Powerchord Wechsel -> E-Saite muten

Lernen, greifen, wechseln & bestimmen
von Eudaimonie
#319472
Hallo

Ich habe da mal eine Frage und zwar:
Wenn ich z.B. von E-Powerchord
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zum A-Powerchord

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wechsle, dann klingt die leere E-Saite beim A-Powerchord immer noch. Wie dämpfe ich die am besten?

Wenn ich versuche die tiefe E-Saite mit dem rechten Handballen (wie beim palm muting) zu dämpfen, sobald ich den A-Powerchord anspiele, dämpfe ich leider die A-Saite gleich mit ab.

Ist dies reine Uebung, oder soll ich versuchen mit einem Finger der Greifhand die tiefe E-Saite zu dämpfen?

Was ist der 'richtige' Ansatz?

Gruss und vielen Dank!
von deezyre
#319476
Servus :-)

DEN richtigen Ansatz - ob's den gibt?
Aber zwei verbreitete Möglichkeiten gibt's:
1. mit der Kuppe des Zeigefingers, der ja die A-Saite runterhält, gleichzeitig die E-Saite berühren und so dämpfen.
2. Mit dem Daumen über's Brett'l drübergreifen und die E-Saite leicht berühren - ist allerdings ne ziemliche Dehnungsübung beim typischen Powerchord-Griff.

Mit der Handfläche zu dämpfen finde ich persönlich bei Powerchords sehr fitzelig aus den schon von Dir beschriebenen Gründen.

Viel Erfolg beim Üben :-)
Martin
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von Counterfeit
#319481
deezyre hat geschrieben:Servus :-)
1. mit der Kuppe des Zeigefingers, der ja die A-Saite runterhält, gleichzeitig die E-Saite berühren und so dämpfen.
beim A-Powerchord greifst du ja nicht die A-Saite. Der Weg funktioniert höchtens beim E-Powerchord. Ich persönliche Dämpfe da mit dem Daumen. Trotzdem sollte man immer drauf achten auch wirklich nur die Saiten zu spielen, die man auch spielen möchte.
von deezyre
#319486
Counterfeit hat natürlich recht - ich bin gedanklich bei Powerchords mit dem Grundton auf der A-Saite in anderen als dem ersten Bund hängengeblieben. Merci für die Korrektur :-)
von Eudaimonie
#319490
Vielen Dank fuer die schnelle Antwort.

"DEN richtigen Ansatz - ob's den gibt? " => Deshalb das Wort 'richtig' mit hoch Kommas ;-)
Ich weiss beim Gitarrenspielen gibts nicht immer ein richtig und falsch, aber es gibt wohl fast immer einen ueblichen Weg, den die grosse Mehrheit verwendet.

den Trick mit dem Zeigefinger die tieferen Saiten zu dämpfen kenne ich, jedoch geht das in diesem Beispiel nicht, da beim A-Powerchord die A-Saite leer gespielt wird und nur die D und G Saite im 2. Bund mit dem Zeigefinger gedrueckt wird...

D.h. ich drueck die D und G Saite mit dem Zeigefinger (Mini-Barre) und die A Saite bleibt ja leer, somit kann ich die tiefe E-Saite nicht mit dem Zeigefinger dämpfen.
von zulu666
#319493
Ich würde im zweiten Bund mit Ring- und dem kleinen Finger greifen, und hätte dann noch den Stinke- und den Zeigefinger zum dämpfen.
von Gast
#319498
Ich mache es von Anfang an instinktiv mit dem Daumen. Ich habe darüber nie nachgedacht.
Gut üben kann man den Wechsel zwischen offenen E-und A-Powerchord mit dem Lied
"I love Rock´n´roll" von Joan Jett.

Gegriffene Powerchords auf der A-Seite dämpfe ich, indem ich den Stinkefinger über die E-Seite lege. Sieht sehr komisch aus, aber ist "bombensicher". Ist das besonders ausgefallen?
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von phunky
#319499
Und bitte nicht vergessen, am rechten Arm ist auch noch so ein Teil festgewachsen, dass man dafür benutzen kann.

