Rhythmus- oder Sologitarrist?

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Tabjunkie
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Rhythmus- oder Sologitarrist?

von Tabjunkie » 24.03.2016, 09:10

Hallo zusammen

Ich spiele ja erst seit letztem September und es macht mir sehr viel Spass, zumindest soviel dass ich eigentlich jeden Tag mindestens eine Stunde dran bin.
Nun hat sich bei mir rauskristallisiert, dass ich viel lieber Rhythmus spiele als Solos. Für die Solos fehlt mir halt einfach auch noch das Wissen und auch die Fingerfertigkeit.
Seit in den 12 Takt Blues im E-Shema spiele geht der mir nicht mehr aus dem Kopf und ich habe den schon mindestens 3x abgewandelt dass ich nicht immer das Gleiche spiele.

Wie ging es euch so nach knapp 3 Monaten als ihr angefangen habt?
Gruss aus der Schweiz

Mike =(=))=
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startom
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Re: Rhythmus- oder Sologitarrist?

von startom » 24.03.2016, 10:44

Hoi Mike
In den ersten Monaten habe ich vor allem Riffs, Riffs und nochmals Riffs gespielt. AC/DC, Rainbow, Deep Purple, etc.
So im Laufe der ersten 6-12 Monate hab ich mich dann zunehmend auch mit der Pentatonik herumgeschlagen, um zumindest mal ein paar einfache Improvisationen spielen zu können.
Die ganze Fingerfertigkeit/Spieltechnik rundherum ist sowieso Learning by doing. Ich hab mir einfach(st)e Gitarrensoli vorgenommen und anhand der Tabulatur nachgespielt. Eins der ersten, an welchem ich mir damals die Zähne ausgebissen habe, war dasjenige aus Smells like teen spirit.

Was ich mir übrigens schon lange einmal vorgenommen habe, ist das Solo von Europes "The final countdown". Aber irgendwie bin ich andauernd zu faul, das mal vernünftig zu lernen.
Tom

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Tabjunkie
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Re: Rhythmus- oder Sologitarrist?

von Tabjunkie » 24.03.2016, 11:34

Hi Tom
Ich bin auch laufend an Riffs dran. Im Moment Sachen von AC/DC wie "Shot down in flames" und "Hells Bells" oder auch von Joan Jett "i love rock'n roll" und auch mal von Black Sabbath "Paranoid".
Dann wieder mal von Eric Slowhand Clapton "Cocaine" (jo ist von J.J. Cale) oder von Blues Brothers "Sweet home Chicago".
Ab und zu übe ich mal ein wenig Solo, aber das wirkt bei mir noch sehr "verkrampft".
Egal, ich bleibe auf jeden Fall am Ball, weil es mir einfach extrem Spass macht, ich meine jetzt vorwiegend das Rhythmusspielen. ))-))
Gruss aus der Schweiz

Mike =(=))=
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Re: Rhythmus- oder Sologitarrist?

von Hendock » 24.03.2016, 11:39

Meiner bescheidenen Meinung nach besteht auch noch gar nicht die Notwendigkeit, dass du dich jetzt schon entscheidest, ob du dein Musikerdasein fortan als Rhythmus- oder Leadgitarrist fristen willst. ;)

Ich persönlich denke eh, dass man das nicht so strikt trennen sollte. Ein relativ kompletter Gitarrist kann sowieso beides. Und auch in der Band sollten die Rollen IMHO nicht so strikt verteilt werden. Was spricht dagegen, dass bei Lied A du die Leadgitarre spielst und bei Lied B ich?

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Re: Rhythmus- oder Sologitarrist?

von Chavez » 24.03.2016, 13:44

Ich seh das wie Hendock. Warum nicht beides?
Mein Lehrer fördert das wo ich gerade hinterherhinke.
Ich glaube wenn ich nur das spiele was ich kann dann habe ich auch nur eine sehr geringfügige Entwicklung.

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Re: Rhythmus- oder Sologitarrist?

von Chryz » 24.03.2016, 14:28

Für mich gehört beides zum Gitarre spielen dazu. Je nach Musik können die Grenzen zwischen "Solo" und "Rhythmus" durchaus mal fließend sein.

