Westerngitarre oder Konzertgitarre ?

Online-Ratgeber
von Lukas170
#376728
Hallo Leute,

Ich möchte mir gerne ein Gitarre kaufen, aber ich weiß nicht ob ich mir eine Westerngitarre oder Konzertgitarre kaufen soll. Bestimmt sind hier schon 1000 andere Beiträge darüber geschrieben worden, aber mir geht es jetzt nicht darum um ein bessern Einstieg zu haben wenn man irgendwann eine E-Gitarre sich anschaffen will oder, dass dir Finger nicht so weh tun sollen. Vielleicht werde ich mir auch mal eine E-Gitarre kaufen, aber jetzt erstmal ist die Akustikgitarre im Vordergrund :) und das mit den Fingern werde ich auch überleben.

Da ich noch überhaupt keine Ahnung von irgendwelchen Akkorden oder sonstigen habe, geschweige vom Gitarren spielen selbst :D möchte ich eine einsteigerfreundliche Gitarre haben und Lieder wie von Sunrise Avenue spielen :),Also sowas wie Pop-Rock bzw. Soft-Rock oder Rock.

Wie haltet ihr die Idee von Online-Lernen? Da ich das nötige Kleingeld für ein Lehrer nicht habe und vielleicht auch nicht die Zeit möchte ich das so machen. (Bin ja auch erst 15 :))

Ich hoffe ihr seid nicht noch mehr genervt von einen weiteren Beitrag von "Westerngitarre oder Konzertgitarre ?" :D

MfG Lukas

**PS: Meine Rechtschreibfehler könnt ihr selber behalten :p **
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von Software-Pirat
#376729
Am besten ist es natürlich, wenn du in einen Gitarrenladen mal die Möglichkeit hast, beide Gitarrentypen anzuspielen. So aus dem Bauchgefühl würde ich aber eher zu einer Westerngitarre raten, weil deren Klang eigentlich eher passen sollte. Zudem ist sie vom Spielgefühl her eher mit einer E-Gitarre zu vergleichen, als eine Konzertgitarre. Was die Einsteigerfreundlichkeit betrifft: Nun, da gibt es bei beiden Sorten einsteigerfreundlichere und weniger einsteigerfreundliche Gitarren. Das eine Konzertgitarre jetzt aber einsteigerfreundlicher sein soll, als eine Westerngitarre (oder umgekehrt) würde ich nicht behaupten.
von peroed
#376737
Nach Deinen gewünschten Stilrichtungen würde ich eher zu einer Western raten. Rock klingt mit Nylonsaiten meiner Meinung nach nicht so genial.

Du solltest Dir aber bewußt sein, dass Stahlseiten erstmal mehr Zeit für die Eingewöhnung bedeuten. Auch ist das Griffbrett einer Western in der Regel (und jede Regel hat Ausnahmen) schmaler als das einer Western. Am besten im Laden oder bei Freunden mal ausprobieren.
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von mjchael
#376762
Kann mich den Vorrednern nur anschließen. Eine Western sollte es schon sein.
Tipp: Das Griffbrett vielleicht nicht ganz so schmal.
Anfangs weiche Saiten aufziehen (lassen). Der Klang leidet ein wenig, aber die Finger werden es dir danken.
Beim nächsten Saitenwechsel nach 3-6 Monaten etwa kannst du dann auf mittlere umsteigen.

Selbstlernen ist möglich. Siehe meine Signatur.
Gleichzeitig empfehle ich dir ein oder mehrere Gitarrenbücher. Da hast du einen roten Faden,
und kannst nochmal das, was du online gefunden hast, gegenlesen. (Bzw. umgekert.)
(Immer eines alle 2 - 3 Monate. Zuerst einfache Liedbegleitung, und später Anspruchsvolleres Begleiten.)
Und ein gescheites Liederbuch mit Songs deiner Wahl.
Alles Kosten, die nicht so übermäßig teuer sind, und im Taschengeld-Bereich liegen.

