Von Akkustik auf E-Gitarre umsteigen - Hilfe!

Hilfe und Tipps zum Gitarrenkauf
von MeinBenutzername
#334419
(1) Welche Art von Gitarre (z.B. Westerngitarre) suchst du?
E-Gitarre + Zubehör


(2) Welche Musikstilrichtung beabsichtigst du zu spielen?
Ich spiele seit einiger Zeit Akkustikgitarre (Sowohl Western- als auch Konzertgitarre) und spiele da eigentlich mehr oder weniger alles, was mir an Tabs in die Hände kommt und mir gefällt. Pop, Blues, Rock (soweit man es mit einer Akkustikgitarre kann. ;) ), Klassik, ein bisschen Jazz. Die E-Gitarre sollte dementsprechend schon eher eine Allroundergitarre sein, mit der ich, wenn ich möchte, auch mal härtere Sachen in Richtung härterem Rock und Metal zumindest probieren kann.


(3) Wieviel Geld hast du eingeplant auszugeben?
Meine absolute Obergrenze für Gitarre + Zubehör liegt bei 500€.


(4) Wo setzt du die Gitarre primär ein (zu Hause, Bühne, Studio) und wie groß ist deine Erfahrung?
Hauptsächlich zu Hause bzw. bei Freunden - Ich spiele in keiner Band, stehe also weder auf der Bühne noch im Studio. :)

Meine Erfahrungen mit E-Gitarren belaufen sich auf die 10 Minuten, in denen ich mal eine im Laden angespielt habe, aber ich spiele seit ca. 2,5 Jahren Akkustikgitarre (Westerngitarre und Klassikgitarre)


(5) Welche Arten des Kaufs kommen in Frage? Neukauf, Gebrauchtkauf, Internet- oder Ladenkauf?
Ist alles in Ordnung, bevorzuge aber Ladenkauf.


(6) Sonstige Hinweise (z.B.: Gitarrenform, Optik, Features, weiteres Zubehör, usw.)
Da ich wie gesagt keine Ahnung von E-Gitarren habe weiß ich auch nicht genau, wie man seine Prioritäten setzen sollte, wenn es um das Geld geht, welches man in Gitarre und Verstärker (und sonstiges Zubehör?) steckt. Wär ganz nett, wenn mir da jemand ein bisschen aushelfen kann.

Was die Optik angeht: Ich bevorzuge matten Lack und ein schlichtes Aussehen. Das heißt nicht, dass die Gitarre monoton schwarz sein muss, sie darf ruhig farbig sein, aber sollte jetzt nicht allzu knallig gefärbt oder wild geformt sein.

Wollte die Tage mal ein paar Musikläden abklappern, aber es kann ja nicht schaden, sich vorher schonmal hier schau zu machen. ;)
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von Software-Pirat
#334420
Da mußt du halt schauen, was dir zusagt. Es gibt aber eine Menge Auswahl. Ibanez hat immer gute Qualität, auch bei Squier könntest du fündig werden. Auch eine Epiphone Les Paul bzw. SG könnte was für dich sein. Also da kannst du wirklich nach deinem Geschmack gehen. Unbedingt ausprobieren mußt du diese: https://www.thomann.de/de/sterling_by_m ... o_3_rd.htm
Meiner Meinung nach wird die deutlich unter Wert verkauft.
Bei den Verstärkern würde ich dir den https://www.thomann.de/de/fender_mustang_i_v2.htm und diesen https://www.thomann.de/de/vox_vt20.htm empfehlen. Gibt natürlich noch andere, die nicht schlecht sind, aber mit diesen beiden zumindest machst du definitiv nichts falsch.
von felixsch
#334429
Hallo und Gratulation zum Umstieg :twisted:

Wenn du in einen Laden gehst, würde ich einfach mal ALLES anspielen was dir so gefällt und in die Hände gerät ... auch wenn das über deinem Budget liegt, so bekommst du ein bisschen Gefühl für Unterschiede der einzelnen Gitarren in ihren Preisklassen...
Fündig werden wirst du ziemlich sicher bei den von Software genannten Herstellern und Modellen. Zieh dir auch einen Kompetenten Verkäufer Beiseite und lass dich von dem Vor Ort ein wenig beraten.

