Hilfe! Hab einen Finger zu wenig

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neuneinhalbfinger
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Hilfe! Hab einen Finger zu wenig

Erstellt: von neuneinhalbfinger » 02.02.2014, 21:01

Hallo da draußen!
Ich glaube, das ist mein zweiter Forenbesuch ever - ich bitte also um Nachsicht...

Ich habe eine Frage:
Ich möchte gern Gitarre spielen lernen, das Ziel ist speziell auch klassische.
Ich bin Rechtshänder und >>>>>>>>>>die Hälfte meines linken Zeigefingers fehlt.<<<<<<<<<<
Glaube kaum, daß ich damit (viel) greifen kann.
Jetzt bin ich auf der Suche nach Lösungen.
Z.Z. hab ich 2 Gitarren da, eine auf Linkshänder umfunktioniert, probier so'n bißchen rum.

Ist es realistischer
wie ein Linkshänder zu lernen (kriegt man da als Rechtshänder brauchbare Koordination oder Rhythmus hin?)
oder
zu versuchen als Rechtshänder anders zu greifen (quasi Django-Reinhardt-tribute - frag mich bloß, wie's der gemacht hat)
oder
eine Rechtshändergitarre falschrum, d.h. linkshändig kopfüber - macht angeblich Wallis Bird so -
oder
Prothese basteln (-äh-??)
oder...
(irgendwie verwirrt mich schon selbst, was ich da schreibe )

Ich wäre sehr dankbar für jegliche Meinungen, Erfahrungswerte, Ideen, Anregungen, whatsoever!

Liebe Grüße
Ralf

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 02.02.2014, 21:13

Hey,

ich verstehe deine Situation.

Allerdings würde ich - wenn du Rechtshänder bist - auch dabei bleiben... gerade wenn du Klassik spielen willst, musst du viel mit den Fingern der Rechten Hand zupfen, stell ich mir schwer vor mit Halben Zeigefinger.

Links musst du dann halt ein bisschen rumprobieren. So hat das Django auch gemacht und spezielle Griffe, Fingersätze, etc. entwickelt (man könnte zum Beispiel auch mit dem Daumen der Greifhand Arbeiten, da man an die Tiefen Saiten mit dem Zeigefinger nicht so kommen wird)

Dein Handicap ist zwar störend, aber definitiv kein Grund, um kein guter Gitarrist zu werden ;) Siehe Django ;)

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 02.02.2014, 21:25

Hallo Ralf ,

Schwierige Frage, wenn man selber nicht betroffen ist , finde ich.
Ich stelle es mir aber schwer vor, als Rechtshänder auf links zu trainieren. Bei Kindern mag das einfacher sein.

Ich kann mir denken - aber ebend auch nur denken - das ein anders Greifen vielleicht leichter fallen würde, als ein auf links zu trainieren.
Das mit einer Prothese ist auch nicht sooo abwegig. Hat zB er hier gemacht :
http://de.wikipedia.org/wiki/Tony_Iommi

Ich hoffe Du findest deinen Weg. Ist vielelicht nur eine Gewöhnungssache.Denke auch Du kannst trotzdem richtig gut werden. Versuche es einfach mal weiter als Rechtshänder.

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PluckerPixie
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Erstellt: von PluckerPixie » 02.02.2014, 22:49

Hey Ralf,

das schöne an klassischer Gitarre ist ja, dass man beim Melodie-zupfen nicht immer alle Saiten auf einmal runterdrücken muss - schon gar nicht am Anfang. Du setzt meist nur 1-3 Finger, falls doch mal einer mehr gebraucht werden sollte, kann man das ggf. am Satz einfach ändern.

Soweit ich das bisher verstehe, liegt eine Kunst beim Konzertgitarrespielen gerade dabei, die Finger schnell zu wechseln, also auf dem Griffbrett hin und herzuwandern und die entsprechenden Saiten synchron dazu anzuschlagen. Das sollte mit 3 Fingern gut möglich sein - und wie gesagt: den Daumen hast du ja zur Not auch noch.

Ich persönlich lerne derzeit so, dass ich für mein Niveau passende (aber trotzdem fordernde) Stücke auswähle und die dann nach Noten und Tab spiele - da ist nichts mit so viele Saiten wie möglich auf einmal runterdrücken. Parallel lerne ich außerdem Musiktheorie mit Saitenwege - Die spezielle Harmonielehre mit Gitarren-TAB, die würde ich dir dann auch empfehlen, gerade auch weil da schon ganz am Anfang Akkorde und unterschiedliche Spielweisen erklärt werden. Es geht dann damit los, welche Noten an welchem Akkord beteiligt sind, wie man sich die herleiten kann und so. Alles mit Übungen. Außerdem geht es auch ganz viel um Griffbrettorientierung, die ich auch super hilfreich finde und die einem helfen kann, wenn man später selber mal ein Stück spieltechnisch anpassen möchte.

