Gitarrenklang

HolgerB64
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Gitarrenklang

von HolgerB64 » 29.01.2016, 20:59

Servus,
ich spiele jetzt seit ca 2 Monaten eine billige Westergitarre. Ich bilde mir ein, dass sie jetzt satter und kräftiger als am Anfang klingt. Kann das sein? Oder kommt es vom "besseren" Greifen. Vielen Dank. ))-))

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Siddy
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Re: Gitarrenklang

von Siddy » 29.01.2016, 21:51

Servus,
wahrscheinlich wirds vom besseren greifen kommen.
Aber das wird dir wahrscheinlich nur jemand sagen können der die Gitarre bzw. dich vor 2Monaten schon damit spielen gehört hat.
Gruß Sid
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Harry83
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Re: Gitarrenklang

von Harry83 » 30.01.2016, 07:08

Guten Morgen!

Für mich klang anfangs, alle Gitarren, die ich in der Hand hatte, irgendwie gleich. Nach und nach, verbesserte ich mein Spiel, und die Unterschiede wurden hörbar. Je mehr man übt, und besser wird, hört man auch die Unterschiede, zwischen den Instrumenten.

Ich würde z.B. heute nur zur Not, zu meiner damaligen 08/15 Klampfe greifen.

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everyBlues
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Re: Gitarrenklang

von everyBlues » 30.01.2016, 11:52

HolgerB64 hat geschrieben:Servus,
ich spiele jetzt seit ca 2 Monaten eine billige Westergitarre. Ich bilde mir ein, dass sie jetzt satter und kräftiger als am Anfang klingt. Kann das sein? Oder kommt es vom "besseren" Greifen. Vielen Dank. ))-))


Naja, einige sagen, dass alte, viel gespielte Gitarren "besser" Tönen. Wie auch immer..... ;), nach 2 Monaten eher nicht.
Und nach meheren Monaten, oder gar jahren, fehlt einfach der direkte Vergleich.
Ich denke, es wird eher dein Fortschritt beim Greifen/ Spielen sein.

Ich weiß aber auch aus Erfahrung, dass sich das Gehör ändert, im laufe der Zeit.

Das geht auch von Heute auf Morgen. Soll heißen, wenn ich heute was anteste und höre, Kann!, es sich am nächsten Tag, bei mir schon anders anhören. Soll heißen, ich höre nicht jeden Tag gleich. Ich bezweifel, dass ich damit allein bin.

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Siddy
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Re: Gitarrenklang

von Siddy » 30.01.2016, 15:51

Bei mir ist es glaub ich schon so dass ich immer gleich höre, aber nicht immer gleich spiele. Das hat dann auch viel mit der Stimmung zutun mit der ich ans spielen ran gehe. Wenn ich nicht besonders Lust habe zu spielen oder irgendwas anderes ist, was gerade nicht ganz passt, dann hört sich auch Gitarrenspiel nicht so gut an.
Wenn ich richtig Bock aufs spielen hab und den Kopf frei dafür hab dann hört sich in der Regel auch das gespielte bei mir besser an. Passt zwar jetzt nicht ganz zum eigentlichen Thema aber der Sound kommt nicht nur vom Equipment und den Fingern sondern auch vom ganzem Drumherum.
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Re: Gitarrenklang

von everyBlues » 30.01.2016, 17:04

Ja, Siddy das stimmt wohl. Man spielt auch nicht immer gleich. Was aber dazugehört und auch gut so ist, finde ich.
Das Drumherum spielt auch eine Rolle. Wenn ich mit meinem Amp den Raum wechsel hört es sich schon anders an. Nur als Beispiel mal. Auch wenn ich den Combo schräg stelle.
Usw....

Was ich meine ist eher, dass ich mal Basslastiger, mal Höhenlastiger höre, oder mittiger. Mir ist das so bei mir selber aufgefallen. Ich denke das auch solche Dinge verschiedene Gründe haben können. Einer wäre, Schnupfen zB. :), vielleicht auch die momentanen Emotionen. Oder das Alter? ;) :D keene Ahnung.

Ist ja nicht so das ich, Marschmusik höre, wo ich einen Tag zuvor noch bei dem selben Stück Heavy gehört habe :lol:.

