Gitarre selbst beibringen - Wie am besten vorgehen?

24 Beiträge   •   Seite 1 von 1
Pointer
interessiert
Beiträge: 7
Registriert: 30.07.2013

Gitarre selbst beibringen - Wie am besten vorgehen?

Erstellt: von Pointer » 30.07.2013, 16:30

Hallo!

Ich möchte mir das Gitarre spielen gerne selbst beibringen. Das sollte ja grundsätzlich möglich sein. Ich möchte auch kein Profi werden, sondern nur hobbymäßig ein bisschen auf der Gitarre herumklimpern und mir z.B. die Tabs von Liedern holen und anschließend nachspielen.

Ich bin nun allerdings etwas ratlos wie ich am besten anfangen soll. Ich dachte daran mir erst mal die 12 wichtigsten Akkorde einzuprägen, mit denen man angeblich schon einige Lieder spielen können soll. Dazu gibt es ja das sogenannte Lagerfeuerdiplom von WikiBooks. Wenn ich alle Akkorde drauf habe wollte ich zu den ersten Liedern gehen. Wenn ich dann auf unbekannte Akkorde stoßen sollte, werde ich mir diese natürlich auch zu Gemüte führen und so eben Schritt für Schritt neue Akkorde lernen.

Aber haltet ihr diese Vorgehensweise für richtig? Ich denke, dass es keinen Sinn macht, sich alle Akkorde, die es gibt (ich glaube es sind mehr als 100) auf einmal reinzuprügeln. Immerhin soll der Spaß am Spielen ja nicht auf der Strecke bleiben. Wie habt ihr angefangen euch selbst Gitarre beizubringen und wie würdet ihr mir empfehlen anzufangen?

Benutzeravatar
Henk
Erklär-Bär
Beiträge: 350
Registriert: 05.07.2012
Wohnort: Lingen
Gitarrist seit: Februar 2013

Erstellt: von Henk » 30.07.2013, 16:53

Hi und Willkommen!

Wichtig: Sich Grundlegendes fragen: Was will ich irgendwann mal können? Einfache Lieder begleiten? Solide Fähigkeiten und Techniken auf Akustikgitarre beherrschen? Oder schmucke Rock- und Blueslicks zaubern und mit Hard-Rock und Metal die Nachbarn ärgern? Oder von allem etwas?
Das dann hier mitteilen und ob du Akustik- oder E-Gitarre spielst. Dann fällt weitere Hilfe leichter.

Zu den Akkorden: Vor allem Akkorde anhand von Liedern üben, um dann Lieder spielen zu können. Nicht um des Akkordes Willen, oder weil Du nach zwei Monaten schon unbedingt soundsoviele Akkorde beherrschen möchtest, die aber nur völlig unharmonisch und unsauber aneinanderreihen kannst ;) Und die Muße bei dem ganzen nicht vergessen ;)
Mit simplen Akkordfolgen beginnen und dann bekannte Akkorde mit neuen kombinieren (hast das Lagerfeurdiplom ja schon entdeckt; www.justinguitar.com ist auch gut, und einiges anderes -> siehe Link unten)
Zu den Anfängersongs: ich persönlich habe festgestellt (auch noch nicht lange dabei): was sich ziemlich lahm anhört, kann großartig sein, wenn man es selber beherrscht. Dass das anfangs nur 3 Akkorde sind, ist halt der Lauf der Dinge. Aber es wird schnell besser.

Auf jeden Fall mal hier schauen und die Suchfunktion bemühen (und zwar die "Google- Suche", die man hier als eingeloggtes Mitglied auswählen kann):
http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... c2711.html
(eigentlich alles interessant, aber speziell die Links und Infos der Abschnitte 6, 7, 10 und 11)
Zuletzt geändert von Henk am 30.07.2013, 17:00, insgesamt 2-mal geändert.

Benutzeravatar
gibmirson
Erklär-Bär
Beiträge: 387
Registriert: 17.02.2013
Wohnort: Sendenhorst

Erstellt: von gibmirson » 30.07.2013, 16:56

Hallo Pointer,

die Idee mit dem Lagerfeuerdiplom ist schon mal gut. Wenn Du dort liest, wirst Du schnell darauf stoßen, dass man auch mit weniger Akkorden schon viele Lieder spielen kann, 2 - 3 reichen für den Anfang schon. Erste Lieder solltest Du auf jeden Fall üben, damit Erfolgserlebnisse stattfinden. :D
Danach siehst Du weiter.

