Gesucht: AMP für daheim, der trotzdem gut klingt

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phunky
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Erstellt: von phunky » 24.04.2013, 08:21

Die Dinger muss man halt ausprobieren. Zerre ist nicht gleich Zerre. Die Teile von Boss haben halt den Vorteil, dass sie quasi unzerstörbar sind. Für den Wohnzimmereinsatz ist das aber ja eher nicht so entscheidend.

Klanglich, naja, das ist eh Geschmacksache. Boss liegt preislich so im Mittelfeld (man kann auch 2-300 Euro für ne Zerre ausgeben, alles kein Problem).

Allerdings haben Boss-Pedakle keinen True-Bypass, sondern sind gebuffert. Manch einen stört das. Ich für meinen Teil halte den True-Bypass-Wahn allerdings für übertrieben. Hat man erstmal 5-6 Pedale braucht man den Buffer eh...

Seph
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Erstellt: von Seph » 24.04.2013, 15:15

So, Ding ist da, nur ganz kurz angespielt: Habe quasi soviele Einstellmöglichkeiten, besonders in Kombination mit der Marshall-Zerre, dass ich mir nicht vorstellen kann einen speziellen Sound nicht hinzubekommen. Klanglich natürlich um Welten besser und voller als der kleine Cube-Blöker und für ein Wohnzimmer eigentlich überdimensoniert. ;) Ersteindruck ist insgesamt sehr gut, die Optik ist ein bisschen Disco, aber nunja...

Ach, untenrum ist er evtl. etwas dünn, aber Gain geht ohne Ende. Das mit dem Bass muss ich aber erst testen. In Kombi mit dem Overdrivemodus vom Marshall war es schon etwas druckvoller, hatte aber Bass in beiden Fällen ganz offen.

Bin ja auch Anfänger und habe eigentlich null Ahnung.

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Bellwood
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Erstellt: von Bellwood » 24.04.2013, 20:04

Also zufrieden mit meinem Ratschlag?
Viele Grüße Frank

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Seph
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Erstellt: von Seph » 24.04.2013, 20:52

Bisher: Ja, total. :) Funktioniert auch alles wie gedacht. Mein Zerr-Pedal werde ich auf den Clean-Kanal einstellen im Metal-Overdrive, den Zerrkanal des Amp werden ich leicht rockig einstellen und dann habe ich noch den Cleanmodus, so dass ich im Prinzip drei Sounds jederzeit abrufen kann.

Realistisch betrachtet werde ich aber mindestens zwei Monate brauchen um ein definitives Urteil zu fällen. ;) Aber er machtn guten Eindruck, vom Disco-Glitzer-Look einmal abgesehen.

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Bellwood
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Erstellt: von Bellwood » 24.04.2013, 21:20

Freut mich zu lesen. Aber eine Frage: Wie kannst du denn das Pedal dem Cleankanal zuordnen? Der Amp weiss doch nicht, dass es da ist.

Oder meinst du, du baust den Sound auf Basis des Cleankanals und musst um von Zerrpedal auf Amp-zerre umzuschalten das Pedal ausschalten und am Amp den Knopf drücken? (hoffe das war verständlich)

Hast du dir eigentlich den Footswitch dazu bestellt?
Viele Grüße Frank



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Seph
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Erstellt: von Seph » 24.04.2013, 23:57

Genau so wie Du beschreibst. :) Ist nicht optimal, aber besser als nix. Footswitch habe ich nicht, nein. Dafür benutze ich erstmal die Zerre.

Seph
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Erstellt: von Seph » 25.04.2013, 20:07

Hm, das funzt eider nicht mit der Zerre, die muss ich wieder loswerden. Da ist einfach immer zuviel Treble drin, selbst wenn ich Treble komplett rausnehme an der Zerre. Ich MUSS es am Verstärker rausdrehen, aber dann muss ich ja leider doch immer rumdrehen wenn ich zwischen den Kanälen wechsel und das war ja nicht Sinn des Gedankens.

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Bellwood
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Erstellt: von Bellwood » 25.04.2013, 22:13

Ich habe mir gestern mal diverse Videos zu den verschiedenen Zerren angesehen.

Dein Monkey machte mir so den Eindruck, als würde es mehr den Röhrensound unterstützen als wirklich zu zerren.

Sieh dir mal auf Youtube Videos dazu an - und dann im Vergleich Behringer OD300 oder Boss DS-1







Für mich ist hier das DS-1 der Favorit. Aber erst mal muss der Amp da sein :D
Viele Grüße Frank



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Roddy
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Erstellt: von Roddy » 25.04.2013, 23:07

Wieso Bad Monkey, ich denke Jackhammer?

Der Bad Monkey ist ein Overdrive ala Tubescreamer, kein Distortion!
Und ja, der kann oben rum schon recht bissig sein! (Höhen)

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phunky
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Erstellt: von phunky » 26.04.2013, 09:09

Das wird so nix. Sich irgendein Pedal bestellen und hoffen, dass es macht was man will, ist einfach nicht der richtige Weg.

Wer so vorgehen will, sollte sich einen Modelling-Amp kaufen, wo viele Effekte bereits drin sind. Oder ein Multieffektgerät wo so die bekanntesten Teile nachgebildet werden.

Aber eins möchte ich noch sagen: Ein Tubescreamer macht erstmal mit den Röhren gar nichts. Gar kein Overdrive-Pedal hat den Zweck irgendwas mit Röhren anzustellen. Zumindest nicht primär.

Das was Ihr damit meint ist ein Booster. Ein Tubescreamer (und andere Overdrive-Pedale) bildet den Klang übersteuerter Vorstufenröhren nach. Das die meisten Pedale auch Boosten können, steht auf einem anderen Blatt, stimmt aber natürlich.

Die Staffelung sieht so aus:

1. Booster: Verstärkt das Signal. Der Zweck ist, eine bereits zerrende Röhre mehr zerren zu lassen. Oder aber einen cleanen Verstärker in die Zerre zu treiben.

2. Overdrive: Simuliert übersteuerte Röhren. Eher das was man so von den Vintageamps kennt, kein Highgain, sondern moderate Verzerrung. Eben so crunchiger Sound.

3. Distorsion: Alles das was nach Overdrive kommt. Zerrt also mehr.

Und von all diesen Pedalen gibt es tausende. Da irgendeins auszuwählen ist wie Lotto spielen. Kann zufällig das sein was man will, ist es aber wahrscheinlich nicht.

Solche Pedale funktioneren meistens am besten, wenn die Vorstufenröhren des Amps schon leicht gesättigt sind. Gain also nicht auf 0,5 steht, sondern so, dass es kurz vorm Übersteuern ist. Oder sogar kurz danach. Dann klingen die Dinger eigentlich am besten.

Und das wiederum ist auch der Grund, warum diese ganzen kleinen Pedale vor einem Transistoramp in der Regel scheiße klingen. Zumindest ist das meine Erfahrung und sehr subjektiv. Muss man also nicht teilen die Einschätzung.

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Erstellt: von Bellwood » 27.04.2013, 00:12

Ich habe heute mal ein Boss DS2 ganz bewusst an einem Transistor-Amp getestet. Und die Möglichkeiten, die so ein Pedal gegenüber den "nackten" Amp bietet, sind schon klasse.

Auch wenn so ein Pedal aus ner Transe kein Marshall-Fullstack macht, ist das schon bemerkenswert.
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Seph
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Erstellt: von Seph » 27.04.2013, 16:12

Also der Verstärker hat schon einen super Sound. Ein Problem habe ich jetzt aber doch.

Er hat einen CD-Eingang. Dort habe ich mein Handy angesteckt als Zuspieler. Geht auch. Aber sobald ich dann den Looper aktiviere (REC), habe ich üble Störgeräusche drin. Und das zugespielte CD-Signal wird offenbar ohnehin nicht mit aufgezeichnet, was schade wäre. Ideas?

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Erstellt: von Bellwood » 27.04.2013, 16:36

Ich weiss, dass die Line-In-Anschlüsse oft nicht so der Hit sind.
Könnte aber auch an der Mono-Ausgabe liegen.

Stört das Handy vielleicht den Amp? Dann könntest du den Flugmodus probieren.

Für das Aufnehmen der Musik habe ich keine Idee, die ohne zusätzliche Geräte auskommt.
Viele Grüße Frank



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Erstellt: von Seph » 27.04.2013, 16:40

Ich kann den Zuspieler auch in den Looper einstecken, aber da kriege ich die Mucke nicht sehr laut leider und sie übersteuert schnell...ist qualitativ nicht so der Reißer. Hast Du deinen schond a?

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Erstellt: von Bellwood » 27.04.2013, 16:52

Nee, musste aus beruflichen Gründen die Abholung auf morgen verschieben.

Dafür hat sich gestern irgendwie ein Boss DS-2 nach dem Test in mein Auto verirrt :D

Weil das mit der Musik zum Mitspielen über den Amp eher eine Notlösung ist (außer mit Kopfhörer, wo du stereo hast) habe ich meist gleichzeitig den PC an und spiele die Musik darüber ab.
Viele Grüße Frank



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Erstellt: von Seph » 27.04.2013, 19:51

Und kannst Du dann das Gespielte + den Song übereinander legen, damit man es im Nachgang gemeinsam anhören kann zwecks Fehleranalyse? Das wäre mir wichtig. Während man spielt ist es einfach schwer die Fehler zu bemerken.

Hast Du auch eine Idee, wie man die Drum-Patterns, die man unter die Loops legen kann, mit exportieren könnte?

Übrigens ist der Verstärker der Hammer, finde ich. Habe riesigen Spaß dabei, er lässt sich iwe gar nicht richtig "verstellen". Habe schon zig Einstellungen gefunden, die geil klingen. Selbst Mitten komplett raus, Bass, Treble + Gain auf Anschlag klingt halt einfach fett. Liegt wohl daran, dass intern offenbar ein EQ mitarbeitet, der immer eine gewisse Verhältnismäßigkeit wahrt.

Schade, dass ich in meiner Mietwohnung nicht richtig aufdrehen kann. ;)

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Bellwood
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Erstellt: von Bellwood » 27.04.2013, 20:25

Ich habe quasi noch gar keine Erfahrung mit Recording.

Heute habe ich zum ersten Mal meine Recording-Software installiert. Da der Installations- und Registrierungsprozess aber langatmig und aufwändig ist, bin ich nicht mehr zum Testen gekommen. Die Software funktioniert aber auch nur mit meinem Zoom Effektboard.

Ich denke, du hast nur zwei Möglichkeiten:

Entweder kaufst du ein Audiointerface und spielst Drums und Musik über Software ein.

Oder du verbindest den Kopfhörerausgang am Amp mit dem Line-in an der Soundkarte. Dann brauchst du aber noch immer eine Software, mit der du beide Signale (Musik und Amp) zusammen aufnehmen kannst.

Das kannst du natürlich auch machen wenn nur die Drums laufen.
Viele Grüße Frank



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Seph
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Erstellt: von Seph » 27.04.2013, 23:45

Hier mal ein Hörbeispiel aufgenommen über den Looper RC3, zwei Mono-Spuren nebeneinander halt. Linkin Park inkl. zahlreicher Verspieler, habe es nur einmal probiert, mir ging's eher darum die Aufnahme und den Sound einzustellen. Einmal bin ich komplett raus aus'm Takt, also bitte einfach ignorieren, sorry.

Was ich nicht verstehe ist, warum "mein" Part, also die Gitarren-Monospur, immer so leicht übersteuert klingt. Das kriege ich nicht raus, aber im Verstärker klingt es nicht so scheiße. Ist mit Gain auf 13 Uhr.

http://dfiles.eu/files/vf0ed8m91

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 28.04.2013, 00:38

Eigentlich gehts hier ja auch nicht um "Recording", sondern um "AMP für daheim, der trotzdem gut klingt" ;)
Ich meine nur, dass du eventuell im richtigen Bereich des Forums größere Chancen hast deine Frage zufriedenstellend beantworten zu lassen.

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Erstellt: von Seph » 28.04.2013, 01:07

Joar, haste recht. Hat sich halt alles vermischt. :)

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Bellwood
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Erstellt: von Bellwood » 28.04.2013, 17:08

So, meiner ist heute bei mir eingezogen.

Es gibt ein pro und ein kleines Contra bei meinem Kauf:

Eine der LEDs ist wohl hin. Die flackert oder macht nix. Dürfte man aber ignorieren oder machen können.

Und: Mein Modell ist die DFX-Variante! Heisst, ich habe neben dem Reverb noch drei weitere Hall-Effekte an Board.

Insgesamt ist das Teil wirklich großartig. An meinen Sounds muss ich noch basteln. Aber das wird schon.
Viele Grüße Frank



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Seph
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Erstellt: von Seph » 28.04.2013, 17:40

Coole Sache. Hast Du eine Idee warum die Aufnahmen, die ich über den Looper am Verstärker mache dort immer einen fetten Sound haben, aber wenn ich dann den gleichen Sound abspiele aufm PC klingt es immer viel zu spitz und zu grell? Wahrscheinlich weil der Sound nur auf den Verstärker zugeschnitten ist, oder?

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Samhain
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Erstellt: von Samhain » 28.04.2013, 18:02

Welche Lautsprechern und welche Soundkarte verwendest Du im PC? ;)
greetz
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Erstellt: von Seph » 28.04.2013, 18:09

Unterschiedlich. Kommt drauf an wohin ich das Signal lenke. Entweder Onboard, Audigy 2 ZS oder den digitalen Ausgang der 660TI (HDMI). Aber das Klangbild in Relation zum Verstärker bleibt immer gleich. Es klingt einfach ziemich anders...

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Erstellt: von Seph » 29.04.2013, 19:13

Gibt es eigentlich iwo sowas wie die "optimalen Settings" für bestimmte Musikrichtungen, was die Regler Gain/Bass/Mids/Treble angeht? Also bspw. der typische Metallica- oder New-Metal-Sound hat eher weniger Mids und mehr Treble etc. - so zur Orientierung? Meistens braucht es ja eine Kombination aus Einstellungen an Gitarre UND Amp, um einen typischen Sound zu erzeugen. Auch wenn der hughes AMP bei fast allen Einstellungen geil klingt.

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Erstellt: von Bellwood » 29.04.2013, 20:25

Sowas findest du schon mal auf Youtube "sound of" oder "sowieso Amp settings"

Da findest du auch schon mal Videos, in denen du Settings für Pedale bekommst.

Und: Ja, klingt geil. Besonders den ACDC-Sound finde ich mit meiner Hagstrom klasse. Ganz ohne Effekte, nur Amp!
Viele Grüße Frank



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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 29.04.2013, 21:23

Ich glaub das funktioniert aber tatsächlich nur sehr sehr begrenzt.
Zwischen nem Soldano, Bogner, Fender, Orange, Marshall, Mesa, Engl und und und...liegen teilweise schon Welten.
Ist genauso mit den E-Gitarren, denn ne Strat und ne Paula usw. klingen auch so ziemlich "völlig anders".
Ich meine, man kann sicher sagen, dass ein Klang "sehr Mittenlastig", eher Crunchig als Clean usw. klingt, aber so wirklich ernsthaft auf die Settings kann man das eher weniger übertragen.
Müsste jemand zumindest recht ähnliches Equipment haben um dessen gelungene Soundimitation zu eigenen Zwecken übertragen zu können.
So ist dann ein "Framus Cobra" vielleicht nicht die erste Wahl wenn es um "Slayer ähnliches" geht ;)

Ich denke, dass man als Einsteiger durchaus mit einem Modeler herumspielen sollte um erstmal herauszufinden was man eigentlich machen will. Hat man sich orientiert, greift man dann später vermutlich zu einem Röhrenamp welcher die gewünschte Musikrichtung am Besten abdeckt. Ist man dann nicht gerade in einer Coverband, will man wahrscheinlich auch keine Sounds mehr kopieren, sondern "seinen eigenen Sound" finden.

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Erstellt: von Bellwood » 29.04.2013, 21:43

Natürlich hast du vollkommen Recht! Jeder Amp klingt anders, dazu kommt noch der Sound, der beim Abmischen der Lieblings-CD entsteht. Da klingt auch meine Lieblingsband live ganz anders als auf CD.

Und Slash's Finger kann man auch nicht kaufen.

Und du hast auch Recht, dass ich mit meinem Modeller einfach ein Preset runter lade, den Slash-Knopf drücke und loslege.

Aber: wo es ja so bequem ist, jeden Sound fertig runterzuladen, beschäftigt sich doch keiner mit der Entstehung des Sounds.

Viele Anfänger tendieren doch eher Richtung Coverband, als sich auf den Sound einer Band, oder gar den eigenen Sound festzulegen.

Also muss ich mit jedem Amp, auch mit Modellern, immer Kompromisse eingehen.

Aber was spricht dagegen, sich Anhaltspunkte zu suchen, in welche Richtung der Sound geht, wenn ich Regler-Stellungen X und Y kombiniere?

Natürlich bekomme ich damit nur grob die Richtung. Aber gerade auf dem Weg zum eigenen Sound finde ich das einen wichtigen Schritt.
Viele Grüße Frank



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Erstellt: von Seph » 29.04.2013, 21:59

Denke, bei einer E-Gitarre ist das finden und lernen von Soundeinstellungen ein ganz wesentlicher Aspekt des Musikinstruments und damit ein wichtiges Learning. Wer sich erst nach drei bis vier Jahren ernsthaft damit auseinandersetzt, hat wahrscheinlich Nachholbedarf. Das bringt dieses Instrument halt so mit sich, da es nicht von sich aus klingt, bzw. nur sehr wenig.

@Bellwood

Thx! :)

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Erstellt: von musicdevil » 29.04.2013, 22:30

Jo, da ist am Anfang "viel probieren" nötig.
Ich meine nur, dass es ja nicht "den Metallica Sound" gibt, sondern die auch von Song zu Song variieren.
Paar Settings findest schnell über Google mit Suchbegriffen wie "metallica sound amp settings".
Schon landest zb. hier:
http://metaltabs.com/forum/showthread.php?t=38846

Weiß aber nicht, ob das auf den Amp/Equipment bezogen ist, welchen der User benutzt, oder gar abgeschaute Settings von Metallica selbst und deren Equipment. Kann man dann zumindest "so in etwa" probieren und vielleicht klingt es dann zumindest "ähnlich".

Equipmentlisten von Metallica gibts übrigens auch:
http://www.metallicaworld.co.uk/equipment_lists.htm
Zuletzt geändert von musicdevil am 29.04.2013, 22:35, insgesamt 1-mal geändert.

Seph
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Erstellt: von Seph » 29.04.2013, 22:33

Klar, es geht ja auch nur um Tendenzen (mehr Mitten, wenig Treble, viel Bass etc.). Dass ich mit meinem Home-Amp keinen Studio-Sound hinbekomme, ist mir mittlerweile klar. ;)

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Erstellt: von Bellwood » 29.04.2013, 22:36

Reicht doch, wenn es ähnlich klingt.

Mehr tut ne Coverband ja auch nicht. Es muss einen gewissen Wiedererkennungswert haben. Smoke on the water klingt ja auch nicht auf ner cleanen Strat :D
Viele Grüße Frank



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Erstellt: von musicdevil » 29.04.2013, 22:42

Hab noch nen Link zugefügt (Equipment).
Ich meine nicht unbedingt den "Studiosound", sondern James Hetfield's Equipment Liste sieht zb. so aus:

Mesa Boogie Strategy 400 Power Amps
Mesa Boogie Mark IV
Mesa Boogie Triaxis Preamp (Stock)
Mesa Boogie Triaxis Preamp (Modified)
Mesa Boogie Triple Rectifier
Mesa Boogie Custom Graphic E.Q. Unit
Mesa Boogie Amp Switcher
Mesa Boogie 4x12 Speaker Cabinets
Roland JC 120
Celestion Vintage 30w Speakers


wird man dann mit zb. nem "Vox" nicht so gut hinbekommen.
Und auch wenn dann steht "Bass auf 3 Uhr" usw., wird sich das vermutlich völlig anders anhören.
Aber klar, man kann immerhin probieren und vielleicht klingts dann tatsächlich irgendwie so ähnlich.
Vor allem, wenn man den Sound quasi analysiert und so grob sagt "ist nen eher Cruchiger Sound mit etwas Delay und Chorus, mit wenig Bässen und viel Mitten" (oder wie auch immer).

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Ted Kale
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Erstellt: von Ted Kale » 30.04.2013, 14:00

Laney L5T112 Lionheart. Den habe ich zwar nicht selbst, aber ein Freund von mir har soeinen zuhause stehen. Eignet sich super fürdaheim und im Proberaum kann er zur Not auch noch mithalten. Kling außerdem total klasse :) Kann ich nur empfehlen ;)

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