Probleme mit F-Dur am 5. Bund

Lernen, greifen, wechseln & bestimmen
von opasam
#365308
Hallo !

Ich habe Mörderprobleme, den F-Dur am 5. Bund zu spielen.

Bild

Die Handinnenfläche berührt immer die hohe E-Saite und der kleine Zeigefinger knickt durch.
Irgendwelche Tipps, wie ich mich der Lösung annähern kann ?
Danke.

LG
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von Ratatosk
#365309
also ich hoffe Du verstehst was ich meine aber so, wie Du da auf dem Bild im Sessel "hängst" und den Arm so verkantet hinter das Griffbrett friemelst, könnte das auch bald ein Fall für den Orthopäden werden :cool:

Will sagen, es dürfte zu einem großen Teil an der Haltung liegen. Versuche es mal in aufrechter Sitzhaltung OHNE die Armlehne des Sofas. Gitarrenhals höher. Griffhand locker und nicht so verwinkelt. Daumen locker hinter dem Griffbrett. Nichts forcieren! Deine Sehnen müssen such ja auch erst mal langsam an solche Sachen gewöhnen.
von opasam
#365324
Hallo ! Deine Kritik ist absolut angebracht. Ich weiß, daß eine lockere Haltung sehr wichtig ist. Normalerweise sitze ich auch gerade, aber trotzdem klappt es nicht.
Eine Gitarrestütze (Gitano) ist auch dran. Der Gitarrenhals ist damit ja schon höher als ohne. Wennich die Gitarre aufs linke Bein lege, in der Regel die Klassikhaltung, dann
ist der Griff ohne Probleme zu bewältigen, nur mag ich diese Position aber nicht.
Aber das Griffbild hat es doch schon in sich oder ? Mein kleiner Finger ist auch nicht gerade lang, deshalb muß ich solche Verrenkungen machen.
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von Ratatosk
#365325
Ja, also aus meiner Warte hat es dieser Griff in sich. Das wäre jetzt auch nicht mein Lieblingsgriff. ich habe zwar lange Finger aber gerade die Streckung des kleinen Fingers macht es schwierig. Außer einer besseren Haltung und Übung fällt mir nichts ein.
Die klassische Gitarrenhaltung praktiziere ich nicht aber ich spiele auch keine Klassik. Wird aber schon nen Grund haben, warum die Klassiker so penibel auf eine gute Haltung achten
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von mjchael
#365326
Nimm doch den Zeigefinger als vollen Barré-Finger!
Das finde ich persönlich nicht so verkrampft, und man kann leichter Akkordverbindungen damit spielen.

Meine erste Übung für den F-Dur in der C-Form war ein typischer Schu-Bi-Du-Ba (genauer Ein 16-25er-Doo-Wop bzw. ein Rhythm Changes)
%5/1.8/4.7/3.5/1.6/2.5/1[F] %5/1.5/1.7/3.5/1.6/2.5/1[Dm7] %3/1.5/3.3/1.3/1.3/1.3/1[Gm7] %3/1.3/1.5/3.3/1.5/4.3/1[C7]
Why Do Fools Fall In Love
Der Song wurde unheimlich viel gecovert.

Oben beim Link über den Doo-Wop findest du nolch weitere Beispiele.

Die Akkordfolge habe ich beispielsweise beim Lied Danke für diesen guten Morgen eingesetzt.
Man kann man beispielsweise in D-Dur anfangen (in der C-Form im 2. Bund gespielt) und dann die ganze Akkordsequenz jede Strophe einen Bund nach oben wandern.

Suche dir eines der Lieder aus und spiele es eine Runde. Danach sitzt der Akkord.

