Western- vs. Konzertgitarre, die 187.

Hilfe und Tipps zum Gitarrenkauf
von TomCullen
#341827
Tach auch,



Ich möchte in naher Zukunft auch anfangen Gitarre zu spielen, nur bin ich als absoluter Neuling planlos :lol:




Spielen würde ich vor allen Dingen Songs aus den 60ern (Beatles, Kinks und so), aber auch 90er (Oasis)


Idealerweise würde ich irgendwann dann auch eine E-Gitarre spielen.


Also : Was ist mit meinen "Präferenzen" die geeignetere Gitarre, und warum ? Und gibt es sonst noch was, was ich beachten sollte ? Schonmal Danke im Vorraus für eure Antworten


Gruss
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von Harry83
#341828
Moin!

Die Frage ist, was du möchtest. Ich z.B., habe gleich mit der E-Gitarre angefangen, und es nie bereut. Oft wird einem erzählt, es sei ein Muss, zunächst klassisch zu lernen. Doch das stimmt nicht. Man sollte das lernen, was man möchte, und nicht weil es einem empfohlen wurde. Geh mal zu einem Fachhändler, und lass dich beraten. Nimm die verschiedenen Instrumente ruhig in die Hand. Du wirst selber merken, dass es da, gewaltige Unterschiede gibt.

Was die Präferenzen sind? Du musst es nur wollen! Zu mir wurde immer gesagt, ich würde es nie lernen, da ich schon zu "alt" sei. Haha! Denkste! Wenn man sich reinhängt, kann man alles erreichen.
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von varesotto
#341829
Vom Musikwunsch her, würde ich die Konzertgitarre ausschließen. Bliebe die Frage E oder Western. Ich würde in diesem Fall die Western vorziehen, da ich erstmal auf die zusätzliche Anschaffung des Verstärkers verzichten könnte und darüber hinaus die Akustische immer schneller greifbar ist. Des weiteren kann ich die akustische auch mit in den Garten/ins Freie nehmen und ich tu mich auch leichter, wenn ich "zupfen" möchte. Da ist die akustische vielseitiger.
Das wäre aber nur meine persönliche Herangehensweise. Das soll nicht heißen, dass es der Weisheit letzter Schluss ist. Bei mir hängt z.B. eine Gitarre im Wohn-/Essbereich immer greifbar. Beim Frühstück am WE, wenns im TV langweilig wird...ein Griff und die Beschallung beginnt ;)
...das wäre mit der E-Gitarre nicht so einfach.
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von Harry83
#341831
Na dann nur zu! Lass dich beraten. Sage, was du genau willst. Dann wird man dir schon weiterhelfen. Bist du dir nicht sicher, würde ich im Forum nochmal nachfragen.
von brrigg
#341833
Konzertgitarre kann man da sicher, rein von deinem Musik/Stilwunsch, hinten anstellen, seh eich auch so.
Auch wenn du perspektivisch E-Gitarre spielen möchtest, dann ist die Western da sicherlich dichter dran (Hals, Steelstrings…).

Ich persönlich finde auch die Western zum Start besser, ohne es musikalisch/theoretisch zu belegen.
Die Western kann man sich halt bei jeder Gelegenheit kurz schnappen und daddeln, überall mit hinnehmen und spielen. Geht auch mit einer E. Aber da braucht man dann halt immer etwas Power um was zu hören.
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von Arenque
#341838
Hi,

nachdem schon einige von den erfahreneren Forenmitgliedern geantwortet haben, kann ich Dir vielleicht mit der Sichtweise einer Anfängerin ein paar Denkanstöße liefern.

Und zwar aus der Sicht einer Anfängerin, die E- und Akustikgitarre zeitgleich lernt.

Zunächst mal etwas ganz pragmatisches: Westerngitarre schmerzt am Anfäng höllisch.
Wenn man noch keine Hornhaut auf den Fingerkuppen hat, macht das Greifen echt keinen Spaß. Als Anfänger greift man eh völlig verkrampft und viel zu fest und gerade die dünnen Stahlsaiten schneiden schmerzhaft in die Finger.
Ich war immer sehr froh, wenn ich zur Abwechslung mal die deutlich angenehmere Konzertgitarre mit den Nylonsaiten in die Hand nehmen konnte.

Bei mir ist es derzeit so, dass ich mich nicht entscheiden kann, was ich lieber spiele, also E- oder Akustikgitarre.
Da ich als Akustikgitarre eine Konzertgitarre hier herumstehen hatte, hat sich bei mir die Frage nach einer Westerngitarre nie gestellt.

Für die Akustikgitarre spricht, dass man wirklich immer mal schnell danach greifen kann.
Aus Anfängersicht finde ich Akustikgitarre viel einfacher zu greifen, weil die Saiten weiter auseinander liegen.
Auf der Akustikgitarre kann ich mittlerweile deutlich mehr Akkorde greifen, als auf der E-Gitarre. Während ich z.B. den C-Dur Akkord auf der Akustikgitarre ohne jedes Problem greifen kann, ist mir das bis heute auf einer E-Gitarre eher seltenst gelungen, selbst, wenn ich mir richtig viel Zeit für den Griff nehme. Einfach, weil die Saiten so eng beieinander liegen, dass ich immer mindestens eine der benachbarten Saiten mit berühre.