Für eine Anfängergitarre, die was taugt, rechne mal grob 300 Euro ein. Je nachdem was du findest und in was du dich "verliebst" auch mehr (oder weniger). ;)

(Übe-)Verstärker wird sich auch so um die 100 - 150 Euro bewegen, siehe Software's Post. Ich könnte hier noch den Line 6 Spider ins Rennen werfen, einen Bericht von mir darüber findest du über die SuFu.

Bleiben dir also noch ca. 50 Euro für Zubehör. Das reicht auch erstmal für die Einsteigergrundausstattung (Pleks, Kabel, Saiten und sowas .... Kapodaster etc. hast du ja evtl. schon).
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von Andreas Fischer
#334430
überlege dir welche musik du spielen möchtest, und schau mit welchen gitarren diese gespielt wird
die formen sind nicht nur für das aussehen wichtig, die unterschiedlichen modelle klingen auch anders, stratocaster klingen anders als les paul oder telecaster, eine thinline tele anders als eine classic tele,....
denk dann drüber nach welche pickup bestückung du möchtest, mach dich schlau wie die unterschiedlichen klingen (zb youtube)

viel vom sound entsteht dann aber über den amp, modeler sind da sehr vielseitig, zb der mustang wird gerne genommen .... wenn du wirklich (letztendlich) nur eine e gitarre haben möchtest ;-)
dann wird ein thread nicht reichen um all die informationen zu bekommen die du brauchst
von Schneiderlein
#334439
Ich finde die Beschreibung "Allroundgitarre" so eine Sache.

An sich ist ja eine HSS-Bestückung wie bei der von @Software-Pirat verlinkten Sterling, so wird gesagt, ziemlich vielseitig.

Die Gefahr ist, am Ende nichts Halbes und nichts Ganzes zu haben.
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von Georg
#334442
Bis etwa 500 Euro. Dir ist klar, dass du auch einen Verstärker benötigst, ja? Rechnen wir mal um die hundert Euro für einen Amp (einen der üblichen Verdächtigen, also Fender Mustang I, VOX VT 20+, Vypyr 15 oder so etwas in dieser Art). dann bleiben etwa 350 bis 400 Euro für die Gitarre.

Dafür bekommst du absolut brauchbare E-Gitarren im Laden. Und wie bereits erwähnt, da hilft nur Anschauen, Ausprobieren. Prinzipiell kann man JEDE Gitarre für ALLES einsetzen. Du kannst auf einer B.C.Rich Metalgitarre Bossanova spielen oder auf einer Jazzmama Heavy Metal. Geht alles.

Meine Empfehlung wäre, auf eines der Standardmodelle zurückzugreifen, also auf eine Gitarre im Stil einer Telecaster, Stratocaster oder Les Paul. Damit macht man nie was falsch, das passt immer. Und weil die so beliebt sind, gibt es derartige Modelle in der von dir genannten Preisklasse in großer Zahl und - was wichtig ist - in guter Qualität.
Meine Tipps:
Fender Squier Classic Vibe Tele, so etwas wie diese hier: https://www.thomann.de/de/fender_squier ... le_50s.htm
oder eine Fender Squier CLassiv Vibe Strat 50, so etwas wie diese: https://www.thomann.de/de/fender_sq_cla ... 0s_frd.htm
oder eine Epiphone LP Traditional Pro, so etwas wie diese: https://www.thomann.de/de/epiphone_lp_t ... ltd_eb.htm

Das sind alles grundsolide E-Gitarren, ohne Schnickschnack und ohne sinnlosen Modekram. Modelle, die sich seit Jahrzehnten bewährt haben und in diesen Gitarren zu günstigem Preis in guter Qualität angeboten werden. Die kannst du auch in ein paar Jahren noch spielen.
von Schneiderlein
#334444
Die beiden Fender-Modelle sind für die "härtere Schiene" nicht gut geeignet.
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von Andreas Fischer
#334460
ich bin mal ganz böse und sage
"viel zerre und irgendwas, irgendwie anschlagen geht immer um krach zu machen"
die metalfreunde mögen mir meine unwissenheit verzeihen ;-)
von felixsch
#334461
Um mal wieder ernst zu werden ;)

Vorerst sei gesagt: Grundsätzlich eigenen sich Humbucker natürlich besser für Hardrock und sonstige härteren Zerrsounds als SC's.