Darüber, wie ich Barreakkorde spiele, würde ich mir an deiner Stelle erstmal gar keine Gedanken machen. Man kann den Dreiklang auch ohne Zeigefinger spielen - zum Schreddern ist eine Konzertgitarre ja eh nicht die erste Wahl.
(Also ich übe ehrlich gesagt auch Barre-Akkorde - so fürs Ego^^, hab die bisher aber noch nicht gebraucht. Als ich noch Unterricht hatte, hat mein Lehrer bei einer "Streets of London"-Begleitung darauf bestanden, dass ich jeweils zu Taktbeginn den vollen Akkord greifen sollte, darunter auch F-Dur im Barre, um dann die einzelnen Saiten hinterher doch nur nacheinander zu zupfen. War meines erachtens unnormal unnötig - man kann die Noten ja auch nacheinander greifen, dann hat man vielleicht auch nicht diese krampfigen Pausen zwischen den Takten :twisted:. Wegen dieses ätzenden Stücks hab ich damals aufgehört - klingt ja auch noch scheiße, was will man da üben?)

Ich hoffe der Text ist verständlich, nebenan trommelt (also auf nem Möbel oder dem Fußboden, keine Musik) leider irgendein Affe.

LG
PluckerPixie

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 02.02.2014, 23:17

[quote="PluckerPixie",]

War meines erachtens unnormal unnötig - man kann die Noten ja auch nacheinander greifen, dann hat man vielleicht auch nicht diese krampfigen Pausen zwischen den Takten :twisted:. Wegen dieses ätzenden Stücks hab ich damals aufgehört - klingt ja auch noch scheiße, was will man da üben?)
LG
PluckerPixie[/quote]


Sorry !! Nö, kann erstens anders Klingen, als alle einzeln gespielt. Und zweitens kann man nur das was man gelernt hat ;).Also soooo unnormal unnötig ist das garnicht. Denn wenn du es dann mal brauchst , kannst du es. Soll nicht böse gemeint sein .

Sorry , wegen OT ! wollte es nur mal gesagt haben.

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PluckerPixie
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Erstellt: von PluckerPixie » 02.02.2014, 23:46

@everyBlues: Vielleicht hab ich mich missverständlich ausgedrückt. Das war ja grad keine Stelle, an der man mehrere Noten gleichzeitig spielen sollte, die Meldoie war nur relativ schnell, weshalb es theoretisch schon praktisch ist, von vornherein den Akkord zu greifen - wenn man ihn denn überhaupt sauber greifen kann. Natürlich kann man auch während man spielt umgreifen, statt immer einfach alles zu Taktbeginn vorzubereiten - gerade dann, wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist einen Barre-F-Dur Akkord aufs Griffbrett zu pflastern. Klingt beides genau gleich, solange man das vom Tempo her hinkriegt und die Finger jedesmal an die gleiche stelle setzt.

Eigentlich ging es mir mit dem Beitrag aber auch eher darum, Ralf zu zeigen, dass auch ein Barre-Akkord nicht greifen zu können einen nicht vom "normalen" Konzertgitarrespielen ausschließt. Man kann die Tonarten und die gängige Meldodie-Technik genau so gut meistern.
Ich will auch nicht, dass das jetzt hier so stehenbleibt, als sei das eine schwere Beeinträchtigung, wenn der Zeigefinger nicht voll spieltüchtig ist und als müssten alle Bemühungen eines Anfängers zunächst darauf ausgerichtet werden, das irgendwie auszugleichen. Wenn man anfängt, muss das doch erstmal noch gar kein Problem sein. Wenn sich dann später irgendwelche Baustellen auftun sollten, weil man Z.B. nen Barre spielen möchte, kann man sich immer noch überlegen, wie man den Daumen evtl miteinbringen kann (mein Vater macht das übrigens auch so, weil er den andern Griff einfach nicht hinbekommt - obwohl er 5 riesengroße Finger an jeder Hand hat, aber das garantiert einem halt auch erstmal keinen Spielerfolg).