Abgesehen davon gibt es ja meist praktische Gegebenheiten, wenn man mit anderen zusammenspielt: Vielleicht gibt es einen zweiten Gitarristen, der den Solo-Part übernimmt, vielleicht teilt man sich das auf. Oder du spielt komplett allein. Oder die Band verzichtet ganz auf Soli. Oder oder oder.... :-)
Schöne Grüße,
Chryz

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Re: Rhythmus- oder Sologitarrist?

von Harry83 » 24.03.2016, 14:53

Ganz am Anfang, stand noch das Training der Finger im Vordergrund. Tonleitern rauf und runter. Nach einigen Wochen, fing ich mit leichteren Riffs an. Metallica, AC/DC etc. Mein damaliger Lehrer achtete aber darauf, auch etwas Abwechslung zu Unterrichten. Auch Solos, und schwierigere Riffs. Nach und nach, habe ich selber gemerkt. dass ich zwar weniger Sologitarre spiele, diese aber auch brauche. Ich habe einfach beides kombiniert, und mir einen Lehrplan erstellt. 3 Tage Solospiel, 3 Tage Rhythmus und ein Tag Pause.

Heute unterrichte ich selber, und halte es genauso. Ich achte darauf, dass es nicht langweilig wird, indem ich auch mal Soloparts mit einbaue. Merke ich, meine Schüler, sind noch nicht soweit, wird eben wieder auf den Rhythmus gewechselt, und das Solo später wiederholt.
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Re: Rhythmus- oder Sologitarrist?

von mjchael » 24.03.2016, 18:31

Ich stimme auch Hendock und einigen anderen Vorrednern zu, dass man sich nicht festlegen sollte, was man spielen will.
Es ist nunmal so, dass man einfacher die ersten Rhythmus-Sachen lernen kann, als die ersten Solos.
Wenn ein Rhythmus bei einem Lied klappt, dann klappt er auch bei 100 anderen Liedern. Wenn das Solo bei einem Stück klappt, muss man beim nächsten wieder von vorne lernen.
Es zeigt sich da halt nur, dass man, wenn man ein ähnliches Solo übt, wesentlich weniger Zeit braucht als beim ersten.
Ich würde einfach immer weiter lernen, und das, was gerade Spaß macht.
Wenn du einen guten Lehrer hast, oder ein Lehrbuch mit einem guten Konzept, dann lernst du auch bei den Solos so, dass die Elemente aufeinander aufbauen.
Typisch ist beispielsweise am Anfang die Pentatonik zu lernen, und dann ein paar Soli die auf der Pentatonik fußen.
Dann evtl. die Blues-Harmonik, wo die Pentatonik ein wenig erweitert wird, und dann entsprechende Soli im Blues.
Die kann man dann auch gut bei Rock-Geschichten einsetzen. Und sobald man im Rock ist, kann man sich dann der Dur- oder Moll-Tonleiter widmen.
Entsprechend geht man auch mit den ganzen Techniken um. (Hammering, Slide, etc.)
Das Problem bei vielen attraktiven Soli ist, dass man oft sehr viele verschiedene Elemente beherrschen muss, bevor man es spielen kann.
Die einfacheren Soli, die nur ein oder zwei Techniken haben, die kennt man oft gar nicht.
Lass dich nicht entmutigen, und mache einfach mit allem weiter. Den Schwerpunkt (ob Soli oder Rhythmus) kannst du ja immer mal wechseln.
Doch ich würde langfristig gesehen beides nicht aus den Augen verlieren. Denn selbst wenn du dich nur auf eines konzentrierst, ist es gut, dass du das andere zumindest einigermaßen beherrscht. Der Solist muss halt auf das Schlagzeug oder die Rhythmusgitarre hören, damit er der Band nicht davon läuft, und der Rhythmusgitarrist muss es schaffen sein Tempo der Dynamik des Sängers oder des Solisten anzupassen. Er muss dann ein Kompromiss finden zwischen dem Solisten folgen und dem Solisten den Takt vorgeben.
Also wie schon alle mehr oder weniger gesagt haben:
Das eine tun, und das andere nicht lassen. :D
Gruß Mjchael

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