"Perfektes" Beherrschen der Gitarre NUR mit Lehrer

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mona311
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"Perfektes" Beherrschen der Gitarre NUR mit Lehrer

von mona311 » 29.09.2013, 18:49

Hallo!
Seit knapp 2 Jahren bringe ich mir das Gitarre spielen (Westerngitarre) selber bei,da ich überhaupt kein Geld für einen Musiklehrer oder den Besuch einer Musikschule habe.
Bis jetzt hat das auch voll gut geklappt.Ich lerne relativ schnell und ich würde fast meinen ich bin schon ziemlich gut.Natürlich gibt es da und dort auch noch ein paar Probleme (z.B. Barré Akkorde-Freunde der Nacht,ich hasse sie! :D ) aber im großen und ganzen bin ich vollkommen zufrieden.
Bald möchte ich mit E-Gitarre anfangen und ich habe heftige Zweifel ob ich das so alleine hinbekomme.
Viele meiner Freunde lernen ihre Instrumente mit Lehrern und ich habe immer das Gefühl,dass sie einfach besser sind als ich,dass sie das besser können.
Aber ich mein um ein Instrument richtig richtig gut spielen zu können,braucht man da wirklich unbedingt einen Lehrer?
Es gibt doch heutzutage auf Youtube und allgemein im Internet überall Videos und Leute die ihr wissen kostenlos zur Verfügung stellen...(so hab ich ja auch die normale Gitarre gelernt)
Wenn ich mir ein paar Leute anschaue,bekomme ich aber trotzdem Zweifel,dass ich es weit schaffen kann- ohne Lehrer.
z.B,nehmen wir Billie Joe Armstrong,den Sänger von Green Day.Zugegeben,ich finde ihn großartig und er kann richtig richtig super Gitarre spielen. Wenn ich mein E-Baby dann hab,werden die ersten Lieder die ich versuche von Green Day sein,das weiß ich. Aber werde ich mir das je so gut beibringen können,dass ich es so gut spielen kann wie er?
Ich mein er hat einen Lehrer gehabt und spielt schon seit er 12 ist glaub ich.
Man lernt ja da nicht nur praktisch,sondern auch ein Teil theoretisches Zeugs,worauf ich jetzt keinen großen Wert lege (Außer natürlich wichtige Sachen,wie die Teile,die Akkordnamen und so weiter) Sorry wenn das jetzt alles ein wenig chaotisch ist,aber ich bin irgendwie grad voll unten weil ich mir einbilde,nie so gut spielen zu können wie die Anderen,bloß ich hab einfach wie gesagt nicht die Möglichkeit mir nen Lehrer zu suchen,auch meine Eltern nicht und das macht mich grad richtig fertig.
Was meint ihr denn?
Braucht man um ein Instrument (nehmen wie jetzt die E-Gitarre) richtig gut spielen zu können,unbedingt einen Lehrer? :o
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Denis
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von Denis » 29.09.2013, 19:50

Man braucht nicht unbedingt einen Lehrer. Wie du gesagt hast, es gibt sehr viele gute Lektionen im Internet und auch viele gute Lehrvideos auf Youtube.

Dadurch kann man selber Gitarre lernen und auch weit kommen. Erfordert aber viel Disziplin. Die hast du offensichtlich. Der Nachteil ist natürlich, dass du auf Youtube auch schnell solche jungen Supertalente wie Shungha Jung triffst. Mit denen darfst du dein Können nicht vergleichen. Das kann einen nämlich auch runter ziehen.

Der größte Nachteil ist, dass du dir durch das selber lernen vielleicht Dinge angewohnt hast, die zu umständlich sind oder die du einfach anders machen solltest. Je länger du dir da eine "falsche" oder umständlichere Handhabung angewohnt hast, um so schwieriger wird das Umlernen.