HolgerB64
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Re: Gitarrenklang

von HolgerB64 » 30.01.2016, 19:16

Hallo zusammen, vielen Dank für eure Antworten. Ich merke das meine Finger beweglicher werden und ich nicht mehr so große Schwierigkeiten beim Greifen habe. Ist ja auch eine gute Nachricht, dass der Klang sich dadurch verbessert.
Mit der Tagesform das habe ich auch gerade bemerkt. Hatte heute einen stressigen Tag und die Griffwechsel gehen wieder viel schlechter.
Seit dem ich Gitarre lerne hören ich die Lieder im Radio ganz anders, irgendwie intensiver. Geiles Hobby! =(=))=

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Re: Gitarrenklang

von everyBlues » 30.01.2016, 20:14

HolgerB64 hat geschrieben:,
Seit dem ich Gitarre lerne hören ich die Lieder im Radio ganz anders, irgendwie intensiver. Geiles Hobby! =(=))=


Und mich würde nicht wundern, wenn du besonders die Gitarren hörst. Bei einem Drummer, ist es dann das Schlagzeug usw. :D

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Re: Gitarrenklang

von HolgerB64 » 30.01.2016, 21:19

Yeh, everyBlues, du kannst Gedanken lesen! Übrigens Blues, das hören ich jetzt ganz oft.

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Re: Gitarrenklang

von everyBlues » 30.01.2016, 23:28

Nö, ich denke es ist normal, dass ein jeder, das Instrument besonders heraushört, oder besondere Beachtung schenkt, was er selber spielt.
Obwohl es sich lohnt, auch auf andere Instrumente zu achten. Bläser zB. sind auch sehr Interessant.

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Re: Gitarrenklang

von jayminor » 10.03.2016, 15:44

everyBlues hat geschrieben: Naja, einige sagen, dass alte, viel gespielte Gitarren "besser" Tönen. Wie auch immer..... ;), nach 2 Monaten eher nicht.

Das ist in der Tat so, dass Gitarren einschwingen und Klang entwickeln können. Das gilt aber eher für Gitarren mit massiven Hölzern, nicht für solche mit gesperrten Decken. Die "billigen" Gitarren haben in der Regel gesperrte Decken. Da kann sich wenig entwickeln.

Die gute Nachricht dahinter: Wenn es mit der Billig-Gitarre jetzt besser klingt, liegt das am Spieler, nicht am Instrument. :D
Jay Minor y.a.p. (yet another picker)

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Re: Gitarrenklang

von HolgerB64 » 10.03.2016, 16:18

Hallo Jayminor, das geht runter wie Öl. Ja es ist schon richtig und ich merke das mir das Spielen leichter fällt. Ich will jetzt mal in den Fachhandel und mir richtige Gitarren anhören. Bin schon gespannt.

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Re: Gitarrenklang

von Orudila » 12.03.2016, 09:16

Hey Holger,

ich bin auch noch ein totaler Anfänger auf der Gitarre (7 Monate jetzt) und kann dich komplett nachvollziehen. Besonders der Punkt mit der Gitarre aus Songs raushören. Mittlerweile höre ich sogar am liebsten Songs die ich früher nie gemocht habe, einfach weil ich jetzt die geilen Gitarrenriffs raushöre.

Die ganze Wahrnehmung ist generell sehr subjektiv und ich denke nach 2 Monaten kannst du mit Stolz behaupten, dass es anders klingt, weil du besser geworden bist. Geht am Anfang ebend sehr schnell :D Die Tagesform spielt auch eine große Rolle, aber auch in dem Sinne, dass dadurch die Zeit bestimmt wird die du an der Gitarre verbringst. Man hat gerade als Anfänger eine 'längere' Aufwärmungszeit, wenn man das erste Mal am Tag die Gitarre in die Hand nimmt. Bemerke ich bei mir öfters. An einem Tag an dem ich keine Lust habe und nur mal so 30 Minuten bisschen die Riffs trainiere an denen ich gerade sitze, komme ich bei Weitem nicht an so einen Klang wie an einem Tag an dem ich voll motiviert bin und locker mal 2h an der Gitarre verbringe.