Ich dämpfe meistens die Saiten der (geographisch) über den gespielten Saiten (also die tiefen) mit dem Ballen der rechten Hand und die darunter liegenden, also die höheren, mit einem Finger der linken Hand, der gerade nichts zu tun hat. Also nicht immer, aber eben doch häufig. Den Cowboy-Griff benutze ich eher selten dafür (kurze Finger, unangenehm).
von Eudaimonie
#319503
Gegriffene Powerchords auf der A-Seite dämpfe ich, indem ich den Stinkefinger über die E-Seite lege. Sieht sehr komisch aus, aber ist "bombensicher". Ist das besonders ausgefallen?
Habe ich mir auch schon überlegt, hatte jedoch grosse Koordinations-Probleme mit dieser Weise => muss ich wohl einfach intensiver üben.

Also kurz zusammengefasst sehe ich nun folgende Möglichkeiten:
1. Tiefe E-Saite mit dem Daumen dämpfen
2. Tiefe E-Saite mit dem freien Mittelfinger dämpfen
3. Den E- oder A-Powerchord anstatt mit Zeigefinger und Mini-Barre einfach mit Ring und kleinem Finger drücken, somit hat man den Zeigefinger und MIttelfinger frei um die tiefe E-Saite zu dämpfen
4. Wie beim normalen Palm Muting den rechten Handballen verwenden.

Werde nun mal zuhause sehen, welche der Möglichkeiten für mich die Beste/angenehmste ist und diese üben (ich weiss auch, dass man möglichst alle Techniken beherrschen sollten, aber jetzt am Anfang sollte ich mich mal auf eine festlegen)

Danke für die zahlreichen Antworten. Wirklich super Forum, immer schnelle und gute Antworten!
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von Mick
#319506
Eudaimonie hat geschrieben:
1. Tiefe E-Saite mit dem Daumen dämpfen
2. Tiefe E-Saite mit dem freien Mittelfinger dämpfen
4. Wie beim normalen Palm Muting den rechten Handballen verwenden.
Das sind die Möglichkeiten, die ich wählen würde, die 1 und 2 eher
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von Beastmaster
#320211
Was man meist in keinem Lehrbuch findet ist der Tunnel.
Den haben sich die alten Rockhasen ausgedacht um sauber verzerrt spielen zu können.

Pick mit Dauem und Zeigefinger halten
Unter dem Zeigefinger den Mittelfinger so positionieren, daß ein erkennbarer Freiraum zwischen Daumen und Mittelfinger zu erkennen ist.
Über Pick Mutet somit der Daumen (Oberer Teil des Tunnels)
Unter den klingenden Saiten mutet der Mittelfinger die Saiten die nicht schwingen sollen.

ohne diese Technik ist auch sauberes Melodiespiel, meiner Meinung nach schwer möglich.

PS: auch in Lehrvideos wird diese Technik versteckt. mal drauf achten.

dient nur als Ergänzung zu anderen genannten Möglichkeiten
====))
von Eudaimonie
#320230
@ Beastmaster

Vielen Dank für deine Antwort. Kannst du das evlt. anhand eines Bildes erklären, oder kennst du ein Youtube-Video, die auf dieses "Tunnel" genauer eingeht?
Über Pick Mutet somit der Daumen (Oberer Teil des Tunnels)
Verstehe ich nicht ganz.. In meinem Beispiel (1. Post dieses Topics) geht es darum, die tiefe E-Saite zu muten. Ich weiss nicht, wie ich das mit dem rechten Daumen machen soll, wenn ich den nächsten Powerchord spiele. Dann befindet sich der rechte Daumen ja in der Abwärtsbewegung...
von Gast
#320251
Also ich dämpfe die E-Saite instinktiv (wie ich schon geschrieben habe) so:

Das ist bombensicher.

Ich glaube das kommt dem Tunnel ziemlich nah.
Dateianhänge:
004.JPG
004.JPG (83.01 KiB) 2718 mal betrachtet
von Eudaimonie
#320353
@clapton_is_god

Ja, diese Technick bin ich nun auch am üben. Da ich den A-Powerchord (0 2 2 0 0 0) aber mit dem Zeigefinger als Barree greife, muss ich den Mittelfinger ziemlich strecken, aber ich kann immerhin schon Fortschritte erkennen ;-)
Benutzeravatar
von Beastmaster
#320402
@clapton_is_god
so wie du es zeigst wird es auch gemacht vor allen Dingen wenn es mit der Rechten Hand spieltechnisch nicht möglich ist. Also TOP-Antwort für deise Frage hier

Allerdings ist mit dem Tunnel ja eine rechte Hand Technik gemeint.

@Eudaimonie

Das mit dem Bild wird so ne Sache. Ich müsste in meinem Bandraum n Bild haben.

Halt mal kurz deine Hand:
- Handflache zeigt zu dir.
- Daumen liegt Parallel zu deine Fingern (jetzt siehst du beim runtergucken nen Tunnel zwischen Daumen und Fingern.

- Nun drücke zeigefinger und Daumen zusammen (mit oder ohne Plek)
- Nun bleibt der Tunnel zwischen Daume und restlichen Fingern

Bei der runterbewegung des Daumen liegt also gleichzeitig der Daumen an der E Seite anwenn er die A-Saite schlägt (A-Saite ist nicht gedämpft)
Die anderen Finger können eine oder mehr drunterliegende Saiten dämpfen.

hier in diesem Video:
http://www.justinguitar.com/en/AR-101-W ... eggios.php
Bei 7:08 (minute:sekunde) gut zu sehen (mach dort Pause und schau auf die Rechte hand)

Aber da weist dich eben keiner drauf hin. (Techniken für guten Ton)

finde deinen Weg
))==
Beastmaster
Zuletzt geändert von Beastmaster am 17.04.2013, insgesamt 1-mal geändert.
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von Beastmaster
#320404
Ja, diese Technick bin ich nun auch am üben. Da ich den A-Powerchord (0 2 2 0 0 0) aber mit dem Zeigefinger als Barree greife, muss ich den Mittelfinger ziemlich strecken, aber ich kann immerhin schon Fortschritte erkennen Wink
Das musst du aber auf jedenfall hinkriege ;) Greif den A mit Zeigefinger und übe mit dem Mittelfinger auf die E-Saite zu klopfen nur so als Übung. Das kriegste hin ist der richtige Weg.

finde DEINEN Weg

Beastmaster
von Eudaimonie
#320407
@Beastmaster

Ich glaube, ich habe etwas im Netz über deine Tunnel Technik gefunden. Meintest du das hier?
Benutzeravatar
von Beastmaster
#320414
Genau das meine ich. Aber schau dir das Video an 7:08 bitte an, denn auf den Bildern wirkt das so starr.
Die Hand muss schweben

Du must aber je Spielsituation entscheiden.



Deine Frage war aber TOP beantwortet von clapton_is_god

Beastmaster
von Gast
#320464
Also wenn ich den A-Powerchord greife, dämpfe ich mit dem Daumen die E-Saite. Das mit dem Mittelfinger finde ich zu umständlich.
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von Beastmaster
#320472
@clapton_is_god

genau... für diese Situation ist deine Variante Sinnvoller.
Schau dir beim Video an für was ich das meine, dann ists klar. (bei 7:08 gut zu sehen)

Kommt halt auf die Situation an.

Wir machen kein Wettstreit OK ()((((

Beastmaster
von Gast
#320474
Beastmaster hat geschrieben: Wir machen kein Wettstreit OK ()((((
So war es auch nicht gemeint. Es spielt eh jeder anders Gitarre, jeder hat andere Hände.
Was für einen eine tolle Lösung ist, kann für den anderen nicht zu gebrauchen sein.

Man kann immer nur Anhaltspunkte geben.

Edit: Übrigens meine ich den Daumen der Greifhand der übergreift, nicht den Daumen der Schlaghand.
Benutzeravatar
von Beastmaster
#320479
@clapton_is_god

ahh jetzt ja...
Das mit dem Daumen der linken Hand ist so ne Sache.
Ich spiele auch noch Klassik und da hat man andere Greifgewohnheiten.

ist für meine Hände zu unflexibel )()(


Beastmaster
von Gast
#320487
An Klassik habe ich mich bis jetzt noch nicht rangetraut. Ich kann noch nicht so gut Noten lesen. Finde ich aber irgendwie auch immer interessanter.
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von Beastmaster
#320524
Klassik gibt es auch als Tabulatur.

Nur Mut empfehle aber dazu ein Buch wie "Pumping Nylon" , da dort gut klassische Techniken beschrieben sind.

Beastmaster
von budimon
#327149
Die Tunneltechnik klingt ja mehr als interessant. Dennoch kann ich irgendwie überhaupt nicht nachvollziehen wie sie funktioniert. In dem Video erkenne ich wenn ich ganz ehrlich bin leider überhaupt nichts an der besagten Stelle. Der Text der Seite klingt in der Theorie zwar schlüssig aber hilft mir im Endefekt auch nicht weiter, da mir die Vorstellungskraft fehlt. Hat vielleicht irgendjemand noch ein wenig mehr Informationen dazu?
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von Beastmaster
#327245
Hi,

das ist wie ich schon sagte eine Technik die man schwer sehen kann, was oft auch so gewollt ist.
In dem Video von Justin sieht man wenn man die Hand anguckt an der Stelle die ich beschrieb nur ne Hand die n Plektrum hält.

Die wirklich keit ist, das die Hand so nah an den Saiten schwebt damit sie die Saiten mutet die nicht gespielt werden.

Der Besagte Tunnel ist das was ungemutet ist. im Video bei 7:07 bis 7:08 etwa zu sehen

Der Tunnel entsteht zwischen Daumen und Mittelfinger.
Der Zeigefinger ist ja leicht zurückgenommen.
Mittel-Ring-Zeige-finger muten die Saiten unter der gespielten

über der gespielten ist der Daumen. Aber kein Palm-Mute!


Beastmaster
von budimon
#328564
So nach einem erholsamen Urlaub kann ich mich nun endlich wieder der Gitarre widmen und dieser Technik, die sich mir noch immer nicht vollständig erschließt.
Mir kommt es so vor als würden die zwei Bewegungen für hohe und tiefe Noten unterschiedliche Zwecke haben (beziehe mich hier eher auf den geposteten Artikel).
Das mit dem Daumen erschließt sich mir als einzelnes schon, arbeite auch daran es zu übernehmen da es halt echt praktischer ist statt mit der Handseite zu muten. Aber so wie ich es verstanden habe und benutze, ist das eine Methode um halt die gespielte Saiten zum verstummen zu bringen?

Das abdämpfen der unteren Saiten mit den restlichen Fingern der Hand scheint mir jedoch wiederrum eine Methode zu sein mit der man während des Spiels die unerwünschten unteren Saiten dämpft. Ähnlich wie man halt beim Power-Chord den Zeigefinger flach hinlegt um die unteren Saiten zu dämpfen. Soweit so gut, ich komm damit zwar nicht so wirklich zurecht aber es erschließt sich mir auch.

Wenn man das ganze jetzt aber kombiniert zu diesem Tunnel? verstehe ich die Welt nicht mehr... okay ganz so schlimm ist es nicht aber ich bin dennoch ratlos. Wenn ich nun die unteren Saiten beispielsweise mit dem Ringfinger so mute und zeitgleich die überliegenden Saiten mit dem Daumen, dann kann ich ja überhaupt nicht spielen da meine Schlaghand doch völlig an der Gitarre fixiert ist? Oder ist es doch so wie ich oben überlegt habe, dass es eben zwei verschiedene Bewegungen für verschiedene Zwecke sind? Oder fehlt mir einfach der nötige Kniff um, trotz oben und unten fixierten Saiten normal spielen zu können?


Konkret versuche ich grade diese Technik beim Intro von Oasis - Supersonic anzuwenden.
Beim "abwärts" spielen kann ich die Noten auch super mit der Daumenseite abdämpfen sodass es nicht zu unschönem Soundbrei, bei hoher Verzerrung, kommt. Doch wenn ich "aufwärts" spiele komme ich mit keiner der beiden Varianten zum Muten weiter. Die Daumenvariante klappt nicht da ich Upstrokes mache und auch bei der Variante mit den restlichen Fingern müsste ich die Hand wieder unnötig zurückdrehen. Liege ich hier an der Stelle völlig falsch und das ist gar kein Einsatzgebiet für diese Technik? Eher eine Aufgabe für die Greifhand?
Zum Verständnis hier noch der Tab:
Code: Alles auswählen
e|---------0----------------------|
B|-----------0---------0------0---|
G|-------2-----2-------2------2---|	
D|-----4---------4-----2------1---|
A|---4-------------0---0---0--2---|
E|--------------------------------|
Tut mir leid wenn ich mich ein wenig blöd anstelle. Versuche das Ganze nur wirklich völlig zu durchblicken, da es mir eine der nützlichsten Techniken zu sein scheint die man erlernen kann. Besonders da ich bei hoher Verzerrung selbst mit starkem Soundbrei zu kämpfen habe. Da ich leider keinen Lehrer habe und auch der einzige Gitarrist in meinem Freundeskreis bin fällt das Nachfragen dort leider flach. Ihr seid also meine letzte Hoffnung :P

Lg Budimon
Benutzeravatar
von Beastmaster
#329413
Hallo budimon,

das hat nix mit bloed zu tun. Ist halt einfach nur der Grund warum ein un die selben Techniken bei unterschiedlichen Gitarristen anders klingen, warum der eine berühmt wird und der andere nicht. Bei den meisten hören rechte Hand Techniken beim Anschlagen schon auf.

Du darfst die hand schon eher nicht fixiert sehen sondern eher schwebend.

Was das wichtigste ist es geht dabei um Noise. Geräusche von Saiten die anfangen zu schweben, weil eine andere angeschlagen wird.

Der Tunnel lässt wiederum einfach nur die Saite offen die Gut Schwingen soll.

Keines falls sollen die andern Saiten wirklich immer berührt werden oder eben nur soviel, damit sie nicht schwingen. Führe die hand in einem so minimalen Abstand an den Saiten entlang, damit diese nicht rumschwingen.

Falls du das Buch InVivo-Guitar zur Hand hast, da wirds auch gut erklärt. (s.165)
Ich habs zur Hand, nehme aber an das Abi von Reininghaus das nicht lustig findet wenn ich die Stellen kopiere.

Man findet darüber ansonsten wenig. Diese Technik wird oft absichtlich verschwiegen. Ausser von richtig guten Lehrern.

Bei dem Oasisding könntest du den kleinen Finger schlaff hinterherschleifen, als wenn du jemanden über die Straße ziehst. :D (Bei der Aufwärtsbewegung)

Aber da du keinen Lehrer hast, könnte ich dir zumindest das Buch empfehlen:

http://www.amazon.de/In-Vivo-Guitar-Mit ... ivo+guitar

Du must unbedingt Leute finden mit denen du spielen kannst, weil man dadurch ungemein besser wird.



LG
Beastmaster
von budimon
#329480
Hey, der Verwendungszweck der Technik erschließt sich mir mittlerweile immerhin ein wenig deutlicher. Bin nun dazu übergegangen mir unzählige Videos über das "string muten" anzuschauen und hoffe irgendwo mehr dazu zu finden. Leider zeigen die meisten Leute nur das simple auflegen der Hand. Aber ein paar interessante Sachen habe ich da schon gesehen.

Das Buch klingt sehr gut, ich habs mir mal auf die Wunschliste gesetzt und werde es demnächst wohl anschaffen.

Und noch mal zu meinem konkreten Beispiel. Ich habe mir jetzt einige Livevideos angeschaut und anscheinend ist dort doch alles über die linke Hand machbar. In keinem Clip berührte die rechte Hand auch nur für den Bruchteil einer Sekunde die Saiten. An dem konkreten Fall muss ich wohl dran bleiben. Andere Sachen funktionieren mittlerweile schon deutlich besser vom dämpfen her.

Jemanden zum Spielen würde ich gerne finden. Leider ist hier aber musikalisch echt nichts los. Ich werde aber beim nächsten Besuch im Musikladen mal ganz klassisch einen Flyer aufhängen.

lG
Budimon
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von Beastmaster
#329498
Hallo budi,

woher kommst du nochmal?

Das Buch kann ich dir wirklich nur empfehlen.


Für manchen Sound ist zuviel Dämpfen auch schlecht und außerdem haben Menschen immerwieder eindrucksvoll bewiesen, daß der einen etwas als Nonplusultra ansieht was für den anderen nicht geht bzw anders besser geht.

Ich wünsche dir weiterhin viel erfolg.

Beastmaster
von felixsch
#329523
edit: sorry, das kommt davon wenn man erst schreibt, dann liest :D Beast hat das Buch schon empfohlen :D

Hey,

Beast hat eigentlich schon alles Top Beschrieben.

Ich für meinen Teil benutzte alle diese Techniken, mal Kombiniert, mal einzeln, es kommt immer auf die Situation drauf an. Mit Übung bekommt man das alles sauber und fließend hin, das kommt mit der Zeit.

Vielleicht zu dem Thema noch ein schöner Spruch.

Abi von Reininghaus hat mal geschrieben:

"Guter Ton entspringt der Stille!"

und

"Die Töne die man nicht spielt sind oft wichtiger als die Töne, die man spielt!"

Sehr schöne Sätze und Leitfäden, wie ich finde.

Felix

PS. In Reininghaus' Buch "In Vivo Guitar" gibt es auch ein ganzes Kapitel zum Thema Tonbildung. Da wird sehr viel erwähnt was in "normalen" Gitarrenlehrbüchern nur am Rande bzw. gar nicht erwähnt wird. Lesetipp!
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von Beastmaster
#329524
Eine zusätzlich Empfehlung von dir Felixsch tut dem ganzen doch aber gut und deine zusätzlichen Hinweise sind passend.

Beastmaster
von budimon
#329589
Nun, beim Üben hab ich jetzt auch bemerkt, die Mischung macht es. Habe mich erst immer zu sehr darauf versteift jeder Technik ihr Einsatzgebiet zuzuordnen. Wenn man aber einfach immer individuell schaut, wo was am besten funktioniert, kann man schon einiges mehr erreichen.

Über zusätzliche Hinweise freue ich mich immer. Deine Hinweise warem sehr interessant felixsch, also ist doch alles ok ;)

Von dem Buch habt ihr mich nun vollständig überzeugt. Das wird wohl bald fällig sein.
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von phunky
#329595
Ich habe jetzt nicht alle Beiträge so genau gelesen, also verzeiht mir eventuelle Wiederholung oder so.

Ich dämpfe üblicherweise die Saiten, die höher sind als die gegriffene Saite (tonal höher, also Richtung Fußboden) mit der Greifhand. Und die tieferen (also Richtung Decke) mit der Schlaghand. Ausnahmen bestätigen die Regel.
von budimon
#329677
Ja die Kombination machts. Bei dem Intro geht es doch relativ einfach die Plainstrings mit dem Zeigefinger zu dämpfen. Man muss halt mitdenken und nicht einfach nur den Tab so lernen wie er ist. Wenn man gleich drauf achtet mit welchen Techniken man es sauber spielen kann, dann fällt es einem nicht wirklich schwerer als es so schon ist. Schwierig ist es für mich nur im nachinein jetzt bei anderen Stücken noch mal zu überlegen wie ich sie sauberer spielen könnte.
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von Beastmaster
#329989
Schwierig ist es für mich nur im nachinein jetzt bei anderen Stücken noch mal zu überlegen wie ich sie sauberer spielen könnte.
genau sowas in der Art schrieb auch "Abi" in seinem Buch als er bei diesem Thema war :D


Beastmaster
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von visu
#330041
Moin,

also bei Powerchords werden die hohen Saiten ja in der Regel von der Greifhand gemutet oder besser gesagt wegen des Powerchordgriffes blockiert.

Die tiefe E -Saite blockiere ich immer mit der Fingerspitze des Zeigefingers, diese kann man dann ja auch wenn nötig immer schnell wieder etwas runterziehen, wenn man z.B auf der E-Saite gemutete Rythmussachen machen möchte wie Galopprythmen usw.

Hoffe konnte dies einigermaßen gut erklären...xD.

=(=))=
von CoolerAnimeName
#330333
Die tiefe E -Saite blockiere ich immer mit der Fingerspitze des Zeigefingers
Mach ich bei Powerchords wie zb. (0-2-4-4-0-0) auch, ist auch ne gute Übung für Barré Griffe auf der A-Saite.

Zwar hat meine Gitarrenlehrerin was dagegen das ich zb. bei Nirvana - Rape me den Powerchord (0-0-2-2-0-0) mit Ring und Kleiner Finger greife und die E-Saite mit dem Daumen mute aber ich finde das deutlich präzieser wie mit Zeigefinger Barré den Wechselweg möglichst klein zu halten.
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von startom
#330339
CoolerAnimeName hat geschrieben:Zwar hat meine Gitarrenlehrerin was dagegen das ich zb. bei Nirvana - Rape me den Powerchord (0-0-2-2-0-0) mit Ring und Kleiner Finger greife und die E-Saite mit dem Daumen mute ...
Ich nehme an, du meinst den A5 (x-0-2-2-x-x), wobei die 'x' nicht für gedämpft, sondern eigentlich für gar-nicht-spielen-steht.

Und da hat deine Gitarrenlehrerin völlig recht. Du trainierst dir da nämlich unsauberes Spielen an, nach dem Motto: Ich dämpfe ja eh alles, was ich nicht brauche, also kann ich getrost das gesamte Hackbrett anschlagen.

In erster Linie empfehle ich, nur diejenigen Saiten zu spielen, welche auch wirklich angespielt werden müssen. So entwickelst du eine viel bessere Präzision.
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von Phuehue
#330340
...der RECHTEN Hand. (um hier Startom noch etwas zu verfeinern ;) ).

Denn eigentlich hast du recht: für die linke Hand spielt das "eigentlich" keine Rolle. Aber eben. Wie Startom bereits geschrieben hat, ist die Verlockung da gross, mit der Schlaghand unsauber zu werden.

Wobei es dann ja auch durchaus wieder Stilrichtungen gibt, wo das gewünscht sein kann. Wenn man zB dreckige Jimi- oder SRV-Riffs spielen will :D
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von phunky
#330341
Abgesehen davon erzeugt das Dämpfen mit der Zeigefingerspitze gern mal Flageolett-Töne, zumindest in den dafür prädestinierten Lagen.
von CoolerAnimeName
#330395
startom hat geschrieben:
CoolerAnimeName hat geschrieben:Zwar hat meine Gitarrenlehrerin was dagegen das ich zb. bei Nirvana - Rape me den Powerchord (0-0-2-2-0-0) mit Ring und Kleiner Finger greife und die E-Saite mit dem Daumen mute ...
Ich nehme an, du meinst den A5 (x-0-2-2-x-x), wobei die 'x' nicht für gedämpft, sondern eigentlich für gar-nicht-spielen-steht.

Und da hat deine Gitarrenlehrerin völlig recht. Du trainierst dir da nämlich unsauberes Spielen an, nach dem Motto: Ich dämpfe ja eh alles, was ich nicht brauche, also kann ich getrost das gesamte Hackbrett anschlagen.

In erster Linie empfehle ich, nur diejenigen Saiten zu spielen, welche auch wirklich angespielt werden müssen. So entwickelst du eine viel bessere Präzision.
Aight! Den A5 Akkord meinte ich.
Also umgesetzt für den Akkord den Zeigefinger als Barre zu nutzen habe ich nun.
Die dicke E-Saite dämpfe ich immer noch mit dem Daumen ab.
Aber wie von der Präzission die A-D-G Saiten im 16tel Wechselschlag-rhytmus getroffen werden sollten ist mir bei einem Tempo von 120bpm schleierhaft. (Und irgendwie auch bei 70bpm xD)
Gibts dafür irgendwo im Netz zum Thema Präsision/Genaue Akkord Saiten zu treffen irgendwo ein Tutorial oder Workshop?
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von startom
#330622
Je weniger du deine rechte Hand bewegen musst, umso besser ist die Kontrolle, um auch bei hoher Geschwindigkeit nur die gewünschten Saiten zu treffen.

Such dir einen Fixpunkt, wo deine rechte Hand sich abstützen kann. Das hilft, um dich auch dann zu orientieren, ohne aufs Griffbrett zu schauen. Ich persönlich stütze den Handballen auf der tiefen E-Saite ab (sofern ich sie nicht grad spielen muss). Andere benützen den kleinen Finger auf dem Schlagbrett unterhalb der hohe E-Saite, um die Orientierung zu haben.

Sobald du deine Stütze gefunden hast, wirst du mit der Zeit lernen, die entsprechende Saite zielgenau zu treffen, ohne dir gross Gedanken darüber machen zu müssen. Deine rechte Hand weiss dann nämlich, wie sehr sie sich 'spreizen' muss, um ausschliesslich die Saiten A-D-G zu treffen.
von CoolerAnimeName
#330697
Danke, der Tipp hat mir schon sehr geholfen!
Aber bei Akkorden bei dennen alle Saiten angeschlagen werden müssen ist die Technik mit dem Fixpunkt sogut wie garnicht machbar oder?
Benutzeravatar
von startom
#330705
Bei Akkorden, welche über alle 6 Saiten angeschlagen werden, brauchts keine Abstützung. Da ist es manchmal sogar kontraproduktiv, denn mit einer frei schwingenden Schlaghand kannst du die Anschlagdynamik viel besser varieren. Zumindest meiner Meinung nach.

Das sind dann vorwiegend Barrée-Akkorde und offene Akkorde, welche den Basston auf der tiefen E-Saite oder zumindest auf der A-Saite haben.

Ich stütze meine Hand generell ab, sobald ich Melodien oder Riffs (Powerchords und Co.) spiele.
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