Genau um dies zu erkennen, sind ein paar Unterrichtsstunden ganz gut. Denn dies kann dir auch kein noch so gutes Lehrvideo auf Youtube erklären. Sogar Gitarristen, die sich alles selber bei gebracht haben und seit 30, 40 Jahren spielen haben sich bestimmt viele solcher umständlichen "Fehlerchen" antrainiert, die nur sehr schwer wieder abtrainiert werden können.

Also, nimm lieber jetzt in ein paar Unterrichtsstunden in Angriff, so lange das Umlernen noch nicht so schwierig für dich ist, weil es zu sehr Routine ist.

Aber ich sag trotzdem mal: richtig gut spielen lernen ist auch ohne Lehrer möglich. Schau mal auf Youtube nach Lehrvideos von Marty Schwartz oder Justin Sandercoe, die sind super =(=))=
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Andreas Fischer
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von Andreas Fischer » 29.09.2013, 22:28

perfekt ist nichts auf dieser welt, mann kann nur versuc hen nah dran zu kommen und das ist bei sehr wenigen der fall

anyway, gut spielen oder wirklich gut oder besonders gut, ... ob das nur mit lehrer geht?
nein

1. wenn ich mich frage wer meiner meinung nach wirklich gut ist so fallen mir da unter anderem gitarristen ein die es ohne lehrer gelernt haben
2. besser keinen lehrer als einen schlechten und ich wette es gibt viele schwarze schafe oder welche denen es an fähigkeiten zb didaktisch fehlt
3. besser ein gutes buch von einem guten lehrer gewschrieben oder ein gutes video von einem guten lehrer als vor ort vor "irgendwem" zu sitzen

ok wenn ich jetzt einen dieser guten lehrer direkt neben mir hätte, klar wäre das hilfreich, sicher würde ich mir so maqnchen fehler nicht aneignen den ich mir später wieder abtrainieren müsste, sicher müsste ich nicht so viel zeit dafür verwenden antworten auf meine fragen zu sinden ...... aber es geht auich ohne lehrer oder besser gesagt mit lehrer per buch oder video

ganz ohne, also wirklich allein, ohne jede anleitung .... ich wette jemand wie mozart hätte das allein lernen können ... ic h nicht

btw ich hatte mal einen lehrer aber der war wirklich schlecht
ich habe es dann mnit büchern versucht, ich kam nicht weit, heute lerne ich mit videos und büchern und habe das gefühl es liegt an mir wenn ich nicht mehr lerne als es der fall ist denn ich könnte strukturierter, öfter, disziplinierter lernen ...

trotzdem ist mir das egal, ich habe spass beim lernen und ich freue mich darauf ziele zu erreichen die ich mir gesetzt habe ... das zählt
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Georg
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von Georg » 29.09.2013, 23:00

Hatten die Gitarrengötter Lehrer?
Nö, die haben sich das Spielen selber beigebracht.

Heute ist es einfach, Gitarre zu lernen. Irgendwo findet man immer jemanden, der mal irgendwo ein paar Kurse belegt hat und einem Interessenten die ersten Schritte vereinfachen kann. Da kann dann ein Lehrer, der was taugt, hilfreich sein.

Doch ansonsten finde ich, dass das eigene Spiel im Vordergrund stehen sollte.
Ach ja, und dann habe ich noch eine Meinung zu Satzen wie "ich will so klingen/spielen wie NN" - fein, dann soll derjenige CDs auflegen. Dann hat er den gewünschten Klang.

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Exordium
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von Exordium » 30.09.2013, 00:54

Sagen wir es mal so. Es ist kein Fehler, ab und an einen erfahrenen Gitarristen (oder Lehrer) an seiner Seite zu haben. Das ganze Zeug aus dem Netz oder Buchladen kann noch so toll sein. Es sagt Dir aber nicht, wenn Du Dir etwas falsches aneignest, wie z.B. Haltungsfehler.

Ganz egal was man lernt bzw. lernen will. Man profitiert immer von jemandem, der sein Können, Wissen und Erfahrung verständlich weiter vermitteln kann. Das ist ja nicht nur aufs Gitarre spielen beschränkt. Natürlich gibt es Ausnahmen und Talente, die schaffen das auch ohne. Der Großteil wird aber wahrscheinlich mit Begleitung schneller vorwärts kommen
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karioll
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von karioll » 30.09.2013, 09:27

so fallen mir da unter anderem gitarristen ein die es ohne lehrer gelernt haben

Nein, die hatten alle lauter Leute um sich herum, die es ihnen gezeigt haben! Kann sein, die nannten sich nicht "Lehrer", sondern "Bruder, Opa oder Nachbar", es waren aber in Wirklichkeit Lehrer, die uns meist nicht zu Verfügung stehen, ist überhaupt nicht zu vergleichen, mit der Situation, die wir hier meist haben.

Und Mozart wurde von frühester Kindheit vom Vater gedrillt, der hat gar nichts allein gelernt. Bevor er 20 war, hatte er 10.000 Übungsstunden oder mehr, nichts mit Wunderkind!

Natürlich kann man allein mit Youtube lernen, aber das Feedback von einem guten Lehrer beschleunigt die Sache ungemein! Schon allein das Aussuchen der Songs nach dem jeweiligen Übungsstand ist die halbe Miete, dann könnte es nicht passieren, dass Barrégriffe nach 2 Jahren noch nicht funktionieren. Der Lehrer hätte zuerst die einfachen Barrégriffe gelehrt, wenn die sitzen dann die schwereren.
Haltungsschäden, Schmerzen holt man sich ohne Lehrer sehr viel schneller.

Natürlich gibt es Ausnahmen und Talente, die schaffen das auch ohne.

Mir ist kein Einziger bekannt. Wenn man die Biografien liest, dann sieht man, dass sie es nicht ohne geschafft haben. Wenn ihr in die Blackbox der Kindheit und Jugend von guten Leuten nicht hineinsehen könnt, dann könnt ihr doch nicht schlußfolgern, sie hätten keine Lehrer gehabt :?

Schon allein die Frage zeigt, das man nicht gut werden kann, denn die Guten haben sich ihr Input hergeholt, wo immer sie es haben konnten, haben zum Teil Haus und Hof verlassen, um dahin zu gehen, wo sie ihre Musik fanden. Haben dafür so manches auf sich genommen. Das unterscheidet die Guten von den Normalen.

Ein bisschen Zeitung austragen (oder andere Ideen) kann dazu führen, einen Lehrer zu bezahlen oder einen VHS-Kurs zu besuchen oder um ne Fahrkarte zu kaufen, dahin zu fahren, wo andere jammen und was zeigen können.
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startom
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von startom » 30.09.2013, 09:41

Hoi Mona
Das, was es benötigt, um ein richtig guter Gitarrist zu werden, sind lediglich zwei Dinge.
- Disziplin
- Zeit
- Geduld

Kein Lehrer, kein Buch, kein Youtube-Kurs ermöglicht dir Disziplin, Geduld oder Zeit, das sind lediglich Hilfsmittel, die dich dabei unterstützen.

Disziplin ist die Kunst, gezielt und unermüdlich an deinen Schwächen zu arbeiten, statt andauernd deine Stärken zu 'geniessen'.

Zeit ist Zeit. Die musst du dir einfach nehmen....und zwar täglich. Das heisst halt, anstelle dich ganz bequem nach einem harten Arbeits- oder Schultag auf's Sofa zu pflanzen und eine Vorabend-Soap zu geniessen, die Gitarre in die Hand nehmen und zum x-ten Mal die schnellen Akkordwechsel von American Idiot zu perfektionieren. Ja, und da sind wir schon wieder bei der Disziplin. Und bei der Geduld. Denn das Frustpotential kann schon mal hoch sein, wenn's mal ein paar Tage/Wochen/Jahre dauert, bis wieder was sitzt.

Du siehst, ich hab kein einziges Mal das Wort Talent verwendet. Talent ist lediglich dazu da, Ziele schneller zu erreichen... aber erreichen wirst du sie. Mit (trommelwirbel) Disziplin und Zeit. Und natürlich ganz viel Geduld.

