? :D

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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 22.07.2017, 21:22

@funplayer99: ich hab noch einen zweiten Bausatz, den werd ich wohl mal in Angriff nehmen. Hab mir eine neue Lötspitze für meinen Lötkolben gekauft und vernünftiges Lötzinn. Das klappt jetzt wunderbar. Ich vermute mittlerweile selbst, da ich bei einigen Bauteilen teils recht lange mit dem Lötkolben an den Polen war weil das Lot nicht geflossen ist, dass ich wahrscheinlich doch das ein oder andere Teil überhitzt habe.

Übrigens, das zweite Baby ist auch soweit fertig. Hab sie auch schon gespielt. Ich werd aber noch kleinere Abänderungen vornehmen, Saitenlage in erster Linie. Sie ist zwar Fretless aber dennoch zu hohe Lage.

Bilder folgen in kürze
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 12.08.2017, 09:32

So, nun hab ich den 2. Rebel-Bausatz fertig gelötet, es kommt sogar Musik raus wenn man welche rein spielt :)
Leider ist hier das gleiche Problem, sobald eine Stromquelle angeschlossen ist, ist auch gleich power drauf. Egal wie die Schalterstellung steht. Der Schalter ist aber in Ordnung, habe ich vor dem einlöten durchgemessen und er hat entsprechend geöffnet bzw. Geschlossen. Ansonsten, alles gelötet wie auf der Anleitung abgebildet, diesmal auch viel sauberer gearbeitet (was ne neue Lötspitze und vernünftiges Lötzinn ausmachen).
Es ist allerdings auch noch eine Brummschleife vorhanden, ob es an den Pickups liegt oder am Amp weiß ich noch nicht.
Von dem bisherigen Ergebnis bin ich schonmal halbwegs zufrieden. Wenn ich das Brummen noch in den Griff bekäme wäre es akzeptabel.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 12.08.2017, 18:11

Brummen....hast du die Saiten an deiner CBG auf Masse geerdet?
Was den Schalter angeht wäre auch hier wieder ein Bild deiner Platine mit der Verkabelung nützlich.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 12.08.2017, 21:27

Ja, die zweite CBG hat ja eine Blech-Decke, Bridge und Steg sind aus Metall, da hab ich an die Decke ein Massekabel gelötet, welches mit dem Ground des Potis verbunden ist.

IMG_0143.JPG
IMG_0143.JPG (43.06 KiB) 285 mal betrachtet
IMG_0147.JPG
IMG_0147.JPG (39.01 KiB) 285 mal betrachtet
IMG_0146.JPG
IMG_0146.JPG (42.09 KiB) 285 mal betrachtet
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IMG_0145.JPG (42.58 KiB) 285 mal betrachtet
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IMG_0144.JPG (41.81 KiB) 285 mal betrachtet
IMG_0148.JPG
IMG_0148.JPG (40.67 KiB) 285 mal betrachtet


Wie gehabt ist bei mir grün=hot
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 13.08.2017, 11:26

Wie hast du den Schalter verdrahtet? Hast du Sa und Sb gebrückt? Auf den Bildern kann man das nicht erkennen?
Wie ich weiter oben schon erklärt hab, gehört an V+ der Pluspol der Anschlusbuchsevon der Stromversorgung.An Sa gehört der mitlere Lötstift des Schalters und Sb an einen der äußeren Pins des Schalters verdrahtet.
So funktioniert der Schalter garantiert.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 13.08.2017, 12:07

Moin Funplayer99, dann werde ich mal etwas umlöten müssen. Ich bin strikt nach der Vorlage von Musikding gegangen, da ist Sa mit Sb gebrückt. Weiterhin habe ich die Jumper 1 bis 3 gebrückt und SND mit RTN. So ist es auf der Abbildung von Musikding.
Entsprechende Support Anfrage blieb bis heute unbeantwortet.

