Funk (Rhythmus/Akkorde) auf Gitarre spielen lernen

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von Beastmaster
#335349
Hi,

dieser Workshop wird sich vom Ei bis zur Henne mit dem Thema Funk auseinandersetzen.

Ich würde es gern wieder derart umsetzen, daß der Workshop langsam von mir aufgebaut wird und Unklarheiten oder anderes geklärt wird wenn der Workshop zur Diskussion freigegeben ist.

LG
Beastmaster
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von Beastmaster
#335351
Aller Anfang ist...

Funk basiert hauptsächlich auf Part die in Sechzehntelteilung aufgebaut sind.

Wir üben am Anfang erstmal das Tschaka Tschaka.

Die Finger der rechten Hand werden auf das Griffbrett aufgelegt und zwar nur so doll damit die Saiten beim Anschlagen Perkussiv klingen.

Für die Übungen sollte ein Metronom verwendet werden.
Wer eine Drummaschine benutzt sollte einen Beat wie folgt benutzen


Auf 1 und 3 kommt die Base
Auf 2 und 4 kommt die Snare
Die Hihats in Achteln darüber ( 1 u 2 u 3 u 4 u )

Alles sollte Anfangs sehr langsam gespielt werden ca 85bpm oder auch langsamer
Und es ist darauf acht zu geben, daß es sich um sechszehntel handelt und man nicht zu achteln abdriftet.

4 Schläge auf jedem Beat des Metronomes nicht 2.

Wer erstmal ohne Instrument reinfinden möchte, kann zu jedem Beat "Knickerbocker" sagen
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1    e     u    e      2   e     u    e
Kni  cker  bo   cker   Kni cker  bo   cker usw....
Hier die erste Übung...
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Zuletzt geändert von Beastmaster am 21.11.2013, insgesamt 3-mal geändert.
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von Beastmaster
#335356
Öffnen und schliessen

Nun wollen wir, unter zuhilfenahme eines Akkordes, das Umschalten zwischen Perkussivem und offenem Klang üben.


Bei X wird der Akkord also nur auf die Saiten gelegt (Perkussiv) an den anderen Stellen der Akkord gegriffen.
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von Beastmaster
#335358
Zusammengefügte Rhythmen

Nun folgen 3 Beispiele wo aus den Grundübungen Rhythmische Patterns erstellt wurden.
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von Beastmaster
#335379
Hier noch ein beliebtes Voicing für Dominantakkorde.

Es ist zu beachten, dass der Anschlag auf die höheren Saiten konzentriert werden muss.
A und E Saiten sollen dabei möglichst nicht getroffen werden.
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von Beastmaster
#335383
Ausklingen lassen

bisher haben wir zwischen Klingenden Akkorden immer die abgestoppten Anschläge gespielt.

In der nächsten Übung geht es darum einen Klingenden Akkord auch mal auszuhalten.

Hierbei macht die rechte Hand Luftschläge oder eine Pause anstelle von gestoppten Schlägen.


Zusätzlich noch ein neues Dominantvoicing...
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von Beastmaster
#335388
noch n schönes Pattern :D
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von Beastmaster
#335389
Stille

passend zur Weihnachtszeit, werden wir jetzt üben zwischen den Anschlägen still zu sein.

Unsere linke Hand stoppt also aber unsere Rechte schlägt nicht die Saiten.

Also keine Tschaka Tschakas mehr
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von Beastmaster
#335465
Swing or not Swing

bisher haben wir alle Beispiele "straight" gespielt (gerade spielweise)

Funk wird aber auch gern als "Swing" gespielt.

"Swing" erklärt sich recht gut damit, daß die 2te und 4te sechzehntel verzögert (per Gefühl ) gespielt wird.

Besser ist es sich das vorher mal anzuhören, deshalb habe ich mal Kumpel GP6 gebeten - Übung15 einmal straigt und einmal swing zu spielen.
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von Beastmaster
#335466
Die nächsten Übungen bitte in beiden Feels üben (Swing und Straight)
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von Beastmaster
#335486
Gehts auch Interessanter

jetzt wollen wir unsere Akkorde etwas aufmotzen indem wir Optionstöne reinspielen.