ABER:

Mit Singlecoils kann man schon ordentlich Radau machen ... wenn es nicht gerade in die Härteste Thrashmetal - Ecke gehen soll bist du mit den Teilen schon gut Bedient. Man denke an die früheren Deep Purple's oder Iron Maiden's ...
Die Tonabnehmer die Werksmäßig in den Squier Strats (und vielen, vielen andren Strats) stecken, sind schon ganz OK, allerdings würde ich die ( + gesamte Elektronik, Brücke, etc.) austauschen. Aber das hat Zeit, du fängst ja schließlich erst an mit E-Gitarre ;)

Also, wenn dir Strats gefallen, lass dich nicht beunruhigen. Am besten lässt du dir mal ein paar Vorspielen, oder spielst selbst mal (an dem Amp, den du dir auch Kaufen willst/wirst) ;)
von Schneiderlein
#334464
Irgendwas irgendwie anschlagen, um Krach zu machen, geht auch mit mit wenig Zerre :P

SIngle Coils sind halt im Hi-Gain-Bereich nicht so geeignet. Vgl. Wikipedia.

Wenn es also mal metallischer werden soll, würde ich von den von @Georg verlinkten Modellen die LP wählen. Das ist sicher eine gute Gitarre.

Ansonsten werden als gute Modelle im unteren Preissektor ja auch immer wieder Ibanez-Gitarren genannt. Ich selbst werde wohl kein Ibanez-Fan mehr. Ist halt alles auch geschmackssache… Aber unabhängig davon sind das schon sehr gute Gitarren, mit denen man normalerweise nichts verkehrt machen kann.

Allgemein würde ich – wenn es auch mal mit mehr Zerre zur Sache gehen soll – schauen, dass der Bridge-PU ein Humbucker ist.
von DonC
#334588
Hey,
Also wenn es für den Anfang ein eher billigeres Modell werden soll, könnte ich mein Set hier anbieten :D https://www.thomann.de/de/thomann_gitar ... nburst.htm
Das würde ich natürlich zu verhandeltem Preis abgeben :P Ist natürlich eine sehr kostnegünstige Variante um dich an die E-Gitarre heranzutasten. Ich bin selber von E-Gitarre auf Western umgestiegen :)
Also wenn dich das Angebot intressiert kannst mir schreiben!
von MeinBenutzername
#334637
Danke für eure Antworten. War heute im örtlichen Musikladen und hab einfach mal alles angespielt, was da war - Was nicht allzu viel war und auch nichts allzu teures. Auf Nachfrage habe ich dann erfahren, dass sich die teureren Gitarren in der anderen Filliale befinden. :? Hatte also keine Gelegenheit, z.B. mal eine Fender Strat (Nichtmal die Squier) anzuspielen, was ich auf jeden Fall noch machen möchte, bevor ich mich für irgendein Modell entscheide.

Trotzdem hab ich mich ein kleines bisschen in eine der angebotenen Gitarren verguckt - Nämlich die Yamaha Pacifca 112V. Nicht unbedingt in dem Farbton, aber das Modell hab ich gespielt und hab das Gefühl gehabt, dass die Gitarre einfach sitzt. Der Hals ist nicht zu breit und nicht zu schmal, das Instrument macht einen gut verarbeiteten Eindruck, der Klang wirkt auf mich ziemlich rund und als ich am Verstärker ein bisschen mit den Effekten rumgespielt habe hab ich festgestellt, dass man aus dem Instrument sowohl locker-jazzige, als auch ziemlich rockig-verzerrte Töne herauskriegt, wenn mans vernünftig einstellt - Das würe also irgendwie schon meiner gesuchten Allrounder-Gitarre nahe kommen.

Darum mal eine Frage in die Runde: Hat jemand diese Gitarre und kann mir ein bisschen von seinen Erfahrungen berichten? Im Internet findet man relativ viel und sie wird als "sehr gute Einsteigergitarre" betitelt, was ja schonmal dafür spricht, dass man mit dem Instrument nicht soviel falsch machen kann. Kann man mit der "Einsteigergitarre" auch längerfristig Spaß haben, oder höre ich ihre Macken nur noch nicht heraus und bin dann irgendwann, wenn ich das E-Gitarren-Einsteigerniveau überschritten habe, doch negativ überrascht? Dass sie jetzt mit keinen sehr teuren Gitarren mithalten kann ist mir bewusst, aber wenn ich ehrlich bin hat sie mich klanglich mehr überzeugt als sämtliche Ibanez, Cort oder Epiphone-Gitarren, die da noch rumstanden und teilweise doppelt so teuer waren.