Sprich: der Lernfortschritt bei der Akustikgitarre ist anfangs deutlich größer, was sich bei mir auch deutlich auf die Motivation auswirkt.

Abgesehen von den Anfängen der Begleitakkorden, wo beide Gitarrenarten gleich gespielt werden, unterscheiden sie sich später dann natürlich enorm: Bei der Akustikgitarre kommt recht schnell das Gezupfe hinzu. Vielleicht geht so etwas auch auf einer E-Gitarre, da müssen die Profis sich melden, aber derzeit kann ich mir das nicht so reicht vorstellen.

Und auf der E-Gitarre kommt dann schnell der Punkt, an denen man anfängt Powerchords zu spielen, mit den Einstellungen an der Gitarre und dem Amp herumzuprobieren und einfach Musik zu machen, die mit einer Akustikgitarre nicht geht.
Sprich: ab hier entscheidet dann spätestens Dein persönlicher Geschmack und die bevorzugte Richtung.

Vielleicht erlaubt Dein Geldbeutel ja auch, beides auszuprobieren?

Ich habe hier z.B. eine recht gute Konzertgitarre herumstehen. Da ich die aber nun wirklich nicht mit zum Zelten nehmen wollte, habe ich mir für 40 Euro im Kleinanzeigenmarkt eine gebrauchte Billigklampfe gekauft. Von der habe ich gar nichts erwartet, außer, dass sie vermutlich nix taugt, aber für ein paar Begleitakkorde am Lagerfeuer sollte es reichen.
Und mittlerweile spiele ich die recht häufig. Während nämlich meine teurere Gitarre ordentlich verpackt ist, steht die Billigklampfe einfach so im Zimmer herum (die hat nicht mal einen Gitarrenständer). Und so kommt es, dass ich recht häufig mal eben so nach ihr greife, um ein paar Akkorde zu spielen. Und das klappt. Das Ding ist stimmstabil, die Saitenlage akzeptabel und der Klang reicht für mein Geschrömmel mit Sicherheit auch aus. Und für's Bierseelige Lagerfeuer sowieso.

Der langen Rede kurzer Sinn: Es gibt sie, die Gitarren, die für wenig Euros zu haben und trotzdem spielbar sind.
Wenn es der Geldbeutel zulässt, könntest Du so beide Gitarrenarten ausprobieren und Dich dann im Laufe der Zeit entscheiden, welche Du lieber spielst.

Viel Spaß auf jeden Fall!

Viele Grüße,
Arenque
von brrigg
#341840
Arenque hat geschrieben:Hi,

Auf der Akustikgitarre kann ich mittlerweile deutlich mehr Akkorde greifen, als auf der E-Gitarre. Während ich z.B. den C-Dur Akkord auf der Akustikgitarre ohne jedes Problem greifen kann, ist mir das bis heute auf einer E-Gitarre eher seltenst gelungen, selbst, wenn ich mir richtig viel Zeit für den Griff nehme. Einfach, weil die Saiten so eng beieinander liegen, dass ich immer mindestens eine der benachbarten Saiten mit berühre.

Sprich: der Lernfortschritt bei der Akustikgitarre ist anfangs deutlich größer, was sich bei mir auch deutlich auf die Motivation auswirkt.
Ohne jemals länger auf einer Konzertgitarre gespielt zu haben…
Aber auch hier liegt der Vorteil bei einer Western, da sich die Saitenlage ähnelt. Die Kozertgitarre ist da eben doch nochmal weiter von weg.

Aber das mit den Fingern ist nur die erste Hürde;)
Da muss man einmal durch, dann geht das!
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von musicdevil
#341842
Ich finde es gut, wenn man einfach auch mal völlig unabhängig vom Strom (unplugged) spielen kann. Gitarre schnappen, ab zum Strand oder Garten usw. und da bietet sich ne A-Gitarre quasi an.
A-und E-Gitarre spielt sich vom Gefühl her anders, klingt anders.
Der Schritt von der A zur E-Gitarre ist meiner Meinung nach einfacher, als andersrum. Ich würde also auch vorschlagen mit ner Westerngitarre anzufangen und später oder parallel E-Gitarre zu spielen.
Würdest du natürlich ausschließlich zb. Death-Metal spielen wollen, könnte es natürlich auch sinnvoll sein, mit ner E-Gitarre zu beginnen.
Konzertgitarre kommt bei dem was du vor hast kaum in Frage.

