Welches Buch für rein klassische Gitarre?

19 Beiträge   •   Seite 1 von 1
Linkubus
interessiert
Beiträge: 9
Registriert: 16.04.2015
Wohnort: Frankfurt am Main

Welches Buch für rein klassische Gitarre?

Erstellt: von Linkubus » 07.06.2015, 21:05

Hallo zusammen,

ich möchte klassische Gitarre (keine E-Gitarre, kein Rock, kein Pop usw.)
lernen und suche ein passendes Buch.

Auf meine alten Tage (44 Jahre) möchte ich ungern Noten lernen.

Enden soll das Ganze, wenn es denn überhaupt noch klappt mit dem Gitarrespielen,
bei spanischen Klängen und dann beim Flamenco.

Daher suche ich als blutiger Anfänger die richtige Herangehensweise für das Selbststudium.

Ich habe viel gelesen und dennoch die Frage:

Diese drei Bücher haben sich für mich, aufgrund der Feedbacks, als gut herauskristallisiert.
Welches Buch wäre für die rein klassische Gitarre das richtige?

Bernd Brümmer: Garantiert....
Peter Bursch: Gitarrenbuch
Reinhold Pomaska: Gitarrenschule ohne Noten...
[/b]

Oder vielleicht ein ganz anderes?

Ich möchte halt ungern Dinge lernen, die ich nicht brauche...

Beste Grüße

Nicolas

Torfi
born 2 post
Beiträge: 201
Registriert: 25.11.2012

Erstellt: von Torfi » 08.06.2015, 00:09

Wenn du klassische Gitarre lernen willst, halte ich es für unbedingt sinnvoll, Noten zu lernen.
Es sind ja nicht viele, die zu lernen geht sehr schnell - im Gegensatz dazu, eingermaßen Gitarre spielen zu lernen!

Ein Buch, das ich sehr gut finde und das mir auch hier empfohlen wurde:
Das klassische Gitarrenbuch von Stephan Schmidt.

Die Stücke sind sehr gut ausgearbeitet, Noten und Tabulatur, empfohlene Fingersätze und Griffbilder auf der Seite, auf der man sie auch braucht, also kein Blättern nötig.
Es sind absolut anfängergeeignete Stücke dabei wie die Präludien, allerdings geht es dann recht schnell zu anspruchsvolleren Sachen über.

Von den drei von dir vorgeschlagenen Büchern würde ich am ehesten zum Brümmer tendieren.

Benutzeravatar
Frank-vt
Powerposter
Beiträge: 1035
Registriert: 26.02.2010
Wohnort: 04155 Leipzig
Gitarrist seit: ca. 1974

Erstellt: von Frank-vt » 08.06.2015, 00:29

Bei klassischer Gitarre würde ich zum Start eher zu einem Lehrer als zu Büchern tendieren. Der kann einem doch besser die Grundlagen, richtige Haltung etc. beibringen. Halte die Gefahr für zu groß das man im Selbststudium Fehler macht, die auszumerzen später schwieriger ist.
Und ums Notenlernen wird man wohl nicht Drumherumkommen. Die braucht man beim Akkordschrammeln nicht unbedingt. Aber klassisch? Ohne? Halte ich für schwierig.
Zuletzt geändert von Frank-vt am 08.06.2015, 12:28, insgesamt 2-mal geändert.

sunset
DailyWriter
Beiträge: 513
Registriert: 02.11.2011

Re: Vorgehensweise bei klassischer Gitarre?

Erstellt: von sunset » 08.06.2015, 01:38

Linkubus hat geschrieben:Auf meine alten Tage (44 Jahre) möchte ich ungern Noten lernen.

Hm. Ich habe SchülerInnen, die mit 64 noch bereit sind, nach Noten spielen zu lernen. So schwer ist das dann auch wieder nicht.

Es gibt wirklich gute Schulen, in denen man ganz behutsam und mit netten Stücken an das Noten-lesen-lernen heran gebracht wird, z.B.: "Ralph Tönnes, Gitarre spielen, mein schönstes Hobby".