Ich löte und werde berichten :)

Vielen Dank für deinen Support
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 13.08.2017, 13:52

So, gelötet ist aber leider keine Veränderung. Der Schalter bleibt in beiden Stellungen ON. Es ist auch ein nicht unerhebliches Brummen vorhanden, wenn ich nur die Volume- und Gain Regler aufdrehe, ohne dass ein Instrumentenkabel in der Klinkenbuchse steckt. Stecke ich das Kabel hinzu wird das Brummen erst leiser, wenn ich den Volumenregler an der CBG voll aufdrehe. Bei der CBG mit Piezo-Pickup ist das Brummen intensiver als bei der mit Flatpup. müssen die Saiten bei der Fatpup CBG auch geerdet werden? Obwohl die Bridge und der Steg aus Knochen sind und der Rest der Gitarre aus Holz?

Zum AMP: der Korpus ist eine Holzkiste, die Blende, wo die Platine befestigt ist, ist aus Alu. Ich schicke gleich mal ein Foto.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 13.08.2017, 13:59

Ist noch ein bisschen provisorisch, die Blende noch zum Schutz abgeklebt. Aber solange es noch nicht richtig funktioniert, bleibt es erstmal so. an der Rückseite sind DC Buchse und Batteriefach zu sehen.

IMG_0150.JPG
IMG_0150.JPG (73.27 KiB) 272 mal betrachtet
IMG_0149.JPG
IMG_0149.JPG (96.03 KiB) 272 mal betrachtet
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 13.08.2017, 14:29

Im Schaltplan sind Sa und Sb sind nicht gebrückt. Das was du als Brücke interpretierst ist das Technische Zeichen für "Schalter".Also die Brücke entfernen dann sollte es gehen.
Ich erde die Saiten immer.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 13.08.2017, 14:42

Hm, naja - die Brücke ist ja nun raus, da ich die Kabel nach deiner Anleitung gelötet habe. Wie ist das denn mit den Anderen Brücken, die ich gesetzt habe? JP1 - 3 und SND - RTN? Müssen die auch raus?

Und jetzt mal ne ganz dumme Frage: wie erde ich die Saiten? Ich meine, wenn ich keine leitfähige Bridge habe (Knochen, Holz, etc.) wo lege ich denn dann die GROUND-Phase an? :?
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 13.08.2017, 21:51

Alle anderen Brücken müssen drin bleiben. Funktioniert er denn jetzt richtig?
Zur Saitenerdung: Man kann die Saiten auch an der Saitenbefestigung erden wenn diese aus Metall ist.
Bei Piezo kann man sie auch weglassen, aber ich erde sie beim Bau generell...was eine spätere Umrüstung auf magnetische Tonabnehmer etwas erleichtert.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 13.08.2017, 23:08

Nee, leider nicht. Wie schon beschrieben bleibt die Power immer an, egal wie die Schalterstellung steht. Und das Brummen des AMP ohne Anschluss von Instrumenten oder Kabel ist doch auch nicht normal, oder?
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 13.08.2017, 23:12

Ich werde aber meine Saiten dann auch mal erden, danke auch für diesen Tip :)
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 15.08.2017, 12:26

Zuerst sollten wir das Schalterproblem lösen.
Wie hast du den Schalter und die Stromversorgung angeschlossen?
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Software-Pirat » 15.08.2017, 21:53

Ich hab zwar selber noch keinen Gitarrenverstärker zusammen gebaut, hab aber mal gelesen, daß Brummen bei einem Gitarrenverstärker so eine Sache ist. Rein schaltungstechnisch kann da alles richtig sein, und das Teil brummt trotzdem, wie die Sau. Es kommt darauf an, wie bzw. wie dicht die einzelnen Leitungen beieinander liegen und sich gegebenenfalls beeinflußen. Konkrete Tipps hab ich zwar jetzt nicht auf Lager, aber vielleicht findest du ja im Netz was passendes.