Konzertgitarren sind aber auch gut am Lagerfeuer...brennen gut :D
Wie schreibt Thomann so schön über Konzertgitarren (Klassikgitarren):
Mit dem Medium Konzertgitarre kann man sich ´rockig´ nur unbefriedigend artikulieren.
https://www.thomann.de/de/onlineexpert_ ... 0013cdd027

@Arenque, zu deiner Frage...klar, du kannst auch auf ner E-Gitarre ganz normal mit den Fingern zupfen, oder halt mit Plektrum "Picking" machen, schrammeln usw., also alles wie auch auf der A-Gitarre. Genauso wie Bendings, Hammer-ons/Pull-Offs, Vibrato und einige andere Spieltechniken.
Kannst ja quasi auch ne E-Gitarre völlig Clean, ohne Verzerrung und Effekte spielen und dann ist das Ergebnis schon recht ähnlich wie bei ner Westerngitarre.
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von Harry83
#341847
Arenque hat geschrieben: Westerngitarre schmerzt am Anfäng höllisch.
Richtig. Ähnlich bei der E-Gitarre. Doch bei regelmäßigem Training, hat man den "Schmerz", nach ca. 4 - 6 Wochen vergessen. Hornhaut sei Dank! ;)

Ich habe ja mit E-Gitarre angefangen. Das war schon übel. Irgendwann kaufte ich mir meine erste Westerngitarre. Ich dachte, ich hätte keine Probleme. Denkste! Die Saiten einer Westerngitarre, sind in der Regel noch ein bisschen dicker. Doch daran gewöhnt man sich auch. Am Anfang ist es aber auch unangenehm.
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von varesotto
#341852
Ich gebe Arenque völlig recht. Parallel A und E ist schon besser. Am besten ist, alle drei zu haben :D : Konzertgitarre (Platz auf dem Griffbrett und weichere Saiten = weniger Schmerz)
Westerngitarre (für Rock und Pop zu jeder Zeit) und schließlich die E-Gitte (für den absoluten Fun).
Aber das ist wohl für die meisten am Anfang leider nicht praktikabel. Aber dadurch, dass jede ihre Vorteile hat, macht es ja so schwer zu entscheiden :_::_: :)
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von gibmirson
#341907
Du stehst ja jetzt erstmal davor zu lernen. Ob es Dir Spaß macht und Du dabei bleibst, ist ja noch die Frage.

Wenn man an den Geldbeutel denkt, würde die Western vorab zum Lernen reichen. Wenn Du dabei bleibst, hast Du später sowie mehr als 1 Gitarre und noch 'ne E-Gitarre mit Amp dazu.

Aber Du musst das ja erst noch austesten. Bei Metal wird's auf der Western eher schwierig mit dem Sound, aber Blues und Rock gehen gut. Und wenn Du beim Blues beim Benden Schwierigkeiten hast, zieh dünnere Saiten (Satz 11er oder anfangs auch ein 10er) auf, das geht für den Anfang auch. Fehlt zwar etwas Volumen, hilft aber beim Lernen.

Gruß
Gib
von TomCullen
#341945
Hallo und erstmal danke für die grosse Resonanz!



Um noch mal eins klarzustellen : Dieses "Irgendwann will ich E-Gitarre spielen" kam vielleicht ein bisschen komisch her. Es ist nicht so, als wenn ich das als mein Ziel ansehe und Konzert-/Akustikgitarre nur als zum Mittel zum Zweck betrachte oder so. Es hätte beides eine gleich große Relevanz bei mir, aber ich dachte mir, ich fang mal klein und leise an.



Davon abgesehen scheint ja die Westerngitarre meine Wahl zu sein. Habe mir mal grade just 4 fun ein paar bei thomann angeguckt und ich habe wieder das Gefühl, im Wald zu stehen... Dreadnought, Jumbo, O/OO/OOO ... Mag mich da einer aufklären :? Da blickt man als Neuling ja überhaupt nicht durch ...


Gruss
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von gibmirson
#341960
Hi,

meine Gitarren waren bisher Dreadnoughts, gutes Volumen und trotzdem noch handlich. Cutaway ist Geschmacksache und für die ein oder andere Spielrichtung (Soli; Melodien) evtl. mal interessant.

Aber unabhängig von der Wahl sollte Deine Gitarrenwahl darauf ausgerichtet sein, wie Du selbst am besten damit klar kommst. Deshalb kommst Du an einem "Ausprobieren - wie fühlt sich eine Gitarre an" nicht vorbei. Die bestklingendste Gitarre wird nervig, wenn sie Dir nicht "in der Hand" liegt.

Also leg Dein Augenmerk zuerst auf die bequeme Bespielung: kann ich den Hals gut umgreifen, reichen die Zwischenräume der Saiten für meine Finger oder darf es etwas breiter sein. Wie fühlt sich die rechte Hand und wo schlägt oder zupft sie bei normaler Haltung an.

All diese Fragen musst Du Dir oder dem Verkäufer stellen, wenn Du eine Gitarre auswählst. Und wenn Du dann eine preisgünstige mit diesen Merkmalen findest, schlag zu.

Das Aussuchen vor Ort im Musikhaus macht übrigens auch eine Menge Spaß. :D

Gruß Gib
von TomCullen
#341979
Hi,


Das mit dem "Ausprobieren" ist so eine Sache. Ich kenne nur einen Händler hier in der Gegend und der hat wohl vor etlichen Wochen dicht gemacht. Hatte ohnehin eigentlich vor, meine Gitarre online (thomann) zu kaufen, nur muss ich mich erstmal durch all die Infos lesen. Immerhin weiss ich jetzt, dass wohl eine Westerngitarre am besten für mich geeignet ist.
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