Frage zum [Workshop] Wie benutzt man Kirchentonleiter?

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Monstereye
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Frage zum [Workshop] Wie benutzt man Kirchentonleiter?

Erstellt: von Monstereye » 08.10.2013, 09:40

Hallo Zusammen

Erst mal vielen Dank für den super Workshop "Wie benutzt man Kirchentonleiter?".
Da das mein erster Post in diesem Forum ist bitte ich um Nachsicht falls das hier nicht die richtige Stelle sein sollte (dann bitte den Post verschieben) um so etwas zu fragen oder falls die Frage schon irgendwo beantwortet ist ...

Also ich habe eine Frage zu Lektion 13 : lydische Quarte
Mjchael schreibt die Akkorde vom Lied sind: Em G D A.
Aus den Dur Akkorden einen Dus-sus4 machen und hören was passt.
So weit so gut.
A-Dur ist A C# E
Asus4 ist A D E (und meines Wissens nach unabhängig von der gewählten Tonart, oder?)

Ich verstehe nun nicht warum der Asus4 bzw. dessen reine Quarte (nämlich das D) nicht passen soll?
Zunächst mal ist das Lied doch in Em (abgesehen vom A-Dur) und in Em ist der Ton D (die reine Quarte) leitereigen. Somit würde dann der A-Dur nicht aber der Asus4 doch passen oder?
Oder anders formuliert: Könnte mjchael für mich vielleicht noch mal ein paar erklärende Worte verlieren zu folgendem Satz : "Da beim A-Dur Akkord aber nicht die reine Quarte dazu passt, verhält sich der A-Dur hier wie eine Subdominante, die eine lydische Skala erfordern würde."
Welcher Ton ist hier genau mit reiner Quarte gemeint?

Im Moment habe ich an dieser Stelle tatsächlich wohl ein Brett vorm Kopf :-)
Vielleicht gibt's ja jemanden der mir das wegnimmt...


Vielen Dank schon mal

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Beastmaster
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Erstellt: von Beastmaster » 08.10.2013, 11:44

Hi,


Was bei diesem Song ganz vorteilhaft ist, D# ist leitton zu E somit leitet ein A mit übertriebener Quarte nochmehr zum Em zurück.

Und natürlich passt auch Asus4 das ist Geschmackssache nur eben zu dem Lied was Mjchael im Kopf hatte passt er eher nicht.


Kirchentonleitern sollten/dürfen nicht mit Funktionstheorie(Tonika subdom Dom) gepaart werden.
Funktionstheorie entstand später und sie ist bei Kirchentonleitern nicht anwendbar.


Mjchael meinte glaube ich Anwendung für Improvisation, dann hat er es schon richtig gemacht.
Erstellt man aber Songteile die in einer Kirchentonleiter stehen dann gibt es eine ältere herangehensweise als eben die Funktionstheorie.

Bei Interesse: hier schreien...



LG
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Monstereye
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Erstellt: von Monstereye » 08.10.2013, 19:17

Hier ! :-)

Nein im erst. Erst mal vielen Dank für die prompte Antwort!
Mich hat bloß verwirrt, dass Mjchael meinte Asus4 (also das D) würde nicht passen. Tut es aber. Zumindest der Theorie nach. Wenn man das Lied hört verstehe ich schon warum sus4 nicht passt.

Der Ansatz war, so habe ich das verstanden, schon die Improvisation. Genau deswegen lese ich das ja ..
Mein letztes Problemchen ist aber schon : Ein A mit übermäßiger Quarte hört sich mit meinen Ohren echt schräg an. Auch und oder vielleicht sogar grade in dem Kontext des Green Day Liedchens. Habe ich was noch nicht verstanden? Er sagt, man müsse dann den lydischen Mode nehmen. (Ich will das ja auch nicht bezweifeln, sondern verstehen ... javascript:emoticon(':)') ).
Das würde bedeuten beim A-Dur die Töne der Tonart E-Dur benutzen. Die Tonart E-Dur hat das D#. Soweit so gut. Bloß hört sich das A mit D# schräg an und ein sus4 würde dann auch nicht gehen. Oder doch wenn man eben das D# nimmt.
Es kann sein, dass das D# auf E hinleitet, aber es hört sich immer noch schräg an javascript:emoticon(':?')

Wo ist mein Denkfehler? So wie ich den Workshop von Mjchael lese, mischt er schon Funktionstheory mit Kirchentonarten. Ehrlich gesagt bin ich nicht DER Checker was Musiktheorie anbelangt. Deswegen lese/mache ich ja auch den Workshop :-)

Vielen Dank schon mal für die (hoffentlich) kommende Antwort.


