Welche Gitarrenakkorde sollte man können?

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matcat

Welche Gitarrenakkorde sollte man können?

Erstellt: von matcat » 13.09.2016, 00:43

Hallo,

ich möchte gerne neue Akkord lernen. Folgende Akkorde kann ich schon auf dem gesamten Griffbrett spielen, da ich das Griffbrett auswendig gelernt habe.

Dreiklänge:
Dur
Moll
Vermindert
Übermäßig


Vierklänge:
Xmaj7#5
Xmaj7
X7
Xm maj7
Xm7
Xm7b5
X07

Die meisten Akkorde kann ich mir auch schon herleiten. Welche anderen Akkorde hören sich noch gut an?

Viele Grüße

matcat

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GuitarRalf
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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von GuitarRalf » 13.09.2016, 08:30

Moin, ich spiel bislang mit folgenden Eindrücken :

Powerchords - Grundton und Quinte bilden ein stabiles Gerüst und sind sowohl mit Moll und Dur verankert. Zwei Töne - zwei Stimmen, damit ist die kontrapunktierte Tongebung bestimmt. Paralelle Bewegung, Auseinander, Aufeinander zu, somit können Emotionen vermittelt werden.

Sus2, Sus4 - Die Betrachtung abseits von Dur und Moll bringt etwas Ungewisses mit sich. Kann zur Verlängerung des Spannungsbogens benutzt werden, als ob der Note mehr Sustain gegeben wird.

add6, add9 - Nenn es Zufall oder Kalkulation, 369 liegen günstig. Terz und Sexte haben eine gemütliche Lage innerhalb einer Oktave und diesen Eindruck können sie auch vermitteln. Die None ist wie die Septime nah an der Oktave und wie die Sekunde nächstliegend zum Grundton.

Die b5, #5, b7, #7, b9, #9, b11, #11 Variationen habe ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verinnerlicht. Somit ist es mir unmöglich zu sagen, die und die musst du können. Einige behaupten, damit gelingt dir die Vermeidung des Teufelsintervalles , andere sehen im Tritonius die goldene Mitte.

Das Ziel bestimmt teilweise den Weg und somit die notwendigen Rahmenbedingungen. Benutzt du neben Gitarre auch noch Text in gesungener Form, sind Dur und Moll ausreichend. Du musst sie nur dann können, wenn es jemand von dir verlangt. Spielst du in einer Band, einem Orchester, dann passiert es unter bestimmten Umständen, dass du bislang Unbekannte kennen musst. Bist du Autodidakt, bestimmt dein eigener Anspruch, was wichtig ist.

Gruss
GuitarRalf
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startom
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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von startom » 13.09.2016, 10:40

Matcat, was ist denn dein Ziel?
Möglichst viele verschiedene Akkorde spielen zu können, oder zu wissen, in welcher Situation du mit welchen Akkorden und Voicings arbeiten kannst? Vielleicht liegts an mir, aber deine Threads machen auf mich den Eindruck, als wüsstest du selber nicht so genau, was du denn genau möchtest.

Du listest die gängigen Drei- und Vierklänge (sogar ein paar exotische) auf und willst von uns, das wir deine Liste vervollständigen? Ist es das, was du willst? Falls ja, was willst du schlussendlich mit der Unmenge verschiedener Gitarrengriffe anfangen? Jeden mal durchspielen?

Der Kontext erschliesst sich mir nicht.
Tom

matcat

Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von matcat » 13.09.2016, 16:32

Ich handhabe das so:

"You check out Guitar George, he knows all the chords"

Quelle: Lyrics von Sultans of Swing- Dire Straits

https://www.youtube.com/watch?v=l5Zpmaz2OKE

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Hendock
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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von Hendock » 13.09.2016, 23:45

Hast du ein Android-Smartphone? Dann installiere dir mal Smart Chord. In der App findest du mehr als 1 Milliarde(!) Akkorde. Damit bist du dann erstmal 'ne Weile beschäftigt. :twisted:

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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von slowmover » 14.09.2016, 07:15

Naja, wie viele Gitarrenspieler ( auch Profis) neige ich dazu gerade bequem zu erreichende Varitionen der Akkorde auch zu nutzen. der klassiker ist sicherlich D-dur mit den beiden sus-Akkorden zu umspielen. auch die Maj7 sind ja häufig vom Dur Akkord aus häufig bequem zu erreichen. Beim offenen Cdur mal für einen Schlag den Zeigefinger zu lupfen klingt halt nett, selbst wenn ich nicht weiss, dass dies dann der maj7 ist. Lupfe ich stattdessen für einen Schlag den Mittelfinger ist es ein sus2. Klingt auch cool. Eigentlich gibt es für jeden Akkorde solche einfachen Spielerein.
Das heisst, ich sehe es sehr stark kontextbezogen..Einen Akkord zu lernen, den ich nicht anwenden will empfinde ich als Belastung. Und warum sollte ich 100 Grifftypen für 11er und 13 Akkorde lernen? Ich würde sie sowieso nur anwenden, wenn ich den 7er Barre mit winzigen Verschieben von Ringfinger und kleinem Finger ummodeln kann.
Und dann fliesst die Varation auch ins normale Spiel ein. Und das ist auch häufig richtiger, als die im Internet gefundenen Akkorde. Es werden halt häufig Vereinfachungen notiert. Statt der Erweiterungen 11 oder 13 steht dann oft nur ein 7er da. Rumgedreht, ein Griff nach gebrochenen Fingern aussieht wurde hāufig nicht für die Gitarre transkribiert, sondern stammt von Pianonoten.

Warum sollte ich einen D6/9/Fis lernen, obwohl er so leicht zu greifen ist, wenn ich nicht gerade "A horse with no name spiele?" Ich finde es vernünftig Akkorderweiterungen oder Färbungen anhand von Stücken auszuprobieren. Solange man nicht Musik studiieren will kann man doch pragmatisch damit umgehen.

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Hendock
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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von Hendock » 14.09.2016, 08:04

slowmover hat geschrieben:Warum sollte ich einen D6/9/Fis lernen, obwohl er so leicht zu greifen ist, wenn ich nicht gerade "A horse with no name spiele?"

Weil der Akkord auch in 'Zombie' von den Cranberries vorkommt? ;)

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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von slowmover » 14.09.2016, 10:13

Tickst Du also ähnlich wie ich. Du siehst auch die Anwendung im Vordergrund. ))==

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Hendock
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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von Hendock » 14.09.2016, 10:23

slowmover hat geschrieben:Tickst Du also ähnlich wie ich. Du siehst auch die Anwendung im Vordergrund. ))==

Ja! Natürlich sollte man auch einige Akkorde drauf haben. Besonders die verschiebbaren Dur-, Moll-, 7er-, m7-, maj7-, 9,-, 7#9 usw.

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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von slowmover » 14.09.2016, 12:08

Ist natürlich auch ein bisschen von den Musik abhāngig die man spielt. Bei Adele ist man natürlich mit gezupften Shell-Chords viel näher am Original als mit Strums über 5 0der 6 Saiten. Und da braucht man nur 1 bis 3 Finger, hat ganz leichte Griffe und die sind verschiebbar. Ausserhalb von jazzigen Sounds kann man da aber weniger mit anfangen. Das interessante ist halt, dass man die Erweiterungen 11er 13er etc. kommod greifen kann und die nicht eingedickt klingen, weil alles mit wenig Information (Quinte, ggf sogar Terz) wegfallen kann.
7er moll7 maj7 alles vollkommen logisch, da nur 1 Finger um einen Bund verschoben wird. Ideal um Bassläufe zu spielen oder oben noch Finger für eine Melodie frei zu haben.