Viel Glück! Und ganz ganz ganz viel Spass.
Tom

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Stinger
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von Stinger » 30.09.2013, 12:19

startom hat geschrieben:... was es benötigt, um ein richtig guter Gitarrist zu werden, sind lediglich zwei Dinge.
- Disziplin
- Zeit
- Geduld



Hoi Tom,

3 von 2 Männern haben Probleme mit dem Rechnen.

Willkommen im Club ;)
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korgli
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von korgli » 30.09.2013, 12:25

=)=)=
Aber Recht hat er... BEIDE... - eigentlich alle -

fredy

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von Exordium » 30.09.2013, 12:39

startom hat geschrieben:Das, was es benötigt, um ein richtig guter Gitarrist zu werden, sind lediglich zwei Dinge.
- Disziplin
- Zeit
- Geduld


Und wenigstens bis auf 4 zählen zu können, wenn man Musik machen möchte, ist auch ganz hilfreich... :-)

*duck*

=)=)=

Edit: Na gut, ich wurde durchs Essen abgelenkt und jetzt waren 2,3, oder 4 schneller als ich...
Ich lass es trotzdem stehen.
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startom
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von startom » 30.09.2013, 12:51

Erwischt!
Na ja, wie wir alle wissen, gibt es drei Arten von Menschen. Diejenigen, die zählen können und diejenigen, die's nicht können. ;-)
Tom

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Ratatosk
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von Ratatosk » 30.09.2013, 14:12

In meinem Fall ist es so, dass ich mittlerweile sehr gerne einen Lehrer hätte. Ich trete häufig total auf der Stelle. Und ich habe das Gefühl, je fortgeschrittener ich mit der Gitarre werde, desto häufiger fehlt mir der rote Faden wie ich neue Techniken, Stile etc. angehe. Das empfinde ich als durchaus unbefriedigend. Am Anfang macht man schnell gute Fortschritte. Die Lehrbücher helfen einem weiter - man kommt voran. Aber wenn man die "Basis" dann beherrscht, wird es etwas wuseliger. Jetzt spiele ich leider zu selten mit anderen, denn das ist schon was echt erfrischendes und lehrreiches. Vor allem auf der E-Gitarre komme ich nur ganz ganz zögerlich voran. Ich war zu lange nur auf die akustische konzentriert. Ich habe daher am Mittwoch einen Termin bei einem Gitarrenlehrer. Mein dritter Anlauf in dieser Richtung. Das erste Mal ist es an mir gescheitert, da meine Arbeitszeiten da immer in die Quere gekommen sind und ich daher unter der Woche absagen musste, beim zweiten Versuch hat der Lehrer aufgehört zu unterrichten aufgrund von Depressionen (nein, nicht wegen mir), wobei ich den didaktisch aber auch nicht gut fand. Und nun folgt der dritte Anlauf. Drückt mir die Daumen.

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von Exordium » 30.09.2013, 14:52

Kommt mir ziemlich bekannt vor. Nach den Basics kommt erst mal das große Alles und Nichts. Es ist nicht nur wichtig, regelmäßig zu üben, sondern auch mit Plan. Ansonsten ist man recht schnell ziel- und orientierungslos. Ich habe mich mit meinem Lehrer auf genau ein Workbook als Übungsgrundlage geeinigt und genau dieses gehen wir durch. Und der Lehrer ist trotz guter Buchbasis keinesfalls "überflüssig". Da gibt es jede Menge an Technik und Theorie pro Lesson zu zeigen und erklären, was den Rahmen des Buches einfach sprengen würde.
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Andreas Fischer
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von Andreas Fischer » 30.09.2013, 15:01

karioll hat geschrieben:
so fallen mir da unter anderem gitarristen ein die es ohne lehrer gelernt haben

Nein, die hatten alle lauter Leute um sich herum, die es ihnen gezeigt haben! Kann sein, die nannten sich nicht "Lehrer", sondern "Bruder, Opa oder Nachbar", es waren aber in Wirklichkeit Lehrer, die uns meist nicht zu Verfügung stehen, ist überhaupt nicht zu vergleichen, mit der Situation, die wir hier meist haben.

