Erkennen von Gitarrensaiten

Ratgeber und Kaufberatung zu Gitarrensaiten
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von gibmirson
#323587
Hi,

ich habe mir eine gebrauchte Yamaha AEX 502 (Semiakustik) gekauft und möchte die Saiten wechseln. Da diese aber sehr gut klingen und gut zu spielen sind, möchte ich möglichst die gleiche Saitenmarke wieder aufziehen.

Gibt es irgend einen Hinweis an/auf den Saiten, Saitenenden etc., wie man erkennen kann, um welche Marke es sich handelt?

Dank im Voraus für Tipps!
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von Bellwood
#323589
Den Hersteller kannst du evtl. am Ball-End erkennen.

D'Addario hat z.B. diese bunten Enden.

Ansonsten würde ich mir einfach ein paar gute Saiten gleicher Stärke holen. Der Klang kommt doch hauptsächlich von der Gitarre selbst.
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von Hajo
#323645
Hallo,

ich wollte mich gleich mal mit einer Frage anhängen, da sie gut zum Thema passt. Ich habe eine Western auf der werksmäßig D'Addarios aufgezogen sind. Ich vermute mal es sind 11er, genau kann ich es aber nicht sagen. (Ich habe noch eine Western mit 10er Saiten, die sind merklich dünner). Wie kann ich die Saitenstärke bestimmen? Ich habe es schon mit einem Messschieber versucht und in Inch umgerechnet, aber die Streuung ist sehr hoch.

Gruß
Hajo
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von Wurstfinger65
#323684
Ne andere Möglichkeit mit mit nem halbwegs vernünftigen Messchieber gibt es vermutlich nicht.
Du mußt halt ein vernünftiges Mittel nehmen, wegen der Schwankungen.
Und ich meine die Saitenstärke wird in Zoll angegeben. Bzw. einem Bruchteil vom Zoll.
)()(
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von Funplayer99
#323685
wie wäre es denn mal den Vorbesitzer zu kontaktieren,vielleicht weiß der ja noch welche Saiten er aufgezogen hatte.
Andernfalls die Gitte mit in den Laden nehmen, vielleicht haben die eine Saitenlehre um zumindest die Saitenstärke rauszufinden.
Bei den Holowbodys sind Serienmäsig meißt 10-46 oder 10-50 aufgezogen.
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von Heckschleuder
#323687
Hajo hat geschrieben:Hallo,

ich wollte mich gleich mal mit einer Frage anhängen, da sie gut zum Thema passt. Ich habe eine Western auf der werksmäßig D'Addarios aufgezogen sind. Ich vermute mal es sind 11er, genau kann ich es aber nicht sagen. (Ich habe noch eine Western mit 10er Saiten, die sind merklich dünner).
Ich habe noch keine 11er D'addariosaiten auf einer werksseitig ausgelieferten Westerngitarre gesehen, was natürlich nicht heißt, dass es das nicht gibt. Wahrscheinlich sind es 12er.

Und 10er gehören nicht auf 'ne Western. ;)
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von Georg
#323689
Und 10er gehören nicht auf 'ne Western.
Quatsch.
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von Heckschleuder
#323690
Counterfeit hat geschrieben:es ist ja auch keine Western sondern eine Semi-Akustik ;)
Der Threadersteller schon, aber Hajo schrieb nur von einer Western. ;)
Georg hat geschrieben:
Und 10er gehören nicht auf 'ne Western.
Quatsch.
Nö.
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von gibmirson
#323695
Hi,

danke für die Infos. Ich habe mich mal mit den verschiedenen Saitentypen im Internet befasst und versuche mal die Flatwound-Variante von D'Addario ECG23. Ein 10er Satz, allerdings nicht von D'Addario, ist jetzt drauf. Muss Nickel wounded sein, fühlt sich zumindest so an.

Bin mal gespannt, da ich mit der Yamaha eher im Jazz unterwegs bin, brauche ich warme Clean-Töne. Vielleicht ist das ja mal ein völlig neues Erlebnis.

@Hajo
Versuch doch Deine Messung von der dicken E-Saite aus zu bestimmen, evtl. hilft das weiter, obwohl die Stärken nicht immer gleich sind.

Danke Euch allen.
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von musicdevil
#323710
Mir sagte mal jemand, dass man auf ne Jazzgitarre in der Regel wohl dicke Saiten aufziehen solle, wegen dem warmen jazzigen Ton..also mindestens 012`er oder gar 013`er.
Nun ist meine Jazzgitarre (richtige Bezeichnung ist wohl "Schlaggitarre") eine rein akustische. Hab da 013`er drauf und denke das lohnt sich.
Auf deiner würde ich nen 012-er Satz oder einen 011-er Satz nehmen.
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von Phuehue
#323728
Wenn es jazziger klingen soll, dann solltest du tatsächlich zu dickeren Saiten greifen. Ich hatte damals an der Jazz-Schule 13er und gar versuchsweise 14er auf die Gibson Lucille gezogen. Der Unterschied war extrem, wenn es auch noch nicht an diesen perligen Sound der Vollakustischen Jazz-Gitarren rankommt.
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von gibmirson
#323742
Danke für die Hinweise.
Ich versuche hier auch mal die flatwound-Variante zu probieren, da ich hiermit noch keine Erfahrung habe. Sollte sich das Spielen damit positiv darstellen, werde ich auch stärkere Sätze probieren.
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von Phuehue
#323746
flatwound hat nur den einen Effekt, als dass Rutsch-Geräusche auf den Saiten vermieden werden. Von der Saitenhärte her sind sie genau gleich einzustufen wie Standard Roundwound.

Ich bin davon wieder weggekommen, da ich das "geriffelte" der Roundwound doch vermisst habe. War einfach nicht dasselbe Spielgefühl und insbesondre bei Bendings rutschen die Dinger einfach häufiger weg, da meist grosse Saitenstärke und dann noch glatt wie ein Fisch.
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von gibmirson
#323989
So, ich hab jetzt die Flatwounder auf die Semi-Akustik aufgezogen: D'Addario ECG23 - 010 - 048.
Erste Feststellung, wie phuehue schon sagte, das Rutschen in andere Bünde geht lautloser aber auch schneller aufgrund der glatten Oberfläche und klingt besser beim sliden.
Generell sind die Saiten härter. Die G-Saite ist ummantelt und lässt sich nicht so weit benden, ein Abrutschen habe ich noch nicht festgestellt, aber auch erst 'ne Stunde getestet.
Der Klang ist allerdings wesentlich anders, viel cleaner als vorher und auch voller im tieferen Tonbereich. Gefällt mir gut für die mit dieser Gitarre gedachte Musikrichtung.
Die B- und E-Saiten lassen sich genau so gut benden, wie die Roundwounded, da sie sich von der Oberfläche her nicht unterscheiden und die Saitenstärke gleich ist.
Alles in allem wird die linke Hand durch die stabileren Saiten mehr gefordert und ist am Anfang auch sicherlich anfälliger, wird sich aber geben.

Wenn dieser Satz aufgebraucht ist, werde ich mal musicdevils Vorschlag eines 011er Satzes probieren. Ich könnte mir vorstellen, dass das Klangergebnis noch besser sein wird, aber auch die linke Hand weiter leiden wird.
Ich werde dann wieder berichten. Vorerst vielen Dank für die ausführliche Diskussion.
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