Klang zu brilliant

Online-Ratgeber
von blautier
#372340
Hallo zusammen,

ich bin stolzer Besitzer einer Yamaha 720SCA Westerngitarre. Bin damit ansich auch sehr zufrieden, was bespielbarkeit und prinzipiell den Klang angeht.
Allerdings bin ich aktuell verstärkt am Picken und dabei empfinde ich die Höhen der Gitarre als recht stark ausgeprägt. Natürich ist es nicht so,
dass ich schreiend aus dem Fenster springen möchte, aber irgendwie nervt es aktuell. Beim Strumming ist der Klang schon auch brilliant, wirkt aber für mich noch ausgewogener.

Jetzt ist für mich gerade guter Rat teuer. Aktuell spiele ich testhalber mit Ernie Ball Earthwood, ansonsten mit Daddario Phosphor Bronze.
Am einfachsten wäre es, wenn ich die Höhen mit den geeigneten Saiten in den Griff bekommen könnte. Ich fürchte allerdings, dass es zu einem guten Teil aber
einfach die Gitarre selbst ist. Oder evtl. doch die Spielweise oder das Plek?!

Nun zu eigentlichen Frage: Hat jemand zufällig mal diverse Sätze durchprobiert und kann von einem wirklich sagen, dass sie einen wärmeren Ton produzieren?

Gruß
Blautier
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von Frank-vt
#372342
Nach testen vieler Saitensätze (versch. Martins, Dáddario, Adamas, Elixir etc.) spiele ich seit geraumer Zeit diese :
https://www.thomann.de/de/john_pearse_6 ... bronze.htm

schnell eingespielt und für mich warm im Ton.
Zudem spiele ich eher weichere Pleks (überwiegend Brain 0,53).
Wobei Yamaha nach meinem Dafürhalten generell heller klingt als z.Bsp. Sigma, Ovation oder Baton Rouge.
von blautier
#372348
Super vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen :-)
Werde wohl demnächst eine Bestellung beim großen T machen *g*
Bloß schade, dass man immer nur einen Satz testen kann....

@Pedro E.: Danke für den Tipp mit den Stärken. Weißt du, wie das von der Spannung her ist? -Entsprechen die 10er Flat Wound auch ungefähr den 11er (regulär)?
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von Software-Pirat
#372351
Kurze Anmerkung: Ich hab die Erfahrung gemacht, daß mit dickeren Pleks der Sound etwas fetter und nicht mehr ganz so brilliant ist. Vielleicht hilft dir das auch weiter.
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von Pedro E.
#372352
blautier hat geschrieben:@Pedro E.: Danke für den Tipp mit den Stärken. Weißt du, wie das von der Spannung her ist? -Entsprechen die 10er Flat Wound auch ungefähr den 11er (regulär)?
Kann man schlecht vergleichen. Die 11er Thomastik sind z.B. "leichter" als die 10er D'Addario. Je nach Saite. Das ist nicht wirklich linear proportional.
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von MukerBude
#372354
@blautier,
tritt die übermäßige KlangSchärfe nur beim FingerPicking auf?
Zupfst Du mit den FingerNägeln, mit FingerPleks oder ohne FingerNägel?
Bei den FingerPleks gibt es genau wie bei normalen Pleks unterschiede!
Übrigens, wird der Sound ohne FingerNägel sondern mit den FingerKuppen gespielt deutlich smoothiger.

Die Tosmastik-Infield S Rope Core sind in der Tat sehr schön warm im Sound. Ich denke das liegt daran, dass die so extrem weich sind bzw. eine geringe Spannung haben.
von blautier
#372380
Hallo zusammen,

@Software-Pirat: Hmm ok kann ich mal versuchen. Wobei ich mich mit den aktuellen .73mm Pleks eigentlich gerade ganz wohl fühle. Vor allem, wenn es auch einen Strumming-Part gibt. Einen Versuch ist es aber wert.

@Pedro E.: Danke für die Info. Werde mir wohl die 10er von Daddario besorgen. Wenn ich glück habe kommen die den 11ern die ich aktuell aus dem gleichen Hause drauf habe nahe kommen. soll ja auch nur ein erster Test sein.

@MukerBude: Es geht aktuell nur ums Spielen mit einem ganz normalem Plek. Beim Strumming damit kommen schon auch gut Höhen rüber. Da geht es für meinen Geschmack aber noch. Bei Einzelnoten sieht es dann aber anders aus :-)
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von Ratatosk
#372402
meine Empfehlung wäre ein 12'er Satz grundsätzlich. Hier bevorzuge ich auch die Thomastik. Eine Eigenart der "Plektrum"-Serie ist die wirklich sehr dicke, tiefe E-Saite. Bei meiner Sigma habe ich schon Probleme die mit dem Pin zu fixieren :shock: Ich finde den Klang der Thomastik-Saiten ausgeglichen. Die Saiten greifen sich sehr sanft. Schöne Höhen aber auch satte Bässe, beides jedoch nicht aufdringlich. Ansonsten spiele ich auch gerne die D'addario Ej16. Beschichtete Saiten sind nicht so mein Fall. Die John-Pearse habe ich noch ungeöffnet im Schrank liegen, die kommen als nächstes auf meine Dreadnought drauf )()(
Jede Gitarre reagiert aber anders auf die Saiten im Allgemeinen, man kann es also nur für das eigene Instrument und Hörempfinden durch Ausprobieren erfahren.

Bei den Pleks bin ich auch eher das Weichei. Ich spiele gerne mit 0.60-0.73 Nylon Pleks. Ich mag Nylon für eine sanfte Spielweise inkl. Strumming sehr gerne. Kommt halt drauf an was man spielen will.
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von Pedro E.
#372464
Ratatosk hat geschrieben:meine Empfehlung wäre ein 12'er Satz grundsätzlich.
Grundsätzlich? Warum?
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von Ratatosk
#372481
weil nach meiner Erfahrung ein 12'er Satz am Besten zu einer Western und insbesondere einer Bauform wie der Dreadnought passt. ein 13'er ist auch was Feines! 11 und weniger erzeugen weniger "Bumms".

Nicht falsch verstehen - ich ziehe auch schon mal 11'er Sätze auf, da will ich aber bewusst einen etwas anderen Sound für ein Melodiespiel. Meistens sogar auf ner Parlor, die ja schon von Natur aus kein Basswunder ist :-)

Der leichte Satz, den Blautier verwendet, unterstreicht ja noch eher die Höhenlast der Gitarre. Er beschwert sich ja über zu hohe Brillianz. Ich denke das ganze Klangbild seiner Gitarre ist eher hin zu den Höhen und Mitten verschoben.
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