Ist Gitarre für mich das richtige?

Waldschrat
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Ist Gitarre für mich das richtige?

von Waldschrat » 22.08.2016, 13:43

Eigentlich stelle ich in der Überschrift eine Frage, die mir niemand beantworten kann, ich weiß. Vielleicht kurz zu mir: Ich bin mitte 30 und habe vor einigen Jahren angefangen, Klavier zu lernen. Die Euphorie war groß, ist allerdings ein bisschen dem Frust gewichen. Der Unterricht ist klassich ausgerichtet, die Stücke entsprechend schwer. Selbst nach Jahren spiele ich relativ unbekannte Stücke, mal ein Mozart-Menuett, mal ein Preludium von Bach. Nun, ich mag klassische Musik, aber inzwischen ist mir klar, dass ich viele Werke, die mir gefallen, einfach nie spielen können werde.

Nun habe ich, und jetzt kommen wir zur Gitarre, vor einer Weile angefangen, mir ein bisschen Gitarre beizubringen, hauptsächlich mit Justin Sandercoe's Onlinekurs. Denn neben Klassik habe ich eine Leidenschaft für Rock.

Natürlich spiele ich nichts tolles, aber es macht mir im Moment einfach Spaß, zu einem Song, der mir gerade im Kopf herumschwirrt, Akkorde herauszusuchen (oder zu hören) und den Nachzuspielen und dazu zu Singen. Alles nur mit Lagerfeuerakkorden (teils mit Capo) und einfachen Schlagmustern. Soweit so gut.

Jetzt überlege ich, ob ich umswitchen soll von Klavier auf Gitarre und dort mit Unterricht einsteige. Meine Befürchtung ist, dass es ähnlich läuft wie beim Klavier. Anfangs große Euphorie, irgendwann die Ernüchterung. Auch auf der Gitarre werden mir wahrscheinlich viele Meisterwerke verschlossen bleiben, einfach weil ich nicht unendlich viel Übezeit investieren kann. Andererseits machen mir aktuell auf der Gitarre einfache Lieder mit Viertel-Begleitung bereits ziemlich viel Spaß. Klar wäre es auch mal toll, ein Solo spielen zu können, aber wenn nicht, dann nicht.

Natürlich kann mir niemand sagen, was ich tun soll, aber vielleicht hat jemand Lust, seine Gedanken beizutragen.

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Software-Pirat
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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Software-Pirat » 22.08.2016, 15:11

Also Gitarre ist jetzt nicht das schwerste Instrument um es einigermaßen zu lernen, aber auch hier braucht man etwas Zeit, bis man einigermaßen spielen kann. Bißchen Geduld brauchst du auch hier, auch für relativ einfach Sachen. Grundsätzlich sehe ich aber nicht so den Grund, warum du zwangsweise umswitchen mußt. Du kannst doch versuchen beides zu lernen. Genauso, wie ich auch der Meinung bin, daß man verhältnismäßig einfache Rock- und Popsongs auch auf den Klavier spielen könnte. Ich würde es dir raten, mal mit der Gitarre zu versuchen, ohne dabei gleich auf das Klavier komplett zu verzichten. Eine verhältnismäßige einfache und preiswerte Westerngitarre sollte für den Anfang ja ausreichen.

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Ratatosk
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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Ratatosk » 22.08.2016, 16:09

wenn ich das richtig lese, dann ist Zeit bei Dir ein limitierender Faktor. Ich gehe einfach mal davon aus, dass genügend Willen vorhanden ist. Beides sind sehr schöne Instrumente. Die Gitarre kann aus Freizeitsaspekten praktischer sein, weil sie einfach mobiler ist.
Klassischer Unterricht hat schon so manchen vergrault. Wenn man weiß was man spielen will, dann kann einen guten Lehrer auch entsprechend auswählen.
ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich immer ein mäßig begabter Gitarrist sein werde. Manche Stücke bringen mich zur Verzweiflung und oft hat man das Gefühl auf der Stelle zu treten. Das ist allerdings nichts ungewöhnliches wenn man ein Instrument lernt.
Mit anderen zu musizieren kann dann sehr inspirierend sein und eine neue Lust entfachen.
Wenn der Spaß dabei im Vordergrund steht ist es doch super! Du hast ja nicht den Druck damit Geld zu verdienen und alles was Du demnächst auf der Gitarre mehr können wirst, sollte ja ein Gewinn sein. Hohe Ansprüche an sich selbst zu haben ist schön und motivierend, kann aber auch in Frust ausarten, wenn man nicht weiß wie man dort hin kommt oder eben durch andere Faktoren eingeschränkt ist.