Hierbei machen wir unser Gitarrenspiel durch ändern eines Tones interessanter.

Es sei hier nochmals erwähnt, daß die Akkorde alle verschiebbar sind und alle Beispiele mit und ohne "Swing" gespielt/geübt werden können.
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von Beastmaster
#335487
Hier noch ein paar neue Dominant-Shapes...
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von Beastmaster
#335643
Reinrutschen bzw Akkordslide

Einen Akkord durch hereinrutschen aus einer Halbtonentfernung zu spielen ist ein gern genutzter Effekt im Funk.

Hierbei sind folgende Dinge zu beachten

1. Wenn du den Akkord verschiebst, sollte er danach noch klingen
2. Der Slide muss Rhythmisch/Zeitlich stimmen

In Übung26 soll erstmal der Akkordslide an sich geübt werden. Hierbei soll erstmal gehört werden ob beim rutschen alle Töne klingen und ob man dabei "in Time" ist
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von Beastmaster
#335645
Hier nun nun eine paar rhythmische Übungen mit den Slides.

Immer dran denken, daß der "Fluss" der rechten Hand erhalten bleibt.


Achso: schön immer mit und ohne Swing üben...
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von Beastmaster
#335647
hier noch ein paar Übungen zu Akkordslides mit anderen Shapes.

Wenn man sich an diese Technik gewöhnt hat wird man sie gern mit allen bekannten verschiebbaren Akkorden einsetzen ob nun beim Funk oder bei anderen Musikstilen.

So jetzt ist die Henne schon gut herangewachsen, als nächstes wollen wir ihr zeigen wie neue Hennen entstehen.

Wir werden also dazu übergehen uns anzuschauen wie die verschiedenen Shapes zusammenhängen um quer übers Griffbrett zu "funken".

So jetzt aber erstmal die versprochenen Übungen.
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von Beastmaster
#336152
Harmonische zusammenhänge

Da du nun einiges an Rhythmischer Übung hinter dir haben solltest, wollen wir uns anschauen wie die benutzten Akkorde zusammenhängen bzw wie man sie musikalisch einsetzt.

Die meisten Songs in der Funkmusik basieren auf 2 Harmoniefamilien
  • Dominant
  • Moll
Dominantakkorde

Dominantakkorde werde aus einem Durdreiklang (1-3-5) gebildet welchem eine verminderte 7 hinzugefügt wird, also eine (b7)

Somit besteht der Dominatakkord im Grundgerüst aus (1-3-5-b7)

Beispiel:
A7 == (A C# E G)

Erweiterungen bringen mehr vielfalt in Spiel (9,11,13)

Wenn man diese Erweiterungen vermindert oder erhöht nennt man dies alterieren.(b9,#9,#11,b13)

Die Akkorde die wir in der Vergnagenheit gespielt haben sind "common funkshapes"
Sie verlaufen in einer logischen Reihenfolge über das Griffbrett.

Möglich wird dies über "Inversionen" (Drehungen)
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Zuletzt geändert von Beastmaster am 05.12.2013, insgesamt 2-mal geändert.
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von Beastmaster
#336154
Moll-Akkorde

Moll7 akkorde werden aus einem Molldreiklang (1-b3-5) mit hinzugefügter verminderter 7 gebildet.

Somit lautet die Formel (1-b3-5-b7)

Beispiel:
Am7 == (A C E G)

Auch hier existieren Extensions (9,11,13).
In vielen Veröffentlichungen über Funk steht nun, dass man alterationen hier eher nicht verwendet bzw es nicht angebracht ist.

Diese Ansicht teile ich nicht.

Ich denke eher "Common Funk" ist meist ohne diese, um aber andere Wege einzuschlagen, sollte alles offen sein, also auch dass alterieren der Extensions testen.

Wenn wir uns gleich das Griffbrettdiagramm für die Mollakkorde anschauen, wirst du hoffentlich feststellen, dass das sich hier nur jeweils 1 Ton ändert nämlich 3 ==> b3.