Wie schon von Torfi und Frank-vt erwähnt, ist es gerade bei klassischer Gitarre wohl nicht zu umgehen, nach Noten spielen zu lernen. Was an Tabs für Klassik, Flamenco, etc. angeboten wird, sind meistens musikalisch ziemlich reduzierte Vereinfachungen. Am ehesten geht noch: http://www.classclef.com/

Man macht sich eigentlich mehr Arbeit, wenn man nach klassischer Literatur und guten Lehrwerken ohne Noten sucht, als wenn man es einfach von der Kippe auf lernt.

lg
sunset

Benutzeravatar
Kevenborstel
Guitar Maniac
Beiträge: 1818
Registriert: 06.11.2010

Erstellt: von Kevenborstel » 08.06.2015, 11:07

:lol: nur nichts unnötiges lernen.......
Dein Ziel (Flamenco etc. ) ist ja schon klar definiert und da 44 wohl aus rein wissenschafftlicher Sichtweise noch kein Alter ist, indem man sich nur noch mit der Fernbedienung des TV beschäftigen kann, solltest du dich mit einer etwas umfassenderen Ausbdung anfreunden. R
Leider ist es nunmal so, dass wir nicht alle mit so musikalischen Ohren ausgestattet sind, das wir die Musik ohne Erklärungen eben auch inForm von Noten "verstehen"können. Auf ein grundlegendes Basiswissen wozu auch Notenlehre gehört wird man wohl nicht verzichten können. Ist aber alles zu schaffen.
Lehrbücher/DVDs für die akustische Gitarre gibt es viele aber welche die sich gleich mit klassischer Musik beschäftigen kenne ich nicht. Das oft empfohlene klassische gitarrenbuch von Mr. Schmidt hat zwar gute Übungsstücke in Tabulatur, ist aber kein typisches Beginnerbuch.
Zum reinschnuppern und anfreunden mit der Gitarre kann man wohl den Bursch empfehlen, eben keine Noten oder umfassende Lerninhalte.
Empfehlung......... da man mit 44 meist die recht schlecht bezahlte schulische Laufbahn abgeschlossen hat, solltest du dich aufgrund deiner Ziele - abhängig vom finanziellem Backround - nach einem professionellem Unterricht, Privatlehrer, Musikschule, Kreismusikschule, Vhs umschauen,n die dich auf deinem Weg begleiten..... eben zum Guitarrista.
"Level Ahead (L.A.) is comming soon"

Linkubus
interessiert
Beiträge: 9
Registriert: 16.04.2015
Wohnort: Frankfurt am Main

Erstellt: von Linkubus » 08.06.2015, 22:14

Vielen Dank für eure wertvollen Antworten!

Wenn man weiß, was man irgendwann möchte, aber den Weg nicht beurteilen kann ist es wirklich schwierig. Aber ihr habt mich schlauer gemacht.

Ich habe jetzt vor, überwiegend Tönnes (Gitarrespielen, mein schönstes Hobby) zu benutzen, um auch die Noten zu erlernen. (Und ja, ich werde "schrammeln")
Parallel dazu noch Brümmer, der didaktisch besser sein soll, um eventuell etwas nachzuschlagen und Dinge, die ich nicht verstehe, mit einem anderen Ansatz lernen zu können.

Wenn ich das jemals durchhaben sollte, werde ich dann gezielt in den klassischen Bereich
gehen und mir Bücher, auch empfohlene, zur Vertiefung, bzw. Spezialisierung anschaffen.

Übrigens, habe ich mit 44 tasächlich die "meist die recht schlecht bezahlte schulische Laufbahn abgeschlossen", dafür momentan aber umso weniger Zeit für regelmäßigen Gitarrenunterricht.
Da ich bei meinem "Projekt" an die nächsten Jahre denke, ist aber da natürlich auch alles offen. Gitarrenunterricht würde ich sehr gerne nehmen. Lieber heute als morgen.

Falls übrigens hier im Forum jemand die beiden oben von mir erwähnten Bücher gebraucht verkaufen möchte...

Sollte mein Plan immer noch irgendwie daneben sein und weitere Denkfehler beinhalten, bitte laut rufen!

Jedenfalls nochmals besten Dank für die tolle Beratung und die Zeit, die ihr euch genommen habt. Insgesamt ein wirklich gutes Forum, und ich bin froh, dieses gewählt zu haben.
(nicht überkandidelt, nicht oberflächlich, dabei sehr freundlich)