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Pedro E. » 22.08.2016, 19:33

Ratatosk hat geschrieben:Klassischer Unterricht hat schon so manchen vergrault. Wenn man weiß was man spielen will, dann kann einen guten Lehrer auch entsprechend auswählen.
Ja leider das alte Lied. Musik(er/lehrer) mit rein klassischer Ausbildung ... allesamt bornierte alte Fürze, die nicht breit sind auch nur ein Jota von ihrem alten Trott abzuweichen. Und jegliche Musik die jünger als 100 Jahre ist, ist des Teufels. Es sei denn es nennt sich "Neue Musik" ... aber darüber wollen wir den Mantel des Schweigens breiten.
Vorsichtshalber: Ich hatte selbst zwei solche Exemplare unter meinen Altvorderen, ich weiß wovon ich rede! :lol:

Aber zum Thema: Mach einfach was dir Spass macht. Gitarre und ein wenig Klavier passt doch gut zusammen. Allerdings, Gitarre geht auch nicht von Heute auf Morgen, da ist schon auch etwas Geduld angesagt. Lass dir aber bloß nicht eine Ausbildung in klassischer Gitarre einreden, da kommst du vom Regen in die Traufe, schlimmer noch als beim Klavier.

P.s.: Naja , bei solchen Klavierlehrern wunderts mich ohnehin nicht ....... :twisted:
(Das ist übrigens Jörg Demus)

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Waldschrat » 22.08.2016, 19:58

Vielen Dank für die Antworten, ich will mal auf ein paar Punkte eingehen.

Zunächst mal halte ich sehr viel von meiner Klavierlehrerin, allerdings ist sie eben rein klassisch orientiert und das sind in dem Bereich viele. Natürlich kann ich Noten für Popmusik in Klavierarrangements mitbringen, aber die werden dann eben auch unterrichtet wie klassische Stücke. Es gibt wohl Lehrer, die andere Wege gehen, aber die muss man eben auch erst finden. Wie auch immer, gerade Rockmusik geht auf dem Klavier IMHO nur mäßig gut, Nothing Else Matters kann man noch gut machen, Summer of 69 z.B. geht irgendwie gar nicht, das geht dann in Richtung Easy Listening.

Natürlich ist Zeit bei mir ein limitierender Faktor, denn leider habe ich einen Beruf, der ausgeübt werden wil. :) Deshalb scheidet es aus, beides mit Unterricht nebeneinander zu machen. Für jedes einzelne Instrument bliebe dann zu wenig Zeit.

Eine (Western-)Gitarre ist schon vorhanden, die mir auch klanglich gut gefällt. Ich hätte schon Lust, mit anderen was zusammen zu spielen, leider fehlt mir dazu komplett das Umfeld. Ich hätte evtl. die Hoffnung dass ich über einen Gitarrenlehrer ein paar Connections bekommen kann, weil es mir so scheint (korrigiert mich, wenn ich falsch liege), bei der Gitarre deutlich üblicher ist, sich mit Rockmusik zu beschäftigen, die man mit mehreren Leuten spielt. Klassische Pianisten sind dagegen eher Einzelkämpfer.

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Software-Pirat » 22.08.2016, 20:10

Also ein rein klassische Klavierausbildung ist jetzt nicht gerade verkehrt und bringt einen auch sicherlich im Bereich Rock- und Popmusik weiter. Aber grundsätzlich gilt natürlich auch, daß man Spaß haben sollte. Schließlich ist Musik erstmals ein Hobby und da gehört der Spaß schon dazu.
Wenn eine Westerngitarre schon vorhanden ist, dann schnapp sie dir und spiele, wenn dir danach ist. Am besten ist einfach, du entscheidest nach deinem Bauchgefühl.
Es gibt übrigens eine Menge Rock'n'Roll Songs, die auch auf den Klavier gut kommen. Klavier, Keyboard und Hammond-Orgel sind jetzt nicht unbedingt in der Rockmusik komplett verkehrt. Ich bin mir aber jetzt nicht sicher, ob es jetzt spezielle Klaviere für klassische Musik gibt und welche für Rock, Blues und Jazz. Ich glaube Jazz-Pianos gibt es, bin mir aber nicht sicher.

