Reisegitarre - strapazierfähigeres Material

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DasHannes
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Reisegitarre - strapazierfähigeres Material

Erstellt: von DasHannes » 11.09.2014, 10:20

Guten Tag,

ich plane für Reisen eine Gitarre (klassik) zu erwerben und frage mich, ob bestimmte Materialien weniger anfällig gegenüber Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen sind als andere. Kann mir jemand diesbezüglich Hintergründe erläutern? Danke

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Funplayer99
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Erstellt: von Funplayer99 » 11.09.2014, 12:31

Kannst du das etwas genauer erläutern?Soll es eine normale Klassik sein oder ne etwas kleinere oder zerlegbare Gitarre?Welcher Preisbereich schwebt dir denn vor?

So als gedanke wenn ich vor der Entscheidung stehen würde wäre eine Gitarre mit laminierten Korpus und nicht all zu teuer meine Wahl der Dinge.Der Grund liegt auf der Hand...sie sind nicht so empfindlich wie eine massive Gitarre und wenn doch mal was an der Gitte ist, macht man sich weniger Gedanken.
Es gibt auch zerlegbare Silentgitarren die sich komplett zerlegen lassen wie etwa von Tenayo fürum die 150€.Allerdings ist da der nachteil dass diese Gitarrenart nur über einen Kopfhörer (der direkt in die Gitte gesteckt wird) oder über einen AMp gespielt werden kann.Sie sind also nicht gerade Lagerfeuertauglich.
Es gibt auch Gitarren bei denen man den Hals umklappen kann.Es gibt von verschiedensten herstellern verschiedene Konzepte der Travel Guitars.Wobei es wohl mehr Western als Klassik gibt.
Alternativ gibt es auch Guitarlelen das sind kleinere Gitarren mit einer höheren Stimmung.Diese sind kompakt gebaut und durchaus für reisen interessant.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

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Andreas Fischer
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Erstellt: von Andreas Fischer » 11.09.2014, 21:56

es gibt gitarren ganz aus carbon, sind teuer aber extrem unempfindlich
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Erstellt: von Funplayer99 » 12.09.2014, 07:02

Carbon ist längst nicht so unempfindlich wie man den Leuten vormachen will.Und eine Reperatur kann im Schademsfall auch nicht jede Werkstatt ausführen.Daher halte ich solche Instrumente für einen Reiseeinsatz für eher ungeeignet.
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Erstellt: von Andreas Fischer » 12.09.2014, 14:35

zumindest wetter, temperatur und wasser, machen carbon nichts aus

mach das hier mal mit ner holzgitarre
https://www.youtube.com/watch?v=WI_jbK9 ... be&t=1m13s
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Erstellt: von Funplayer99 » 12.09.2014, 18:42

jetzt sind wir doch mal ehrlich...wer badet denn schon seine Gitte.Und auch wenn ne Holzgitte mal im Wasser landen sollte ist das auch nicht so dramatisch.Selbst schon erlebt.Man sollte halt nur nicht Stundenlang mit ihr baden gehn.Und was das Wetter angeht...ich hatte meine lagerfeuerklampfe auch schon über Nacht im freien stehen gehabt und die wurde klamm wegen Frühtau....gemacht hat das nix.
Carbon ist schon ein netter Werkstoff wenn man weiß was man da tut,aber eine Gitarre aus Holz ist auch nicht gleich Schrott wenn man die mal etwas unsachgemäs, was Temperaturen und Feuchtigkeit angeht, behandelt.
Und mal ganz davon abgesehen...die Gitte in dem Video find ich einfach hässlich ;) Aber das ist nur meine Meinung.
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Erstellt: von Andreas Fischer » 12.09.2014, 21:15

hässlich ist sie, keine frage ;-)

gut zu wissen das holzgitarren doch ne menge aushalten, denn ich habe vor eine "zu baden"
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Erstellt: von Funplayer99 » 13.09.2014, 10:42

DasHannes,ein paar Eckdaten was du an Kohle ausgeben möchtest und welche Bedingungen die Gitte erfüllen muss wären schon ganz hilfreich dass man dir vielleicht bessere Tips oder sogar bestimmte Modelle empfehlen kann.Ansonsten macht es wohl wenig Sinn irgendwelche aterialien auf den Plan zu rufen die aus Kostengründen oder aus Praxisgründen (Packmaß) eh nicht in Frage kommen.
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Erstellt: von DasHannes » 14.09.2014, 11:50

