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Fragen zur Anwendung der Pentatonik

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HoschiChan
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Fragen zur Anwendung der Pentatonik

Erstellt: von HoschiChan » 19.07.2013, 09:19

Ich möchte kurz einmal hallo sagen denn ich bin neu hier im Forum. Ich bin derzeit dabei mir das Gitarre spielen selber bei zubringen. Ich bin mir sicher das ich mit Ausdauer auch irgendwann belohnt werde vielleicht ein ganz passabler Gittarist zu werden. Doch derzeit habe ich ein paar Fragen zur Pentatonik und da ich keinen Lehrer hab versuch ich mal meine Fragen hier zu stellen.

Aber zuerst die Sachen die ich hoffe verstanden zu haben:
Fingersätze: http://www.stringworks.ch/grundlagen/theorie/die-pentatonik/

Ich übe täglich die hier im Netz zu findenen Fingersätze.Die Fingersätze der Moll und Dur Pentatonik sind ja eigentlich die gleichen nur die Reihenfolge ist ja anders.
Also Fingersätze oder Pattern:
Satz 1 Moll = 5 Satz Dur
Satz 2 Moll = 1 Satz Dur
Satz 3 Moll = 2 Satz Dur
Satz 4 Moll = 3 Satz Dur
Satz 5 Moll = 4 Satz Dur
Ich hoffe das ich das so richtig verstanden habe.

Wenn ich jetzt zum Bsp. die Am Pentatonik spielen bzw. üben möchte such ich mir auf der dicken E-Saite den Grundton a, welcher ja im 5. Bund zu finden ist und beginne dort mit dem 1. Satz(Pattern) der Moll Pentatonik und spiele alle Fingersätze hoch und runter(natürlich nicht an der gleichen Stelle sondern verschiebe) ihr wisst sicher was ich meine.

Wenn ich zum Bsp. die C-Dur Pentatonik üben möchte gehe ich genau so vor, ich suche mir auf der dicken E-Saite den Grundton C, also in diesem Fall der 8 Bund und beginne dort mit dem 1 Fingersatz der Dur Pentatonik und setze den Rest daran oder auch davor.

So kann ich eigentlich für jeden Ton den ich auf der dicken E-Saite finde auch die passende Pentatonik, sei es in Dur oder Moll, finden und auch üben.
Kurze Zwischenfrage es gibt also auch eine F# Moll Pentatonik usw. ?

Da mir das nun aber zu langweilig wird die Fingersätze stupide hoch und runter(langsam) zu spielen möchte ich anfangen zu improvisieren und nun fangen meine Fragen an.

Ich habe bei YouTube einen sogenannten Backingtrack in Am gefunden:
http://www.youtube.com/watch?v=p_Z-aSQnUho&feature=c4-overview&list=UUwOSqy5ZQX31UzZUgo-3Gyg

Hier kann ich ja sicher die Am Pentatonik mit Start im 5 Bund der dicken e-Saite oder die parallele Tonart C mit der passenden Pentatonik beginnt im 8 Bund der dicken E- Saite nutzen und ein wenig jammen wie man so schön sagt. Ich hoffe das ist bis lang richtig ?

Frage 1 dazu, kann man dazu auch andere Dur oder Moll Pentatoniken spielen und wenn ja warum ?
Frage 2 dazu, muss ich bei jedem Akkordwechsel, in dem Fall des Backkingtracks (wird ja angezeigt) Am, Dm, Am, F, E, Am, E5, auch jedesmal die Pentantonik ändern ? Also wenn ein Am angezeigt wird nehme ich die Am Pentatonik dann die Dm Pentatonik oder kann ich die ganze Zeit mit der Am oder C-Dur Pentatonik dazu üben?

Sagen wir mal mir werden dann irgenwann diese Backingtracks zu langweilig und ich möchte mit den Fingersätzen ein paar Lieder begleiten bzw. improvisieren. Also schnell mal 2 Lieder auf der Festplatte gesucht von Pearl Jam (Betterman) und von 3 Doors Down (When Im Gone).

Dazu suche ich mir die Chords
Titel1 http://tabs.ultimate-guitar.com/p/pearl_jam/better_man_crd.htm

Titel2 http://tabs.ultimate-guitar.com/0-9/3_doors_down/when_im_gone_crd.htm

Meine Fragen dazu.
1. Wie bekomme ich heraus welche Pentatonik dazu passt !
2. Wenn ich eine Pentatonik gefunden hätte kann ich mit dieser das ganze Lied von vorn bis hinten improvisieren (dazu üben)?
3. Die gleichen Fragen wie zum Backingtrack.

Ich hoffe meine Fragen sind nicht zu Anfängerhaft denn ein Anfänger bin ich noch.

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 19.07.2013, 10:53

Hallo ,

also .. :) Ich bin ja kein lehrer und das lehren ist auch nicht gerade mein Talent. Deshalb nur wenig von mir . Es wird aber hier bestimmt jemanden geben der das ganze viel viel ausführlicher Beantworten kann.


Tue dir bitte selber den gafallen und spiele die Pentatonik nicht immer nur von der tiefen zur hohen e saite . Sondern spiele die skalen auch Horizintal durch .

Fange nicht immer mit dem 1 pattern an , sonder auch mal einfach mit dem 2, 3 , usw ... da gibt es ja auch die Grundtöne.

Über Dur kann man gut Dur spielen. Aber auch Moll ( Blues bsw). Wenn der backingtrack aber in Moll ist, bleibe auch mit deiner Improvisation in Moll . Das hört sich sonst nicht so gut an . Aber wichtig, probiere es selber aus und höre.

Du kannst in einer Tonart Improviesieren, aber auch über Akkorde ( zweites ist anwechslungsreicher , finde ich ) .

aso ....Du bekommst heraus welche tonart es ist, indem du versuchst den Grundton heraus zuhören. Dazu kannst du ja, auf deiner Gitarre spielen und mal den Grundton suchen der zum stück passt.

Moll ist die parallele zur Dur . Also Amoll - C dur. Je nachdem welchen Grundton du wählst.
Wenn du einen anderen ton wählst , wäre es eher neutral ( auf die Pentatonik bezogen, bei den Kirchentonleitern sieht das anders aus ) .
Versuch doch auch einmal Am und A dur zu wechseln. Dazu brauchst du nur die Pattern verschieben. Verschiebst du die Pattern um drei habltone nach unten ( richtig Kopf) spielst du in Dur , wenn du zuvor in Moll gespielt hast. Aber auch wieder auf die Grundtöne achten!
Also, spielst du zB im 5 Bund , Grundton A , das erste Pattern in moll , dann verschiebe einfach mal das zweite Pattern ( was sich ja sonst anschließen würde ) Um drei halbtöne nach unten. So kannst du ohne die lage zu welchseln , in Am und A dur spielen , gibt den ganzen etwas mehr Färbung ( Blues ) ;)


Aber alles nicht so verbissen sehen . Auch ein Abweichen von der gelernten Skala kann sehr Interessant sein . Probiere es einfach aus , ohne Angst zu haben etwas falsch zu machen ;)

lg

PS : Nein deine Fragen sind nicht zu anfängerhaft :) Dazu ist das Forum ja da. Und ein jeder hat einmal angefangen. Und selbst wenn man schon mehere Jahre bei ist , man lernt doch das ganze leben lang ;)

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Agonizer
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Erstellt: von Agonizer » 20.07.2013, 11:30

Ja, Skalen auf jeden Fall verbinden, als Anfang z.B. die "Extended" Pentatonic Scale von Marty Schwartz, hier halt in D aber kannst du ja auf A verschieben:

Schmerzen beim Gitarrespielen sind nur ein Problem von Vielen.
Auch falsches Greifen an den Stegen belastet stark das Hörvermögen.

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Erstellt: von everyBlues » 20.07.2013, 13:43

Wenn jemand spielt , und von der A- Moll pentatonik ausgeht, aber auch andere benachbarte Töne mit einspielt.
Wird vielleicht der eine oder andere zuhörer sagen : Boa hört sich das gut an , was macht der da bloss. Und andere analysieren das mal : ey der spielt doch über mehere skalen oder? :lol: Der Musiker selbst muss davon garnichts wissen das er das macht ;)

Ist es überhaupt möglich so zu spielen , das man in überhaupt keine Skala kommt ?

nette Grüße

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snicki
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Erstellt: von snicki » 21.07.2013, 11:12

...bin gerade im Urlaub und bin zu faul das mit dem handy zu schreiben. ..nur soviel:
Über einem Stück was in Am steht kann man mit der Am, Dm und Em Pentatonik improvisieren. Alle 3 zusammen ergeben dann die komplette Am Tonleiter.

Je nachdem welche man wählt erhält man eine andere "Färbung".

Und mit den 3 Pentatoniken kann man auch gut auf die Begleitakkorde eingehen....
So..der Strand ruft :lol:

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Erstellt: von PauI » 21.07.2013, 14:10

snicki hat geschrieben:...bin gerade im Urlaub und bin zu faul das mit dem handy zu schreiben. ..nur soviel:
Über einem Stück was in Am steht kann man mit der Am, Dm und Em Pentatonik improvisieren. Alle 3 zusammen ergeben dann die komplette Am Tonleiter.

Je nachdem welche man wählt erhält man eine andere "Färbung".

Und mit den 3 Pentatoniken kann man auch gut auf die Begleitakkorde eingehen....
So..der Strand ruft :lol:


Da ich mich genau das wie der Fragensteller gefragt habe, wünsche ich mir wenn du wieder da bist eine detaillierte Erklärung.

Erstmal viel Spaß !

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snicki
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Erstellt: von snicki » 25.07.2013, 22:41

ok, wieder da.

Ich setzte jetzt mal ein gewisses Grundwissen voraus und fange nicht ganz von vorne an, bei Fragen einfach fragen !