Gruß
Gib
Lerne früh, dann hast Du länger was davon!

Pointer
interessiert
Beiträge: 7
Registriert: 30.07.2013

Erstellt: von Pointer » 30.07.2013, 17:13

Henk hat geschrieben:Hi und Willkommen!

Wichtig: Sich Grundlegendes fragen: Was will ich irgendwann mal können? Einfache Lieder begleiten? Solide Fähigkeiten und Techniken auf Akustikgitarre beherrschen? Oder schmucke Rock- und Blueslicks zaubern und mit Hard-Rock und Metal die Nachbarn ärgern? Oder von allem etwas?
Das dann hier mitteilen und ob du Akustik- oder E-Gitarre spielst. Dann fällt weitere Hilfe leichter

Ich habe eine ganz normale Konzertgitarre.

Was ich alles erreichen möchte, kann ich momentan noch nicht genau sagen. Mein Ziel ist es erst mal, mir ein Lied, das mir gefällt, herzunehmen, die Akkorde, die man dafür benötigt, zu lernen und es so lange zu üben, bis man es fehlerfrei nachspielen kann.

Ob mir das schon ausreicht oder ob ich, wenn ich an diesem Punkt angekommen bin, noch mehr erreichen will, weiß ich nicht.

Ich kann momentan nur so viel sagen, dass ich das wie gesagt nur hobbymäßig in der Freizeit machen möchte und in keiner Band spielen möchte oder mein Geld damit verdienen möchte. :)

Benutzeravatar
Bagadosh
öfter hier
Beiträge: 66
Registriert: 07.10.2012
Wohnort: Das düstere Sauerland

Erstellt: von Bagadosh » 30.07.2013, 18:08

Wichtig ist es, dass Du dir Ziele setzt! ;)

Ach übrigens, wenn ich die Zahl noch richtig im Kopf habe gibt es über 1500 mögliche Akkorde mit jeweils mehreren unterschiedlichen Fingersätzen :D
*Alibi-Signatur*

Benutzeravatar
Bellwood
lebende Forenlegende
Beiträge: 3479
Registriert: 09.07.2011
Wohnort: Krefeld

Erstellt: von Bellwood » 30.07.2013, 21:11

Ich finde das Lagerfeuerdiplom auch klasse für den Einstieg.

Alternativ oder ergänzend lernen viele auch mit Büchern, z.B. von Herrn Bursch.

Wichtig finde ich aber auch, mal über den Tellerrand zu schauen und neue Techniken zu lernen. Ich befasse mich gerade zum Beispiel mit Blues-läufen und -Rhythmen. Das sind tolle Übungen für Rhythmik und sicheres Greifen.
Viele Grüße Frank

HIER KÖNNTE IHRE WERBUNG STEHEN!

Benutzeravatar
Georg
Erklär-Bär
Beiträge: 349
Registriert: 21.09.2012

Erstellt: von Georg » 31.07.2013, 00:46

1. paar Akkorde lernen

2. Anfängerband suchen

3. Mitspielen

4. Freuen.

Benutzeravatar
Rams3S
Erklär-Bär
Beiträge: 333
Registriert: 16.05.2012

Erstellt: von Rams3S » 31.07.2013, 02:27

Im Internet wirst du auch erschlagen von Infomaterial. U.a. lässt sich bei youtube sehr viel Material finden, einfach i-was + ,,lesson" eingeben. :)
Ansonsten wie gesagt: Grundlegende Akkorde lernrn (,,Am, F, C, G" und ,,G, D, Em, C" sind beispielsweise gute und viel genutze Kombinationen, mit denen man zig Lieder spielen kann) und parallel mit Pentatoniken anfangen, wenn du mal improvisieren möchtest.
Übe am besten erst die offenen Akkorde (falls es i-wann zu langweilig wird kannst du auch mit nem Kapodaster arbeiten und in höheren Lagen spielen -> Achtung: Du transponierst dann die Töne und hast andere Akkorde bzw. Tonabfolgen, die untereinander gleichermaßen harmonieren) und dann die Barre-Akkorde (ich glaube die meisten versuchen sich zuerst am F, der wird wohl auch als der schwierigste einfache Akkord (siehe das kleine F), oder der einfachste schwierige Akkord bezeichnet... wie auch immer, er ist sehr nützlich und eigentlich unumgänglich) - das vermeidet erfahrungsgemäß anfänglichen Frust! :lol:

Zum Schluss solltest du - so langweilig und schwer (stimmt eigentlich auch garnicht) es scheinen mag - auch der Musiktheorie eine Chance geben und diese nicht völlig außer Acht lassen. Wenn man weiß, was man tut, wird es einem leichter fallen und auch mehrere Wege eröffnen. Und über Kurz oder Lang kommt man eigentlich auch nicht drum rum. - Ich spreche nicht davon, Noten lesen zu lernen und dergleichen, aber man sollte z.B. wissen, wie sich Akkorde zusammensetzen, wie man Akkorde bildet, wo der Unterschied zwischen Moll und Dur ist, was Tonleitern sind und dergleichen. Das erleichtert einiges doch Ungemein, wenn man es mal verstanden hat und es ist - wenn man konzentriert arbeitet - eine Sache von wenigen Stunden.

Auf jeden Fall ist es auch gut und wichtig, das man sich kleine Ziele setzt und sich einfache Lieder sucht, die man lernt, um sich selbst Erfolgserlebnisse zu schaffen. Wer mit Liedern von Andi McKee anfängt, wird die Gitarre baldigst wieder in die Ecke stellen oder (wie in meinem Fall früher) gegen die Wand werfen. Gut Ding will Weile haben und auch ein Wonderwall von Oasis oder ein Lemon Tree von Fools Garden (so als möglicher Tipp für den Anfang) erfordert anfangs einiges an Übung, kann aber dann auch sehr gut ankommen, viel Spaß machen und sich mehr als genial anhören!
Viel Spaß!

Benutzeravatar
Mick
Stammgast
Beiträge: 259
Registriert: 25.10.2011
Wohnort: Bad Kreuznach

Erstellt: von Mick » 31.07.2013, 02:55

Ich habs so gemacht, dass ich mir erst 3 Akkorde beigebracht habe. (Em Am und Dm / kamen mit der Zeit mehr)
Dann das Tabuatursystem "gelernt" und hab dann über TuxGuitar Songs gespielt.
Das war noch mit der Konzertgitarre :)

Benutzeravatar
Hendock
Schreibmaschine
Beiträge: 630
Registriert: 23.04.2013
Wohnort: Münsterland

Erstellt: von Hendock » 31.07.2013, 09:10

Ich bin ja auch noch nicht so lange dabei (siehe links), bekomme aber schon einige Lieder einigermaßen fehlerfrei hin (Akkordbegleitung).

Ich habe mir zu meiner Westerngitarre das Buch Let's play Guitar gekauft. Das ist für den Anfang echt gut und man lernt die ersten Lieder schon mit zwei einfachen Akkorden (Am, E) zu spielen. Mit den Akkorden Am und G bekommt man dann schon so coole Lieder wie 'Lady In Black' von Uriah Heep hin (ok, ich kenne deinen Musikgeschmack natürlich nicht). Das alles klappte bei mir schon nach wenigen Wochen (ich glaube keine 2 Monate).

Parallel dazu habe ich immer wieder woanders reingelesen und gesehen. Das Lagerfeuerdiplom ist echt gut, oder auch MikesGitarre uva. YouTube ist immer eine tolle Quelle.

Wenn es dir Spaß macht und du viel übst, wirst du schnell Fortschritte machen. Anfangs ist es manchmal echt frustrierend, wenn selbst die einfachsten Akkorde nicht hinhauen, weil du die falschen Saiten brührst aber das wird schnell besser werden.

WICHTIG: Nicht 12 Akkorde lernen/üben und dann mal sehen, welches Lied man sich vornimmt, sondern 2 einfache Akkorde (z.B. Am und E) und damit ein einfaches Lied. Dann den nächsten Akkord dazu und das nächste Lied. So hat man in relativ kleinen Zeitabständen kleine Erfolgserlebnisse, was die Motivation fördert.