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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 15.08.2017, 22:48

@Funplayer99: Von der DC IN Buchse habe ich die HOT-Phase an V+ , die GND-Phase an 0V gelegt. Das Batteriefach habe ich an die DC IN Buchse gekoppelt, also HOT an +Pol und GND an 0-Pol. Vom mittleren Pol des Schalters bin ich mit HOT an Sa gegangen und von einem äußeren Pol des Schalters mit HOT an Sb.


@Software Pirat: Danke für deinen Hinweis. Am Rebel_Amp sind relativ wenig Kabel verbaut, ich denke daran sollte das Brummen nicht liegen.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 15.08.2017, 22:55

@Funplayer99: neben den gebrückten SND & RTN Polen ist noch ein nicht belegter GND Pol. Bleibt der leer? Oder könnte da das Brummen gedämpft werden? Ein Pol der drei nebeneinander liegenden 0V Pole ist auch noch nicht belegt
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 16.08.2017, 15:41

An der Anschlussbuchse für das Netzteil sind 3 Anschlüsse.
Anschluss 1 ist mit "V+" auf der Platine zu verbinden.
Anschluss 2 ist mit Batterie+ zu verbinden
Und Anschluss 3 geht auf "0V" auf der Platine.
Die Anschlüsse an der Netzteilbuchse müssen dem oben Anschlussmuster entsprechen,sonst kann die Batterie zu schaden kommen wenn man den Verstärker mit Netzteil betreibt.
Batterie minus soll auch auf "0V" gehen.
Den Schalter hast du richtig angeschlossen.
Die restlichen "0Vol" und "GND" bleiben unbelegt.

Es ist schon verwirrend wenn auf dem Schaltplan einiges anders dargestellt ist als auf dem Verdrahtungsplan in der PDF von Musikding.
Man muss sich für eine entscheiden und dann dementsprechend verkabeln.Wobei auf dem Verdrahtungsplan keine Batterie eingezeichnet ist.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 16.08.2017, 15:56

Hm, den 3. Anschluss hab ich da wohl übersehen :shock: . Werde das gleich mal überprüfen. Vielen Dank nochmals. Die Verwirrung ist dann um so perfekter, wenn man - wie ich - von Elektronik wenig Ahnung hat. Aber durch deine Anweisungen habe ich mein lang vergessenes Schaltplan-lesen wieder mehr und mehr auffrischen können. Nach gut 40 Jahren kann man schon mal den Überblick verlieren :D
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 16.08.2017, 16:49

Wer gucken kann ist klar im Vorteil :lol: Den 3. Anschluss hatte ich glatt übersehen. Okay, auch diese Änderung habe ich vorgenommen, das Ergebnis bleibt unverändert, power ist sofort da, sobald eine Stromquelle angeschlossen ist und das Brummen ebenfalls.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 16.08.2017, 17:04

Funplayer99, ist bei den IC's noch etwas zu beachten, außer das die Polarität stimmt? Z.B. bei den "Deckeln"? Die Kontaktdeckel von IC1 u IC2 habe ich so drauf gesteckt, dass - aus Draufsicht auf die Platine IC1 u 2 links stecken - diese runde Einprägung jeweils Richtung Poti P1 Gain und P5 Bass, bei IC3 u 4 die halbrund Einprägung Richtung Poti P4 Master zeigen.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 16.08.2017, 17:09

Und dann ist mir gerade noch aufgefallen, dass die beiden kleinen LED's D1 u D2 garnicht leuchten. Welche Funktion haben die?
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 16.08.2017, 23:01

Das dürften die Clipping Dioden sein.Die leuchten nur wenn die Vorstufe voll arbeiten muss und um die Spitzen harmonischer zu machen dass die Verzerrung nicht zu kratzig wird.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 16.08.2017, 23:17

