Gitarrenlehrer wechseln?

Robbie
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Gitarrenlehrer wechseln?

von Robbie » 07.01.2014, 11:40

Gitarrenunterricht ein wenig seltsam!
Hallo,
ich bin 46 Jahre alt,und habe im Mai letzten Jahres mit der E-Gitarre angefangen.Das war mein erster Kontakt mit einem Instrument überhaupt.Mit dem Gedanken zu spielen lief ich schon länger rum,aber bis es so weit war hat etwas gedauert.Habe mir dann gebrauchtes Equipment besorgt,und mich auf die Suche nach einem Lehrer gemacht.Ich habe auch schnell einen gefunden der nur 3 Straßen weiter wohnt,so weit so praktisch.In der 1 Stunde habe ich so von mir erzählt,dass ich absoluter Metalfan bin,und das ich Gitarre lernen möchte weil ich Bock habe ein paar Songs nachspielen zu können.Ok,das Ganze lief ganz gut an,die ersten Akkorde,Noten,Tabs,usw.Mittlerweile ist der Unterricht aber so das wir seit ungelogen 3 Monaten immer das das gleiche Lied (Goodbye)spielen.Es gibt kein warmspielen sondern gleich drauflos.Mein Lehrer ist Diplommusiker (Bass+Gitarre)und echt gut an der Gitarre.Er ist aber nie zufrieden und sagt immer nur üben üben.Klar,leuchtet ein aber immer dasselbe.Er will erst weitermachen wenn man das eine zu 100% beherrscht.Dazu kommt das ich den Song mittlerweile im Schlaf runternudel,aber für seine Ohren ist es noch nicht gut genug.Ich war schon drauf und dran aufzuhören.Was meint ihr?Lehrer wechseln?

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varesotto
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von varesotto » 07.01.2014, 11:58

Hi Robbie,

wie oft übst du denn am Tag?? Ich weiß nicht, ob du den Lehrer wechseln sollst, soweit würde ich mich nicht aus dem Fenster lehnen. Aber immer nur ein Lied finde ich jetzt auch nicht gerade motivierend. Was spricht denn dagegen, wenn du zusätzlich zu "Goodbye" zu Hause noch an anderen Liedern arbeitest? So bleibt wenigstens der Spaß erhalten. Und die Grundlagen und Genauigkeit kommen dann über den Lehrer.
Ich war kürzlich auch bei einem Lehrer, der hat mir auch kaum weitergeholfen. Allerdings spiele ich schon länger Gitarre. Dort haben wir nur Riffs in aller Couleur geübt, anstatt mal komplette Songs.

Aber sprich doch mal offen mit ihm darüber, würde mich interessieren, wie er argumentiert.
bluesige Grüße

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mjchael
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von mjchael » 07.01.2014, 12:28

Ich würde dem Lehrer klare Vorgaben machen.
Er soll dir einige weitere Übungen heraussuchen, um die Techniken, die noch nicht zufriedenstellend sind, zu üben.
Man muss nicht unbedingt alles in einem einzigen Song üben.
Es gibt durchaus mehrere abwechslungsreichere Stücke und Übungen, als immer nur das selbe.
Wenn er dazu nicht bereit ist, lohnt es sich durchaus, den Lehrer zu wechseln.
Ein vielleicht nicht ganz so proffesioneller Gitarrist hat möglicherweise viel mehr Stücke und kleinere Lernkurven für dich bereit, mit denen man aber dennoch seltsamerweise schneller vorrankommt, als mit einigen wenigen schweren Brocken.

Gruß Mjchael

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startom
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Re: Gitarrenlehrer wechseln?

von startom » 07.01.2014, 13:02

Robbie hat geschrieben:Gitarrenunterricht ein wenig seltsam!
Mein Lehrer ist Diplommusiker (Bass+Gitarre)und echt gut an der Gitarre.


Ich sag da nur: Typisch! .... und ärgere mich masslos.

Ein virtuoser Musiker ist nicht automatisch ein Musiklehrer, nur verstehen das viele dieser virtuosen Musiker leider nicht. Ein Musiklehrer ist in erster Linie Lehrer, muss also Kompetenzen in Pädagogik, Methodik und Didaktik aufweisen. Ob er Van Halens Eruption fehlerfrei und in doppelter Geschwindigkeit nachspielen kann, ist absolut nicht wichtig.

Aus deinen Aussagen würde ich dir sofort zu einem Wechsel raten, ohne deinen Lehrer näher zu kennen. Du bist eigentlich ein totaler "Wünsch-Schüler"...jemand, der klar sagt, was er lernen möchte. In deinem Beispiel hast du ja erwähnt, das du Metalfan bist und dementsprechend ein paar Songs nachspielen möchtest.