Immer am Ball bleiben und dann wird das schon werden! Gibt doch nix Besseres als wenn ma n Kumpel rumkommt, du ihm zeigst was du grad so übst und man dann gesagt bekommt wie geil die Sachen schon klingen :D Na gut außer der Moment wenn man einen Durchbruch bei dem Part hat den man schon Wochen übt ^ ^

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Re: Gitarrenklang

von HolgerB64 » 13.03.2016, 20:46

Servus Orudila,

mit der Tagesform das ist mir auch schon aufgefallen. Manchmal geht gar nichts! Meistens mache ich noch "Techniktraining" beim Nachspielen habe ich große Schwierigkeiten. Der Rhythmus und die rechte Hand sind mein größtes Problem. Meine Tochter spielt schon lange Akkordeon und ihr fällt das Lernen von richtigen Liedern viel leichter. Aber es macht Spass und man kann gut Entspannen. ))-))

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Gitarrenklang

von DTH-Akkustik » 15.03.2016, 07:27

Bei Westergitarren klingen frische Saiten sehr brilliant.. so als würden beim spielen kleine Billianten von den Seiten fallen.. so klirrig.. hallig ...

Für mich ist das sehr unangenehm. War auch schon kurz vor dem Nervenzusammenbruch weil mein alter Sound nicht mehr aus der Gitarre kam, bis man mir dann sagte: Das sei normal und die müssen erst eingespielt werden. So ist es tatsächlich! Nach ein paar WOchen war alles wieder Okay xD

Denke dem TE geht es da jetzt ähnlich. Meiner Meinung nach klinger benutze Saiten um einiges farbiger und echter als frische!

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Re: Gitarrenklang

von Frank-vt » 15.03.2016, 13:16

Wenn das Einspielen ein paar Wochen dauert, ist das - sorry - nicht normal. Da sind die Saiten normalerweise schon wieder "tot". :D
Habe das bislang nur bei den unsäglichen Elixir gehabt, das die ewig gescheppert haben und der metallische Klang nicht weggehen wollte. Nach reichlich 4 Monaten war dann meine Geduld am Ende :D
Habe im Laufe der Zeit verschiedenste Saiten getestet und bin - nachdem ein Gitarrenbauer die nach der Einstellung drauf gemacht hatte (kannte sie nicht und die scheint es auch kaum bei örtlichen Händlern zu geben) - dann bei diesen geblieben : https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Joh ... 019639-000
Gibt es auch bei Thomann u.a.

Natürlich klirren die auch am Anfang, aber das geht ganz schnell vorbei und ich finde sie auch ziemlich haltbar.
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

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Re: Gitarrenklang

von HolgerB64 » 22.04.2016, 21:29

Hallo Leute,

ich habe mir jetzt eine "alte" Framus Gitarre gekauft. Die läßt sich super spielen und klingt toll. Beide Gitarren im Vergleich, dass sind Welten. Jetzt habe ich zwei Gitarren und meine Tochter und ich können gemeinsam spielen. Das ist klasse!

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Re: Gitarrenklang

von Fragezeichen » 16.08.2016, 23:39

Hi,
das ist blödsinn. Hab ich mir am anfang auch eingebildet!!! :D

LG
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Re: Gitarrenklang

von Chavez » 17.08.2016, 07:38

Was, in diesem Thread, ist Blödsinn? :?

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Re: Gitarrenklang

von Franky63 » 18.08.2016, 04:06

Ich hänge mich mal rein hier . Diesbezüglich brennt bei mir auch schon länger etwas. Ich hoffe der TE ist einverstanden , wollte nicht extra einen Thread aufmachen deswegen. Passt j auch.
Also die Gitarre meiner Frau , eine Martin DRS 2 die ich ihr letztes Weihnachten geschenkt habe, klingt nach dem Saitenwechsel schlechter . Nach dem Kauf hat sie echt Klasse geklungen. Die Saitenlage war aber eine Katastrophe und deshalb ab zum Gitarrenbauer, nach 2 Monaten Quälerei. Bei Western Saitenlage optimieren da lasse ich lieber die Finger von .
Er hat mir natürlich versichert das er die Original Martin 13er Saiten verwendet hat. ER hat aber Gold statt Bronze benutzt.
Hat das einen Einfluß auf den Klang.???
Irgendwie hatte sie am Anfang diesen typischen Warmen bassigen Martin Sound, der ist jetzt nicht mehr so da. der GItarrenbauer meinte das dies noch wieder kommt wenn die Saiten eingespielt sind , glaube ich aber nicht.
Einer vielleicht einen Rat ???
Zur Ausgangsfrage: klar mit besserem sauberen Spiel kommt auch der bessere Klang , aber ich finde das gerade massive Western mit der Zeit immer besser werden.
Mein Lehrer hat einige alte Western und die klingen alle Hammer.
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Re: Gitarrenklang