Beste Grüße aus Frankfurt am Main

Nicolas

Benutzeravatar
Kevenborstel
Guitar Maniac
Beiträge: 1818
Registriert: 06.11.2010

Erstellt: von Kevenborstel » 09.06.2015, 00:06

Guter Start. Ein Buch welches einem zusagt als "roten Faden" benutzen. So kann man sich kontrollieren und hat Erfolgserlebnisse. Zum vertiefen oder besserem Verständnis und zur Abwechslung mehrgleisig fahren, auch online. Tips und Vorschläge gibt es hier zuhauf.
Gut, dass du dir keinen Zeitdruck machst. Lernen sollte ja Spass machen!
Wenn du nicht zwei linke Hände hast, wirsrt du auch relativ schnell zu deinen Vorlieben kommen. Das basic Rumba, Flamenco strumming kann man schon relativ früh lernen und damit Lieder begleiten, was dann wchon richtig toll klingt.
Trotz deines Zeitproblems würde ich auch kleine, kurze Übungszeiten einplanen. Es muss nicht immer 'ne Stunde sein, wichtig ist das regelmäßige Üben.
Ach ubrigens, Forenlob ist auch mal schön, danke. Wir haben hier wirklich tolle Leute, die sich immer wieder in die Probleme reinknien und ihr Wissen OHNE Überheblichkeit weitergeben. Deshalb macht es auch Spaß für die anderen hier mitzumachen.
In diesem Sinne..........
"Level Ahead (L.A.) is comming soon"

Schneiderlein
Stammgast
Beiträge: 255
Registriert: 16.09.2013

Erstellt: von Schneiderlein » 09.06.2015, 08:48

Linkubus hat geschrieben:Und ja, ich werde "schrammeln"


Es lohnt sich! :P

Benutzeravatar
MarkusG
DailyWriter
Beiträge: 527
Registriert: 29.11.2012
Wohnort: westl. von München

Erstellt: von MarkusG » 09.06.2015, 09:28

Ich hatte auch mit knapp 44 mit der Konzertgitarre angefangen...

und da im Wesentlichen mit dem Brümmer-Buch. Zwar wird da "nur" geschrammelt, aber es vermittelt einen guten Euinstieg in Griffe und Rhythmik, was auch für klassische Stücke wichtig ist. Und die letzte Übung, bei Brümmer "Spielwiese" genannt, klingt schon recht spanisch.

Parallel dazu habe ich mich immer wieder mit einfachen klassischen Stücken am Melodiespiel versucht, z.B. mit Stücken aus diesem Thread hier im Forum.

Viel Spass beim Klimpern )()(

Markus
Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.

Gruss Markus

Torfi
born 2 post
Beiträge: 201
Registriert: 25.11.2012

Erstellt: von Torfi » 09.06.2015, 11:33

Andere Idee für einen Ansatz:
Wenn du eigentlich gerne Gitarrenunterricht nehmen möchtest, dann mach das doch.
Bringt sehr viel, vor allem am Anfang. Es muss ja nicht regelmäßig sein, auch nur eine (Dreiviertel-)Stunde im Monat ist besser als ganz alleine mit Büchern und Videos.
Viele Lehrer bieten auch Einzelstunden an.
Und dann frage ihn, welches Buch am Besten passen würde, um seinen Unterricht zu ergänzen.

Problem mit Büchern war bei mir: Man geht in dem Tempo vor, in dem man normalerweise ein Buch liest, nimmt sich viel zu viel in zu kurzer Zeit vor und ist verständlicherweise frustriert.

Den Brümmer hab ich grade nicht vorliegen aber um z.B. "Das klassische Gitarrenbuch" durchzuarbeiten, würde ich zwei Jahre veranschlagen.
Und danach kann man noch lange nicht alle Lieder daraus spielen aber man weiss zumindest, wie man an Stücke dieser Schwierigkeit rangeht und kann sich dann mal nach was anderem umsehen.

Dürfte mit anderen Gitarrenschulen ähnlich sein.
Ein guter Lehrer weiss, was realistisch ist und kann den Ehrgeiz und die Erwartungen an sich selbst auf ein machbares Maß zurechtstutzen! :-)

Torfi
born 2 post
Beiträge: 201
Registriert: 25.11.2012

Erstellt: von Torfi » 09.06.2015, 11:46

achja, nochwas:
Trotz meines ebenfalls fortgeschrittenen Alters (ja, auch ein Späteinsteiger! :cool: ) war mein erstes Buch ein Kinderlehrbuch, Band 1, Fridolin von Hans Joachim Teschner.
Das stand bei uns in der Bibliothek rum.
Und es war garnicht mal so schlecht, man hat gleich von Anfang an ein Melodieerlebnis und hört sofort, wenn man sich verspielt.

Für später ist, wie Marcus schon schrieb, Remarcs Seite auch absolut zu empfehlen:
http://remarc.jimdo.com/

Und mit den garnicht so schrecklichen Noten kann man sich hier spielerisch vertraut machen:
http://software.cdemos.biz/hiper/nolegr ... ratis.html

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8974
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 09.06.2015, 15:17

Was Notenlesen angeht, da haben wir schon ein paar Buch-Vorschläge gesammelt.
[Buchtipp] (Noten) Abent. Git. +Käppels Gitarrenschule u.a.