Grüße

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Erstellt: von Beastmaster » 08.10.2013, 22:05

Hi,

na das muss schräg. :lol:

Das gibt Spannung.

Nee mal ernst :cool:

Hör dir mal den Lydischen Akkord an. Er besteht aus Grundton, Großterz, Lydische Quarte(#4) und der Maj7.
Also keine Quinte (zumindest nicht in der gleichen Oktave)

Dann erklingt das Romantische Dur


in F -> F A B E (F - Dur erster Bund - Barréfinger lösen und nur auf dem Tiefen F (E-Saite)-lassen

(Siehe Pdf)

Angus Young hat gesagt - gutes Improvisieren (Melodieren) geht erst wenn man die Akkorde verstanden hat.

Nur weil ein Ton Reibung erzeugt ist ja nicht schlecht, sondern das ist es was Musik ausmacht.

Viele die behaupten mit dem Ohr zu spielen, spielen meist nur die passendsten Töne und sind somit weit weg von - "nicht langweilig"

LG
Beastmaster
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Monstereye
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Erstellt: von Monstereye » 09.10.2013, 10:01

Guten Morgen Beastmaster

Ich habe meinen Fehler gefunden.
Dank deiner Antwort.

Selten dämlich :-) (wie meistens mit Brett vorm Kopf).

Folgendes habe ich gemacht:

Beim Asus4 verschiebt man, in der einfachsten Griffweise die ich dafür kenne, den Ringfinger vom 2. in den 3. Bund und greift so statt C# ein D.
Nun habe ich mal gelernt, dass bei sus Akkorden die dritte Stufe, also die Terz, ersetzt wird.
Also im Falle des sus4 durch eine Quarte. Nun habe ich gedacht Mjchael meint mit der überm. Quarte, also dem D#, genau das Ersetzen.
Und wenn man das tut klingt das dermaßen grausam.. brr.. :-) Dann fehlt dem Akkord das C#.
Wenn nun aber der volle Akkord + #4 + maj7 gespielt wird klingt's auch für meine Ohren gut.
Was du denke ich mit dem lydischen F auch machst. Das C greifst du wohl hast das aber in der Auflistung weggelassen. (du sagst ja auch es kommt in der gleichen Oktave nicht vor ..)
Mir würde dann folgende Greifweise einfallen:

ZF: E-Saite 5. Bund
MF: A-Saite 6. Bund
RF: D-Saite 6. Bund
KF: G-SAite 6. Bund
E- Saite nicht greifen sondern offen lassen ...

Was denkst du?

Beizeiten nehme ich mir die Zeit (war in den letzten 2 Tagen irgendwie schwierig) und probier mal aus
damit zu improvisieren. (Jetzt bitte nicht die Hände überm Kopf zusammenschlagen.. War wirklich wenig Zeit. Hat grade zum Lesen gereicht. Und vor ausprobieren muss ja mal das Lesen kommen... Heute ändert sich das...)

Aber für den Moment habe ich mal die Begründung verstanden. Ich finde es im Prinzip ja nicht schlecht wenn ein Ton reibt. So wars ja nicht gemeint. Aber wenn ein Ton reibt, und wenn ich das benutzen will, sollte ich besser verstehen warum das so ist und wann man das benutzen kann.

Vielen Dank für deine Hilfe!


Grüße

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Erstellt: von Beastmaster » 09.10.2013, 11:08

Hallo Monstereye

E-saite 5.Bund ist ja bei dir Grundton
A-saite 6.Bund ist schon #4, das klingt auch ganz schön schief

aber nicht falsch

Am meisten verwendet wird der hier


5x6644 (also so ähnlich wie deiner)


übrigens wenn du's gezupft spielst kann auch die Quinte noch drüber liegen und sorgt für noch mehr Biss. Wichtig ist das Intervall von 3 zu #4. (sekunde)

Große Terz und üQuarte sollten immer vorhanden sein und in der selben Oktave weil es sonst kein Lydisch ist sondern #11


Ich häng mal n gezupften an. (PDF)

Eigens für dich... Eine Hörprobe die die verwendung gut zeigt.

Du wirst schnell bemerken, wieso man dies Romantisches Dur nennt.
Lass dich nicht davon irritieren, daß das Beispiel auf C#m beginnt

Der zweite ist der Lydische mit Quinte

Falls dir der Überstecker zum 2.Bund zu Fett ist, nimm A im 5.Bund und B im 7.Bund-E-Saite

Sing deinem/deiner liebsten eine Melodie drauf und er/sie wird dich immer lieben :D


LG
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Monstereye
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Erstellt: von Monstereye » 09.10.2013, 18:02

Vielen Dank!

Kompetente und schnelle Hilfe. Hat mich ein großes Stück weiter gebracht.

LG

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