Warum gibt es keine Gitarre mit Mahagonidecke und Ahornz.?

Online-Ratgeber
von mando
#346002
Hallo Musikfreunde,

meine Frage richtet sich an die Fachkundigen unter euch.
Es gibt diverse Gitarrenholzkombinationen da draußen.
Ich selbst spiele mittlerweile eine Larrivee Double O 12 BUnd mit Sitka/Mahagoni Kombination.

Was ich mich heute fragte, weshalb es keine Akustikgitarre mit Mahagonidecke und Ahornzargen/Boden gibt?

Ich meine Mahagoni schluckt ein paar Höhen und nimmt etwas druck aus dem Bass, da dachte ich mir wenn man dies mit Ahorn kombiniert, dann sollten doch die Höhen wieder etwas zurück kommen und die Bässe wieder etwas knackiger werden.
Mir ist klar, dass Leute die eine Mahagonidecke wählen gerade diesen sanften dunklen Ton wollen und Leute mit Ahorn das Kristalline und Brilliante suchen.
Aber dennoch, es sollte ein interessanter eigener Klang mit Mahagoni / Ahorn- Kombination herauskommen denke ich. Ganz zu schweigen von der Optik ;-)

Also um Rat und Gedanken bin ich dankbar.
Vllt kommt ja mal ein Gitarrenbauer unter euch so auf neue Ideen ;-)

Beste Grüße
Mando :D
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von Hajo
#346011
Ich glaube die Kombination "heller Kopus mi dunkler Decke" wird aus optischen Gründen in Serie nicht oder sehr selten verbaut. Ist aber nur eine Vermutung.
von slowmover
#346046
Du meinst eine Western oder Konzertgitarre?
Wenn Du puristisch betrachstest ist die Decke so etwas wie die lautsprechermembran und der Korpus der Gitarre so etwas wie das Gehäuse. Nur eine schöne dünne Decke aus Zeder oder Fichte
gibt offensichtliche das breite Frequenzspektrum so wieder, wie es sein soll.

Anders als bei der Lausprecherbox ist nun das Gehäuse der Gitarre nicht komplett tot. Es wirkt sich wiederum dämpfend oder bevorzugend auf manche Frequenzbereiche aus. Palisander breitbandig und neutral, Ahorn schlank und präzise etc. Alle diese Klangeigenschaften kann der Gitarrenbauer natürlich auch konstruktiv betonen. Es ist immer das Gesamtpaket was den Klang bringt. Aber beim Korpus schwört die Mehrheit auf Palisander, bei der Decke auf Fichte, wobei die Zederfraktion sogar fanatischer auf ihr Holz schwört. Mahagonie scheint mir tendentiell das typische Korpus-Holz für vollmassive Einstiegsgitarren zu sein. Tendentiell warm aber weniger differenziert.

Also die Eintscheidung für Klanghölzer ist definitiv eine konstruktive/akustische.

man sollte sich aber von den unterschieden nicht zu viel erwarten. Man muss das Teil in die Hand nehmen. Auch ein Gitarrist spielt nicht neutral. Deswegen entscheidet am Ende das Paket Gitarre/Spieler über den Klang, und davon wieder zum überwiegenden Teil der Spieler.

Es macht Spass schöne Produkte zu besitzen, aber viele im Forum holen auf einer ordentlichen Mittelklassegitarre zu 200 Euro viel mehr Klang raus aus ich aus einer Meistergitarre holen würde.
von pressanykey
#349313
Hi,
ich habe meins hier gekauft...

http://www.musicworldbrilon.de/simonpat ... ogany.html

Bin sehr zufrieden damit. Ich hatte vorher ein Cort die ich als set für 190 Euro gekauft habe.
Da ich kein expert bin, kann ich nur mein Subjektive Meinung dazu sagen...
Der Cort ist zwar lauter, und vielleicht "voller", aber mein S&P viel schöner vom Klangbild.
Einige bekannten (die sehr viel mehr Ahnnung habe als ich) sagen auch das es ein sehr schöner klang hat.

Phil
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von Ratatosk
#349315
das ist ja alles gut und schön aber er sucht Mahagoni UND Ahorn. Das ist mir so auch noch nicht über den Weg gelaufen. Ich könnte jetzt noch mit Fichte und Ahorn dienen aber das wäre genauso wenig hilfreich.
von pressanykey
#349320
Sry,
my bad... nächstes mal guck ich genauer hin...

Phil
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von Andreas Fischer
#349345
Alexander G hat geschrieben:Von Martin gibt es eine Vollmahagoni: https://www.thomann.de/de/martin_guitars_d15m_nt.htm

Von Gibson gibt es diese Vollmahagoni: https://www.thomann.de/de/gibson_j_45_g ... hogany.htm
hehe, von Harley Benton gibts auch eine vollmahagoni
https://www.thomann.de/de/harley_benton_hbcg45.htm :-P