NEIN?
Woher weißt du, wer mir da einfällt? an wen ich da denke?
du kannst gern deine meinung äussern, die darf auch gern von meiner abweichen aber das was du da schreibst ist so einfach falsch, du kannst doch gar nicht wissen ob diese gitarristen lehrer hatten oder nicht, eben weil du nicht weißt von wem ich rede tststs



tatsache; ein guter lehrer bringt viel
auch wenn du es nicht glauben willst:
tatsache; nicht alle aber manche können auch ohne direkten kontakt zum lehrer (durch bücher/viedeos) lernen
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mona311
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von mona311 » 30.09.2013, 15:30

Woah,ok...
so viele unterschiedliche Antworten...
Also ich schlussfolgere aus euren Antworten Folgendes:
Es ist möglich akzeptabel ohne Lehrer spielen zu können aber um einiges besser spielen zu können mit Lehrer...

Hm,okay...ich bin mir dann mal einen Nebenjob suchen...
Die schönste Musik ist die,in der man sich verwirklichen kann. <3

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Counterfeit
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von Counterfeit » 30.09.2013, 15:38

Probier es mit Lehrer einfach mal aus, erstmal ne Probestunde und dann entscheidest du. Wenn du merkst, dass dir das hilft und du es dir leisten kannst, dann mache es. Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen, da es individuell sehr unterschiedlich ist. Die Fragae ist jedenfalls nicht neu und wird hier oft diskutiert. Vielleicht hilft es dir ja auch noch, die "alten" Threads zu durchforsten.

http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... 29208.html
http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... 29041.html
http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... 28559.html
http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... c2368.html
http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... 24634.html

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von startom » 30.09.2013, 16:00

mona311 hat geschrieben:Hm,okay...ich bin mir dann mal einen Nebenjob suchen...


Du bist gerade mal 15.
Ich arbeite als Gitarrenlehrer in einer öffentlichen Musikschule und alle Schüler, die ich betreue, werden von ihren Eltern finanziert. Wär ja noch schöner, wenn mein 11-jähriger Sohn seinen Schlagzeugunterricht von seinem Taschengeld berappen müsste.
Tom

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von Exordium » 30.09.2013, 16:17

Nicht jedem Haushalt stehen diese finanziellen Mittel auch tatsächlich zur Verfügung...
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von spookykcs » 30.09.2013, 16:38

startom hat geschrieben:Hoi Mona
Das, was es benötigt, um ein richtig guter Gitarrist zu werden, sind lediglich zwei Dinge.
- Disziplin
- Zeit
- Geduld

Kein Lehrer, kein Buch, kein Youtube-Kurs ermöglicht dir Disziplin, Geduld oder Zeit, das sind lediglich Hilfsmittel, die dich dabei unterstützen.

Disziplin ist die Kunst, gezielt und unermüdlich an deinen Schwächen zu arbeiten, statt andauernd deine Stärken zu 'geniessen'.

Zeit ist Zeit. Die musst du dir einfach nehmen....und zwar täglich. Das heisst halt, anstelle dich ganz bequem nach einem harten Arbeits- oder Schultag auf's Sofa zu pflanzen und eine Vorabend-Soap zu geniessen, die Gitarre in die Hand nehmen und zum x-ten Mal die schnellen Akkordwechsel von American Idiot zu perfektionieren. Ja, und da sind wir schon wieder bei der Disziplin. Und bei der Geduld. Denn das Frustpotential kann schon mal hoch sein, wenn's mal ein paar Tage/Wochen/Jahre dauert, bis wieder was sitzt.


Das war so ein Post, lieber Tom, wo es bei mir beim Lesen regelrecht "Klick" gemacht hat. Sehr gut auf den Punkt gebracht und für mich regelrecht erleuchtend. Mein guter Vorsatz ... mich nicht mehr um das Üben herumdrücken ...