Gruß Mjchael
von LaBamba55
#377083
Eine Konzertgitarre ist immer ein guter Start würde ich meinen ;)
Wobei du mit einer Westerngitarre eventuell leichter greifen lernen kannst.
von ehenkes
#386212
Ich steige gerade mit einer gebrauchten Seagull Minijumbo (Westerngitarre, made in Canada) ein, die man auch am Kabel anschließen kann (z.B. via Keyboard oder Mischpult).
Der Klang ist super, und genau das finde ich sehr wichtig für die Motivation. Das Greifen der Akkorde ist immer eine harte Sache. Fingernägel kurz halten, damit man damit nicht aufs Brett stößt, und täglich/regelmäßig üben, damit die Hand sich an den Druck gewöhnt, Schwielen ausbildet und damit die Fingerbeweglichkeit sich steigert.
von DreadP.
#386289
Lukas170 hat geschrieben:eine einsteigerfreundliche Gitarre haben
Hallo zusammen.
Ich habe seit meinen Anfängen oft die Meinung gehört, das Anfängern bevorzugt zur Konzertgitarre geraten wurde, bzgl. "einfacher" und vermutlich auch wegen der Saiten. Ist da so viel wahres dran?
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von mjchael
#386291
Ein klares Jain.
Die Stahlsaiten einer Western sind härter als die Nylonsaiten einer Konzertgitarre.

Sie schneiden (besser drücken) sich stärker in die Fingerkuppen ein, was schneller zu Schmerzen führt. Man kann auf einer Western nicht so lange am Stück spielen, wie auf der Konzertgitarre. Fortgeschrittenere Gitarristen (mit mehr Fleisch und Hornhaut auf den Fingerkuppen) spielen natürlich ungleichen länger als ein Anfänger. Aber selbst wo der fortgeschrittene Westerngitarrist mit seinen Fingern am Ende ist, hört der fortgeschrittene Klassikgitarrist noch lange nicht auf.

Eine Western ist deutlich lauter als eine Klassik. Was auch bedeutet, dass alle deine Nachbarn jeden dummen Fehler, und jede falsch gestimmte Saite viel deutlicher hören.

Was für die Finger der Greifhand hilt, gilt gleichermaßen für die Zupfhand. Die Fingernägel werden bei Nylonsaiten weit weniger beansprucht, als bei Stahlsaiten.

Aus langjähriger Erfahrung mit Jugendgruppen weiß ich, dass die meisten die Nylon bevorzugen. Flamenco-Gitarristen spielen äußerst selten auf Stahlsaiten.

Die Western kommt bei der Jugendarbeit fast nur zum Einsatz, wo es auf Lautstärke ankommt.

Aber letztlich muss es jeder für sich selbst entscheiden. Wer den Klang der Western mag, kann eben weniger lang am Stück üben, und muss anfangs mit stärker schmerzenden Fingern leben. Ist meines Wissens noch keiner dran gestorben. ;)

Schade, dass es immer weniger Jugendgruppen zu geben scheint, wo man mal die allerersten Versuche auf einer Gitarre machen kann.
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von Frank-vt
#386295
Nach meiner Ansicht sollte man die Wahl nach der primär bevorzugten Musikrichtung wählen. Wenn ich Klassik, Flamenco u.ä. spielen will, oder auch nach Noten, dann eher Konzert. Bei Pop/Rock/Country u.ä. bzw. genereller Liedbegleitung bin ich mit einer Western besser bedient. Neben dem aus meiner Sicht besseren Klang hat man ein schmaleres Griffbrett, was Akkorde mit starker Spreizung und Barre einfacher macht.
Das am Anfang die Finger etwas mehr weh tun (mimimi :P) ist geschenkt. Bis ein Anfänger die ersten Akkorde halbwegs flüssig greifen kann, ist das Thema lange erledigt.
von slowmover
#386296
Ich spiele Konzert, Western und E mit leichten Vorzug für Nylon (auch bei Rock/Pop). Trotzdem halte ich die klare Empfehlung von Frank-vt für richtig. Bei den meisten wird eine Konzertgitarre zur Motivationsbremse, wenn sie nicht Klassik-orientiert sind. Nichenmusik wie Bossa spielt beim Anfänger kaum eine Rolle. Dass man mit jeder Gitarre jede Musik spannend interpretieren kann, widerspricht dem nicht.
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