Also es ist so:

Ein Stück steht in Am.

Die Am Tonleiter setzt sich aus den folgenden Tönen zusammen:

A H C D E F G

daraus ergeben sich die folgenden 6 Akkorde (den verminderten Hdim Akkord lass ich mal außen vor, weil der selten vorkommt):

Am C Dm Em F G

Zu dem kompletten Stück kann jetzt mit dem Tonmaterial der Am Tonleiter über jeden Akkord improvisiert werden oder aber mit den Am Pentatonik, wo aber die die Töne H und F fehlen.

Jetzt hat man 2 Möglichkeiten, um sein Solospiel zu perfektionieren:

Man lernt die komplette Am Tonleiter und dazu, wo welcher Ton sich befindet und wann er am besten zur Geltung kommt (z.B. den Ton H zu betonen, wenn in der Begleitung ein G vorkommt; das H ist die Terz von G, kommt also in dem G Akord vor). Das erfordert viel Erfahrunf und Beherrschung des Griffbretts. Man muss in der Lage sein, die zur Begleitung passenden Töne jederzeit in jeder Lage zu finden.

Oder, man nutzt die Macht (der Pentatoniken).

Es sollte bekannt sein, dass man über den jeweiligen Akkord die dazugehörige Pentatonik spielen kann.

Also:

Über Am und C kann ich die Am Pentatonik spielen.(bzw. die C Dur Pentatonik; sind die gleichen Töne, aber anderer Grundton=>Paralleltonart)

Über Dm und F kann ich die Dm Pentatonik spielen (Oder eben F Dur Pentatonik)

Über Em und G kann ich mit der Em Pentatonik spielen (Oder halt G Dur Penta)

Jetzt kommts:

Die Am Penta besteht aus den Tönen:

A C D E G

Die Dm Penta besteht aus den Tönen:

D F G A C

Die Em Penta besteht aus den Tönen:

E G A H D

Jetzt sollte einem auffallen, das die Töne aller 3 Pentatoniken zusammen die komplette Am Tonleiter bilden.

Kennt man aber alle 3, so kann man, ohne die Lage aller Töne auf dem Griffbrett zu kennen, auf die Begleitakkorde eingehen.

Beweg ich mich über dem Begleitakkord G in der Em/G Dur Pentatonik, so bin ich insgesamt gesehen noch in dem Tonmaterial der Am Tonleiter, aber ich gehe mit meinem Solospiel automatisch auf den G Akkord ein, weil in den 5 Tönen der Em/G Dur Pentatonik auch die Töne des G Dur Akkords vorkommen und dissonante Töne reduziert sind (Das A hört sich gut an, wenn man es zum G auflöst).
(G A H D E)

Würd ich mich jetzt in der Am Tonleiter bewegen und keine Ahnung von der Lage aller Töne haben, so könnte ich auch auf nicht so günstigen oder gut klingenden Tönen landen.

Das kann natürlich auch mal gewollt sein; aber in der Regel wird dissonanter, also "nicht so wohl klingender Ton " zu einem wohlklingenden aufgelöst.

Gerade bei Phrasierungen und Licks wird diese Eigenschaft angewendet.

Schaut man sich die 3 Pentatoniken z.B. in der 5. Lage an ( 5.Bund), so wird einem die Ähnlichkeit vielleicht klarer.


Gutes Training ist z.B. über die Akkorde Am-F-G-Am (Nightrain/GnR Refrain) zu improvisieren.

Hier hört man auch gut die Färbung, die ich meinte.

Das F wird bei einem Am und G Akkord fast gar nicht gespielt (bzw. nicht betont oder ganz schnell gespielt). Über dem F Akkord wird aber gerade die F Dur Pentatonik hervorgehoben, allerdings werden die gesamten Töne der Am Tonleiter benutzt, aber die Betonung liegt oft nur in der jeweiligen über den Akkord passenden Pentatonik.

Das ist nicht innerhalb von 2 Wochen gelernt, aber es sind die kleinen Schritte, die einen zum Erfolg verhelfen.

Man muss jetzt auch nicht gleich 3 Pentatoniken parallel lernen. Aber innerhalb einer Lage (z.B. der beliebten 5.) ist das kaum ein Problem, weil alle 3 Penatoniken sehr ähnlich sind und sich nur durch 1 Ton unterscheiden (s.o.)

Ich hoffe, dass es etwas klarer ist und nicht noch mehr Verwirrung gestiftet hat :D

Gruß Snicki

HoschiChan
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Erstellt: von HoschiChan » 26.07.2013, 09:39

Erstmal vielen Dank ihr seit Spitze.


Ich nehme das alles sehr gern an hier und werde üben üben üben usw.

Auch wenn die Theorie noch gelernt werden muss. Denn vieles versteh ich noch nicht so.Habe mir auch ein Buch dafür gekauft. #Das Hier
Zuletzt geändert von HoschiChan am 26.07.2013, 12:55, insgesamt 1-mal geändert.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 26.07.2013, 09:47


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