Teste als nächstes vorangegangen Übungen mit dem jeweiligen parallelen Mollakkord.
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von Beastmaster
#336156
Jetzt wirds Mollig...

Wie die Überschrift schon sagt gibt es nun ein paar Beispiel bzw Übungen mit Mollakkorden.
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von Beastmaster
#336174
Funky lines

Als Abschlussthema wollen wir uns mit Parts beschäftigen die nur aus Eintonlinien bestehen bzw mit den Techniken die nötig sind, damit es auch vernünftig klingt.

Schauen wir uns zuerst etwas benötigtes Tonmaterial an aus dem wir die Linien "bauen" können.

Wie wir schon festgelegt haben ist es für den Ursprünglichen Sound wichtig dass die Harmonien von aus der Dominantfamilie oder der Mollfamilie kommen.

Damit sehen wir uns einige Pattern an die für diesen Stil wichtig sind
  • Das Pentatonische Moll-Pattern
  • Das Bluespattern
  • Das Mixolydische Pattern
Das Pentatonische Moll-Pattern besteht wie einige Leser schon wissen aus 5 Tönen (Penta).
Es kann geanuso über Dominantharmonie als auch über Mollharmonie verwendet werden.

Bsp:
G-Moll-Pentatonik über G7 oder Gm


Das Bluespattern hier in unserem Fall ist das Pentatonische Pattern dem noch eine b5 hinzugefügt wurde.
Auch dieses Funktioniert über Dominant und Mollharmonie


Das Mixolydische Pattern ist eine Dur-Skale mit verminderter 7.
Bsp: G-Mixolydisch == G A B C D E F

Dieses Pattern ist auf die Dominatische Harmonie beschränkt.

Bedenke dass sich hier nur um einen kleinen Auszug der Möglichkeiten handelt und man natürlich alle erdenklichen Skalen benutzen kann.
Hier sollte sich der engagierte Leser mit Skalen und deren Benutzung bzw Harmonielehre auseinandersetzen, wenn er mehr vielfalt möchte.

Nun aber erstmal die Patterns mit kleinen Jammotiven dazu um ein bisschen drüberzududeln.
Beim nächsten mal nutzen wir die Patterns um Einzeltonriffs zu spielen.
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von Beastmaster
#336576
Single-Note-Lines

Wie schon angekündigt befassen wir uns im Abschlusspart mit Funkpatterns die aus Einzeltonlinien bestehen.

Ich möchte hier zwei verschiedene Möglichkeiten zeigen, wie man dies Technisch umsetzen kann, bzw auch einen idealen bzw besonderen Klang erhält.

Möglichkeit 1:

Die rechte Hand spielt mit leichtem Palm-Muting.
Sie führt hierbei aber nur soviel Druck aus, daß die Töne kein Sustain mehr haben.

Im Anhang zei Übungen dazu:
1. in Gm
2. in A7
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von Beastmaster
#336577
Möglichkeit 2: Skank-Sound

Hier ist die schwierigkeit, damit die linke Hand die umliegenden Saiten muten muss.
Es ist angebracht einen Finger ähnlich wie beim Barré auf die zu mutenden Saiten zu legen und mit einem zweiten Finger den offenen Ton zu greifen.

Die rechte Hand schägt den Ton an der zu hören sein soll und trifft aber zusätzlich noch umliegende Saiten um die gemuteten Töne zu treffen.

Für den Sound ist es wichtig damit man den offenen Ton mit den gemuteten zusammen hört.
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von Beastmaster
#336578
Alles hat ein Ende...

Nun sind wir am Ende dieses kleinen Workshops angekommen und ich hoffe der kleine Ausflug hat dem einen oder anderen gefallen.

Gern ist dieser Workshop jetzt für Fragen oder Anregungen offen.


Liebe Grüße an alle

Beastmaster
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von Yogi_Baer
#362313
Hallo Beastmaster,
bitte weiter machen ,vielleicht einen Workshop wo am Ende ein toller Song rauskommt.
Danke
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