der Griff auf den C-Dur

Feiner Herr
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der Griff auf den C-Dur

von Feiner Herr » 19.01.2016, 23:37

Hallo,
seit November spiele/lerne ich nun Gitarre und noch immer habe ich ein großes Problem.
Ich schaffe es nicht vernünftig auf's C zu greifen. Beispielsweise vom eMoll oder vom dDur oder aus der kalten. Ich setze die Finger immer nacheinander auf. Gerade bei Poisel(wie soll ein Mensch das ertragen) wird der cDur nur einmal angeschlagen. Ehe meine Finger sitzen ist er schon vorbei. Habe gerade ne halbe Stunde nur den Wechsel auf C geübt, und merke nicht das es besser wird. Kennt ihr das Problem? Wie habt ihr es geschafft?

Chris

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Argaroth
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Re: der Griff auf den C-Dur

von Argaroth » 20.01.2016, 01:23

Die Antwort ist ganz einfach und wird dich vermutlich nur geringfügig befriedigen: üben.

Du spielst seit November, das ist gar nichts. Sowas dauert halt.
Verbesserungen kommen nicht innerhalb von 30 Minuten.
Wäre ja schön, wenn jeder nach ein paar Monaten des Übens bei AC/DC einsteigen könnte.

Übe das jeden Tag für 30 Min, dann klappt das bald!
Ein bisschen Musik von mir: https://www.youtube.com/user/MetalNils

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MorbidApproach
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Re: der Griff auf den C-Dur

von MorbidApproach » 20.01.2016, 08:15

Kann Argaroth nur zustimmen.

Und als weitergehender Tipp: langsam üben. Es bringt nichts von D schlampig auf C umzugreifen, und BEVOR das C richtig gegriffen ist weiterzumachen. Dakmit lernst Du zwar auch etwas, aber nicht das, was Du willst: Du lernst das C schlampig zu greifen.

Verzichte erst einmal auf das Mitspielen zu Songs und stell Dir lieber ein Metronom hin und übe das ganze so langsam, dass Du es perfekt greifen kannst. Geht das, stellst Du das Metronom eine Stufe höher und übst da weiter. So lange, bis Du die Originalgeschwindigkeit hast. Aber wie Argaroth schon schrieb: das passiert nicht in einer Woche. Da solltest Du Dir schon ein wenig Zeit lassen und eben täglich ein bisschen üben.

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startom
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Re: der Griff auf den C-Dur

von startom » 20.01.2016, 08:40

Hoi
Falls du seit November Gitarre übst (ich gehe von regelmässigem Ueben aus) und mit dem C-Dur nach wie vor grosse Mühe hast, dann würde ich mir einen "externen Kontrolleur" zur Hilfe holen. Entweder jemanden, der Gitarre spielen kann oder wenigstens ein paar Grundlektionen bei einem Gitarrenlehrer.
Langsam üben bringt auch nur dann etwas, wenn die Uebungen und die Körperhaltung an sich richtig sind.
Tom

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GuitarRalf
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Re: der Griff auf den C-Dur

von GuitarRalf » 20.01.2016, 08:44

Moin Feiner Herr,

welches C macht den nun die Probleme? Wenn das Wechseln sich nicht bessern will, sondern eher dazu neigt, die ganze Sache zu blockieren, dann akzeptier die Situation und orientier dich neu.

Häng nicht die ganze Übungszeit an dem einen C . Es gibt noch vieles .. reduzier das Üben auf das eine C und mach stattdessen eine weitere Übung. Vergleich macht schlau. Das entspricht wohl dem, was vor mir schon geschrieben wurde.

%8/3.7/2.5/1.5/1.5/1.8/4[C] %8/1.10/2.10/2.9/3.8/1.8/1[C] %X/X.3/3.2/2.0/0.1/1.0/0[C] %X/X.3/1.5/2.5/3.5/4.3/1[C] %X/X.X/X.10/1.12/2.13/4.12/3[C]


und das sind erst die C´s in den ersten 12(13) Bünden. Ab 13. Bund wiederholen sich die Griffe.