LG

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hnz
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Erstellt: von hnz » 03.02.2014, 00:44

Von dem Standpunkt aus betrachtet wie du am besten wirst spielen können, unabhängig davon ob du rechts oder links präferierst, würde ich dir empfehlen wie ein Linkshänder zu lernen.
Denn: Links brauchst du vier Finger, der Zeigefinger ist als Barreefinger der wichtigste von allen.
Rechts jedoch brauchst du nur Daumen (p) + 3, natürlich ist zmr (ima) leichter als mrk (maq), aber wenn du von Anfang an so lernst, warum nicht! In der Literatur für klassische Gitarre sind mir nur wenige Stellen bekannt, wo man wirklich den kleinen Finger nebst drei anderen benötigt in der Anschlagshand und selbst im Flamenco lässt sich das umgehen.
Das sieht bei der Greifhand anders aus, dort auf den Zeigefinger zu verzichten ist wesentlich schwieriger.

Ein tolle Entscheidung das trotz des Handicaps zu probieren, alles Gute dabei! Es ist ein schwieriger Weg "falsch herum" zu lernen, aber aus genannten Gründen halte ich persönlich das trotzdem für die richtige Variante.

Eine Prothese ist natürlich auch eine Idee aber da kenne ich mich nicht aus. Ich würde sagen die ist in der Anschlagshand einfacher zu benutzen als in der Greifhand.

hnz

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Counterfeit
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Re: Hilfe! Hab einen Finger zu wenig

Erstellt: von Counterfeit » 03.02.2014, 09:05

neuneinhalbfinger hat geschrieben:Ist es realistischer
wie ein Linkshänder zu lernen (kriegt man da als Rechtshänder brauchbare Koordination oder Rhythmus hin?)


kurz und knapp: Ja! Ich bin Linkshänder und spiele wie ein Rechtshänder. Gibt viele, die das so machen. Also das soll dich nicht daran hindern. Zupfen sollte auch für dich gehen. Statt D-Z-M-R zupfst du dann vielleicht D-M-R-K. Könnte doch funktionieren. Die Griffe stelle ich mir in deiner Situation schwieriger vor mit dem fehlenden Teil des Zeigefingers. Allein die Barree-Griffe sind dann doch fast unmöglich..

EDIT: nächstes mal lese ich wieder den ganzen Thread um solche Dopplungen zu vermeiden ;)

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howdy71
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Erstellt: von howdy71 » 03.02.2014, 09:23

Meine Frau ist Linkshänder und spielt "rechtsrum". Mit ein wenig Übung geht das.

Es gibt auch genug Beispiele, welche mit ähnlichen Handicaps gut Gitarre spielen! Zum Beispiel Django Reinhardt, Tony Iommy

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 03.02.2014, 11:26

Ich habe mal darüber nachgedacht.

Ich für meinen Teil würde es leichter finden so weiter zu machen wie bisher , also weiter auf rechts . ABER, ich spiele ja auch schon ein paar Jahre.

Wenn ich mich nun zurückerinnere, bin ich mir garnicht mehr so sicher. Soll heißen, wenn man anfängt Gitarre zu lernen, ist es vielleicht beides gleich schwer, ob links oder rechts herum.Weil ein Umlernen- in diesem Fall - ja eigentlich garnicht statt findet.
Genau genommen, ist ein Gitarrist, in dem moment wo er Gitarre spielt, beides. Links und Rechtshänder. Weil ja eigentlich beide Hände gleichberechtigt etwas machen. Anders beim schreiben , Ball werfen , oder andere Dinge des täglichen lebens.

Von diesem Punkt aus gesehen, ist es vielleicht schon besser wenn man die rechte Hand als Greifhand nimmt.

Auf jedenfall - egal wie rum nun - gibt es Gitarristen die spielen mit drei fingern besser als so mancher mit gesunden vier Fingern .

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Hendock
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Erstellt: von Hendock » 03.02.2014, 12:34

everyBlues hat geschrieben:Ich habe mal darüber nachgedacht. ...

Dem kann ich so nicht zustimmen. Ich glaube, dass es einen Grund hat, weshalb so gut wie alle Rechtshänder auch auf sog. Rechtshänder-Gitarren spielen.

Wenn ich dran denke, frage ich mal meine Gitarrenlehrer.

Torfi
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Erstellt: von Torfi » 03.02.2014, 12:39

Möglichkeiten hast du viele, wie schon aufgezählt, ich würde den Weg des geringsten Widerstandes wählen und das wär meines Erachtens die Linkshändergitarre.

Ich habe im Bekanntenkreis viele gitarrespielende Linkshänder, irgendwie treten die immer in Massen auf...