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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von GuitarRalf » 15.09.2016, 09:21

Über 1 Milliarde mögliche Akkorde ist deprimierend, bedeutet es doch, dass man selbst mit gröösster Anstrengung nicht in der Lage sein wird, die Möglichkeiten zu erfassen. Wie war das?, Fakultät ist das !. Sie gibt die Möglichkeit einer Anordnug einer Zahlenfolge an. In diesem Fall ist das wie die Wahrscheinlichkeitsrechnung mit dem Binominalkoeffiizienten kalkuliert. Es ist aber nur ein erster Punkt in der Aufgabenstellung der Kombinatorik. Was nützt mir ein Akkord, der über 8 Bünde geht und ich ihn eh nicht greifen kann. Ok arpeggiert gespielt ist es dann machbar aber doch nicht wirklich sinnig. Also müsste eine weitere angespasste Aufgabenstellung sein: Subtrahiere von dieser Milliarde die Akkorde, die sich über mehr als 7 Bünde verteilen, denn die maximale Fingerspreitzung bedeutet anderseits, dass das notwendige, korrekte Niederdrücken einer Saite nicht sicher gestellt ist. Und selbst dann sind noch Akkorde dabei, die der Computer, aber nicht die menschliche Hand greifen kann. Die einfachste Art ist wohl der Beginn mit den offenen Saiten. Ein Abschlag über alle Saiten, und ein Em7add11 klingt. Ab der A-Saite abgeschlagen, ertönt ein Asus4/9, von der D-Saite aus ein G6 \D. Welche Akkordbezeichnung gelernt werden können wenn ein Finger platziert wird, ist eine Übung, die jeder Interessierte selbst herausfinden kann. Je länger die Übungszeit mit Akkorden und Gitarre wird, umso mehr wird man kennen lernen. Die Grundakkorde sind zum Verständnis von harmonischen Zusammenhängen notwendig. Alles andere ergibt sich dann automatisch. Und solang man selber nicht unterrichten will. können Akkordbezeichnung zur Nebensache werden.

GR
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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von Hendock » 15.09.2016, 10:04

GuitarRalf hat geschrieben:Über 1 Milliarde mögliche Akkorde ist deprimierend, ...

Zwar habe ich meinen Beitrag mit einem Smiley versehen aber für dich nochmal zum Verständnis:

DAS WAR NICHT WIRKLICH ERNST GEMEINT und bezog sich auf

matcat hat geschrieben:"You check out Guitar George, he knows all the chords"

Zur Erklärung: "all the chords" heißt übersetzt: Alle Akkorde!

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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von mjchael » 15.09.2016, 18:28

Die größte Herausforderung beim Gitarrenunterricht war es für mich, immer die passenden Stücke zu den einzelnen Akkorden zu finden.

Ich lerne Akkorde und Akkordformen immer dann, wenn ich sie brauche. Warum soll ich irgendwelche Akkordmonster lernen, wenn ich eh nicht weiß, wofür ich sie einsetze.
Warum soll ich ein Am7 (5x555x) und ein D9 (x5455x) lernen, wenn ich sie nicht brauche. Wenn man den natürlich zusammen mit G (355433) und Bm ((2)24432) kombiniert, hat man auf einmal eine coole Begleitung von "Easy" von Lionel Richie (u.a.). Dann lohnt sich so was.

Ich kann ein paar Fingerbrecher spielen, aber schräge Akkorde packe ich mir dann drauf, wenn ich sie brauche. Und dann meist in einer Akkordfolge oder einem Lied. Und besser noch, gleich in mehreren Liedern, wo die Akkorde auftauchen.

Viele Akkordmonster ergeben sich automatisch, wenn man sich etwas mit Fingerstyle und Melodiepicking abgibt. Wichtiger ist, (wie oben schon gesagt wurde), dass man sich die Akkorde herleiten kann.

Gruß Mjchael

matcat

Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von matcat » 15.09.2016, 22:36

Hallo,

ich möchte nicht alle Akkorde lernen. Ich möchte mit neuen Akkorden lernen mich besser auf dem Griffbrett zurecht zu finden, indem ich neue Akkorde analysiere und diese dann auf dem Brett suche. Die meisten werde ich mir dann eh nicht behalten, aber es bringt mir etwas, wenn ich neue Akkorde im richtigen Moment bestimmen kann. Ich möchte nicht noch im Internet suchen müssen oder haufenweise Notizen mit mir rumschleppen. Ich lerne lieber die Formen anstatt einzelne Akkorde auswendig zu lernen.
Ein neuer Akkord ist wie eine Rechenaufgabe, man lernt mit Intervallen zu rechnen und mit diesen umzugehen. Mir macht das aufjedenfall Spaß.

Viele Grüße

matcat

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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von GuitarRalf » 16.09.2016, 08:06

Hendock hat geschrieben:
GuitarRalf hat geschrieben:Über 1 Milliarde mögliche Akkorde ist deprimierend, ...

Zwar habe ich meinen Beitrag mit einem Smiley versehen aber für dich nochmal zum Verständnis:

DAS WAR NICHT WIRKLICH ERNST GEMEINT und bezog sich auf

matcat hat geschrieben:"You check out Guitar George, he knows all the chords"

Zur Erklärung: "all the chords" heißt übersetzt: Alle Akkorde!


Hey , kein Problem - Smiley hin , Smiley her
mir ist vor kurzem die 12! gezeigt wurden, das waren irgendwie 100te von Millionen und rief vergangenes in mir wach. ( allerdings ist die Zukunft handlungsbestimmender. :) )
Ungegriffen, nur durch Saitenauswahl habe ich also 1!+2!+3!+4!+5!+6! Möglichkeiten (873), das ganze multipliziert mit 22! (Anzahl der Bünde), binominalkoeffiziert mit 4!( Finger/Akkordbild) und 3! (den Zuständen (angespielt, verfehlt, gemuted)), ergibt eine Zahl, die die Milliardengrenze überschritten hat. Nun kann man das Ganze noch präzisieren. Dafür gab es von mir das fette Minus. Zahlen können einen Eindruck vermitteln konkretisierter sie sind. Ich besitze zwar kein Smartphone, die App-Programmierung ist da schon interessanter.

Ich hab an der Stelle, als es im Sultan of Swings all the chords hieß, an all die für das gehörte Spielen notwendigen Akkorde gedacht und nicht an die, die noch entdeckt werden können. Liegt aber auch vielleicht daran, dass mich all the chords anstatt all chords dazu veranlasst the zu betonen.


matcat hat geschrieben:Ich möchte nicht noch im Internet suchen müssen oder haufenweise Notizen mit mir rumschleppen.

Kann ich Dir nur wünschen, dass dein Lernprozess dir dies ermöglicht. Als Gitarrenspieler/-in bist du eh schon mit dem Instrument belastet. Da machen andere es sich einfacher.

Gruss
GuitarRalf
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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von Hendock » 16.09.2016, 08:36

GuitarRalf hat geschrieben:Hey , kein Problem - Smiley hin , Smiley her
mir ist vor kurzem die 12! gezeigt wurden, das waren irgendwie 100te von Millionen und rief vergangenes in mir wach. ( allerdings ist die Zukunft handlungsbestimmender. :) )
Ungegriffen, nur durch Saitenauswahl habe ich also 1!+2!+3!+4!+5!+6! Möglichkeiten (873), das ganze multipliziert mit 22! (Anzahl der Bünde), binominalkoeffiziert mit 4!( Finger/Akkordbild) und 3! (den Zuständen (angespielt, verfehlt, gemuted)), ergibt eine Zahl, die die Milliardengrenze überschritten hat. Nun kann man das Ganze noch präzisieren. Dafür gab es von mir das fette Minus. Zahlen können einen Eindruck vermitteln konkretisierter sie sind. Ich besitze zwar kein Smartphone, die App-Programmierung ist da schon interessanter.