Gruss
GuitarRalf

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Re: der Griff auf den C-Dur

von Hendock » 20.01.2016, 09:08

GuitarRalf hat geschrieben:
%8/3.7/2.5/1.5/1.5/1.8/4[C] %8/1.10/2.10/2.9/3.8/1.8/1[C] %X/X.3/3.2/2.0/0.1/1.0/0[C] %X/X.3/1.5/2.5/3.5/4.3/1[C] %X/X.X/X.10/1.12/2.13/4.12/3[C]


und das sind erst die C´s in den ersten 12(13) Bünden. Ab 13. Bund wiederholen sich die Griffe.

Sehr hilfreich! Der TE spielt seit November. Was glaubst du, welches C gemeint ist?

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mjchael
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Re: der Griff auf den C-Dur

von mjchael » 20.01.2016, 11:19

Ich kann dir nur empfehlen, noch einmal die Lage der Finger zu überprüfen.
Oft liegt das Problem an irgendeiner Stelle, die man nicht richtig beachtet.
Die wichtigsten Tipps sind hier zusammengefasst.
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... er_Akkorde

Bild
Du schreibst, dass du die Finger nacheinander aufsetzt.
Ich kann dir nur empfehlen, Ring- und Mittelfinger gleichzeitig zu wechseln, und den Zeigefinger zum Schluss aufzusetzten.
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... hsel_G-C-D

Und die Tipps meiner Vorredner, dass dir ein Gitarrenspieler mal auf die Finger schaut, kann ich auch nur zustimmen.

Gruß Mjchael

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Re: der Griff auf den C-Dur

von slowmover » 20.01.2016, 16:25

Chris, sag mal zu jemanden er soll an alles denken, nur nicht an die Farbe rot. Woran denkt der zuerst?

So ist es mit dem Lernen von Fehlern. Es ist völlig egal welche Zusatzinformationen Du im Hirn abspeicherst Du tainierst Dir zur Zeit Fehler ein. Geh mal in Ultra-Zeitlupe die Abläufe von Mjchael durch, und dann langsam mit der Geschwindigkeit nach oben, so wie es die Vorredner gesagt haben. Wichtig ist Dein Mechanisches Gedächtnis. Dein C Griff soll ja keine intellektuelle Leistung brauchen, sondern die Finger sollen automatisch in Position gehen. Bei Fehlern sofort Geschwindigkeit des Metronoms runter und midestens 5 x die Folge spielen, um den Fehler aus Deinem mechanischen Gedächtnis zu löschen.
Wobei, das Lied was Du Dir ausgesucht hast ist viel zu schwer für einen Anfänger. Lerne erst eimal lieder mit einfachen, langsamen Schlägen geradeaus. Auch da ist Mjchael Workshop bei Wikibooks ein gutes Beispiel.
In der jetztigen Phase hast Du für zusätzliche Schwierigkeiten mit dem Rhythmus keinen Platz. Am schnellsten Sicherheit bekommst Du, wenn Du erst mal ein paar einfache Songs mit Standardakkordfolgen einübst.

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Re: der Griff auf den C-Dur

von Feiner Herr » 20.01.2016, 19:07

Hallo zusammen,

Vielen Dank für eure Beiträge. Es ist wirklich so, das ich das Gitarrespielen liebe. Es ärgert mich, dass ich es so spät für mich entdeckt habe. Gerade ist da dieser Knoten der nicht platzen will.
Ja es handelt sich um den Anfänger c-dur 1./2./3. Bund. Ich denke mein größtes Problem ist die Hand/Fingermotorik, dadurch, das ich die Finger entgegengesetzt zum g-dur aufsetzen -und die Hand sich genau in die entgegengesetzte Richtung drehen muss.
Ich habe auch einen gitarrenlehrer(allerdings privat, macht das nur nebenbei und spielt mittlerweile Schlagzeug :-)). Wir treffen uns einmal die Woche für eine Stunde. Wahrscheinlich wäre Musikschule mit richtigem Konzept besser, aber das bekomm ich zeitlich durch die Arbeit nicht hin. Er sagt auch üben üben üben...