Gruß Mjchael

ps.: @Sweep: Gefällt mir die Möglichkeit Akkorde als Tab zu schreiben.
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von Frank-vt
#365328
Erste Frage wäre : Muss man denn das F-Dur unbedingt so spielen? :P Gibt doch genug Alternativen.
Aber wenn, dann spiele ich die C-Dur-Variante auch mit einem Vollbarrè, wobei ich allerdings Western spiele, die ist etwas angenehmer bei solchen Griffen. Grad nochmal spaßeshalber probiert - nö, kein Problem :D Aber würde ich in der Praxis kaum anwenden. Neige immer dazu, mir Lieder greiffreundlicher umzugestalten ;)

PS: Mir ist gerade doch ein Lied eingefallen, wo ich die C-Dur-Variante spiele (D#/Eb und E im 3. Bund) : "White Christmas" :D
Da ist es einfach die (für mich) beste Variante. Ansonsten verwende ich lieber eine Capo.
Zuletzt geändert von Frank-vt am 16.09.2015, insgesamt 1-mal geändert.
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von mjchael
#365330
Man muss gar nichts.
Wenn man es kann, dann kann man einiges damit machen.
Ich mag beispielsweise Lieder von Jack Johnson. Bei dem Song "Better together" hat er beispielsweise einen Basslauf in F-Dur, der sich mit dieser Akkordvariante viel einfacher realisieren lässt,
Man könnte zwar auch auch mit Capo arbeiten, aber man kann die Akkordstufen nicht mehr so einfach raufrücken.
vgl. https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... r_Basslauf

Gerade bei einer 50er Progression oder einem Rhythm Changes ist diese Griffvariante sehr gut zu gebrauchen, da du nur eine Akkordfolge auf Barré lernst, und die gleich auf verschiedene Tonarten anwenden kannst, ohne dass du dir für jede Tonart einen neuen Fingersatz ausdenken musst. Wenn du mal mehrere Songs aus den 50ern und 60ern spielen möchtest, dann lohnt sich die C-Akkordform schon.

Einige Akkorde wie Db oder Eb spiele ich gerne in der C-Form im 1. und 3. Bund, damit ich nicht quer übers Griffbrett springen muss.

Du darfst dir aber ruhig sagen: Das ist für später, wenn ich ein wenig fortgeschrittener bin. :D

Gruß Mjchael
von opasam
#365345
Hallo ! Danke für die tollen Tipps. Ich habe es nochmal mit dem Griffbild wie auf dem Foto in den tiefen Lagen probiert, da geht es sehr viel besser.
Ich kann mich dann ja so langsam hocharbeiten. Lg
von opasam
#365988
Frank-vt hat geschrieben:Grad nochmal spaßeshalber probiert - nö, kein Problem :D Aber würde ich in der Praxis kaum anwenden. Neige immer dazu, mir Lieder greiffreundlicher umzugestalten ;)
Auf einer Konzertgitarre ? Mit Gitano ? LG
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von Frank-vt
#365994
Nein, Konzertgitarre spiele ich nicht mehr, wobei ich das damals auch nicht anders gemacht habe. Einfach die Tonart in eine mir genehme geändert. Im Regelfall G- oder C-Dur bzw. dies durch Capo erhöht. Sehe halt immer zu, wie ich es möglichst einfach spielen kann. Muß aber dazu sagen, das ich nur Liedbegleitung mit hier da Untermalung durch Einzelnoten mache, also ist das vielleicht nicht übertragbar.
von opasam
#366064
Also, auf meiner Western klappt der Griff viel besser, da habe ich deutlich weniger Probleme, ist ja auch klar, warum, weil der Hals schmaler ist und sich der kleine Finger nicht so lang machen muß.
von everyBlues
#366120
mjchael hat geschrieben:Nimm doch den Zeigefinger als vollen Barré-Finger!
Das finde ich persönlich nicht so verkrampft, und man kann leichter Akkordverbindungen damit spielen.
.
Juup, mache ich auch so. Es lohnt sich, Barré zu lernen.
Ich spiele lieber mit Barré, also ohne.
von opasam
#366319
Ich glaube, es ist tatsächlich auch nur davon abhängig, wie lange man übt. Es klappt schon etwas besser.
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