Das Lagerfeuerdiplom (s.u.) würde ich dir ebenfalls empfehlen. Die elementaren Grundlagen die Liedbegleitung werden dir auch für die Klassikgitarre zugute kommen.

Auch Gitarrenkurs Thomas Rühle hat einen Gitarrenkurs in 24 Unterrichtseinheiten geschrieben, der auch aufs Notenlesen eingeht.

Gruß Mjchael

Linkubus
interessiert
Beiträge: 9
Registriert: 16.04.2015
Wohnort: Frankfurt am Main

Erstellt: von Linkubus » 10.06.2015, 22:28

Hallo zusammen,

nochmals vielen Dank für die vielen Hinweise (auch die neuen!).

Das mit dem Lehrer werde ich vorerst nur insofern beherzigen, als daß ein Arbeitskollge zwar kein Profi, aber offenbar sehr weit entwickelter Laie ist. Gitarrist seit 20 Jahren und auf allen Gitarrenarten und Genres unterwegs.

Er wird zumindest überprüfen können, ob ich Fehler mache und entsprechende Hinweise und vielleicht Alternativen geben können. Didaktisch bleibe ich dann erstmal bei den Büchern.

-Übrigens, der Kollege ist ein Bär von einem Mann (aber wie Balu der Bär, also mit Gemütlichkeit und so...), mit großen Händen und dicken Fingern. Sein Gitarrenspiel ist unglaublich filigran. Zumindest für mich als Anfänger. Das aber nur nebenbei zur Ermutigung für einige, weil ich immer wieder lese, daß Menschen glauben niemals selber Gitarre spielen zu können...

Morgen ist schon der Tönnes bei mir (sofern DHL mitspielt wegen Streik) und dann kann es losgehen.

Ich werde berichten, wie es weiterging,,,

Besten Dank und Grüße

Nicolas

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8974
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 11.06.2015, 12:29

Wir sind gespannt auf deine ersten Fortschritte!

Gruß Mjchael

Linkubus
interessiert
Beiträge: 9
Registriert: 16.04.2015
Wohnort: Frankfurt am Main

Erstellt: von Linkubus » 28.06.2015, 00:52

Hallo zusammen,

heute möchte ich mal, (wie gewünscht) ein erstes Feedback, insbesondere zum Buch von Tönnes, " Gitarre spielen, mein schönstes Hobby", geben.

Das Tönnes-Buch ist trotz des Streiks pünktlich angekommen. Erste Reaktion meinerseits:
Für € 35,- ein eher schmales Werk. (trotz CD und DVD).
Erst recht wenn man bedenkt, daß eine Anfängergitarre wie die Yamaha C-40 lediglich 119,- kostet.
Da ich wenig Zeit habe, bin ich noch ziemlich am Anfang. Die ersten kleinen Stücke habe ich
fleißig geübt und auch die ersten kleinen Erfolge stolz vorgeführt.
Dann wurde mir bewusst, das ein Schimpanse das auch kann...
Ich habe die Stücke lediglich, durch hin- und herblättern zwischen den einzelnen Erklärungen der Noten, auswendig gelernt. Die Noten konnte ich mir nicht wirklich merken.

Da ich parallel auch online unterwegs bin, wurde mit klar, daß das didaktisch nicht so toll ist:
Einfach zu zeigen, wo Töne auf der Gitarre zu zupfen sind und dann Lieder mit Noten
darzustellen. Da fehlt mir die Anleitung, wie diese verinnerlicht werden können, und z.B.
das Töne nicht nur einmal auf dem Griffbrett vorkommen.
Also auch ein wenig mehr Theorie. Wenn schon Noten, dann möchte ich die auch begreifen.
(Ja, ich habe auch vorgeblättert. Da kommt noch viel Stoff, aber wenig Erklärung.
Eher so: Das ist dieses Zeichen und bedeutet jenes. Also kommt das beim nächsten Stück vor... und Punkt und weiter.)

Die CD ist bei vorher unbekannten Stücken hilfreich. Die DVD stellt tatsächlich nur den Text dar...
Versprecher, bzw. "Haspler" von Tönnes stören zwar nicht, sprechen aber auch nicht für einen hohen Qualitätsanspruch der Produktion.

Ich stehe zwar erst am Anfang dieses Buches, habe aber den Eindruck, daß es wie bei einem billigen Fremdsprachen-Ratgeber für die Reise funktioniert:
Einzelne Sätze werden in diesen in Lautschrift dargestellt. " Una cerveza porfavor", und schon meint der geneigte Spanientourist, er würde die spanische Sprache "beherrschen".
Kommt eine Rückfrage ist Ende.