AUCH WICHTIG: Keine Akkorde üben, sonder AKKORDWECHSEL! Die Akkorde üben sich dabei ganz von selber.

Gute Übung: Metronom mitlaufen lassen (relativ langsam, z.B. 60 bpm), einen Akkord greifen und nach dem Metronom anschlagen. Nach ein oder zwei Takten (anfangs zwei oder drei) mit der linken Hand den neuen Akkord greifen und WICHTIG! egal, wie das umgreifen klappt, rechts im Takt weiterschlagen. Das hilft ungemein, im Spielfluss zu bleiben, auch wenn das Umgreifen noch nicht so gut klappt. Diese Übung wiederholt man dann bei jeder Übungsstunde für ein paar Minuten und bei jedem neuen Akkordwechsel sowieso.

Und jetzt: Hau rein und viel Spaß!

Grüße
Heinz

Pointer
interessiert
Beiträge: 7
Registriert: 30.07.2013

Erstellt: von Pointer » 31.07.2013, 11:02

An dieser Stelle schon mal danke an alle, die mir Tipps gegeben haben. Ich werde mir die Webseiten und Bücher, die ihr mir empfohlen habt mal ansehen. Vielleicht können sie mir ja weiterhelfen. Ich habe mir jetzt auch mal ein Set mit Plektren verschiedener Stärken gekauft, die ich nacheinander durchprobieren werde, um die passende Stärke für mich zu finden.

Ich finde das Lied "Wake Me Up" von Avicii sehr cool. Um das zu spielen braucht man nur drei Akkorde - Bm, G und D. Ein Tutorial auf YouTube gibt es dazu auch. Ich werde mir mal überlegen, ob ich nicht gleich damit anfange, da die Akkorde und der Akkordwechsel nicht allzu schwer aussehen. Allerdings wird das Stück abwechselnd mit Abschlag und Aufschlag gespielt. Die richtige Technik beim Aufschlag müsste ich mir dann auch noch zu Gemüte führen, denn momentan hört sich das beim Aufschlag noch etwas dumpf an. An die Schnelligkeit, die insbesondere das Gitarrensolo am Anfang des Liedes erfordert werde ich anfangs wohl noch nicht rankommen, aber ich hoffe, dass das mit der Zeit besser wird.

Hier mal das Tutorial von YouTube. Findet ihr den Song für einen Anfänger geeignet?

Benutzeravatar
Hendock
Schreibmaschine
Beiträge: 630
Registriert: 23.04.2013
Wohnort: Münsterland

Erstellt: von Hendock » 31.07.2013, 11:08

Christian (seine Videos finde ich gut - von ihm habe ich den Tipp mit dem 'Rechts weiterspielen, egal was links passiert'), spielt Bm und G als Barré-Akkorde - für einen kompletten Anfänger finde ich das zu schwer (wobei ich Bm als offenen Akkord auch nicht hinbekomme).

MMn nach ist, wenn du mit DEM Lied anfängst, Frust vorprogrammiert. Heb dir das für später auf.

Pointer
interessiert
Beiträge: 7
Registriert: 30.07.2013

Erstellt: von Pointer » 31.07.2013, 12:13

Okay, dann ist das wohl eine nicht so gute Idee :D
Könnt ihr mir vielleicht ein paar Lieder nennen, die ich mit den Akkorden vom Lagerfeuerdiplom bereits spielen kann?

Benutzeravatar
Hendock
Schreibmaschine
Beiträge: 630
Registriert: 23.04.2013
Wohnort: Münsterland

Erstellt: von Hendock » 31.07.2013, 12:36

Guck doch mal ins Lagerfeuerdiplom rein!

Pointer
interessiert
Beiträge: 7
Registriert: 30.07.2013

Erstellt: von Pointer » 31.07.2013, 12:43

Kenne nur ein paar der Lieder. Die meisten stammen aus vor meiner Zeit :lol:
Aber danke für den Tipp mit MikesGitarre.de. Ich habe mir die Webseite mal angesehen und finde sie sehr hilfreich, gerade weil man als Anfänger wirklich Schritt für Schritt begleitet wird.