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Argaroth
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Re: der Griff auf den C-Dur

von Argaroth » 20.01.2016, 19:36

Mehr als Üben hilft da auch nicht!
Es kamen hier ja auch schon viele hilfreiche Tipps, zb. dass es wichtig ist, sich nicht an Spielfehler und Unsauberheiten zu gewöhnen.
Vor allem das Arbeiten an der Sauberkeit ist ein Fass ohne Boden. Das beschäftigt jeden Gitarristen ein Leben lang!

Desweiteren kann ich nur sagen, dass du es laut deinem Erstpost auch richtig angehst.
Will man seine Technik verbessern, ist am effektivsten, die Übungen auf das Wesentliche zu reduzieren.
In deinem fall bedeutet das also stumpf immer wieder, so häufig wie möglich den Wechsel aufs C zu üben.
Das ist natürlich nicht gerade die schönste Art "Musik" zu machen, bringt aber am schnellsten Erfolge.

Natürlich ist nicht jeder so ein "Freak", der täglich 2-3 Stunden irgendwelche technischen Übungen macht.
Das musst du auch nicht. Wenn du 10 Min. täglich ausschließlich den Wechsel aufs C übst, wirst du schon sehr schnell Fortschritte machen.
Bei längerer Übungszeit als 10 Min. natürlich noch schneller.
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Re: der Griff auf den C-Dur

von DTH-Akkustik » 20.01.2016, 20:58

bereite den griff ganz langsam in der luft vor! so das die Finger alle kurz vor dem griffbrett gleichmäßig in richtiger stellung sind und drück!

dann mach die hand wieder auf und wiederhol die übung bis zum erbrechen.

und so macht du das mit jedem Griff den du lernst!!! sehr langsam, wie ein schnecke... und dann langsam schneller werde bis es sitzt und im schlaf geht...

in zwei woche wirst du deine Frage nicht mehr wirklich nachvolziehen können glaub mir!

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Re: der Griff auf den C-Dur

von MukerBude » 21.01.2016, 22:17

@Feiner Herr
wie DTH-Akustik es schon angedeutet hat. Der Griff eines Akkords bildet sich im Kopf, bevor Du die Saiten herunterdrückst. Das heisst, setze alle Finger die am Akkord beteiligt sind möglichst gleichzeitig auf. Das ist kein Geheimnis ;-) Anders herum ausgedrückt: Wenn Du irgend einen Akkord greifen möchtest, gewöhne Dich daran die Finger Deiner GreifHand bevor sie die Saiten berühren in die entsprechende GriffPosition zu bringen. Klingt komisch ist aber effektiv.
Peter aus der MukerBude

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Re: der Griff auf den C-Dur

von mjchael » 22.01.2016, 14:01

Zum Thema: Alle Finger schon in der Luft vorsortieren und dann aufsetzen, darüber gab es schon einige Diskussionen.
Meines Erachtens ist es einen Tick zu früh.
Darüber habe ich mich schon beim ersten Griffwechsel beim Lagerfeuerdiplom ausgelassen.
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... e.C3.9Fend
Diese Position war dann auch der Kompromiss, mit dem die meisten Spieler zufrieden waren.

Ich empfehle am Anfang das Augenmerk mehr auf das gleichmäßige Wechseln der Griffe zu legen.
Bild

Zusammenfassung dazu:
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... iffwechsel

Der Rest kommt, wie gesagt, einen Tick später.

Gruß Mjchael

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GuitarRalf
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Re: der Griff auf den C-Dur

von GuitarRalf » 24.01.2016, 10:38

Eine nützliche Verspieltheit zum üben war der zeitversetzte Einsatz der Finger, dieser Tick später. In dem C-Dur in den 1. 3 Bünden üb mal
    zuerst den Zeigefinger, dann Mittel- und dann Ringfinger
    zuerst den Mittelfinger, dann Zeige- und dann Ringfinger
    zuerst den Ringfinger, dann Zeige- und dann Mittelfinger

    zuerst den Zeigefinger, dann Mittel- und Ringfinger
    zuerst den Mittelfinger, dann Zeige- und Ringfinger
    zuerst den Ringfinger, dann Zeige- und Mittelfinger

    zuerst den Zeige- und Mittelfinger, dann Ringfinger
    zuerst den Zeige- und Ringfinger, dann Mittelfinger
    zuerst Ring- und Mittelfinger, dann Zeigefinger
Du wirst schnell merken was sinnig was unsinnig und was wann blockiert. Die Versuche nimmt dir allerdings keiner ab. Die Erkenntnis musst du selbst erlangen, dann klappt das auch mit der Motorik.

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,

von slowmover » 25.01.2016, 07:24

Najja,
ich finde Mjchael Vorchlag schon gut. Man kann ja bei vielen erweiterten Akkorden, die dann noch eine Spreizung
für den kleinen Finger und den Ringfinger fordern kaum in der Luft sortieren, Da ist es gut auch die Saite die als erstes gebraucht wird, als erstes bereit zu haben. Für die einfache Griffe und WEchsel ist für mich die Anleitung von Mjchael eher so zu vertehen, dass er geschmeidige Bewegungsabläufe und Positionsgefühl eintrainiert. Bei den meisten stellt sich das Vorbereiten in der luft später automatisch ein, oder man übt es, indem man den Griff löst, die Finger aber in Position läst, auf etwas Abstand geht und wieder aufsetzt. Aber eigentlich stärkt man auch hier das Gefühl für den Griff.
Das Freiflug Vorbereiten als letzten Schritt macht die Hand dann, wenn sie sich vollkommen sicher fühlt. Wer später noch Melodien in seine Akkorde einwebt, muss sowie seine akkordische Denke zerlegen. und den Fingersatz umbauen um Finger freizumachen für die Melodie. Da wird das Denken in Richtung geschmeidiger Bewegungen doch umso wichtiger. Es ist halt nicht nur Dutzende Griffe für Akkorde, die wir brauchen, Mjchaels Methode erschliesst dem Anfänger nicht nur schnell seine Akkorde, sondern liefert einen Basisbaukasten.

ich bereite heute die meisten Griffe in der Luft vor. Aber den D/Fis beispielsweise in der luft vorbereiten?
Bediene ich die 6. Saite mit dem Daumen, dann kann ich das ja erst tun, wenn die anderen Finger bereits unten sind,
Bediene ich die 6. Saite mit dem Zeigefinger, muss ich das Fis auf der ersten Saite mit dem kleinen Finger bedienen.
Da die Hand dann unter Spannung ist geht das auch nicht in Freiflugvorbereitung.
Da braucht man gar nicht erst über Griffe wie A13 oder A7#9 nachdenken. Zumindest mir ist es da eine Hilfe den kleinen Finger 100stel Sekunde später zu setzen. Ich denke den Griff also gemäss dem was Mjchael lehrt, noch immer in einem Bewegungsablauf.

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Re: der Griff auf den C-Dur

von mjchael » 25.01.2016, 09:38

* slowmover vollzustimm *

Wenn du dir die nächste Lektion Der Griffwechsel von D-Dur nach G-Dur anschaust, wirst du sehen, dass ich letztendlich aber auch darauf hinarbeite, dass der Schüler nach einiger Zeit die Griffe auch in der Luft wechseln kann.

Nur achtet der Schüler zuerst auf Mittel- und Ringfinger. Wenn er es schafft, die gleichzeitig zu wechseln, wird der fehlende Finger schon sehr bald so schnell nachziehen, dass der schnelle Wechsel keine Probleme mehr macht.
Schon die 5. Lektion (Der schnelle Griffwechsel) wird das Tempo steigern. Und die 7. Lektion enthält schon die ersten kleinen Sprünge.

Wie oben gesagt, alles nur einen Tick später, und vorher, bis man die ersten Griffe in die Finger bekommt, etwas kleinere Brötchen backen; bzw. mit etwas einfacherern Liedern beginnen.

Gruß Mjchael

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Re: der Griff auf den C-Dur

von Feiner Herr » 22.02.2016, 20:38

Nicht das ihr denkt ich bin nicht mehr da. Hab nur momentan wenig Zeit zu üben.

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Re: der Griff auf den C-Dur

von mjchael » 26.02.2016, 19:46

Kenne ich leider das Problem. :D

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