Das heisst für den Lehrer:
A) Stilrichtung ist Heavy Metal --> Basics in Richtung dieses Musikstils unterrichten.
B) Ein paar Songs nachspielen wollen --> Nicht auf ein Stück versteifen, sondern zu Beginn möglichst viele einfache populäre Riffs lernen.
Tom

uc_uc
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von uc_uc » 07.01.2014, 13:45

Die Methodik leuchtet mir nach deiner Beschreibung jetzt auch nicht wirklich ein.
Ist es denn so, dass er dich dann beim Nachspielen auf Fehler hinweist und vor allem auch sagt wie du es besser hinbekommen kannst?
Wenn nicht würde ich auch zum Wechsel raten wollen. Aber vorher unbeindgt mit ihm sprechen und ihm deine Unzufriedenheit mitteilen, sagen dass du dir was anderes wünschst und ggf. auch Konsequenzen ziehen wirst.

Perfektion kommt durch üben. Aber wenn du den Songaufbau und die Techniken darin prinzipiell verstanden hast weiss ich nicht was das noch im Unterricht zu suchen hat, dann hilft nur üben daheim. Klar kann man darauf auch nochmal zurückkommen, aber nicht ausschliesslich und über einen so langen Zeitraum.

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von sunset » 09.01.2014, 00:38

Du kannst ihn ja mal mit einem Lied konfrontieren, das du gerne spielen willst.
Bring einfach Tabs oder Noten davon in die Stunde mit und schau, was er macht.

Ignoriert er das, schieß ihn in den Wind, wenn nicht, gib ihm noch eine Chance.
Und vor allem: rede mit ihm.

lg
sunset

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von felixsch » 09.01.2014, 13:17

Ich bin Sunset's und Startom's Meinung.

Dein Lehrer weiß, dass du das ganze nur als Hobby betreibst und vorallem Spaß am Spielen haben willst. Dann soll er sich gefälligst an deinen Wünschen orientieren, schließlich bezahlst du ihn dafür, dass du irgendwann die Songs spielen kannst, du du auch spielen willst ;)

Wenn Reden nicht Hilft: Suche dir Leute, die schon Gitarrenunterricht bei bestimmten Lehren (gehabt-) haben, und hole dir so Meinungen zu verschiedenen Lehrern ein. Meist gibt es ja immer ein paar gute Empfehlungen ;)

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Pedro E.
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von Pedro E. » 10.01.2014, 11:55

Einzige Möglichkeit: In der nächsten Stunde sofort ansprechen wie DEINE Vorstellungen von Unterricht sind und wenn dann keine für DICH befriedigende Lösung zustande kommt: ADIOS!
Schließlich bezahlst du für den Unterricht und bist nicht geduldeter Bittsteller. Wie gut der Lehrer an seinem Instrument ist, interressiert dabei nicht, spannend ist es, wie gut er als Lehrer ist.
Es ist leider oft so, dass irgendwelche studierten Obervirtuosen als Berufsmusiker nichts weiterbringen und daher notgedrungen Unterricht geben. Und so siehts dann auch aus, Notlösung und genervt.

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gibmirson
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von gibmirson » 10.01.2014, 15:53

Also das Mindeste ist ja ein Hinweis, "was" in seinen Ohren nicht gut klingt, ist es ein holpriger Griffwechsel oder der Rhythmus ist nicht rund, wirst Du schneller oder langsamer im Lied, hälst Du die Schlagfolge der Akkorde nicht sauber ein ...

Sonst hast Du ja nicht einmal Anhaltspunkte, was zu verbessern ist.

Natürlich kann gerade am Anfang des Lernens - und da zähle ich jetzt die 3 Monate auch noch mit ein - das eine oder andere länger dauern, bis man es verinnerlicht hat. Wenn es aber nicht zwingend zu diesem Lied gehört, werden weitere Übungsstücke eher weiterhelfen, um sich das Fehlende beizubringen.

Also: Fehleranalyse machen und Vorschläge einholen, wie man das abstellen kann.

Hatte ich mit meinem Lehrer anfangs ähnlich und hat sich nach dem "klärenden" Gespräch sehr verbessert.

Viel Erfolg dabei
Gruß
Gib
Lerne früh, dann hast Du länger was davon!

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enta
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von enta » 10.01.2014, 17:07

Finde ich furchtbar, du bist Kunde und er Dienstleister.
Ich treibe meinen Lehrer in den Wahnsinn, weil ich jede Woche mit was neuem ankomme das ich entdeckt habe und wir ständig von vorne anfangen bevor ich eins anständig kann.

Es geht darum, dass es spaß macht und punkt.
Ich hab lieber 3 Jahre lang spaß an der sache und kann nix, also 1 jahr stoisch ein Lied zu spielen, dass mir schon auf dem Hals hängt.

Oft finde ich was auf youtube mit tutorial, lerne das lied daraus so weit wie möglich und "peffektioniere" es dann zusammen mit meinem Lehrer.

Deine klingt schrecklich, ich würde sofort wechseln ohne eine Sekunde zu überlegen.