Es wird eine 1/2 oder max. 3/4 Gitarre, zusammenklappbarkeit ist nicht erforderlich (kommt längs auf den fahrradgepäckträger und steht halt nach hinten über). ich lege wert auf eine eher große Sattelbreite, also 48-52mm, auch wenn das in dem gitarrengrößensegment selten ist.
es wird insbesondere mit hoher luftfeuchtigkeit gerechnet und temperaturdifferenzen im bereich -5 to 30°C (+ direkte sonneneinstrahlung hin und wieder). preislich bin ich nicht allzu festgelegt. kann etwa im bereich 50-300 euro liegen je nachdem was ich dafür bekomme. wenn es besondere argumente für produkte aus höheren preissegmenten gibt ist das aber auch relevant.

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Erstellt: von Frank-vt » 14.09.2014, 16:19

Wen das Budget etwas größer ist, würde ich die MArtin LX empfehlen.
Wie sie für die Temperaturschwankungen geeignet ist, weiß ich nicht. Zarge und Bode sind aus dem HPL von MArtin, was schon recht robust sein soll.
Klanglich ist sie besser als manch gleich teure Gitarre. Meine Tochter hat sie /ED Sheeran-Fan (oder wie der heißt :lol:).und ich war erstaunt, was aus dem kleinen Ding rauskommt :D Ordentlich verarbeitet, relativ normales Griffbrett, so daß sie sich gut spielen läßt.
Ein bisschen Bass und so fehlt vielleicht, aber das ist nicht wirklich gravierend.
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

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Erstellt: von DasHannes » 14.09.2014, 16:45

danke für den vorschlag. offenbar kam bei meiner umschreibung nicht deutlich heraus, dass ich (nur) nylon spiele :)

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Erstellt: von Funplayer99 » 14.09.2014, 17:08

ich würde mich bei Guitarlelen umschauen,die gibt es auch als Nylon Variante.
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Erstellt: von DasHannes » 15.09.2014, 13:10

das ist eine option ja, auch wenn ich eher zu eienr 1/2 gitarre mit 48mm sattelbreite tendiere. dennoch war meine eigentliche frage ja die sache mit dem material :)

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Ratatosk
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Erstellt: von Ratatosk » 17.09.2014, 10:50

Also ohne Dir jetzt ein bestimmtes Model nennen zu können. Ich denke ich würde mir gar nicht so einen großen Kopf um das Material machen. Ist ja nicht so dass eine Gitarre bei Sonneneinstrahlung wie ein Vampir zerfällt. Auch Temperaturschwankungen können die ab. Hohe Luftfeuchtigkeit kann natürlich das Holz beeinflussen aber so sehr dass man nicht mehr spielen kann? Glaube ich wohl kaum. In tropischen Ländern wird auch Gitarre gespielt und da macht sich keiner nen Kopp.
Ne Guitalele hat eine Mensur von ca. 43 cm. Ne 1/2 ca. 53 cm. Wenn ne 1/2 noch auf das Fahrrad passt, dann würde ich auch eher zu einer 1/2 tendieren. Ich habe ne Guitale und spiele die sehr gerne im Park usw. Barré ab dem 5'ten Bund wird schwierig. Auch eine 1/2 hat da ihre Grenzen. Jetzt gehe ich aber davon aus, dass Du eine Normalstimmung haben willst. Eine Guitalele ist in der Regel eine Quarte höher gestimmt.
An Deiner Stelle würde ich also in den Laden gehen und alles was in der Größe in Frage kommt anspielen. Wenn ich bei Thomann schaue, dann finde ich keine Alternative zu Holzdecken. Aber muss das Instrument denn ungeschützt durch die Weltgeschichte? ich würde auf einen guten Gigbag Wert legen bei der Aktion. Dadurch erhält die Gitarre auch Schutz. Kannst Sie noch zusätzlich einwickeln wenn Du Angst hast die saugt sich voll. Hol Dir in jedem Fall gute Saiten und packe auch Ersatzsaitensätze ein. Du wirst nämlich oft stimmen müssen, aufgrund der Änderungen. Klanglich sind gute Saiten bei den Kleinen Dingern echt ein Unterschied. Wo soll es denn hingehen? Und was genau willst Du damit spielen? Einfach ein bisschen schrammeln oder klassische Stücke. Ich frage weil Du sehr auf Nylon fixiert bist. Stahlsaiten könnten zumindest von der Lautstärke her ein Gewinn sein.

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