Oktavetöne harmonisch austauschbar ?

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GeniussX
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Oktavetöne harmonisch austauschbar ?

Erstellt: von GeniussX » 07.11.2016, 18:08

Hallo,
versuche mir gerade die Grundzüge anzueigenen, und bin über Oktavetöne sind austauschbar gestolptert, wass bedeutet das ?

C-Dur Tonleiter besteht aus 7 Stammtönen:
C-D-E-F-G-A-H-(C)

Der 8te Ton ist die Oktave, also im Beispiel, die Okatve von C ist ein C nur in einer anderen Tonhöhe ?
A Saite 3 Bund >C
H Saite 1 Bund >C
wäre das dann eine Oktave von C ?

Das bedeutet, man kann harmonisch einen Ton z.B. durch seinen eigenen austauschen, halt in einer anderen Tonhöhe (Lage) ?

Gruß
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Pedro E.
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Re: Oktavetöne harmonisch austauschbar ?

Erstellt: von Pedro E. » 07.11.2016, 19:43

GeniussX hat geschrieben:Das bedeutet, man kann harmonisch einen Ton z.B. durch seinen eigenen austauschen, halt in einer anderen Tonhöhe (Lage) ?
Z.B. bei Akkordumkehrungen passiert sowas.

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GuitarRalf
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Re: Oktavetöne harmonisch austauschbar ?

Erstellt: von GuitarRalf » 08.11.2016, 09:05

Juhu GeniussX,

ist eben auch eine Definitionsverständnis. Also, die Frage nach der Vollständigkeit einer Tonleiter führt zu einer Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass es nach dem H kein I, kein J, kein K, kein L, kein usw. gibt. Wenn es dir nicht mehr ausreicht zu sagen, dass die Oktave der C-Dur Tonleiter ein C ist, dann schau dir mal die Frequenzverhältnisse an.
Der Grundtonton hat eine bestimmte Frequenz. Diese Forderung ist so alt wie die Einigung auf einen Kammerton. Die weiteren Töne der Tonleiter haben nun ihre eigenen Frequenzen, die aber immer ein bestimmtes Vielfaches dieser Grundtonfrequenz sind. Das führt dann zu einer mathematischen Stimmung. Die Oktave hat zum Grundton ein Frequenzverhältnis von zwei zu eins (2:1). Also der Betrag der Oktavfrequenz ist doppelt so groß wie der Betrag der Grundtonfrequenz.
Rein frequenzzahlenmäßig unterscheiden sich Grundton und Oktave. Gehört ist eben auch ein deutlicher Tonhöhenunterschied zu erkennen, aber dieses ganzzahlige Vielfaches der Stammtöne ermöglicht einen harmonischen Tausch. Oder anders betrachtet : Der Oktaventausch klingt konsonant, es ist keine Störung der Harmonie zu hören.
Und Standardtuning der Gitarre ( EADGHE ) sicher gestellt, bedeutet, dass im 3.Bund auf der A-Saite ein C ist und das im 1.Bund der H-Saite ein C ist. Das C im 1. Bund auf der H-Saite befindet sich auch im 5. Bund auf der G-Saite, im 10.Bund auf der D-Saite und im 15. Bund auf der A-Saite. Der Oktavraum wurde mit 12 Halbtonschritten erklärt, vom 3. zum 15. Bund sind es 12 Halbtonschritte, ergo ist C vom C ein Oktave :lol:

Gruss
GuitarRalf

Edit : Betrag ist eine bestimmte Menge.
Zuletzt geändert von GuitarRalf am 08.11.2016, 09:10, insgesamt 1-mal geändert.
...Die Gitarre ist viel zu sturr, als dass die sänge... Ach, wäre ich doch ein fähiger Musiker...

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mjchael
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Re: Oktavetöne harmonisch austauschbar ?

Erstellt: von mjchael » 08.11.2016, 09:09

Stelle dir vor du spielst C-Dur
C = x32010 = xCEGCE
Jetzt kommt der kleine Finger mit hinzu
C = X32013 = xCEGCG
Das E der hohen E-Seite wurde durch ein G ausgetauscht.
Der Akkord bleibt immer noch ein C-Dur-Akkord.
Es ist ein E weggefallen xxxxx0, aber es ist ja noch ein E da xx2xxx.
Das G der G-Saite xxx0xx wurde in der Oktave verdoppelt xxxxx3.
Man bezeichnet den C-Dur-Akkord in diesem Fall nicht anders.

Ähnliches Beispiel:
A-Dur = x02220
oder im Barré
A-Dur = 577655
Es mag sein, dass ein Akkordton von A-Dur (A C# E) irgendwo verschwindet, aber es taucht dafür beim anderen Akkord irgendwo nochmal auf. Wenn es auch eine Oktave tiefer oder höher ist. Ob vielleicht beim einen 1 mal der Grundton oder ein anderer Akkordton auftaucht, oder 3 mal ist für die Bezeichnung des Akkordes erst mal egal.

Es ist sogar oft möglich die Terz oder Quinte des Akkordes in den Bass zu legen.
z.B. D7 = xx0212
kann oft problemlos durch folgenden Akkord ausgetauscht werden.
D7/F# = 200212 oder 20021x
Der Akkordton F# wurde nur in den Bass verlegt, aber so lässt er sich viel leichter ein Fingerpicking einsetzen.

Gut, der Basston hat sich verändert, und wird auch extra bezeichnet, aber letztlich bleibt es ein D7-Akkord, Ich kann die Akkorde gegeneinander austauschen, wenn ich beispielsweise die Melodie etwas tiefer spielen will, und ich noch ein paar Töne im Bass brauche, damit ich noch ein Zupfmuster hinbekomme.

Gruß Mjchael

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