Bei den IC´s muß die kerbe auf der Seite sein wo der Halbkreis beim Aufdruck auf der Platine ist.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 16.08.2017, 23:45

ja, das ist schon klar. Das hab ich so eingelötet. Meine Frage zielte nur auf die Kontaktdeckel. Ist es egal wie rum die draufgesetzt werden oder müssen die in einer bestimmten Position sein? Auf dem Verkabelungsblatt von Musikding sind die Kappen nicht drauf gesetzt. Auch das ist wieder eine Verwirrung für Leute, die Elektronik nicht gelernt haben. Ich für meinen Teil würde auch gerne verstehen, was ich da mache bzw. gemacht habe. Nach Bildvorgabe die Bauteile einsetzen ist, sofern sie fehlerfrei abgebildet sind, keine Kunst. Das Löten ist ein wenig Übungssache. Aber das Verstehen, warum diese oder jene Bauteile dahin kommen wo sie auf dem Foto gesetzt sind, würde ich auch gerne. Die Leiterbahnen verfolgen ist auch nicht schwer, mit ein bischen Übung erkennt man schon welche die stromführenden und welche die 0-Leiter sind. Hm, ich glaub ich verlange zu viel, oder? Sei's drum, für mein Hobby möchte ich aber nicht unbedingt noch eine Ausbildung zum Elektroniker machen, das wäre wohl auch zu viel verlangt. Leider gehöre ich zu dem Personenkreis, welche die Zusammenhänge gerne verstehen möchten.

So, der Frust ist jetzt erstmal etwas abgeladen. Ich habe mittlerweile die Saiten meiner Flatpup abgenommenen CBG geerdet. Ausprobiert wird morgen, da bin ich zur Probe bei einer Bluesband eingeladen :)

Beste Grüße
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von Funplayer99 » 17.08.2017, 16:43

Ich verstehe jetzt nicht was du mit IC´s meinst .Die IC´s sind die schwarzen Teile mit den (in deinem Fall 8) Beinchen und der Beschriftung LM-386 N3 und TL 072 oder TL 082. die Teile darunter sind nur die Montageteile sogenannte Sockel für die IC´s.Diese werden eingelötet anstatt der IC´s....so wird verhindert dass die IC´s 1. zu warm werden wenn man sie lötet und 2. man sie lötfrei wechseln kann.Die IC´s mit der schrift müssen so montiert sein dass die Kreismulde auf der Seite von dem halbkreis auf der Platine ist.

Ich kann deinen Frust schon verstehen, aber versetz dich mal in die Lage von diesem Vertrieb.Wie soll er wissen welchen Wissensstand ein Besteller solcher Bausätze hat.
Das kann nur ein Kunde selbst einschätzen ob er sich zutraut sich mit Elektronik auseinander zu setzten, und ggf Fehlersuche betreiben zu können.
So ein Bausatz kann man nicht Handhaben wie ein IKEA Bausatz...und selbst da haben viele ihre Probleme und kaufen sie doch ;)

Ich werde dir aber trotzdem weiterhin versuchen Unterstützung zu geben um das Problem mit deinem Amp zu lösen.
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Re: Gitarrenverstärker selber bauen

von fingerpick58 » 17.08.2017, 22:56

Genau, die acht Beinigen Sockel, da dachte ich DAS wären die IC's. Gut, dann schaue ich mal ob ich die IC's richtig herum in die Sockel gesteckt habe. Was kann denn passieren, wenn die verkehrt herum stecken?

Du hast Recht, mein Frust war sicherlich etwas überreagiert. Natürlich werden die Mitarbeiter in erster Linie davon ausgehen, das fachkundige Kunden diese Bausätze kaufen. Würde ich ja genauso machen... ich hab auch schon wieder beruhigt ;)

Vielen Dank, dass Du mir trotzdem weiterhin Hilfestellung geben wirst =(=))=

Vielleicht klappt es ja mal, dass wir uns auf irgendeinem CBG Treffen Live kennen lernen, dann gibt's auf jeden Fall das ein oder andere Bierchen :D
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