Der zweite Punkt ist der Verstärker. Da hab ich es versäumt, großartig was auszuprobieren - und der Verkäufer konnte mir auch nur zwei Modelle für meine Ziele empfehlen. Das eine war der Marshall MG15CFR, das andere der Vox Mini 3. So wirklich begeistern konnten mich beide nicht, weil der Marshall-Verstärker zwar schön klar und angenehm klingt, aber von der Austattung her dann doch aufs nötigste reduziert ist, während der Vox-Verstärker zwar eine nette Auswahl an Verzerrungen und Effekten integriert hat, aber im Vergleich dann doch etwas zum brummen bzw. verwischtem, etwas unklarem Sound neigt. Da muss ich wohl noch mal ein paar Verstärker ausprobieren.
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von Bellwood
#334639
Hallo.

Ich habe mit einer Pacifica angefangen und war für den Anfang damit sehr zufrieden. Gerade wegen dem angenehmen Spielgefühl. Preis-Leistung ist wirklich gut!

Wenn dir das zusagt, probiere doch auch mal eine Ibanez 170 GRG. Finde ich mindestens genau so gut bespielbar, aber noch etwas vielseitiger.

Wenn du dann eine Entscheidung getroffen hast, probiere die Verstärker mit dieser Gitarre durch.

Persönlich würde ich den Vox VT20 empfehlen. Allerdings muss man sich da mit der Bedienung etwas beschäftigen um alle Möglichkeiten zu nutzen. (Ich habe mich zumindest beim Testen schwer getan, finde den aber bei nem Kumpel klanglich immer wieder klasse.)
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von Siddy
#334641
Ich hab auch mit einer Pacifica angefangen aber nicht genau mit der 112 v sondern mit dieser https://www.thomann.de/de/yamaha_pacifi ... cd0fe2ea30
Der Hauptunterschied liegt mal abgesehen von der Lackierung beim Push-Pull Splitt der Tonabnehmer wodurch die Gitarre noch etwas flexibler wird. Bin immer noch sehr zufrieden mit der Gitarre.
Zuletzt geändert von Siddy am 11.11.2013, insgesamt 1-mal geändert.
von felixsch
#334642
Die Parcifica ist eine Spitzen Strat Style Gitarre, hab die selbst über ein Jahr in der Schule gespielt. Durch die HSS Bestückung auch recht flexibel, anspielen lohnt auf alle Fälle
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von Georg
#334655
Die Pacifica war früher mal das Referenzmodell für eine brauchbare Anfängergitarre, weil vor fünf und mehr Jahren diese Baureihen in der Preisklasse am meisten Gitarre boten. Das ist allerdings ein paar Jahre her und wird meiner Meinung nach nur noch durch die diversen Gitarrenforen am Leben gehalten. Die anderen Hersteller haben nachgezogen und längst hat die Pacifica ihre Stellung als einzig zu empfehlende Anfängergitarre verloren.

Ich hatte dir bereits Emopfehlungen gegeben.
von Arakon
#334657
Klar, die einzig zu empfehlende ist sie schon lange nicht mehr, aber sie ist weiterhin einge solide, variable Gitarre für einen bezahlbaren Preis.
von musicmiles
#335548
Ich habe mir vor 3 Tagen eine Pacifica 112V gekauft und bin sehr zufrieden, es geht echt alles auf dieser Gitarre. Sehr zu empfehlen ist zumindest rein klanglich der Roland Cube 20GX. Der hat auch eine gigantische Akkustiksimulation an Bord bei der man die E-Gitarre nicht mehr erkennt. Für den Einstieg ist er auch gut verständlich und überhaupt nicht überladen. Ich bin mit einem Set aus Pacifica+Cube+alles Nötige an Zubehör genau auf 500€ gekommen. Ansonsten kann ich auch nur zum ausprobieren raten.
Gruß
von musicmiles
#336844
Das is nur das Design zeigt die Farbe der Gitarre und des Schlagschutzes...
Musicmiles
von MeinBenutzername
#337706
So, um dem Thread auch mal sowas wie ein Ende zu geben: Ich hab mir recht günstig eine gebrauchte Pacifica 112 V in Schwarz geholt. Verstärker fehlt noch, d.h. ein richtiges Klangfazit kann ich noch nicht geben, aber was die Bespielbarkeit angeht bin ich mehr als zufrieden.

Im Laufe der Woche werd ich dann mal Verstärker antesten gehen. :)
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