Riff bilden A-Moll Pentatonik

Skalen, Tonleiter, Pentatonik, uvm.
von GeniussX
#366767
Hallo zusammen,
im Unterricht fließt jetzt mehr Musiktherorie ein.
Wir sind jetzt gerade bei der Moll-Pentatonik, ich habe hier soweit verstanden (nachgelesen) das es sich hier im Gegensatz zur "normalen" Tonleiter A-Moll : A-H-C-D-E-F-G-A besteht aus 7 Tönen/8 Tönen inklusive Oktave.

A-Moll Pentatonik besteht aus 5 Tönen, zwei fallen aus der "Tonleiter heraus"
A-C-D-G bleiben

Akkordeigentöne vom A-Moll Akkord müssen immer erhalten bleiben

A = Grundton
C = Terz
E = Qinte

Nun soll ich für den nächsten Unterricht aus:
G-A-C-D paar kleine Riffs bilden, ohne Bending, HammerON usw, kann ich ohne hin noch nicht.

Aber kann mir jemand irgendwie ein bsichen näher bringen, wie ich hier am besten Anfange, ich hab einfach keinen Plan ?

Gruß
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von Andreas Fischer
#366775
Ich kann dir leider nicht weiterhelfen. Das können hier aber einige sehr gut.
Dennoch, meinst du nicht auch, daß es das Beste wäre, wenn du deinen Gitarrenlehrer direkt danach fragst? Für "Halbwissen" würde ich den nicht bezahlen.
von slowmover
#366789
Oben ist natürlich in der Pentatonik ein Schreibfehler drin. A C D E G muss es heissen. Geh u verkrampft an die Sache. Spiel mit den vorhanden Tönen. Nicht nur auf und ab spielen. Töne überschlagen, eine Folge wo sich vielleicht mal 3 Töne in gleicher Form wiederholen etc. Je unverkrampfter Du daran gehst desto schneller findest Du eine kleine Melodie.
Sonst einfach mal A-moll Licks im Internet suchen und ein paar nachspielen. Wenn Du die dann zur Seite packst legst Du mit dem improvisieren los.
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von Ratatosk
#366792
Ich glaube Dein Gitarrenlehrer will sehr bewusst Deine eigene Kreativität erwecken. Und das ist auch gut so, wenn Du andere fragst welches Riff Du daraus bauen sollst, dann ist die Übung aus meiner Sicht nichts mehr wert.
Spiel die Töne, kombiniere. Wenn Du was gefunden hast, was Dir gefällt, dann schreib es auf und bau es aus. Gitarre spielen, bedeutet zu musizieren. Und das bedeutet zu erschaffen. Also ganz ohne Scheu ran. =(=))=

Kannst ja vielleicht nen Beat unterlegen, vielleicht fällt es Dir dann leichter darüber zu improvisieren und was zu basteln.
Das macht Spaß - zumindest sollte es das. Viel Erfolg!
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von startom
#366793
Aus Sicht Gitarrenlehrer unterstreiche ich Ratatosks Aussage: Wenn ich Schüler dazu ermuntere, auf die nächste Unterrichtsstunde etwas kreativ zu erstellen, dann ist mir das Resultat völlig egal. Ich will lediglich überprüfen,

- ob die Hausaufgaben überhaupt gemacht werden
- welche Herangehensweise der/die SchülerIn wählt
- die Erläuterungen in meinem Unterricht überhaupt verstanden werden

Hat nichts mit Halbwissen oder Nicht-Hilfe zu tun.

Also, in diesem Sinn, hab Mut zur Lücke. Selber machen/ausprobieren ist immer die beste Methode, um vorwärtszukommen. Natürlich gehe ich davon aus, dass dein Gitarrenlehrer dir in der nächsten Unterrichtsstunde Tipps und Tricks weitergeben wird, um Licks anhand der Pentatonik zu erstellen.
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von Chavez
#366794
Ratatosk hat geschrieben: Kannst ja vielleicht nen Beat unterlegen, vielleicht fällt es Dir dann leichter darüber zu improvisieren und was zu basteln.
Das macht Spaß - zumindest sollte es das.
Das mußte unterstrichen werden. :)
Ich bin derzeit bei einer ähnlichen Geschichte und übe 6 Licks in der genannten Pentatonik. Bei mir geht es um das Lernen der verschiedenen Techniken (Bending, Pull-Off, Slide).
Mein Lehrer hat mir dazu einen passenden Backing-Track gemailt zu dem ich dann zuhause die Licks nach eigenem Gefühl zusammenstellen und spielen kann.
Keine Ahnung ob das jedem so geht aber wenn ich zum Backing-Track übe dann ist das Spielgefühl viel intensiver als ohne. Kleiner Nebeneffekt ist noch das Entwickeln von Rhytmhus und Timing. Gerade zu Anfang hatte ich arge Probleme den richtigen Einsatz zu treffen oder auch die Pausen zwischen den Licks nicht zu lang oder zu kurz zu halten. Das ist jetzt, nach einigen Tagen Übung, alles schon deutlich besser geworden.
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von GuitarRalf
#366820
Moin

ich denke, Riffs bilden ist für den Geübten eine Spielerei. Mir stellt sich immer die Frage, was macht ein Riff zu einem Riff und wo ist der Unterschied zu einem Lick. :_::_:
2 - 3 Noten reichen aus, wenn man verstanden hat Beats zu akzentuieren.

Ein Lied hat im Schnitt zwischen 80 -100 Takte. Ein Lied soll eine Stimmung vermitteln. Ist das Lied aggressiv, schnell und entgegenkommend, so wird ein Riff was mit langen ganzen Noten ( für den Fortgeschrittenen : Bendings oder Slides ) arbeitet, eher bremsen. Anders, wenn das Lied eher melancholisch sein soll, so wird ein im 2/4 Takt gespieltes Riff mit Triolen eher diesen Rahmen sprengen.
Wie schon geschrieben wurde, ausprobieren.

Wo ist dein Start ? Ok, A- Moll - also wenn das Riff abwärts orientiert sein soll, dann ist es möglich mit der Quinte zu beginnen und mit dem A zu beenden. Quinte, Terz und Prime sind in Bezug zueinander konsonant. Aufwärts, wenn das Riff aufbauen soll, so empfiehlt sich der Start mit dem A. Was im übertragenden Sinne Frage ( am Satzende aufwärts ) und Antwort ( am Satzende abwärts ) entspricht.

Die Tatsache, dass dir die von deinem Gitarrenlehrer dir aufgetragene Übung zur Zeit noch unmöglich erscheint, könnte auch bedeuten, dass du mit deinem Gitarrenlehrer nocheinmal über den Sinn dieser Übung sprechen solltest.

Ich schreib mal, ein Riff, was sich den Noten der A-Moll Pentastonik bedienen soll, mit einem A zu beginnen ist kein Fehler. Genausowenig wie das beenden mit einem A ein Fehler ist. Prime, Terz, Quinte wurden schon von dir genannt. Das reicht doch dann schon aus. Schnelligkeit ist aber auch in einer chromatischen Folge von Noten.

Als Eckpfeiler hat dir dein Lehrer hoffentlich vermittelt, das sich die Dur Pentatoniken C, F, G und die Moll Pentatoniken D, E, A ähneln. Es sind die einzigen 6 Pentatoniken, die vorzeichenlos sind. Wenn also ein Riff steht, überprüf mal anschliessend ob es in der riffbestimmenden Pentatonik bleibt, oder ob es in eine andere abdrifftet. Neben Ausgangs- und Endton bilden noch andere Faktoren den Charakter. z.B. Notenwerte, Häufigkeit .

Gruss
GuitarRalf
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von mjchael
#366845
Eine Methode, die Abi Von Meinighausen (glaube ich der war es) empfohlen hat, war einfach die Töne, die man hat von 1 nach 4 durchzunummerieren, und dann einfach durchzuzählen.
1234
1243
1324
1342
1423
1432
2134
2143
2314
2341
usw. usw.
Dann spielt man die Töne einfach in der Reihenfolge, (immer nur eine Reihe) hört, wie sie wirken, spielt mit unterschiedlichen längen der Töne, schaut mal nach, ob man vielleicht den Ausschnitt aus einem Lied kennt etc. etc.
Das hat er empfohlen, wenn einem keine neuen Ideen mehr kommen, und immer wieder nur das selbe spielt.
Und auch wenn ich die Übung selber nicht unbedingt bis zum Exess durchexerziere, komme ich so doch ein paar mal auf andere Ideen.

Wenn du schon weißt, dass die 4 Töne aus der Am-Tonleiter kommen, lasse doch eine Akkordfolge (Backing-Track) oder so im Hintergrund laufen, und lasse dich nur von der Begleitung zu einem Solo inspirieren.

Gruß Mjchael
von everyBlues
#366848
GuitarRalf hat geschrieben:
ich denke, Riffs bilden ist für den Geübten eine Spielerei. Mir stellt sich immer die Frage, was macht ein Riff zu einem Riff und wo ist der Unterschied zu einem Lick. :_::_:
Ist zwar keine Frage, denke ich, möchte aber trotzdem mal meine Difinition dazu beitragen.

Ein Lick ist, ich möchte es so sagen, ein "Trick", eine Fingerfertigkeit. Oder sagen wir, ein "Baustein" oder "Satz". Ein Riff, ist dagegen ein Melodielauf.
Smoke on the water ( Deep Purple), ist ja allgemein bekannt. Jeder kann es nachsummen, oder Pfeifen. DAS ist ein Riff. Das solo dann, zerlegt man es, besteht aus einzelnen Licks. So aus meiner Sicht.

Zur eigentlichen Threadfrage. Hm .. was gibt es dazu, zu sagen.
Wenn ich's richtig verstanden habe, soll es die a moll Pentatonik sein. Also einfach spielen, experimentieren. Du kannst einen,zb. A moll Akkord nehmen ( als backing Track) und darüber spielen. Das müssen nicht viele Akkorde sein, einer reicht. Oder eine Bassline, oder auch einfach nur Drumline. Möglichst einfach halten. Wenn du ein Looppedal/ recorder zur verfügung hast, dann nehme damit was Einfaches auf.
Wenn das alles nicht möglich ist, reicht es aber auch einfach aus die Pentatonik zu spielen. Der Plan ist, einfach anfangen!
Experimentiere mit den Tönen.

Bei mir ist das so, ich nehme oft einfach die Gitarre zur Hand, ohne zuvor eine Melodie oder Rhytmus idee zu haben. Und erst beim experimentellen spielen, kommt dann zb. eine Melodie zustande.
Versuche auch, die Töne der A moll pentatonik an einer anderen stelle deines Griffbrettes zu spielen. Bist du nun soweit, das du eine kleine Melodie hast, dann fang an, die Melodie Töne zu variiren. Und eben auch an einer anderen Stelle zu spielen.

Wichtig finde ich auch, das Hören lernen. Soll heißen höre dir unbedingt andere Gitarristen an. Höre genau hin, was diese mit den Tönen machen, und höre die pausen.
Gib doch einfach mal bei Youtube "A moll Pentatonik" ein.

schau mal hier rein:


Vielleicht hilft dir das etwas;) Geht aber NICHT ums nachspielen ;)
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von mjchael
#366977
Interessanter Youtube-Link.
Macht Spaß auch die anderen Videos von dem Autoren sich anzusehen.
()/
Gruß Mjchael
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von Beastmaster
#367115
Eine Methode, die Abi Von Meinighausen (glaube ich der war es) empfohlen hat, war einfach die Töne, die man hat von 1 nach 4 durchzunummerieren, und dann einfach durchzuzählen
Abi von Reininghaus brachte eher noch eine viel lustigeres Verfahren ins Spiel.

1. Nimm ein Telefonbuch
2. Wähle eine Tonleiter: wir nehmen ne Am-Penta (ACDEG)
3. Da die Tonleiter weniger als 9 Töne hat, die nummern im Telbuch aber von 0 bis 9 sind, mach bei der nächsten Oktave weiter

Bsp: 03381 556677 (Keine Ahnung wer das ist, fiktive Nummer)

A = 0 und 5 usw
G = 4

Somit sind die gespielten Töne: A E E E C A A C C D D

Man kann auch die 0 wegstreichen und nur die Nummern 1 - 9 verwenden...
Dann sinds die Töne: D D D A G G A A C C

Das ist dazu da, dass der lernende Gitarrist Meldodieren lernt und nicht rumdudelt (die Töne steif hintereinander ohne überspringen).
Beim Melodieren überspringt man ja Töne oder spielt auch welche doppelt oder mehrfach...

Liebe Grüsse
Beastmaster
von teacup
#367116
Beastmaster hat geschrieben:...
1. Nimm ein Telefonbuch
2. Wähle eine Tonleiter: wir nehmen ne Am-Penta (ACDEG)
....
Das ist mal ne Herangehensweise, da entwickeln sich allein schon beim Durchlesen unmengen an Ideen. Dabei hab ich so gar keine Zeit, weil ich noch für die nächste Unterrichtsstunde am Üben bin. Aber diesen Tipp werd ich mir mal fett quer über den Monitor notieren.

teacup
von everyBlues
#367172
Ich finde die Idee, mit den Telefonnummern, gar nicht so schlecht :D.
von zulu666
#367265
Endlich habe ich den Sinn von diesen Büchern die mir immer in den Eingang gelegt werden verstanden, da will mir einer das solieren beibringen. ))-)) Hat bestimmt mich auf der Straße gehört und fand es langweilig :cry:
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von GuitarRalf
#367271
rotfl - ...

Raumschiff Enterprise, der Android Data empfiehlt das Durcharbeiten sämtlicher existierender Telefonbücher. :)
Und nach Beendigung sind noch die EAN-Kassen umzustellen. Vom einfachen Einfachpiep zum Melodieskanning. Oh, oh, oh, wenn das Mozart wüsste. Was Bach und Schubert wohl dazu sagen würden, wenn sie die jetzigen Möglichkeiten sehen könnten.
von everyBlues
#367294
mag ja lustig sein, die Idee. Aber nicht schlecht ;)
Und wer weiß woher Mozart, Bach, Schubert, Bethoven usw..... Ihre Ideen gewonnen haben. JA JA telefonbücher warens wohl nicht. ;)

einfach mal probieren leute, und dann selbst herrausfinden ob's was bringt.
von everyBlues
#371910
Beastmaster hat geschrieben:Mit Lustig, meinte ich eher sowas wie genial. ))-))
LG
Beastmaster
Hallo Beastmaster. Lange nichts von dir gelesen, schade.

Ich weiß nicht ob du dich jetzt auf meinen letzten Post beziehst, aber du wars mit "Mag ja lustig sein" nicht gemeint.
Ich finde die Idee nämlich nicht sooo schlecht ;). Da möchte man doch sagen: Danke für den Tipp.
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von Beastmaster
#371936
Hi everyBlues,

hatte dich auch so verstanden und wollte das nur von meiner Seite bekräftigen.
Bemühe mich gerade mal wieder öfter rein zu schauen.

Beste Grüße
Beastmaster
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