Und jeder kann eine lange Geschichte erzählen, warum er jetzt Linkshändergitarre spielt oder eben nicht. Anders als beim Schreiben - wo es wirklich schlimm für die Betroffenen war, richtiggehend "umgepolt" zu werden - fordert das Gitarrespielen ja schließlich beide Hände und man kann nicht generell sagen, welche Hand dabei mehr gefordert wird, das variiert je nachdem was du grad spielst.

Bei zweien war es so, dass sie sich auch als totale Linkshänder für das Lernen auf einer Rechtshändergitarre entschieden haben, weil sie halt schon etwas auf einer Standardgitarre herumgespielt hatten und um dann mehr Auswahl bei den Gitarren zu haben und es sie geärgert hat, dass die gleichen Modelle in der Lefty-Ausführung teurer waren.

Aber das sind jetzt eher geringfügige Gründe.

Ich denke, du wirst dir leichter tun, normale Griffe verwenden zu können und dann halt nur links-rechts umzudenken, als generell für jeden Griff eine eigenen Technik zu entwickeln.

Bei der klassischen Gitarre spielt ja der kleine Finger an der Zupfhand keine große Rolle, eventuell kann man den bei dir etwas mehr einbauen, das erscheint mir doch deutlich problemloser als wenn bei der Greifhand ein Finger fehlen würde.

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 03.02.2014, 12:55

Hendock hat geschrieben:
everyBlues hat geschrieben:Ich habe mal darüber nachgedacht. ...

Dem kann ich so nicht zustimmen. Ich glaube, dass es einen Grund hat, weshalb so gut wie alle Rechtshänder auch auf sog. Rechtshänder-Gitarren spielen.

Wenn ich dran denke, frage ich mal meine Gitarrenlehrer.


hm .. mag sein. Ich denke das liegt aber an der Gitarre selber/ an der Sache selber. Wären die ersten Gitarren anders gebaut worden , würde heute vielleicht die Mehrzahl anders herum spielen. Auch die Rechtshänder.

Also wenn ich mal so nachdenke wie schwer mir das anfangs gefallen ist , auch als Rechtshänder. Ich glaube anders herum hatte das keinen Unterschied gemacht. Aber man lernt als Rechtshänder ebend automatisch so , weil es schon vorgegeben ist .
Und selbst linkshänder lernen ja auf rechts.
Zuletzt geändert von everyBlues am 03.02.2014, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von Beastmaster » 03.02.2014, 12:59

Hi,

um so mehr Leute dir sagen - "das geht nicht" - um so besser wirst du, wenn du es wirklich willst.

Deine Frage nach dem richtigen Anfang ist berechtigt und ich stelle mich auf die Seite derer die dir den Rat geben eine Linkshändergitarre zu spielen.

So kannst du mit der rechten Hand greifen was du möchtest und mit der linken als Zupf-/Schlaghand wirst du kaum Probleme bekommen.

Passe beim üben besonders darauf auf MIttel- und kleinen Finger nicht zu überlasten, die hängen an einer Sehne. Gefahr: Finger Stillstand.
EDIT: hatte mich verschrieben (Ringfinger und kleiner Finger hängen an einer Sehne)


Das Problem ist aber bei dir nicht größer als bei anderen, ich erwähne es nur wegen der Ratschlage, mehr den kleinen Finger zu benutzen.

Ich wünsche dir viel Spaß und hoffe, daß du nicht aufgibst und würde mir gerade von dir kleine Video- oder Tonaufzeichnungen wünschen, wie es läuft/vorangeht.

Damit ermutigst du andere Leute mit gleichem oder ähnlichem Handikap.


Take your axe, take care with your fingers and let your heart sing...

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Zuletzt geändert von Beastmaster am 04.02.2014, 10:04, insgesamt 2-mal geändert.

Torfi
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Erstellt: von Torfi » 03.02.2014, 13:35

Beastmaster hat geschrieben:Passe beim üben besonders darauf auf MIttel- und kleinen Finger nicht zu überlasten, die hängen an einer Sehne. Gefahr: Finger Stillstand.


Hab mich auch grad gefragt, ob das den kleinen Finger nicht zu sehr belasten würde, und ein paar Klassikstücke durchgespielt ohne den Zeigefinger zu benutzen.
Ergebnis: Ich habe den kleinen Finger garnicht unbedingt gebraucht, lief problemlos mit Mittel- und Ringfinger.