von Pedro E. » 18.08.2016, 05:22

Franky63 hat geschrieben:Er hat mir natürlich versichert das er die Original Martin 13er Saiten verwendet hat. ER hat aber Gold statt Bronze benutzt.
Hat das einen Einfluß auf den Klang.???
Erstens: einhellige Meinung der "Martin Community" ( und auch meine) ist, dass die originalen Martin Saiten eine Katastrophe sind. Zweitens: Was heißt "Gold"? Von Martin kenne ich keine Type mit (ver)goldeter Umwicklung, gibts da eine Typenbezeichnung? Drittens: Ja, die Saiten haben bei Akustikgitarren einen enormen Einfluß auf den Klang, mehr als bei den Stromgitarren, und spielen sich erst ein (aber eher im Diskant).

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Re: Gitarrenklang

von Frank-vt » 18.08.2016, 11:22

Stimme meinem Vorscheiber zu. Die erste Amtshandlung nach dem Erwerb einer Martin sollte der Saitenwechsel sein :D
Weiiß nicht, ob ich richtig liege, aber es gab mal so grüne Saiten (Verpackung) von Martin, da dächte ich, das da was von Gold draufstand. Kann mich aber auch irren ;)
Wenn die Gitarre letztes Jahr erworben wurde, waren dort wahrscheinlich Lifespan drauf (die 13-er hatte ich auch auf meiner D-1GT drauf, sind mir aber zu anstrengend gewesen, seitdem nur noch 12-er).
Neu Saiten klingen immer etwas "schepprig", das braucht ein bisschen (oder mehr...), ehe sie richtig klingen. Vermute mal, das die Saiten beim Kauf der Gitarre schon eine Weile drauf waren. Die Lifespan haben irgendwann mal so eine Phase, wo sie ganz okay klingen. Vlt. habt ihr die gerade erwischt :D
Neben den Saiten spielt auch die Wahl des Pleks eine Rolle. Die von mir o.g. John-Pearse-Saiten (sind normalerweise auf allen häuslichen Gitarren drauf) klingen für mich mit einem eher weicheren (um 0,60) gut, ab um 1,00 werden sie dumpf. Teste gerade auf der D-16GT die Dáddario EXP (ohne bislang wirklich glücklich zu werden), hier sollte es n.m.E. mind. 0,72 sein, da sie sonst blechig klingen.
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Re: Gitarrenklang

von Ratatosk » 18.08.2016, 13:41

Du schreibst die Saitenlage war nicht gut. Wurde die Stegeinlage runtergefeilt? Es kann schon mal zu klanglichen Veränderungen kommen, wenn die Saite nicht mehr so ausschwingen kann. Das ist meistens aber minimal.
Was den Ton stärker beeinflussen kann, ist wenn der Winkel der Saiten (Verlauf von der Decke über den Steg) jetzt wesentlich flacher ist. Da müsste man das durch Ramping korrigieren.

Zu den Saiten selbst wurde alles gesagt. Das ist ein Faktor der ganz entscheidend für den Klang ist. Martin-Saiten finde ich auch arg grausig. Da hilft nur probieren, probieren, probieren.

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Re: Gitarrenklang

von Pedro E. » 18.08.2016, 16:06

Abgesehen von der Saitendebatte die man seitenlang führen könnte, vermute ich eher, dass die alten Saiten schon etwas abgespielt waren und einen eher dunklen Klangeindruck hinterlassen haben. Die Neuen geben dann auch im vorher schon etwas gedämpften Obertonbereich Gas und so könnte der Eindruck von Bassarmut entstehen. Vermutlich, eventuell, unter Umständen ...?