Jedenfalls macht mir das Gitarrespielen trotzdem großen Spaß, dem Buch stehe ich aber (noch) skeptisch gegenüber.

Beste Grüße

Nicolas

Benutzeravatar
Carabas
weint bei Forumsausfall
Beiträge: 26
Registriert: 07.07.2014

Re: Vorgehensweise bei klassischer Gitarre?

Erstellt: von Carabas » 28.06.2015, 12:40

Linkubus hat geschrieben:Auf meine alten Tage (44 Jahre) möchte ich ungern Noten lernen.
Nicolas


Du überschätzt Dein Alter und die Schwierigkeit Noten zu lernen.
Früher war ich unentschlossen, heute bin ich mir da nicht mehr so sicher.

sunset
DailyWriter
Beiträge: 513
Registriert: 02.11.2011

Erstellt: von sunset » 02.07.2015, 02:40

Hi Linkubus,
ich verstehe dein Problem mit dem Tönnes. Ich selbst verwende ihn eigentlich auch nur in Kombination mit einigen anderen, z.B. hochweber.ch oder Schaller-Scheidt, Lehrwerk für Gitarre.

Wenn du gleich mal auswendig spielen kannst, ist das natürlich eine gute Voraussetzung zum Musizieren.

Aber um Noten lesen zu lernen braucht es der ständigen visuellen Kontrolle. Zuordnung Notenbild zu Saite und Bund, immer wieder, hinschaun und merken, und in den höheren Lagen durch Zählen ermitteln, wo der Ton liegt, wenn man erst mal die Skalen kann und weiß, wie die Leersaiten heißen.

Ich vermute, dass du noch in den very basics der Noten hängst, und da wäre ein Theoriebuch für dich vielleicht nicht schlecht, z.B. Ziegenrücker, Allgemeine Musiklehre,

berichte weiter, wie's läuft.

lg
sunset

Linkubus
interessiert
Beiträge: 9
Registriert: 16.04.2015
Wohnort: Frankfurt am Main

Erstellt: von Linkubus » 02.07.2015, 22:49

Vielen Dank für die Hinweise.

Ich werde berichten, aber ich habe wenig Zeit und es geht sehr langsam...

Beste Grüße Nicolas

Benutzeravatar
MukerBude
born 2 post
Beiträge: 199
Registriert: 20.01.2016
Wohnort: zu hause
Gitarrist seit: Urzeiten

Re: Welches Buch für rein klassische Gitarre?

Erstellt: von MukerBude » 25.01.2016, 21:07

@Linkubus,
mir fällt auf, dass noch nicht wirklich auf Deine Reihenfolge bestimmte Techniken zu lernen eingegangen wurde.
Wenn Du über die Technik der klassischen Gitarre Flamenco lernen willst, dann ist die Reihenfolge falsch.

Wenn die FlamencoTechik Dein Endziel ist, beginne mit dem RumbaFlamenco. Damit erlernst Du die richtige Techik die Dich zum Flamenco führt.

Eine klassische GitarrenAusbildung braucht zwingend fundierte Notenkentnisse und ist keinesfalls als Untermenge des Flamenco zu sehen sondern umgekehrt.

Ein Gitarrist hat mal gesagt: "Klassik Gitarristen geben gerne ob ihrer überragenden GitarrenTechnik Flamenco Stücke als Zugabe."

Im Alter von 53 habe ich querbeet durch viele GitarrenStile das Klampfen wieder erlernt und bin seit ca. zwei Jahren auf dem Weg zu einer gitarristischen Flamenco Sprache die ein Spanier als solche akzptieren würde.
Der Rumba als Vorspiel geht mir stellenweise schon recht gut von der Hand. Flamenco ist aber noch in weiter Ferne, geschweige denn die KlassikTechik, auch wenn mir die ZupfMuster der Bach'schen LautenWerke ein Begriff sind.

Meine absolute Empfehlung: jam play - Marcelo Berestovoy
http://www.jamplay.com/guitar-lessons/g ... hand-moves

Für alle die Flamenco lernen möchten oder vielleicht Rumba gemeint haben...
https://www.youtube.com/watch?v=A5LdOyQ ... elJPzNduB4
Hier virtuell bescheiden mitspielen zu können erfüllt mich ein wenig mit dem Stolz den diese Musik ausdrückt.

Ein alter Freund hat mir vor 40 Jahren gesagt: "Flamenco kann man nicht lernen, sondern nur leben." Seitdem lebt er in Spanien.

`/:-)>
Peter aus der MukerBude

19 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste