15 Jahre später...

cmratom
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15 Jahre später...

von cmratom » 12.01.2016, 22:05

Hi Leute,

ich steh gerade etwas auf dem Schlauch und hoffe, ihr könnt mir ein paar Tipps geben.

Ich hab so ca. mit 18 (bin jetzt 34) mit ner billigen Klassik-Gitarre angefangen, die eine ganz schlimme Saitenlage hatte. Im Musikgeschäft haben die damals leider überhaupt nix eingestellt oder wenigstens gesagt, dass ich das selber machen muss. Dementsprechend waren die ersten Versuche nicht so sonderlich erfolgreich. Ich konnte die Bünde sau schlecht drücken, v.a. ab dem 5. bis 7. Bund gings total mies. Also hab ich nach ein paar Monaten wieder entnervt aufgehört. Auf Lehrer hatte ich keinen Bock, weil mir das zu unflexibel war.

Hin und wieder hab ich dann mal zur Gitarre gegriffen, um wenigstens die Akkorde zu behalten, hab n bisschen rumgeklampft, aber natürlich nie was richtig schönes gespielt. Der Klassiker natürlich, Nothing else matters, durfte auch nicht fehlen, ist ja auch relativ gut machbar, wenn man es in kleine Teile zerlegt, aber so richtig super hab ich's nie hinbekommen.

Irgendwann war ich dann mal beim Thomann und hab mir ne günstige E-Gitarre gekauft, weil ich's nochmal probieren wollte. E-Gitarre aus zwei Gründen: 1. Meine Finger sind nicht so arg lang, daher Entscheidung zwischen Western- und E-Gitarre und weg von Klassik und 2. Ich wollte auch spät Abends üben und wohne in der Stadt, daher E-Gitarre mit Kopfhörerverstärker bzw. oft auch ganz ohne.

So, damit hab ich dann wieder n bisschen geübt und bin wieder nicht wirklich weiter gekommen. Die Gitarre lässt sich super spielen, zumindest viel besser, aber ich hing lang so n bisschen in der Luft. Hab immer wieder mal Sachen angefangen und wieder aufgehört usw... Irgendwann hab ich dann überlegt zu nem Lehrer zu gehen, was eine totale Katastrophe war. Der Kerl hat mir nicht zugehört, war überhaupt nicht auf meiner Wellenlänge und hat mir praktisch vermittelt, dass das Instrument nichts für mich ist (hat er natürlich nicht so gesagt, aber ich hab mir das so zusammengereimt). Ich hab dann erst mal die Klassik-Gitarre an nen Arbeitskollegen gegeben und die E-Gitarre zwei Jahre in den Keller gestellt und mir n E-Piano gekauft, auf dem ich innerhalb eines halben Jahres Comptine d'Un Autre Été und River flows in you so spielen konnte, dass ich beim spielen Gänsehaut bekomme.

Jetzt stehen für mich zwei Sachen fest: 1. Ich bin am Klavier begabter als an der Gitarre und 2. Ich seh trotzdem nicht ein, aufzugeben :P

Nur wie gehe ich das jetzt am besten an? Ich probiere gerade für einen Monat mal Yousician aus, was ich sehr hilfreich finde um die Grundlagen nochmal durchzugehen und ich hab auch schon ein paar Sachen dazu gelernt. Natürlich wär's vielleicht auch sinnvoll, nochmal einen anderen Lehrer auszuprobieren, aber ich sehe die Gitarre im Moment eher als Zweitinstrument, da ich auf dem Klavier einfach viel schneller Fortschritte mache. Ich hab auch schon überlegt, ob ich auf Ukulele umsteige. Für's Lagerfeuer ist die ja auch witzig und das stell ich mir deutlich einfacher vor. Manchmal denk ich auch, wenn ich in den letzten 15 Jahren nicht so rumgeeiert hätte, sondern einfach gleich nen passenden Lehrer gesucht, wär ich jetzt wahrscheinlich an nem Punkt, wo ich allen möglichen Kram spielen könnte und nicht wie ein Anfänger noch Schnarren drin habe und ständig falsche Saiten spiele.

Hmm... wie man sehen kann, herrscht leichtes Durcheinander in meinem Kopf. Irgendwie macht mir die Gitarre ja Spaß, sonst würd ich nicht ständig wieder damit anfangen. Auf der anderen Seite fehlt mir halt total der rote Faden. Wie macht das denn überhaupt ein guter Gitarrenlehrer? Findet der auch raus, auf was ich Bock habe? Weil das weiß ich ja auch nicht wirklich. Gesang ist nicht so meins. Ich will eigentlich nur ab und zu mal zum chillen n bisschen was spielen, gern auch improvisiert, damit ich mir nix merken muss :P Akkorde schrammeln eignet sich da irgendwie nicht so gut. Ich hab aber nicht das Gefühl, dass mein Hirn mehr schafft.

Also Zusammenfassung: recht passabel kann ich die Akkorde A, Am, E, Em, C, G, D, F und ähnliches auch mit schnellen Wechseln mit diversen Schlagmustern auch teils gezupft oder sonstwie. Zupfen kann ich solala Stairway to heaven, Nothing else matters und kurze Teile von diversen Songs.
Probleme sind gelegentliches Schnarren und beim Zupfen erwische ich öfter falsche Saiten.
Ziel wäre: spontan auf die Couch knallen und losjammen, evtl. Blues oder Jazz-Impros :P

Jetzt ist die Frage, ist mein Ziel der Mount Everest und ich bin 200kg-Mann, der nicht mal den ersten Stock ohne zu schnaufen schafft? Oder ist das mit vertretbarem Aufwand und ohne Qual machbar? Dass ich üben muss, ist mir klar, ich frag mich nur, ob ich jemals an einen Punkt kommen kann, wo ich Spaß mit dem Instrument habe oder ob ich nicht wirklich ne Uke für's Lagerfeuer hole und meinen Anspruch lieber am Klavier auslebe.

Sorry für den 3km langen Text, aber ich denke, so kann man sich vielleicht besser ein Bild machen.

Vielleicht hat ja der ein oder andere nen Tipp parat?

Danke und Grüße
Tom

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Argaroth
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Re: 15 Jahre später...

von Argaroth » 12.01.2016, 23:17

Also die letzte und wichtigste Frage direkt mal vorweg: natürlich kannst auch du ein annehmbarer Gitarrist werden!
Gitarre ist nunmal etwas einsteigerunfreundlicher als ein Keyboard. Bei einem Keyboard klingt der Ton eigentlich immer, man muss nur auf eine Taste drücken.
Bei der GItarre ist das nicht so. Ich habe vor ein paar Wochen angefangen, Geige zu spielen, da ist das noch schlimmer :/
Egal... Also wie ein "guter Gitarrenlehrer" das macht, weiß ich nicht. Eigentlich weiß man vorher selbst immer, auf was man Bock hat, zumindest war das bei mir und bei allen anderen Musizierenden die ich so kenne der Fall.
Ich würde auch mal ganz dreist behaupten, dass das dein Hauptproblem war: du weißt selbst nicht so richtig, in welche Richtung das ganze gehen soll.
Entweder du musst dir darüber noch im Klaren werden, oder Gitarre ist tatsächlich nicht "dein Instrument". Das ist dann ja auch völlig okay.
Das solltest du aber nur am Geschmack festmachen und nicht am Talent. Talent ist erstmal zweitrangig.