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Re: Gitarrenklang

von Franky63 » 20.08.2016, 12:50

Pedro E. hat geschrieben:
Franky63 hat geschrieben:Er hat mir natürlich versichert das er die Original Martin 13er Saiten verwendet hat. ER hat aber Gold statt Bronze benutzt.
Hat das einen Einfluß auf den Klang.???
Erstens: einhellige Meinung der "Martin Community" ( und auch meine) ist, dass die originalen Martin Saiten eine Katastrophe sind. Zweitens: Was heißt "Gold"? Von Martin kenne ich keine Type mit (ver)goldeter Umwicklung, gibts da eine Typenbezeichnung? Drittens: Ja, die Saiten haben bei Akustikgitarren einen enormen Einfluß auf den Klang, mehr als bei den Stromgitarren, und spielen sich erst ein (aber eher im Diskant).


sorry das ich erst jetzt antworte. So viel Ahnung von Martin Saiten hab ich jetzt nicht , ich weis nur das sie super geklungen hat nach dem Kauf , schön warm und voll. Und jetzt ist es eher so klirrend , wenn auch schon besser geworden nach ein wenig spielen.
Gold weis ich jetzt nicht , aber auf den Original steht Bronze drauf und die sehen auch so aus.
Wenn die so schlecht sind , welche empfiehlst du dann für eine Martin?
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Re: Gitarrenklang

von Franky63 » 20.08.2016, 12:58

Frank-vt hat geschrieben:Stimme meinem Vorscheiber zu. Die erste Amtshandlung nach dem Erwerb einer Martin sollte der Saitenwechsel sein :D
Weiiß nicht, ob ich richtig liege, aber es gab mal so grüne Saiten (Verpackung) von Martin, da dächte ich, das da was von Gold draufstand. Kann mich aber auch irren ;)
Wenn die Gitarre letztes Jahr erworben wurde, waren dort wahrscheinlich Lifespan drauf (die 13-er hatte ich auch auf meiner D-1GT drauf, sind mir aber zu anstrengend gewesen, seitdem nur noch 12-er).
Neu Saiten klingen immer etwas "schepprig", das braucht ein bisschen (oder mehr...), ehe sie richtig klingen. Vermute mal, das die Saiten beim Kauf der Gitarre schon eine Weile drauf waren. Die Lifespan haben irgendwann mal so eine Phase, wo sie ganz okay klingen. Vlt. habt ihr die gerade erwischt :D
Neben den Saiten spielt auch die Wahl des Pleks eine Rolle. Die von mir o.g. John-Pearse-Saiten (sind normalerweise auf allen häuslichen Gitarren drauf) klingen für mich mit einem eher weicheren (um 0,60) gut, ab um 1,00 werden sie dumpf. Teste gerade auf der D-16GT die Dáddario EXP (ohne bislang wirklich glücklich zu werden), hier sollte es n.m.E. mind. 0,72 sein, da sie sonst blechig klingen.


Danke dir!
Also sie verwendet dafür eine her weiches Plec so 0,5 oder noch weniger . Glaube jetzt nicht das es daran liegt. Außerdem spielt sie meist eh mit den Fingern , was sie wirklich gut kann, viel besser als ich :D
Ich werde mal andere Saiten testen. Meinst du wirklich 12er statt 13er? Da klingt sie doch eher noch "dünner" oder?
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Re: Gitarrenklang

von Franky63 » 20.08.2016, 13:02

Ratatosk hat geschrieben:Du schreibst die Saitenlage war nicht gut. Wurde die Stegeinlage runtergefeilt? Es kann schon mal zu klanglichen Veränderungen kommen, wenn die Saite nicht mehr so ausschwingen kann. Das ist meistens aber minimal.
Was den Ton stärker beeinflussen kann, ist wenn der Winkel der Saiten (Verlauf von der Decke über den Steg) jetzt wesentlich flacher ist. Da müsste man das durch Ramping korrigieren.

Zu den Saiten selbst wurde alles gesagt. Das ist ein Faktor der ganz entscheidend für den Klang ist. Martin-Saiten finde ich auch arg grausig. Da hilft nur probieren, probieren, probieren.


Ich weis nicht ob der Steg abgefeilt wurde , hab nicht gefragt- gehe aber davon aus. Das wußte ich jetzt nicht das dies Einfluss hat , aber kann man ja jetzt nicht mehr rückgängig machen. Äh was ist Ramping?
Von mInimal würde ich nicht reden , meine Frau war schon enttäuscht. Wobei sie sich jetzt natürlich super spielen lässt. Kein Vergleich zu vorher .
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Re: Gitarrenklang

von Franky63 » 20.08.2016, 13:06

Pedro E. hat geschrieben:Abgesehen von der Saitendebatte die man seitenlang führen könnte, vermute ich eher, dass die alten Saiten schon etwas abgespielt waren und einen eher dunklen Klangeindruck hinterlassen haben. Die Neuen geben dann auch im vorher schon etwas gedämpften Obertonbereich Gas und so könnte der Eindruck von Bassarmut entstehen. Vermutlich, eventuell, unter Umständen ...?


Meinst du? Die war nagelneu , aus dem Karton. Sah nicht nach " Vorführmodell" aus . Da war noch keine bei , so was sieht man.
Ich muß wohl mal andere Saiten testen.
Noch mal zu den Martin Saiten. Also ich habe auf meine Sigma Western auch 13er Martin aufgezogen , und die klingt jetzt wesentlich besser und wärmer als vorher. Ist natürlich auch Ansichtssache.
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Re: Gitarrenklang

von Franky63 » 20.08.2016, 13:14

https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Mar ... 020935-000

diese Saiten sind jetzt drauf. Also wenn ihr eine Empfehlung für Martin habt bitte mal Posten.
Danke
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Re: Gitarrenklang

von Pedro E. » 20.08.2016, 18:39

Saitenempfehlungen sind schwierig. Ich schwöre ja auf Thomasik-Infeld (die haben aber glaube ich gar keinen 13er Satz im Programm), diese hier von D'addario haben mir auch soundmäßig gefallen: https://www.thomann.de/at/daddario_exp_17.htm, sind mir aber für meine Zwecke zu sperrig.
Was ich aber nicht glaube ist, dass da der eine oder andere Millimeter von der Stegeinlage einen derartigen Unterschied ausmacht, wenn fachgerecht ausgeführt. Das ist unlogisch. Reversibel wäre das aber auch, eine passende neue Stegeinlage ( Martin verwendet Produkte von Graph Tech) kostet 6 oder 7 €.

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Re: Gitarrenklang

von Frank-vt » 20.08.2016, 22:19

Habe ja oben die John-Pearse verlinkt, die ich auf allen Gitarren drauf habe (4 Martin, eine Baton Rouge), aber spiele eben 12-er , weil mir 13-er auf längere Dauer zu anstrengend sind bzw. waren. 2 Stunden oder länger sind dann einfach zuviel für mich. 13-er sind bei JP wahrscheinlich diese : https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Joh ... 019641-000
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Re: Gitarrenklang

von Franky63 » 20.08.2016, 22:24

Frank-vt hat geschrieben:Habe ja oben die John-Pearse verlinkt, die ich auf allen Gitarren drauf habe (4 Martin, eine Baton Rouge), aber spiele eben 12-er , weil mir 13-er auf längere Dauer zu anstrengend sind bzw. waren. 2 Stunden oder länger sind dann einfach zuviel für mich. 13-er sind bei JP wahrscheinlich diese : https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Joh ... 019641-000



ok ; danke . werde ich mal bestellen , was kann schon schief gehen eigentlich nichts
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Re: Gitarrenklang

von Franky63 » 20.08.2016, 22:28

Frank-vt hat geschrieben:Habe ja oben die John-Pearse verlinkt, die ich auf allen Gitarren drauf habe (4 Martin, eine Baton Rouge), aber spiele eben 12-er , weil mir 13-er auf längere Dauer zu anstrengend sind bzw. waren. 2 Stunden oder länger sind dann einfach zuviel für mich. 13-er sind bei JP wahrscheinlich diese : https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Joh ... 019641-000