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von mona311 » 30.09.2013, 16:39

Exordium hat geschrieben:Nicht jedem Haushalt stehen diese finanziellen Mittel auch tatsächlich zur Verfügung...


Ja,und genau das ist das Problem... :?
Die schönste Musik ist die,in der man sich verwirklichen kann. <3

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von startom » 30.09.2013, 19:32

Ok, wenns an den Finanzen fehlt, ist das natürlich schade.

Somit beachte umso mehr mein erstes Statement. Disziplin ist kostenlos, aber nicht umsonst!
Tom

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musicdevil
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Re: "Perfektes" Beherrschen der Gitarre NUR mit Le

von musicdevil » 30.09.2013, 20:57

mona311 hat geschrieben:Hallo!
Seit knapp 2 Jahren bringe ich mir das Gitarre spielen (Westerngitarre) selber bei,da ich überhaupt kein Geld für einen Musiklehrer oder den Besuch einer Musikschule habe.
Bis jetzt hat das auch voll gut geklappt.Ich lerne relativ schnell und ich würde fast meinen ich bin schon ziemlich gut.Natürlich gibt es da und dort auch noch ein paar Probleme (z.B. Barré Akkorde-Freunde der Nacht,ich hasse sie! :D ) aber im großen und ganzen bin ich vollkommen zufrieden.
Bald möchte ich mit E-Gitarre anfangen und ich habe heftige Zweifel ob ich das so alleine hinbekomme....


Bis dahin habe ich gelesen und es dann sein gelassen ;)
Du schreibst "da ich überhaupt kein Geld für einen Musiklehrer oder den Besuch einer Musikschule habe.", also halten wir fest "keine Finanzen dafür vorhanden".

Nun schreibst du "ich habe heftige Zweifel ob ich das so alleine hinbekomme", aber welche Alternative hast du?
Kein Geld für Lehrer und Unterricht = darauf verzichten müssen.

"Perfekt" geht eh nicht...aber das meiste kann man sich durchaus selbst beibringen. Ich bezweifle, dass all die großen Gitarren Gurus je einen Gitarrenlehrer oder Unterricht hatten.

(sorry wenn sich da was überschneidet, da ich die anderen Beiträge aus Zeitgründen nicht gelesen habe :))

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von Exordium » 30.09.2013, 21:16

Na, vielleicht findet sich ja jemand, der nicht so gerne alleine spielen möchte und schon Erfahrung hat, bzw. selbst Unterricht hatte. Alleine Musizieren ist eh nicht so toll. Ich bin mir sicher, Du wirst da jemanden finden. Der lokale Anzeigenmarkt ist immer eine gute Stelle für so was. Vielleicht wohnt auch ein Forenbenutzer in Deiner Nähe und hat ab und an mal Zeit.
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von karioll » 30.09.2013, 22:52

auch wenn du es nicht glauben willst:
tatsache; nicht alle aber manche können auch ohne direkten kontakt zum lehrer (durch bücher/viedeos) lernen


jau, manche glauben ja auch, dass ne Jungfrau ein Kind bekommen hat. Mir solls egal sein.

Ich bestreite nicht, dass man nur aus Büchern und Videos lernen kann, das ist natürlich möglich, bloß gut wird man damit nicht. Jeder, der zumindest Kreisklasse sein will, braucht einen Coach, egal ob Künstler , Sportler oder sonst einer, der etwas gut kann.
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musicdevil
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von musicdevil » 30.09.2013, 23:29

karioll hat geschrieben:Ich bestreite nicht, dass man nur aus Büchern und Videos lernen kann, das ist natürlich möglich, bloß gut wird man damit nicht. Jeder, der zumindest Kreisklasse sein will, braucht einen Coach, egal ob Künstler , Sportler oder sonst einer, der etwas gut kann.


Da bin ich ja völlig anderer Meinung.
Um was geht es denn letztendlich? Um musikmachen, oder?
Was ist gute Musik und wie gut muss man eigentlich spielen können um "gute Musik" machen zu können?