Benutzeravatar
Georg
Erklär-Bär
Beiträge: 349
Registriert: 21.09.2012

Erstellt: von Georg » 31.07.2013, 13:58

Dieses Lernen nach Büchern und Videos hat einen Riesennachteil: man ist alleine.
Das führt nicht selten dazu, dass die derart Übenden nach einiger Zeit einge Stück solo ganz ordentlich vorführen können. Sieht man dann zB auf YT.
Nur im Zusammenspiel versagen die oft total.

Deshalb mein obiger Rat: sobald du zwei oder drei Akkorde irgendwie schrammeln kann, suche dir eine Gruppe, in der du das Bandspiel (Ensemblespiel) üben kannst. Ist meines Erachtens tausendmal wichtiger als irgendwelche ach so dolle Skalen und Licks zu können.

Benutzeravatar
Henk
Erklär-Bär
Beiträge: 350
Registriert: 05.07.2012
Wohnort: Lingen
Gitarrist seit: Februar 2013

Erstellt: von Henk » 31.07.2013, 14:15

Wenn Du deine Lieblingslieder per Youtube-Anleitung nachspielen willst, am besten Interpreten und Liedname eingeben und dahinter "lesson" oder "guitar lesson" "guitar" oder wahlweise auch "Gitarre" einfügen.
Die englische Sprache nicht scheuen, die meisten Lieder-Tutorials sind auf englisch.
Und wichtig: gucken ob das Lied für dich überhaupt machbar ist! Also die Tabs/Noten im Video selbst (falls eingeblendet) oder unter dem Video in den Kommentaren unbedingt vorher anschauen, sonst kommt ganz schnell Frust auf, wenn die Liedbegleitung ne Nummer zu hoch ist und man ausgerechnet sein Lieblingslied noch nicht hinbekommt.

Pointer
interessiert
Beiträge: 7
Registriert: 30.07.2013

Erstellt: von Pointer » 31.07.2013, 19:40

@Georg: Wie bereits erwähnt möchte ich das aber sowieso eher als Hobby für mich alleine machen und in keiner Band spielen.

@Henk: Ok, machbar heißt so viel wie keine Barré-Akkorde? :)

Benutzeravatar
Henk
Erklär-Bär
Beiträge: 350
Registriert: 05.07.2012
Wohnort: Lingen
Gitarrist seit: Februar 2013

Erstellt: von Henk » 31.07.2013, 21:40

Jo, besser erst mal einige einfache Akkorde. Die muss man zunächst "nur" greifen üben. Für Barre bedarf es auch etwas Kraft in den Fingern, welche nach und nach von alleine kommt. Klar kann man Barres auch direkt von Anfang an "erzwingen", Spaß wirds aber definitiv nicht machen befürchte ich.
Die Akkorde C,A,G,E,D, Am, Dm und Am könnte man nach und nach mal angehen, oder einige davon. Siehe auch Lagerfeuerdiplom. Und vor allem die Liedvorschläge. Da sind mindestens zu jedem Akkord ein bis 2 Lieder, die solche Klassiker der Pop/Rockmusik sind (speziell die verlinkten Youtubevideos am Ende der Seiten), dass man sie ruhig kennen darf:)
Es ließen sich schon viele, auch bekannte Lieder aus deiner Zeit meistern.
Aber bedenke, auch diese Akkorde benötigen mehrere Wochen der Übung! Das sieht hier geschreiben nur immer so leicht aus

Pointer
interessiert
Beiträge: 7
Registriert: 30.07.2013

Erstellt: von Pointer » 03.08.2013, 10:59

@Henk: "Smoke On The Water" kann ich schon spielen, was aber auch nicht allzu schwer ist :)

Ich habe mich zwar mal an den Barré-Akkorden versucht, aber sie hören sich beim Anschlagen irgendwie dumpf an. Folgende Akkorde habe ich mir bereits eingeprägt: C-Dur, D-Dur, D-Moll, E-Dur, E-Moll, G-Dur, A-Dur und A-Moll. Der Griffwechsel klappt auch schon ganz gut.