Vielleicht liegt es ja an mir aber ich habe, wie so oft bei deinen Postings, kaum etwas verstanden. :_::_:

GuitarRalf hat geschrieben:Ich hab an der Stelle, als es im Sultan of Swings all the chords hieß, an all die für das gehörte Spielen notwendigen Akkorde gedacht und nicht an die, die noch entdeckt werden können. Liegt aber auch vielleicht daran, dass mich all the chords anstatt all chords dazu veranlasst the zu betonen.

Der sog. 'Native-English-Speaker' sagt zwar oft "all the", meint damit aber "alle" und nicht "all die". Andere Sprache halt.

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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von mjchael » 16.09.2016, 18:55

Man schafft sich anfangs nicht alle möglichen Akkorde drauf, sondern lernt immer die Akkorde, die man für das gerade angestrebte Level braucht.

Ich gehe jetzt erst einmal davon aus, dass du die einfachen 12 Grundakkorde (siehe Lagerfeuerdiplom und Folkdiplom) und die einfachen Sus2, Sus4, Add9, 7er j7er-Akkorde (siehe Balladendiplom)

Dann gehe ich davon aus, dass du die Barré-Akkorde in der A- und E-Dur und -Mollform kennst. (siehe Rock-Diplom)
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... kordformen

Kleiner Tipp zum Merken der Positionen dieser Barré-Akkorde
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... nen_merken
Damit allein würdest du für jeden Dur-, Moll-, Dur7, Moll7-Akkord recht zügig einen passenden Barré-Akkord finden. (zumindest innerhalb der ersten 5-7 Bünde)

Das Powerchord-Rätzel hilft dir auch, diese Positionen zu festigen.
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... gleitungen

Einfache Ableitungen, wie ein Barré-Akkord in der Esus4-Form aussehen soll, dass müsste dir auch ohne Akkordtabelle möglich sein.
z.B. wenn Esus4 (0222000) ist, dann ist Asus4 als Barré (477744) (in der Esus4-Form)

Ach ja, einfaches Transponieren gehört natürlich auch dazu (einfach eine Barré-Akkordfolge ein paar Bünde rauf oder runter verschieben.)

Davon gehe ich erst einmal aus, dass du dieses kannst. Wenn nicht, dann hast du mal einen Fahrplan, was als nächstes drankommen könnte.

Wenn du dann weiterkommen wiillst, wäre es Zeit dich mit Skalen auseinanderzusetzen.
Über die Skalen leitet man sich hinterher die Akkordintervalle ab.

Wenn du dann so weit bist, würde ich mal Grundlegend die 5 wichtigsten Dur- und Moll-Akkordformen lernen
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Akkordformen

Bei einigen Akkordformen reicht es erstmal aus, wenn man die "theoretisch" kennt, weil man sie in der Praxis möglicherweise vereinfacht greifen kann. (vgl. bei den Akkordformen die C-Dur-Form als Fingerbrecher und die doch sehr einfache C7-Form))

Und ich sehe gerade, wo ich es lese, dass ich noch einmal unbedingt die 3-Notes-Per-String-Seite bearbeiten muss, und zu den Skalen nicht nur die Töne, sondern auch die dazugehörigen Intervallbezeichnungen schreiben.
Ich hoffe erstmal, dass du noch nicht so weit bist, und erstmal bis hierhin zu tun hast, bis ich mit den Skalen fertig bin. Davon lassen sich die weiteren Akkorde dann viel leichter ableiten.

Gruß Mjchael

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Re: Welche Akkorde sollte man können?

Erstellt: von mjchael » 21.11.2016, 16:27

Wir freuen uns ebenfalls über jeden Leser, der die Ratschläge hilfreich findet. Und besonders auch über die vielen Mitleser, die zwar (noch) keine Frage stellen, aber dennoch von den Beiträgen profitieren könne.
Da ich bei deinem Deutsch leichte Probleme entdecke, gehe ich davon aus, dass du noch am Lernen bist. Ich hoffe, du hast dabei ebenso viel Spaß, wie beim Lernen des Gitarrespielens.

Willkommen in unserem Forum
Gruß Mjchael

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