Theorie zu "Under The Bridge" von den RHCP

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silvan.griesel
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Theorie zu "Under The Bridge" von den RHCP

Erstellt: von silvan.griesel » 05.03.2016, 15:40

Hallo zusammen,


habe mich vor ein paar Tagen an Under The Bridge von den chilis gemacht und habe dazu gleich mal ein paar musiktheoretische Grundsatzfragen. Hoffe ihr könnt mir helfen.

Ich habe auf Wikipedia gelesen, dass das Lied einen Wechsel von E-Dur nach A-Dur hat. Ich habe bisher nur das Intro gespielt und für mich lassen sich die gespielten Akkorde weder E-Dur noch A-Dur zuordnen. Ein F#-Dur Akkord und ein D-Dur Akkord?! verwendeten Tonleiter-Fillins zwischen den Akkordpickings sind für mich noch A-Dur zuordenbar, aber auch das macht ja irgendwie wenig sind, wo doch der Wechsel auf A-Dur erst später kommen soll..!? Die weiteren Akkorde des Stückes habe ich mir noch nicht angeguckt.

Hoffe jemand von euch kann sich einen Raum auf die Fragen machen. Habe nämlich immer das Gefühl, dass es mega wichtig ist, so ein Song zu verstehen, damit es Spaß macht, ihn zu spielen..

Viele Grüße
Silvan

Chryz
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Re: Theorie zu "Under The Bridge" von den RHCP

Erstellt: von Chryz » 05.03.2016, 16:27

Hi,
bei Wikipedia steht, dass es einen "Tonartwechsel" gibt. Das ist etwas anderes als ein Akkord-Wechsel! ;-)
Aus dem Kopf würde ich sagen du hast Recht mit D-Dur und Fis-Dur beim Intro. Später wechselt allerdings eben die Tonart.
Schöne Grüße,
Chris

P.S. Schön, dass sich jemand auch mal Gedanken über Theorie macht, findet man selten :-)

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GuitarRalf
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Re: Theorie zu "Under The Bridge" von den RHCP

Erstellt: von GuitarRalf » 06.03.2016, 08:31

Hi Silvan

das mir mir bekannte notierte Intro beginnt mit C bzw. D. Ich habe beide Varianten schon gehört. Rückblickend tendiere ich zu der Aussage, dass John Frusciante viel mit E-Dur/-maj, H-Dur/-Moll, C#m, A-Dur/-Moll , G-Dur, F-Dur, F#m gespielt hat. Mit den unterschiedlichen Versionen ist auch die benutzte Akkordanzahl angestiegen. Insofern ist mir ein Zuordnung zu C-Dur oder E-Dur nicht sofort möglich. Die Hammer-Ons sind wohl der Penta entnommen. Das Lied hat im Intro ausser Hammer-On und Pull-Off auch noch den Slide als Spieltechnik. Es sind desweiteren 3 Strophen, Refrain und Schluss zu spielen. Ich hab das Lied mal geübt , allerdings nie das Ziel absolute Perfektion angestrebt und übe es eigentlich halbherzig immer noch. Mir stellte sich zu Beginn die Problematik, nie die Extremsituation der RHCP erahnen zu wollen. Es ist ein Meilenstein der Bandgeschichte, von dem ich mich nicht erschlagen lassen wollte. Für einen Tonartenwechsel spricht die Tatsache, dass im Verlauf des Liedes mehr als 3 Dur-Akkorde gespielt werden. Die Dur Kombination F und G drängt zum C, die Dur-Kombination D und E verweist auf A und die Dur-Kombination H (engl.B) und A deutet auf das E. Ich tippe mal auf ein D-Lydisch im Intro, G# Phrygisch in den Strophen und A-Aeolisch in den Refrains.

:)

Nachtrag: RHCP
...Die Gitarre ist viel zu sturr, als dass die sänge... Ach, wäre ich doch ein fähiger Musiker...

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AyKay
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Re: Theorie zu "Under The Bridge" von den RHCP

Erstellt: von AyKay » 06.03.2016, 20:34

Hi silvan,
bei mir auf der Arbeit hing mal ein Zettel, auf dem stand: „Lieber Gott, lass mich so lange meine große Klappe halten, bis ich genau weiß, über was ich rede.“ – ok, anstatt „Klappe“ stand „Fresse“, aber das wollte ich hier nicht schreiben. :lol:
Diesen Spruch ignoriere ich jetzt mal, in der Hoffnung, dass ich von irgend Jemand korrigiert (…oder natürlich auch bestätigt…), insbesondere aber auch ergänzt werde.
Damit wir von den gleichen Akkorden reden:
1. Strophe: E – B – C#m – G#m – A
2. Chorus: F#m – E – B – F#m
Das sind erst mal alles Akkorde von E-Dur. Was mir bei dem Lied nicht eindeutig gelingt, ist die Tonika zu bestimmen. Wenn’s das „E“ wäre, wär’s halt E-ionisch in der Strophe. Im Refrain, würde ich sagen, wechselt die Tonika zum F#m, das wäre dann F#-dorisch. Eigentlich ist das auch schon ein Tonarten-Wechsel, obwohl die gleichen Töne verwendet werden.
3. Bridge und Outro: A – Am – G – F
Hier steht dann in WIKI: „Das Lied enthält einen Tonartwechsel von E-Dur nach A-Dur, welches wiederum nach A-Moll moduliert“. ::::)( :_::_: Wie das jetzt genau zusammenhängt, weiß ich auch nicht. Vielleich nimmt er sich das A als Subdominante von E-ionisch, wandelt es dann in ein Am um und landet damit (inklusive G und F) in A-äolisch, wobei er mit dem F wieder auf der Subdominante von C-Dur endet.
4. Intro: D – F#
:_::_: :_::_: :_::_: :_::_: ………………………. Keine Ahnung wie er auf die Kombination kommt. Ich verweise hier mal auf eine Internetseite, die das beschreibt, allerdings in Englisch: http://decipheringguitartheory.com/reso ... i-peppers/
Letztendlich gilt hier wohl auch der Spruch: „Erlaubt ist, was gut klingt“. Mit dem bin ich zwar auch nie zufrieden, doch was will man machen, wenn man’s mit seinem eigenen bescheidenen Wissen nicht erklären kann. Nicht umsonst ist Musik ein Studienfach.
Ist aber auch ein ganz schöner Brocken, den du da hingeschmissen hast, lohnt sich aber trotzdem, sich ein paar Gedanken darüber zu machen.
Wie gesagt, ich hoffe ein paar Spezialisten melden sich noch, ist wirklich interessant.
Bei mir ist H B (und b Bes)

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