Völlig egal worauf ich Lust habe, er versucht es mir zu vermitteln und wir haben immer sehr viel spaß dabei. Er hat sein halbes leben in einer recht erfolgreichen Band gespielt und nix studiert oder so.

Sicher gibts auch menschen, die seine Herangehendweise begrüßen, aber du gehörst offensichtlich nicht dazu.
Du bist ja nichmehr in der Schule, wenn du unzufrieden bist, such jemand anders.

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Canyon
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von Canyon » 10.01.2014, 20:27

enta hat geschrieben:Finde ich furchtbar, du bist Kunde und er Dienstleister.
Ich treibe meinen Lehrer in den Wahnsinn, weil ich jede Woche mit was neuem ankomme das ich entdeckt habe und wir ständig von vorne anfangen bevor ich eins anständig kann.



Mache ich auch so und finde ich genau richtig.
Du suchst die einen Song aus der dir gefällt, dann nutzt du ein oder zwei Stunden um den Song mit deinem Gitarrenlehrer zu üben, sprich er soll dir das nötige "Werkzeug" geben das du "verstehst" was du zu lernen hast. Den ganzen Rest machst du zu Hause! Ein paar Wochen später präsentierst du dein Gelerntes, entweder es gibt ein "wow, einwandfrei" oder ein zwei Verbesserungsvorschläge.

Oft finde ich was auf youtube mit tutorial, lerne das lied daraus so weit wie möglich und "peffektioniere" es dann zusammen mit meinem Lehrer.


Ebenfalls sehr zu empfehlen!
Etwas Eigeninative sollte man auch als Lehrer von seinen Schülern erwarten können.

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Harry83
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von Harry83 » 16.01.2014, 15:31

Entweder, du wechselst den Lehrer, oder aber du redest mit ihm. Du willst ja auch schließlich vorankommen. Und wenn du immer nur dasselbe machst, macht es auch irgendwann keinen Spaß mehr.

Bei mir war es z.B. so, dass wir Riffs bekommen haben, die wir üben sollten. Wir haben uns allerhöchstens 2 - 3 Wochen daran aufgehalten. Dann kam das Nächste. Sinn und Zweck war es, einfach neue Techniken kennen zulernen.

Das Wichtigste bei mir: Wir Schüler, wurden gefragt, was wir uns vorstellen, irgendwann mal spielen zu können. Darauf wurde, größtenteils, eingegangen.

Du bist zahlender Kunde, und hast Anspruch, dass auf deine Wünsche eingegangen wird. Ich würde nochmal reden.
Keep Metal Alive!
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Querulant
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von Querulant » 23.01.2014, 00:16

Meine bescheidene Meinung dazu....

Grundlagen kannst Du Dir mit Hilfe eines Lehrbuchs selbst beibringen. Ich bin noch älter als Du und bei mir scheitert es an der Zeit zu üben. Vielleicht ist das bei Dir ähnlich?

Übung macht den Meister. Wenn Du nur einmal in der Woche hingehst, zwischendurch keine Zeit zum Üben hast, wirst Du auch keine nennenswerten Fortschritte machen.

Ich empfehle Dir, erstmal mit einem Lehrbuch mit CD die Grundlagen zu Hause zu üben. Du kannst ja den Lehrer zunächst behalten und ihn jeweils zu Deinen Übungen nach Fehlern oder Verbesserungsmöglichkeiten fragen.

Wenn Du die Grundlagen ganz gut drauf hast kannst Du wieder Stunden nehmen und wirst dann auch Fortschritte machen. Vorausgesetzt Du hast die Zeit zum Üben.

Ich bin seit Montag mit einer Grippe zu Hause und habe dadurch endlich mal Zeit zu Üben, die ich sonst nicht habe.

Nach nur drei Tagen (max. 2 Stunden am Tag) üben gelingen mir inzwischen Barreegriffe auf meiner 12-saitigen ziemlich gut.

Also, Unterricht ohne Zeit zum Üben bringt meiner Meinung nach nichts. Dann besser selber zu Hause mit Lehrbuch bis Du Grundkenntnisse hast.

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.

Viele Grüße
Martin

Champwill
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Lehrerwechseln

von Champwill » 23.03.2014, 17:20

Wenn du das Gefühl hast, dein Lehrer geht trotz deiner Vorgaben und Wünsche, nicht auf dich ein,
Wechseln des Lehrers.
Gruß

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gibmirson
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Wohnort: Sendenhorst

von gibmirson » 25.04.2014, 18:29

Hi in die Runde,

ich habe heute zum Thema "Gitarrenlehrer" zufällig nachfolgendes Video entdeckt, was ich ganz interessant fand:

http://www.youtube.com/watch?v=SLhSPSewbhY

Vielleicht hilft es ja dem einen oder der anderen.

Gruß
Gib
Lerne früh, dann hast Du länger was davon!

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