StiflersMum
kam, sah und postete
Beiträge: 53
Registriert: 27.02.2011
Wohnort: Fishtown

Erstellt: von StiflersMum » 04.08.2013, 09:45

Georg hat geschrieben:1. paar Akkorde lernen

2. Anfängerband suchen

3. Mitspielen

4. Freuen.



und mein tip dazu ...

such dir ein paar deiner Lieblingslieder, am besten welche die nicht zu schnell sind ...
und dann begleite die neben der CD oder auf dem PC oder so und dann noch eins und das ist wohl das wichtigste !


spielen, spielen, spielen!
jeden Tag nur 20 min reichen schon völlig!

alles andere kommt mit der Zeit von allein!
Anfangs werden dir die Finger weh tun, nach einer kurzen weile wirds aber deutlich besser!

dann kommst du an einen Punkt an dem du alle Akkorde ohne hinzugucken flüssig spielen kannst, du willst aber nicht immer den gleichen Anschlag benutzten! dann höre dir deine Lieder nochmal und nochmal an und dann spiele dazu, die Anschlagart wird von allein variieren, aber das dauert eben ne kleine weile!


viel Spaß!

Benutzeravatar
spookykcs
kam, sah und postete
Beiträge: 41
Registriert: 07.03.2013
Wohnort: Hamburg

Erstellt: von spookykcs » 05.08.2013, 11:11

Meiner Ansicht nach ist die größte Gefahr gerade am Anfang, dass man sich ob der unzähligen (und wirklich tollen!) Möglichkeiten gerade im Internet verzettelt und Sachen probiert, die einfach nicht für die ersten Gehversuche geeignet sind. Da ist eben schnell das Gefühl da, "Kann das nicht lernen."

Deswegen: Nicht zu viel vornehmen. Ruhig die Zwei / Drei Akkorde Anfängersongs durchnudeln. Ich habe gute Erfahrungen mit "Knockin' on heaven's door" und "Wild thing" gemacht. Klar, sind eher Oldies, aber bringen trotzdem Laune, wenn man sie selber schrammeln kann.

Und ich schwöre auf justinguitar.com ... ;) sowie sein "Beginner's songbook".

budimon
weint bei Forumsausfall
Beiträge: 37
Registriert: 19.03.2010

Erstellt: von budimon » 05.08.2013, 23:30

Ich kann spookykcs nur zustimmen.
Bin selbst Autodidakt. Hatte zwar ein 3/4 Jahr Unterricht, der mir aber nur die lausigen Fehler ausgetrieben hat. Ich habs jetzt erst nach knapp 2 1/2 Jahren geschafft so langsam auf die richtige Spur zu kommen. Lass es nicht so weit kommen ;) Ich will dich nicht verunsichern oder so aber es gibt ein paar Dinge die ich dir sehr gerne ans Herz legen möchte.

Wie schon gesagt, such dir bloß nicht zu viel raus. Das war mein größter Fehler. Ich hatte schon ne knapp 50 Tabs umfassende Sammlung und Ordner mit 100 Lesezeichen zu interessanten Themen, bevor ich mein erstes Lied ganz spielen konnte. Deshalb mein Tipp, hangel dich an den Themen des Wikibooks entlang. Die sind wirklich super klasse erläutert! Für mich war das Lagerfeuerdiplom ein wenig "lahm" weil ich eigentlich E-Gitarre spiele. Ebenso hat es mich dort ein wenig gestört, dass man wirklich nur den grundlegenden Rhytmus begleitet und Lieder häufig (für mich jedenfalls) durch die Vereinfachung nur sehr entfernt wie das Original klangen. Doch ich habe es durchgezogen und das erlernte Wissen ist einfach essentiell. Allein das Verständnis dafür wie die Akkorde aufeinander folgen usw. entwickelt sich dadurch viel besser. Und wenn du es dir zutraust kannst du auch etwas kompliziertere Chords zu den Liedern suchen, falls sie für dich auch nicht so toll klingen.
So habe ich es gemacht und das hat ganz gut geklappt.

Ebenso hat es mir für die Motivation auch sehr geholfen zwischendurch auch mal frei Schnauze irgendwas zu üben. Hab mir einfach sehr leichte Rocksongs gesucht und dann schön die Powerchords runtergeschrammelt, natürlich da auch auf Sauberkeit beim Spiel achten. Das war auch einer meiner Fehler, ich wollte halt abrocken. Doch man sollte auch immer mal darauf achten ob das was man so macht auch halbwegs sauber ist. Niemand ist perfekt aber man sollte sich nicht zu einem nachlässigen Spiel verleiten lassen.