Was Blues und Jazz angeht, bin ich jetzt absolut kein Kenner. Tendentiell ist Blues aber die einfachere Musik.
Wenn du Bock auf Blues und Improvisieren hast, bietet es sich definitiv an, Pentatnoniken oder Bluestonleitern auf der Gitarre zu lernen.
Das ist aufgrund der Tatsache, dass du ja kein absoluter Neuling bist auch grundsätzlich gar keine schlechte Idee.
Ein bisschen Musik von mir: https://www.youtube.com/user/MetalNils

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Re: 15 Jahre später...

von Tabjunkie » 13.01.2016, 07:47

Hi Tom
Ich bin noch viel mehr Anfänger als du, habe erst vor ca. 8 Wochen mit E-Gitarre angefangen. Vorher ein paar mal die Klampfe in die Hand genommen und ein wenig die Saiten verbogen, anders konnte man das nicht nennen. Seit 8 Wochen gehe ich zu einem privaten Lehrer der genau meine Musikrichtung spielt die ich für mich festgelegt habe, nämlich Blues und Rock. In der 6. Stunde haben wir dann "Sweet home Chicago" by Eric Clapton gespielt, er das Solo ich den Rhythmus. Machte höllisch Spass und plötzlich sagte er, so nun soll ich den Solopart spielen. Gut, haben das ja immer wieder geübt.
Was ich damit sagen will, du solltest schon wissen was du möchtest, dann kann der "richtige" Musiklehrer auch auf dich eingehen.
Was unerlässlich ist, dass ist dass du halt regelmässig üben musst. Ich übe min. 5x die Woche so ca. 1 Stunde am Tag, manchmal sogar mehr wenn es mir Spass macht und das macht es meistens.
Viel Glück beim herausfinden was du möchtest, denn diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen.
Gruss aus der Schweiz

Mike =(=))=
_____________
Gitarristen fingern besser :lol:

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Ratatosk
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Re: 15 Jahre später...

von Ratatosk » 13.01.2016, 09:05

Hallo!

Ich beziehe mich mal jetzt nicht auf Deine innere Dissonanz ob Du Gitarre spielen willst oder nicht, die Frage kannst Du Dir nur selber beantworten. Du scheinst aber etwas ungeduldig zu sein. Es braucht alles seine Zeit. Ein Gitarrenlehrer kann sehr hilfreich sein, kann...
Kann aber auch ne Graupe sein. ich hatte mehrere Versuche mit Lehrern gestartet. Manche waren schlecht und wurden dann nicht mehr aufgesucht und bei anderen passte es meistens zeitlich schlecht bei mir. Pauschal kann man das nicht beantworten.

Ein guter Lehrer gibt Dir eine Struktur, einen individuellen Lehrplan. Ohne ist das in der Tat etwas knifflig aber dennoch gut machbar.
Es gibt zig Bücher die gerade dem Anfänger helfen können. Dann gibt es zahlreiche Lehrer, die einem auf Youtube etwas beibringen (kostenfrei), aber Obacht manche selbst ernannten Lehrer sind einfach nur schlecht und erzählen einen vom Pferd.

Du kannst die gängigen offenen Akkorde. Lerne alle offenen Akkorde. Nächster schritt wären dann aus meiner Sicht Barré Akkorde. Wenn Du das dann drauf hast, kann es auch nicht schaden andere Leute zu suchen um mit denen zu spielen. Da lernst Du sehr schnell.

Viel Erfolg!

Martin.J
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Re: 15 Jahre später...

von Martin.J » 13.01.2016, 09:55

cmratom hat geschrieben:
Also Zusammenfassung: recht passabel kann ich die Akkorde A, Am, E, Em, C, G, D, F und ähnliches auch mit schnellen Wechseln mit diversen Schlagmustern auch teils gezupft oder sonstwie. Zupfen kann ich solala Stairway to heaven, Nothing else matters und kurze Teile von diversen Songs.


Vorab, ich spiele auf einem ähnlichen Niveau wie du und deine Probleme sind mir nicht unbekannt.

Wir wollen Dinge tun können und dazu müssen wir sie erlernen. Und je älter wir werden um so schwieriger wird es mit dem Lernen. Denn zum Lernen brauchen wir Begeisterung. Einen schönen Artikel hier zu findest du hier:

http://www.gerald-huether.de/populaer/v ... d-huether/

Aus deinem Posting liest man alles mögliche, nur keine Begeisterung also wird es mit dem Lernen schwierig.