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von everyBlues » 22.08.2016, 20:19

Pedro E. hat geschrieben:Ja leider das alte Lied. Musik(er/lehrer) mit rein klassischer Ausbildung ... allesamt bornierte alte Fürze, die nicht breit sind auch nur ein Jota von ihrem alten Trott abzuweichen. Und jegliche Musik die jünger als 100 Jahre ist, ist des Teufels........


:lol: :lol: you make my day.

@Waldschrat
Ich finde das Klavier sehr Interessant. Hab nur keinen Platz für Eines. (Saxophon auch, meine Nachbarn fänden es nur nicht soo gut :lol: )

Jedes Instrument möchte gelernt sein. Da wird die Gitarre sicherlich nicht einfacher sein als das Klavier?
An deiner Stelle würde ich nicht das Eine gegen das Andere tauschen. Stattdessen beides nebenher lernen, spielen.....
Auch Rock und Klassik müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Es gibt soo einige Rock-Stücke die klassische Elemente beinhalten.

Und mal ehrlich, Beethoven zB. war doch wohl ein "Rocker" ;)

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Waldschrat » 22.08.2016, 20:34

Auf alle Fälle schließen sich Rock und Klassik nicht aus. Vivaldi hat Metal-Elemente, bei Chopins Polonaise in As Dur bekomme ich regelmäßig Gänsehaut, weiß allerdings auch, dass ich sie nie in meinem Leben spielen können werde. Ich liebe klassische Musik und bewundere Leute, die es gut spielen können, weil ich weiß, wieviele Jahrzehnte harter Arbeit dahinterstecken.

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Tabjunkie » 23.08.2016, 09:29

Ob Gitarre das Richtige ist merkst du daran, ob dir Gitarrespielen Spass macht. Ich habe kurz vor meinem 50. Geburtstag mit Gitarrespielen angefangen und für mich ist es kein MUSS sondern extreme viel Spass. Einen Blues am Lagerfeuer zu spielen, das klingt auch auf ner Akustikgitarre gut, erst geil wird es mit der E-Gitarre (eher da wo es einen Stromanschluss hat). Und eine E-Blues hast du schnell drin, zumindest den Rhythmus, der Solopart ist was anderes.
Ich kann nur von mir sprechen, mir macht das extreme viel Spass und erst recht wenn man noch einen guten Gitarrenlehrer in seiner Nähe hat, der auch hier im Forum unterwegs ist =(=))= ))-))
Gruss aus der Schweiz

Mike =(=))=
_____________
Gitarristen fingern besser :lol:

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Waldschrat » 23.08.2016, 09:53

Software-Pirat hat geschrieben:Also ein rein klassische Klavierausbildung ist jetzt nicht gerade verkehrt und bringt einen auch sicherlich im Bereich Rock- und Popmusik weiter. Aber grundsätzlich gilt natürlich auch, daß man Spaß haben sollte. Schließlich ist Musik erstmals ein Hobby und da gehört der Spaß schon dazu.
Wenn eine Westerngitarre schon vorhanden ist, dann schnapp sie dir und spiele, wenn dir danach ist. Am besten ist einfach, du entscheidest nach deinem Bauchgefühl.
Es gibt übrigens eine Menge Rock'n'Roll Songs, die auch auf den Klavier gut kommen. Klavier, Keyboard und Hammond-Orgel sind jetzt nicht unbedingt in der Rockmusik komplett verkehrt. Ich bin mir aber jetzt nicht sicher, ob es jetzt spezielle Klaviere für klassische Musik gibt und welche für Rock, Blues und Jazz. Ich glaube Jazz-Pianos gibt es, bin mir aber nicht sicher.


EIne rein klassische Klavierausbildung bringt einen im Bereich Rock- und Popmusik leider überhaupt nicht bzw. erst sehr spät voran. Die klassische Ausbildung dreht sich allein um die Interpretation bzw. Wiedergabe von Noten. Da kann man sich über Jahre mit Etüden, dem "Album für die Jugend" oder Inventionen von Bach beschäftigen. Das führt aber nicht automatisch dazu, dass man zu einem Lied, zu dem man die Akkorde hat, eine Begleitung spielen kann oder mal locker über ein paar Akkorde eine Melodie spielt. Es kommt dann nicht selten zu der etwas kuriosen Situation, dass der angehende Pianist zwar schon recht anspruchsvolle klassische Stücke vorträgt, aber passen muss, wenn die Oma ihr Liederbuch aufklappt und ein Wanderlied zum Mitsingen gespielt haben möchte.