Gut, ich spiel jetzt erst seit zwei Jahren Klassikgitarre und noch nicht die Wahnsinns-Stücke, aber wenn bei mir jetzt der Zeigefinger der Zupfhand ausfallen würde könnte ich trotzdem alles spielen, was ich bisher gelernt habe.

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Beastmaster
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Erstellt: von Beastmaster » 03.02.2014, 18:07

sorry... meinte Ringfinger und kleiner Finger hängen an einer Sehne. nicht Mittelfinger

neuneinhalbfinger
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Thanx!

Erstellt: von neuneinhalbfinger » 04.02.2014, 01:20

Hi there!
Vielen Dank (!!!!) für die zahlreichen Beiträge!
Unterm Strich kristalisiert sich für mich sowas wie - alles (oder zumindest vieles) ist möglich, wenn ich will - heraus. Ich hab mein Vorhaben Spielen zu lernen, auch wegen der Frage wie ich's wohl am besten angehe, länger aufgeschoben. Euer Zuspruch, es einfach zu tun, wie auch immer, tut gut und motiviert mich.
Ich werd wohl erstmal weiter beide Varianten üben/ausprobieren und schauen, ob ich mit einer besser zurecht komme. )()( Freuen sich auf jeden Fall meine Neuronen :D !
Ich freu mich auch, schon allein dieses Forum entdeckt zu haben.
Bin kein großer Schreiber, aber lesen werd ich hier sicher einiges. Evtl. laß ich mal hören, was dabei herausgekommen ist....
CU
Ralf

Noobmaster
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 126
Registriert: 18.12.2013
Wohnort: Deutschland

Erstellt: von Noobmaster » 04.02.2014, 19:32

Ich finde es übrigens klasse, wie du mit deiner Einschränkung umgehst. Alleine dein Nickname strotzt vor Selbstironie.
Ich kenne jemanden, der sich einen Finger mit der Kreisssäge abgeschnitten hat und der wäre fast daran zerbrochen.

Ich wünsch dir alles gute und viel Glück!

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Majorseven
interessiert
Beiträge: 6
Registriert: 22.08.2013
Wohnort: Süd-Baden

Erstellt: von Majorseven » 05.02.2014, 07:19

Hallo Ralf,

sorry - bitte nicht falsch verstehen und ich möchte auch keine medizinische Diskussion anstoßen - bestimmt hast du das auch längst abgeklärt, möchte aber trotzdem nochmal drauf hinweisen -

hast du dich mal erkundigt ob es nicht vielleicht so eine Art Prothese für die fehlenden Fingerglieder gibt, die dir helfen könnten - es gibt ja im med. Bereich so vieles heute. Wäre auf jeden Fall das einfachste hinsichtlich Umlernen auf links usw.

Liebe Grüße und viel Spass beim musizieren

Klaus
Lebe DEIN Leben

neuneinhalbfinger
neu hier
Beiträge: 3
Registriert: 02.02.2014

Erstellt: von neuneinhalbfinger » 05.02.2014, 14:12

@ Noobmaster: Danke. Ich hab meinen Finger (es wären damals auch fast 2 gewesen) in der Lehre verloren und leb jetzt schon über 20 Jahre ohne. Obwohl ich nicht weiß, wieviel von meinem eher gelassenem Umgang damit auf Verdrängung beruht, ist die Einschränkung vergleichsweise gering, nur beim Gitarrespielen halt unpraktisch.
Wenn ich mir anseh, was man so alles verlieren oder garnicht erst haben kann, bin ich dankbar, daß es nur so wenig ist. Ich kenne allein 2 Schlagzeuger, die nur ansatztweise Arme und keine bzw. keine einsetzbaren Hände haben und bewundere die Selbstverständlichkeit im Umgang damit (und auch ihre Virtuosität - der Hammer, sag ich dir!).
Ein Freund von mir lebt ohne linke Hand, einem Bekannten haben sie gerade ein Bein abgenommen...
Ey - ich bin ein reich beschenkter Mensch mit allem was noch an mir dran ist und funktioniert! ;)

@Majorseven: Nee, hab mich noch nie ensthaft mit dem Thema Prothese auseinandergesetzt.
Selbst beim heutigen Stand der Medizintechnik glaub ich nicht, daß das beim Greifen wirklich funktionieren würde, Barré vielleicht. Oder daß irgendeine Kasse das bezahlt.
Wie gesagt, die Einschränkung ist sonst gut auszugleichen. Ich such nur Wege speziell bzgl. Gitarre ))-))
Liebe Grüße
Ralf

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