Wenn man ein sehr guter Studiomusiker werden will, perfekt vom Blatt spielen können muss usw., dann mag deine Behauptung zutreffen, aber sonst?
Meinst du, dass wirklich alle überaus erfolgreichen Musiker "sehr gut" Gitarre spielen können/konnten? Zum Beispiel ein Johnny Cash?
Das was der spielen konnte, kann sich jeder selber beibringen.
Die Ärzte, Onkelz, Toten Hosen und und und alles Gitarrenvirtuosen?

Gerade heutzutage sind die Bücher und Lehrvideos usw. schon (ich nenns mal) "Idiotensicher" und können den "echten" Gitarrenlehrer durchaus in vielen Punkten ersetzen.
Ein (greifbarer) Lehrer ist aber manchmal durchaus hilfreich, will ich keinesfalls bestreiten, aber ob man zwingend einen braucht, bezweifel ich stark.

Man müsste "gut sein" definieren, man müsste "Kreisklasse" definieren usw.

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karioll
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von karioll » 01.10.2013, 00:41

Meinst du, dass wirklich alle überaus erfolgreichen Musiker "sehr gut" Gitarre spielen können/konnten? Zum Beispiel ein Johnny Cash?


Klar, sein Spiel rührt die Menschen! Und das genau ist seine Kunst.
Es geht doch gar nicht darum was er spielt, sondern wie er spielt. Das Erste - die paar Akkorde - kann man aus´m Buch lernen, das Zweite - dass die paar Akkorde die Menschen bewegen, rühren oder sonstwie erreichen - lernt man, indem man mit ambitionierter Einstellung Musik macht und sich jede erdenkliche Quelle erschließt, die greifbar ist, wo es Feedback gibt und wo die Musikalität sich entwickeln kann. Das steht nicht im Buch, das lernt man nur in der Praxis mit anderen Musikern, auch Jonny Cash hatte da viele Menschen, von denen er lernte. Der saß bestimmt nicht vorm Forum und fragte, ob er einen Lehrer braucht. Der suchte sich die Leute, wo er sich was abgucken konnte, das ist für echte Musiker das Normalste der Welt, da werden auch Opfer gebracht, um sich vom momentanen Idol was abzugucken.

Ich habe auch zur Zeit keinen Lehrer, quatsch aber Musiker an, um mir bestimmte Sachen zeigen zu lassen, das sind dann meine Lehrer.
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Pedro E.
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von Pedro E. » 01.10.2013, 06:17

Es kommt halt immer darauf an wie das soziale Umfeld des Lernenden aussieht. Wenn man Kontakte zu Anderen hat, zusammen Üben kann oder Erfahrungen austauschen kann das durchaus einen Lehrer ersetzen. Wobei sich die Frage stellt ob "Lehrer" nur der bezahlte Musikunterricht ist.
Sicher kann man die rein technischen Fähigkeiten aus Onlinekursen lernen, aber da im Keller zu hocken und bloß einsam und alleine Videos abzuspulen .. weiß nicht ob das wirklich so super ist?

Zu den etablierten Musikern kann man anmerken, dass gerade Erfolgreiche vielleicht dazu neigen, die Anfänge ihrer Karriere im Dunkel zu lassen. Möchte ja das Image pflegen dass man sozusagen als fertiges Saitengenie einfach vom Himmel gefallen ist, ohne Lehrer ohne Üben ohne Mühsal. Seltsamerweise ist gerade bei der klassischen Musikausbildung das Gegenteil der Fall. Dort gibt man in seinem Curriculum durchaus an bei wem man gelernt und studiert hat.

Thomas335
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von Thomas335 » 30.11.2013, 18:06

Georg hat geschrieben:Hatten die Gitarrengötter Lehrer?
Nö, die haben sich das Spielen selber beigebracht....


Nenn mal welche!
Ich glaube einfach nicht, dass diese "Götter" alle keine Lehrer hatten, das ist IMO Image, Marketinggelaber oder Angeberei. Die meisten hatten die Ressourcen und die Lehrer um auf ihr Niveau zu kommen, aber ganz alleine ohne Trainer - diese Behauptung ist gut für die eigene Coolnes und das Image - nach dem Motto, weder Schule noch Lehrer haben mich nach oben gebracht.

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Meself
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von Meself » 30.11.2013, 19:56

Wenn es mit dem Lehrer finanziell so garnicht klappen will, gibt es denn Leute in deinem Umfeld, die Gitarre spielen? Auch der Austausch mit denen würde dir bereits helfen, wenngleich der Lehrer natürlich besser wäre.

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von jemflower » 30.11.2013, 23:07

@ Meself
Mein Reden. Auf einem Gitarrentreffen lerne ich jedesmal irgendetwas. Vorhin war ich im UPH in Essen bei der offenen Session und habe mit meiner Mandoline herumgeklimpert. Von einem Musiker, der schon länger Mandoline spielt habe ich direkt einige wertvolle Hinweise erhalten, unter anderem zur Fingerhaltung.

@Mona
Wenn du welche kennst, die das besser können, mach doch mal Session mit den und lass dir was zeigen.

LG
Laura

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von glooblooz » 02.04.2014, 12:37

Hi zusammen,

ich hab ja ne zeitlang autodidaktisch versucht zu lernen. Ganz schlecht war ich dabei nicht, aber die erste Stunde mit meinem Gitarrenlehrer hat mir schon so manches gezeigt. Zwar war meine Haltung gut, aber ich hab zum Beispiel sehr viel aufs Griffbrett geschaut, und konnte so nur schlecht vom Blatt spielen.

Außerdem bleibt mit einem Lehrer natürlich ein bisschen der "Druck im Kessel". Aber wenn's finanziell eng wird, dann hat man ja keine große Wahl. Anyway denke ich, dass ein paar Stunden auch schon sehr hilfreich sein können - das sollte dann auch finanziell drin sein.

Grüßle
Achim

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Arenque
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Registriert: 30.01.2014

von Arenque » 13.05.2014, 12:34

Auch, wenn der Thread etwas älter ist, krame ich ihn noch einmal vor, weil ich seit gestern recht sicher bin, die für mich geeignete Mischform gefunden zu haben: den bedarfsorientierten Lehrer.

Ich lerne seit Anfang des Jahres Gitarre. Autodidaktisch mit Kursen wie Justinguitars oder Guitar-TV und einigen Lehrbüchern.

Regelmäßiger Gitarrenunterricht kommt aus Zeitgründen weniger in Frage.

Nun hatte ich zunehmend das Gefühl, dass es sinnvoll sein könnte, dass mal jemand mit Ahnung das bisher Gelernte überprüft, damit sich keine Fehler einschleifen.

Und gestern hatte ich dann den ersten Gitarrenunterricht. Und ich muss sagen: eine wirklich gute Entscheidung.

Zum einen kann ich sagen, dass vieles autodidaktisch klappt. Einiges hat der Gitarrenlehrer ausdrücklich gelobt. Dieses Gefühl, dass ich bislang auf dem richtigen Weg bin, ist ein gutes, sicheres und sehr motivierendes!
Andererseits fand ich es gut, meine Schwachstellen noch einmal direkt vor Augen geführt zu bekommen.
Man neigt ja manchmal dazu, sich selbst zu betrügen, indem man zum Beispiel einen unsauberen Akkordwechsel einfach wegschrömmelt und dann findet, dass das ja alles gar nicht so schlecht klingt.
Das geht mit Gitarrenlehrer definitiv nicht mehr :)

Mein Fazit:
Auch, wenn ein autodidaktisches Lernen möglich zu sein scheint, habe ich das Gefühl, dass es doch sehr hilfreich ist, zumindest bisweilen einen Lehrer an der Seite zu haben.

So, dieses (Zwischen-)Ergebnis wollte ich hier mal hinterlassen, weil die Frage, ob mit oder ohne Lehrer sicherlich noch häufiger auftaucht.

VG;
Arenque

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