Zu den verschiedenen Klavieren: Natürlich gibt es verschiedene Klavierklänge, die typisch für bestimmte Genres sind. Im Pop-Bereich ist der klare, fast spitze Sound von Yamaha-Flügeln im Moment sehr präsent, während man im Jazz die Baratmosphäre mit einem Pianino erreicht. Wie auch immer, die wenigsten werden sich mehrere Klaviere in die Wohnung holen, ich persönlich habe ein Digitalpiano, da lassen sich die Sounds je nach Bedarf wechseln, von Hammond-Orgel bis Konzertflügel.

Das war aber jetzt viel Klavier im Gitarrenforum.

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von GuitarRalf » 23.08.2016, 10:40

Waldschrat, ich versuch´s mal. :)
Meine jetzigen Gedanken zu den Momenten Gitarre und Klavier, Klassik und Moderne, Zeitaufwand und Spass in Kurzform geschrieben , sind :

Gitarre und Klavier nutzen schwingende Saiten zur Tonerzeugung. Die unterschiedlichen Maße machen dann den unterschiedlichen Klang. Ich denke, vom Klavier zur Gitarre ist es ein Verzicht. Die Gitarre hat in der Standardstimmung die tiefste Note, das E, auf der mittlersten Linien im Bass. Das Klavier dagegen erreicht jede Position in der mit dem F-Schlüssel gekennzeichneten Notierung. Akkorde sind auf der Gitarre deshalb immer höhenorientierter. Ein kompletter Vergleich müsste demnach Klavier auf der einen Seite und Gitarre & Bass auf der anderen sein. Der Zugang zu den Saiten ist mit der Gitarre direkter.

Denke ich an Klassik, so beschleicht mich das Gefühl, das viele Kompositionen arrangiert wurden, damit andere sie spielen. Die, die sie zu Bällen und Aufführungen, in kirchlichen Veranstaltungen und staatlichen Paraden gespielt haben, waren im Vergleich zu Handwerkern wie Schuster, Bäcker und Pastoren in der Minderheit, eher Pioniere. Mit der größeren Verfügbarkeit von Musiker, Musikinstrumenten und Musikwerken ist diese Sonderstellung gewichen. Die Vorliebe zu 32-tel und das Bestreben schneller zu werden, als das die Arrangeure in den Dekaden davor gemacht haben, reicht bis zur Modernen . Diese Art von Musik, die Nutzung von 32tel, ist im Metal vertreten. Mir liegt dieses Runterrattern der Noten nicht so recht. Es ist genretypisch, und verhehlt nicht die Absicht, das Geräusch von z.B. Popkornmaschinen zu rekonstruieren. Mag sein, dass sich andere an der Ekstase des Musikers erfreuen, Gefallen, an diese exzessiven Wechsel von langsamen und schnellen Momenten, Höhen und Tiefen finden, mir persönlich reicht der Rock`n Roll zur Zeit.

Zeitaufwand und Spass ist Ansichtssache. Die einfache Rechnung, je mehr Zeit aufgewendet wird, desto mehr Spass kann erreicht werden , ist naheliegend. Je mehr Zeit mit dem Instrument verbracht wird, desto besser wird man in der Handhabung mit diesem. Das Streben nach Perfektion und absoluter Vollständigkeit und Vollkommenheit wohnt allem inne. Ich spiele , weil ich die mir zur Verfügung stehenden Zeit sinnvoll nutzen will.

Gruss
GuitarRalf

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von sispo » 23.08.2016, 10:59

Ob Gitarre das richtige für dich ist, wirst du letztendlich nur heraus finden, indem du es selbst probierst. Hier ist nur graue Theorie. Es gibt Musikläden, die verleihen Gitarrren

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Software-Pirat » 23.08.2016, 11:13

Waldschrat hat geschrieben:Die klassische Ausbildung dreht sich allein um die Interpretation bzw. Wiedergabe von Noten. Da kann man sich über Jahre mit Etüden, dem "Album für die Jugend" oder Inventionen von Bach beschäftigen.