Noch mal , wenn ich jetzt 12er rauf mache klingt sie doch noch dünner. Ich weis schon was du meinst die 13er sind echt "fett"
Hatte ich ja oben schon mal geschrieben , ich hab jetzt auf meiner Sigma auch 13er , vorher 12er und sie klingt jetzt viel schöner. Für mich wie gesagt. Aber ich mag auch dem warmen bassigen Sound.
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Re: Gitarrenklang

von Frank-vt » 21.08.2016, 04:35

Klar klingen 13-er "fetter", ich mag auch den warmen, bassigen Sound, aber mir fällt da nach zwei, drei Stunden Spiel die linke Hand ab :D Und wie schon geschrieben, spielt auch die Wahl des Pleks eine Rolle. Um 0,5 ist schon sehr dünn, da wird fast nichts "bassig" klingen. Nehme meistens Brain, aber auch Dunlop, weil die wich gut halten lassen Und so um/ab 0,6 bis um 0,8 gefallen mir die JP (12-er) am Besten. So ab 1,00 werden sie mir zu dumpf. Aber das ist halt mein persönlicher Geschmack, der nicht deinem entsprechen muss. ;)
Auf die JP bin ich durch Zufall gekommen, die hat ein Gitarrenbauer nach der Einstellung drauf gemacht. Habe viele Saitensätze probiert (darunter 4,5 Sätze von Martin, weil ich der irrigen Meinung war, das - wenn die Gitarren gut sind - es auch die Saiten sein müssen :P :lol:) und bin dann bei den JPmal hängen geblieben. Spielen sich schnell ein und die Haltbarkeit finde ich auch okay. Werde demnächst mal welche von Ernie Ball probieren, von denen ich auch Gutes gehört habe. Man kann ja nie wissen ;)
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

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Franky63
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Re: Gitarrenklang

von Franky63 » 26.08.2016, 08:52

Frank-vt hat geschrieben:Klar klingen 13-er "fetter", ich mag auch den warmen, bassigen Sound, aber mir fällt da nach zwei, drei Stunden Spiel die linke Hand ab :D Und wie schon geschrieben, spielt auch die Wahl des Pleks eine Rolle. Um 0,5 ist schon sehr dünn, da wird fast nichts "bassig" klingen. Nehme meistens Brain, aber auch Dunlop, weil die wich gut halten lassen Und so um/ab 0,6 bis um 0,8 gefallen mir die JP (12-er) am Besten. So ab 1,00 werden sie mir zu dumpf. Aber das ist halt mein persönlicher Geschmack, der nicht deinem entsprechen muss. ;)
Auf die JP bin ich durch Zufall gekommen, die hat ein Gitarrenbauer nach der Einstellung drauf gemacht. Habe viele Saitensätze probiert (darunter 4,5 Sätze von Martin, weil ich der irrigen Meinung war, das - wenn die Gitarren gut sind - es auch die Saiten sein müssen :P :lol:) und bin dann bei den JPmal hängen geblieben. Spielen sich schnell ein und die Haltbarkeit finde ich auch okay. Werde demnächst mal welche von Ernie Ball probieren, von denen ich auch Gutes gehört habe. Man kann ja nie wissen ;)


Hallo Frank,
na 2-3h spiele ich nicht auf der Akustik am Stück. Wenn ich übe fange ich meist mit der Western an und so ca nach 1h wechsele ich zur E.
Ich werde mir die JP mal bestellen, mal sehen werde berichten.
Ich benutze ausschließlich Sharkfin Plektren , werde mal etwas stärkere kaufen , gibt es in vielen Stärken.
Danke für deine Tipps.
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Re: Gitarrenklang

von Franky63 » 05.09.2016, 12:30

noch mal kurzes Feedback an alle . Ich habe gestern die von Frank -vt empfohlenen saiten drauf gemacht und was soll ich sagen Einfach genial. Meine Frau hatte Tränen in den Augen denn sie hat "ihre Martin" wieder : konnte ihr trauriges Gesicht einfach nicht mehr sehen wenn sie gespielt hat . Noch mal dickes ; Dankeschön!!!!!!!!!!!!!!! an alle .
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