Akkordwechsel.. wie schnell habt ihr es gelernt?

Lernen, greifen, wechseln & bestimmen
von Arakon
#311619
Moin.
Ich hab jetzt seit einigen Wochen Unterricht, und arbeite aktuell auf Knockin' on Heaven's door hin.
Ich bin mit 35 eher ein Späteinsteiger und komme durch die Arbeit nicht dazu, mehr als 20-30 Minuten am Abend zu üben, am WE dann aber auch mal 1-2 Stunden pro Tag.

Wie lange hat es bei euch (also anderen Anfängern) gedauert, bis ihr den Akkordwechsel (G-D-C bzw. G-D-a) einigermassen flott konntet?
Ich übe derzeit mit Metronom, und kriege schon bei 30 oder 40 bpm die Akkorde nur selten sauber gegriffen. Wenn ich "genug" Zeit habe, kann ich die sauber greifen, aber ist ja nicht Sinn der Sache. Problematisch ist bei mir vor allem, dass z.b. beim Wechsel von G auf D, wo ja Mittel- und Ringfinger in der gleichen Position nach unten bewegt werden, wenn ich bei den hohen Saiten angekommen bin, der Mittelfinger höher als der Ringfinger liegt.. wenn ich mich drauf konzentriere, geht es, aber dann natürlich nur deutlich langsamer.
Dazu kommt das Schlagmuster.. Ich kann jetzt das halbwegs vernünftig und auch oft in der richtigen Geschwindigkeit (besonders wenn ich mir z.b. über ein YT Video das ganze vorher kurz anhöre), wenn ich aber mit tatsächlichem dazu Zählen anfange, geht gar nichts mehr, ich komm durcheinander oder überspringe Schläge. Ausserdem habe ich, im Gegensatz zu den Akkorden, da eher das Problem, langsam zu spielen, um z.b. 30 BPM zu folgen.

Gibt es da irgendwelche Tipps, um damit zu helfen, oder läuft es rein auf Wiederholen, bis es klappt raus?
von AJCrowley
#311622
Ich spiele jetzt seit einem halben Jahr, ungefähr genauso intensiv wie Du. (täglich zwischen 30 Minuten und 1 Stunde). Bei mir hat das halbwegs flüssige Wechseln der Grundakkorde ca. 3 Monate gedauert, bei 30 Bpm! ich hab mich langsam gesteigert und bin jetzt bei ca. 60 Bpm. Mach Dir keinen Streß und geh die Sache langsam an, dafür gründlich. Die Geschwindigkeit kommt dann von ganz alleine. Ist ein schleichender Prozess, aber irgendwann fällt Dir auf, das es funktioniert.

Zu Deiner grundsätzlichen Frage: Ja, üben, üben, üben! Musste ich mit meinen 37 Jahren leider selber feststellen.
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von Swissorion
#311624
Hola Arakon

Auch ich war ein Späteinsteiger (mit 47).

Wenn ich 3 Jahre zurückdenke, mag ich mich erinnern, dass dies schon
4 bis 6 Monate dauerte bis die Akkordwechsel genügend schnell und dennoch sauber
waren. (Ich konnte am Anfang nicht einmal den C sauber greifen egal wie langsam ich dies tat)
Wenn dann noch die Schlagmuster Rhythmik dazukommt denke ich wars es 8-12 Monate
bis es sauber klappte.
Es gilt halt wirklich, sehr langsam bzw. extreemst langsam, sodass es sauber klappt.
Wie schon vielfach erwähnt, die Geschwindigkeit kommt wirklich von selber.
Hin und wieder versuchen Tempo zu machen und sobald es wieder unsauber wird, Tempo wieder zurückschrauben.
Tatsächlich die Wiederholung bzw. Ueben macht es aus.

Wenn du Rhythmik / Schlagmuster übst, kannst du dich ruhig mal nur auf die Rhythmik konzentrieren
auch wenn du mal leicht daneben greifst oder es noch schnarrt.
Denn es gilt :
Lieber den falschen Ton zur richtigen Zeit als der richtige Ton zur falschen Zeit.

Aktuell komme ich mir vor wie damals, denn ich bin an einem neuen Stück mit etwas jazzigen
für mich neue nie oder kaum geübten Akkorden wie Gmaj7, G7, Cmaj7, B7, Em7, A7, C/D, D7

Da heisst es für mich wiederum seeeeehr langsam die Akkorde greifen üben und deren Wechsel ebenfalls. Wenn dann dies klappt, noch die Rhythmik dazu packen.
Ich denke aber dass ich heute nicht mehr 1 Jahr dazu benötige sondern bereits nach 1 -2 Monaten ein für mich zufrieden stellendes Resultat bringe.

Mal sehen, was meine 50 jährigen Finger bis dann hinbekommen und wie sich das Muskelgedächtnis
daran erinnert.

Ja ich bekenne mich als ein langsam lernender.

PS: Hätte ich doch nur früher mit Gitarre spielen begonnen und zwar als das erste mal der Wunsch aufkam.
Naja, immerhin habe ich noch bis zum Lebensende um zu spielen.

Never give up!

Grüsse
von Arakon
#311625
Gut zu wissen. Ich bin mir absolut bewusst, dass grade der Anfang langsam geht, ich fragte mich halt "wie langsam".
Ich werde wohl meinen Gitarrenlehrer nochmal bremsen, der hat für nächste Woche angepeilt, das Lied (langsam) zusammenzusetzen.. nur wenn ich mit den Akkorden nicht hinterherkomme, denke ich, ich sollte mich erstmal auf die konzentrieren.

Und ja, C ist ein Akkord, wo ich dicke Probleme mit hatte. Dazu kommt bei mir aktuell noch, wenn ich die Gitarre quasi-klassisch halte (Kopfplatte steil hoch), kann ich super greifen, aber das Strumming will nicht so, und ich greife langsamer um.. halte ich sie irgendwo zwischen klassisch und modern (links und am Gurt hängend, aber Hals nur leicht gehoben), dämpfe ich drunterliegende Saiten, dafür kann ich flüssig schlagen.
Halte ich sie auf die moderne Weise auf dem rechten Bein, komme ich dank meiner Wampe nicht mehr vernünftig ans Griffbrett. :shock:
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von Swissorion
#311627
Arkon,

Man kann auch ein einfaches Lied wie "knocking on h..." komplett spielen
selbst wenn es noch sehr langsam geht mit dem sauberen umgreifen.

Es ist zwar schwieriger zu erkennen welches Lied es sein soll.

Aber es ist besser mit einem Lied zu üben.
So macht es mehr spass und man kann Akkorde umgreifen und einfache Rhytmik
üben und gleich richtig anwenden.

Somit kein trockenes üben.
von Arakon
#311637
Ich glaube, mein Problem ist eben genau das "schwieriger zu hören, was es sein soll". Ich weiß, dass eigentlich "jetzt" ein Akkord kommen sollte, muss mich aber ausbremsen damit es mit meiner Wechselgeschwindigkeit passt, und komme dann schnell durcheinander.
Danke für den Link, aber ein anderes Lied ist erstmal keine Option, da ich Unterricht nehme und mich da an meinen Lehrer halten möchte.. wenn ich jetzt noch was parallel dazu übe, komme ich ganz durcheinander.
von nimble
#311657
Hi :)
ich habe keine lust gehabt mit alles durchzulesen, sind ja wirklich textlich ausweitende antworten dabei. möchte aber dennoch eins zwei tips geben die mir geholfen haben.