Du hast (vielleicht unbewusst) versucht deine Begeisterung zu pushen in dem du dir einen geeigneten Lehrer gesucht hast. Hat nicht funktioniert, bei mir übrigens auch nicht. Ich habe auch keine Gitarren-Kumpel in der Nähe mit denen man sich mal zusammen setzen kann, du wahrscheinlich auch nicht.

Also muss man sich selbst begeistern. Und eines der ungeeignetsten Stücke hier für ist (imho) Nothing else matters. Man hat zwar Anfangserfolge, das erforderliche Fingerverbiegen klappt immer besser. Aber irgendwann erkennt man das man es nie so gut hinbekommen wird wie Kirk Hammet und James Hetfield. Die spielen aber auch seit zig Jahren, sind hervorragende Gitarristen und begeistern ein Millionen Publikum. Die anfängliche Begeisterung für das Erlernen dieses Stückes schwindet.

Ich suche mir mittlerweile eher einfache Stücke über YouTube heraus die mir gefallen und bei denen ich auch Erfolgserlebnisse habe.

Zum Beispiel bei:

http://www.justinguitar.com/ oder
https://www.activemelody.com/

Zur Zeit übe ich einen bekannten Klassiker: Hey Joe von Jimmi Hendrix. Die Akkorde kann man leicht herunter schrammeln. Aaaber der Song bietet viele Erweiterungsmöglichkeiten. Übergänge, Läufe usw. Zum Beispiel beim Wechsel von D nach A mit dem kleinen Finger das G auf der hohen E-Saite mit nehmen. Mache ich schon fast unbewusst. Das macht Spaß!

Bei dem Stück kommt man automatisch zum nächsten Begeisterungsfaktor: das Equipment. Du schreibst du hast die eine billige E-Gitarre gekauft? Für den Anfang vielleicht nicht verkehrt. Aber gerade so ein Stück wie Hey Joe erfordert einen fetzigen Sound. Ich spiele das Stück auf einer Les Paul MelodyMaker mit P90 Singlecoils. Selbst auf meinem kleinen Blackstar Fly kommt das gut rüber. Da kann meine Billig E-Gitarre, die ich auf Reisen mit nehme nicht mit halten.

Also, gönn die mal eine neu Klampfe, und du wirst begeistert sein!

Hoffe konnte dir ein paar Anregungen geben.
Gruß Martin

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Chavez
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Re: 15 Jahre später...

von Chavez » 13.01.2016, 11:39

Grüß Dich,

zum Teil kann ich mich mit dem was du schreibst identifizieren. Bin auch einige Jahre, immer wieder mit mehr oder weniger großen Pausen, rumgeeiert, war in etwa auf dem von dir beschriebenen Stand, aber orientierungs- und ziellos.
Bis ich genug davon hatte und mich selbst gefragt hab was ich denn nun konkret will, wo ich hinmöchte am Instrument.
Als ich das für mich beantwortet hatte suchte ich mir einen für mich passenden Lehrer und verfolge seither strickt den eingeschlagenen Weg.
Ich erkenne einen Plan dahinter und spüre die, wenn auch nur kleinen, Fortschritte die ich mache.

Was mich beim lesen deines Posts schon erschreckt hat war z. B.
Dass ich üben muss, ist mir klar, ich frag mich nur, ob ich jemals an einen Punkt kommen kann, wo ich Spaß mit dem Instrument habe ...
diese Aussage.
Mag sein das diese jetzt falsch rübergekommen ist, aber ich käme nie auf die Idee das so zu schreiben auch wenn man manchmal meinen könnte das Instrument würde alles tun damit ich es in Ruhe lasse.
Selbst in dem Stadium in dem du jetzt bist hab ich mich wie Bolle gefreut wenn mir mal ein paar Akkordfolgen geglückt waren.

Beim lesen deines Posts hatte ich nie den Eindruck das dir das Spielen/lernen zu irgendeinem Zeitpunkt Spaß gemacht hätte. Ich will dir nicht ans Bein pinkeln, ich verstehe nur die Motivation nicht die dahintersteht.

cmratom
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Re: 15 Jahre später...

von cmratom » 13.01.2016, 20:57

Hey, das ist ja überwältigend, was ihr da an einem Tag an hilfreichen Antworten raus haut! Vielen vielen Dank dafür! Zu sehen, dass andere die gleichen Probleme haben, beruhigt mich ungemein! :P

Das mit der Begeisterung und Motivation stimmt natürlich. Da habt ihr total recht. Das ist mir über die Jahre etwas abhanden gekommen, weil keine Fortschritte da waren. Daran sollte ich als allererstes arbeiten und das geht natürlich mit einem Lehrer deutlich besser als allein. Schon allein, weil Musik machen zu zweit mehr Spaß macht. Ich werd mich direkt mal auf die Suche machen.

HolgerB64
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Re: 15 Jahre später...

von HolgerB64 » 13.01.2016, 21:41

Danke für die schönen Beiträge! Ich stehe auch ganz am Anfang. Es macht Spass, ganz langsam Fortschritte zu erreichen.

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Andreas Fischer
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Re: 15 Jahre später...

von Andreas Fischer » 13.01.2016, 22:49

Der Eingangspost war mir zu lang zum lesen (obwohl ich selbst auch oft viel zu viele Worte mache)
Trotzdem erst mal ein "Hallo und Willkommen" an die neuen und Wiedereinsteiger (hab auch nach über 30 Jahren wieder angefangen)

Ansonsten: Durchhalten, nicht zu ungeduldig sein und Spass haben, sei angesagt.
Ohne Aufwand, ohne viel Aufwand geht gar nichts, das dauert eben und erfordert immer wieder und wieder wiederholen und das regelmässig ... auch auf der Ukulele. Einfacher zu spielen ist die nur von denen denen es egal ist ob sie im Rhythmus sind, schief spielen und wie es sich anhörrt (was auf nicht wenige ukulelespieler zutrifft)
Andreas Fischer
Versuche seit Ende 2012 nach 30 Jahren zum zweiten mal Gitarre spielen zu lernen
Lerne Gitarre, Penny Whistle, Melodica, Piano, Dulcimer, und Ukulele.

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Re: 15 Jahre später...

von DTH-Akkustik » 19.01.2016, 21:49

Hm also ich hab von ca. 9 Monaten angefangen... und kann die meisten Standartakkorde sehr schnell wechseln (Barré in A-Dur-Form bereitet noch Probleme) aber ich muss dazu sagen, dass ich kaum bis garnichts anderes geübt habe. (klar noch bisschen Schlagmuster oder penantonik, aber fokus war und ist rein auf akkorde und akkordwechsel)

Seit Tag eins hab ich mir nur Akkorde beigebracht bis zum brechen. Und es hat stets Spass gemacht.

Aus deinem Post lässt sich ziemliche orientierungslosigkeit erkennen und das ist so ziemlich der weitverbreiteste Fehler. (Und das betrifft nicht nur Gitarre) Aber gerade bei Gitarre muss man sich zunächst einmal richtig orientieren. Gitarre spielen unterscheidet sich meiner Meinung in vielerlei Hinsicht. Die Reise wird aber sehr vom Musikgeschmack beeinflust. Ich will Hauptsächlich Punkrock / Rock, deshalb interessieren mich keine Tipps die zu etwas anderem führen. Ich spiel kein nothing else matter nur weil es irgendwo jeder macht (will nie so spielen wie Metallica (auch wenn ichs ganz nett find)) Wirklich glücklich machen mich Songs von den Hosen, von Wizo oder meinetwegen auch Ärzte.. Ensprechend lern ich nur das notwendigste, aber das mit voller Konzentration und Begeisterung.

Wenn du aber irgendwie Gitarre spielen willst, dann hast du ne riesige Baustelle vor dir, die du niemals aufgeräumt kriegst. Niemand kann auf Gitarre alles.. was ich sagen will konzentrier dich auf ein Style, auf das was du wirklich willst und schmeis alles andere was dich davon ablenkt aus deinem Leben raus!

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