Okay, man lernt also eigentlich nur das Nachspielen von Noten und weniger Improvisieren und selber kreativ zu werden. Finde ich ein bißchen Schade, dadurch geht doch das verloren, was Musik ausmacht - die Kreativität. Man kann sicher mit den ganzen Etüden eine Menge anstellen, wenn man sich nur traut oder darf. Ich vergleiche die Etüden mal mit Legobausteinen. Man kann stur die Bausteine nach Anleitung aufbauen, oder so wie man will. Zumindest habe ich das mal so verstanden. Wahrscheinlich gibt es auch Gitarrenlehrer, die so unterrichten und vielleicht irgendwo auch Klavierlehrer die eher etwas Kreativität fördern.

Waldschrat hat geschrieben:Zu den verschiedenen Klavieren: Natürlich gibt es verschiedene Klavierklänge, die typisch für bestimmte Genres sind. Im Pop-Bereich ist der klare, fast spitze Sound von Yamaha-Flügeln im Moment sehr präsent, während man im Jazz die Baratmosphäre mit einem Pianino erreicht.


Ah, gut zu wissen.

Waldschrat hat geschrieben:Wie auch immer, die wenigsten werden sich mehrere Klaviere in die Wohnung holen...


Das sieht bei Gitarren ganz anders aus... :D

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Pedro E. » 23.08.2016, 12:17

sispo hat geschrieben:Ob Gitarre das richtige für dich ist, wirst du letztendlich nur heraus finden, indem du es selbst probierst. Hier ist nur graue Theorie. Es gibt Musikläden, die verleihen Gitarrren
Ich hätte den TO so verstanden, dass ein Instrument ohnehin vorhanden ist?

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Ratatosk » 23.08.2016, 15:12

ja, einfach ausprobieren. Vielleicht reichen Dir ja auch erst mal ein paar Akkorde, die Du nach Herzenslust zu Liedern spielen kannst. Die Freiheit eines Lagerfeuergitarristen :lol:
Quasi der Ausgleich zum Klavierspielen, wo Du Dich viel langsamer bewegen musst. Das eine gegen das andere abzuwiegen ist gerade für Außenstehende nicht wirklich machbar. Und wird diesen beiden sehr schönen und vielfältigen Instrumenten nicht gerecht.

Die Gitarre (Westerngitarre) nur dem Rock zuzuschreiben finde ich etwas kurz gegriffen. Ich spiele gerne Folk, geht damit auch wunderbar :cool:
Aber finde da mal Leute die mit einem zusammen spielen ... Das alte Leid.
Wäre ich Bassist und wollte Metalcore spielen, hätte ich wahrscheinlich die freie Auswahl aber auch nur einen begrenzten Horizont (ok, der war jetzt gemein :twisted: ).

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von sispo » 23.08.2016, 17:04

Pedro E. hat geschrieben:Ich hätte den TO so verstanden, dass ein Instrument ohnehin vorhanden ist?


Das war ehr, sagen wir mal, ein Refelx ;)

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Re: Ist Gitarre für mich das richtige?

von Waldschrat » 23.08.2016, 20:42

Ratatosk hat geschrieben:ja, einfach ausprobieren. Vielleicht reichen Dir ja auch erst mal ein paar Akkorde, die Du nach Herzenslust zu Liedern spielen kannst. Die Freiheit eines Lagerfeuergitarristen :lol:
Quasi der Ausgleich zum Klavierspielen, wo Du Dich viel langsamer bewegen musst. Das eine gegen das andere abzuwiegen ist gerade für Außenstehende nicht wirklich machbar. Und wird diesen beiden sehr schönen und vielfältigen Instrumenten nicht gerecht.

Die Gitarre (Westerngitarre) nur dem Rock zuzuschreiben finde ich etwas kurz gegriffen. Ich spiele gerne Folk, geht damit auch wunderbar :cool:
Aber finde da mal Leute die mit einem zusammen spielen ... Das alte Leid.
Wäre ich Bassist und wollte Metalcore spielen, hätte ich wahrscheinlich die freie Auswahl aber auch nur einen begrenzten Horizont (ok, der war jetzt gemein :twisted: ).


Ich liebe Folk. Wenn noch ein Fiddler und ein Tin Whistle Spieler jemanden suchen, der ein paar Akkorde klampfen und ganz passabel singen kann, ich bin dabei! :D

Das mit dem Ausgleich ist schon richtig, ein paar offene Akkorde spielen sich entspannter als Mozartsonaten. Und natürlich werd ich das Klavier nicht einfach über Bord werfen. Dazu ist es doch ein zu schönes Instrument.

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