ich habe mich mit den akkorden anfangs auch ziemlich angestellt. und meiner meinung muss man akkorde immerzu nebenbei üben. was ich damit meine, akkorde bremsen einen schon ziemlich aus (mich haben se sehr ausgebremst), wenn man ein ganzes lied lernen möchte. deshalb habe ich die chords als nebenprojekt am laufen gehabt. das meinte auch mein lehrer, dass er mir bei akkorden nicht viel helfen kann. man muss halt die wechsel immer wieder machen, bis es irgendwann schön flüssig läuft. und das wurd dann auch was :D

nochn kleiner tipp: die akkorde während dem fernsehschauen lernen. also n chord greifen, alle seiten anspielen (nacheinander und schauen dass alle sauber sind, evtl neugreifen) und nächsten akkord. dh ohne metronom einfach auf die wechsel und saubere positionerung der finger konzentrieren. hat mir wirklich geholfen und hatte nen doppelten gewinn. tv kann ziemlich langweilig sein, aber chords lernen auch. und so hat man abwechslung von beidem. und wenn du merkst dass die chordwechsel flüssiger gehen, gehst du wieder ans metronom.

dass mach ich heute immernoch, nur mit jazzigen akkorden ^^
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von Samhain
#311678
Danke für die Frage und die Antworten bisher ... mir gehts leider genauso :(
von freaksoundz
#311709
Das ist natürlich eine Frage die sich jeder mal stellt wenn er am Anfang steht,"wie lange dauert es wohl bis ich das schaffe"
Ich kann nur sagen,übe einfach weiter und bleib am Ball,der rest ergibt sich von allein.
Ich spiele jetzt etwas mehr als 2 Jahre,habe nicht genau beobachtet wie lange bestimmte Akkordwechsel dauern,denn irgendwann erreicht du den Punkt,wo du es nicht mal mehr merkst dass du dir schwer tust,weil es einfach funktioniert.
Ich muss zugeben ich habe (besonders die ersten Monate) Akkorde und deren Wechsel nicht allzu ernst genommen,da ich im Glauben war dass ich sie nicht brauche....Was für ein Irrglaube :cool:

Aber nun beherrsche ich die meisten Wechsel fast blind und ohne nachzudenken,jedoch habe ich auch nach 2 Jahren so meine Problemchen...zb.der F-Dur,egal ob jetzt der kleine F-Dur oder als Barre gegriffen...
Jedesmal wenn dieser Akkord kommt,stoppt mein Spiel etwas,einfach nur weil mein Hirn mir sagt "JETZT"kommt der böse Akkord :lol: !
Aber ich weiss nun wie ich diesen Problemwechsel in den Griff bekomme:Einfach ÜBEN!
Klingt einfach,ist auch so!

Ich kann dir sonst nur einen Tip geben,und zwar nicht allzu verbissen rangehen...
Abwechslung beim lernen ist für mich das A und O.
Es macht für mich keinen sinn jetzt verbissen einen bestimmten Akkordwechsel über Wochen/Monate zu üben,weil das frustet nur.
Ich weiss zwar nicht welchen Musikstil du bevorzugst,aber übe ebenso Singlenote Licks,Powerchord Riffs etc...
Keine Bange wenn du brav übst,kommst du auch voran.
Mfg
Freaksoundz
Benutzeravatar
von Harry83
#311713
Wie lange du brauchst, kann man so nicht sagen.
Da ich gleich mit der E-Gitarre angefangen habe, waren Akkorde, in der Musikschule erst mal nicht notwendig, weshalb ich sie mir selber beigebracht habe. Nach ca. 4 Wochen Übung, konnte ich Knocking On Heavens Door spielen. Zwar noch nicht flüssig, aber die Akkorde saßen. Mit der Zeit wurde ich immer schneller, bis das Tempo erreicht war. Dann lernte ich die nächsten Akkorde und auch Lieder.

Wichtig ist, dass du dir Zeit lässt, und nicht unter Druck gerätst! Denn das mach keinen Spaß, und bremst nur aus. Nicht. dass du irgendwann so gefrustet bist, und die Gitarre in die Ecke stellst.
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