Ein weiterer Fehler den ich gemacht habe war, dass ich häufig nur coole Riffs/Licks geübt habe aber nicht das ganze Lied. Das hat zwar immer Spaß gemacht und man konnte den "rockendsten" Part eines Liedes aber ein Repertoire baut man sich so nicht auf. Also versuch wenn möglich immer ein Lied ganz zu lernen. Natürlich gibt es Parts die sind sehr schwierig, die kann man dann gesondert angehen. Aber Ziel sollte es immer sein, früher oder später, ein Lied ganz zu beherrschen.

Und zu guter letzt, lass dich nicht entmutigen wenn etwas mal nicht sofort klappt. "Das sollst du nicht können, das sollst du lernen" mal frei zitiert... Eine Pause oder Nacht darüber zu schlafen bewirkt wahre Wunder! Ich wollte es nie glauben, die ständigen Sprüche wie "Geschwindigkeit kommt von allein, einfach so langsam spielen wie es geht und die Abfolgen einprägen". Doch so ist es tatsächlich. Man sieht etwas, denkt es ist umöglich und gibt auf. Ich kenn das nur zu gut. Aber wenn man es wirklich schön langsam angeht, und auch wenn es durch das fehlende Tempo noch überhaupt nicht original klingt, dman prägt sich trotzdem den Ablauf ein. Und irgendwann sitzt es dann. Eigentlich ist das schon fast "Magie" natürlich gehört auch immer ein wenig Fingerfertigkeit dazu und das Taktgefühl etc. sollte auch nicht aussen vor bleiben aber wenn man die Sachen einfach ganz langsam anfängt und versucht sie einzuprägen, dann kommt die Geschwindigkeit und die richtige Spielweise meist wirklich von alleine.

Ach und noch ein lezter Rat. Versuch dich irgendwie mit Takten anzufreunden. Ich war und bin ein absoluter Taktmuffel. Das System dahinter hab ich zwar immer so halb verstanden doch in 80% der Fälle hab ich es einfach für unnötig gehalten. Doch versuch das ganze, auch wenn es mal nervt, zu verstehen. Im Endefekt hilft es einem doch weiter als man denkt. Vieles spiele ich auch heute noch ohne mitzuzählen und es hat sich niemand beschwert aber es gibt einfach so Passagen, da kommt man mal schnell raus und da hilft es enorm. Ebenso beim erlernen neuer Schlagmuster. Der "Lagerfeuerschlag" den du jetzt vllt. schon kennst oder sogar gelernt hast, lässt sich viel besser einprägen wenn man ihn zählt.

Ansonsten kann ich eigentlich in allen Punkten meinen Vorrednern zustimmen. Lass dich nicht zu sehr verunsichern und übernimm dich nicht. Und besonders, vergleich dich nicht mit anderen! Du hast dein Tempo und dabei ist es egal wie andere etwas können. Ich zum Beispiel habe in den ersten 2 Jahren vllt. so viel gelernt, wie jemand mit Unterricht, in einem halben Jahr lernt. Dafür habe ich jetzt im letzten halben Jahr wieder einiges aufgeholt und man könnte sagen ich bin auf dem Stand von jemandem der 2 Jahre Unterricht hatte. Alles ist individuell ;)

Achja und weil eben noch ein Youtube-Channel empfohlen wurde, mein Favorit ist und bleibt "martyzguitar". Jetzt ist es natürlich ein wenig "fies" dir, trotz des vorherigen Rats, noch zusätzlich Material an die Hand zu geben aber diese Channels lassen sich sehr gut ergänzend nutzen, denn sie haben viel vom Lagerfeuerdiplom im Angebot und auch tolle weiterführende Sachen. Da findest du eigentlich zu allen Themen noch mal visuelle Ergänzungen.

StephanH
neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 21.12.2013

Erstellt: von StephanH » 31.12.2013, 07:23

Tolle Tips. Zwar schon älter der Beitrag aber egal. DANKE

24 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste