A-Dur Akkord richtig greifen

Lernen, greifen, wechseln & bestimmen
von hydrococcus
#309953
Hallo zusammen,

vorerst einmal vielen Dank an alle Mitglieder dieses Forums. Ich bin Anfänger und konnte hier im Forum schon sehr viele gute Tipps finden. Aber zu meiner Frage:

Ich über gerade Akkorde bzw. das schnelle Umgreifen. Anfänglich hatte ich einige Probleme beim greifen des A-Dur, da ich sehr große Hände und kräftige Finger habe. Standard wäre ja D-Saite Zeigefinger, G-Saite Mittelfinger, B-Saite Ringfinger. Für mich ist es aber leichter den A-Dur folgendermaßen zugreifen: D-Saite Mittelfinger, G-Saite Zeigefinger, B-Saite Ringfinger. So rum finde ich es auch einfacher auf den D-Dur bzw. den E-Dur um zugreifen, da der Zeigefinger immer auf der G-Saite liegen bleiben kann.

Wie denkt Ihr darüber? Ist das grundsätzlich ok, oder kann es da später Probleme geben beim greifen anderer Akkorde?

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe.
von boddah87
#309954
Hallo erstmal ;)

ich bin zwar selbst noch Anfänger, aber ich denke nicht, dass es ein Nachteil ist das A-Dur wie von dir beschrieben zu greifen.

Im Beginnerkurs von Justinguitar wird der Akkord sogar genau in dieser Form unterrichtet und ich hab ihn am Anfang selbst so gelernt. Mittlerweile greife ich das A jedoch lieber mit Mittelfinger, Ringfinger und dem kleinen Finger.
A
Aber ehrlich gesagt, kommt es bei mir auf das Stück an, das ich spielen möchte, je nachdem welcher Akkord vorher oder nachher gespielt wird, wechsel ich auch schonmal zwischen beiden Varianten.

Ich persönlich habe dabei noch keine Nachteile festgestellt. Kann aber natürlich sein, dass der ein oder andere dazu ne andere Meinung hat.
von Hairy Harry
#309957
Wenn du das einfacher findest, dann mach das so. Wechselwirkungen mit irgendwelchen anderen Griffen lassen sich nie ganz ausschließen. Es kommt immer mal vor, dass man Akkorde anders greift als "amtlich" vorgeschrieben. Das muss man im konkreten Fall entscheiden.
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von mjchael
#309959
Ich weiß, dass ein paar Leute den Akkord so greifen. Aber die allermeisten Gitarrenschulen, die ich gesehen habe, unterrichten diesen Akkord nicht so. Es gibt eigentlich nur extrem wenige Homepages, wo man den Akkord so gegriffen sieht. Der Grund wird wohl sein, dass diese Griffweise nicht wirklich viele Vorteile mit sich bringt.

Dass man beim A-Dur erst mal lernen muss, die Finger richtig zu sortieren, und dass manche damit am Anfang kleinere Probleme haben, kenne ich zwar, aber das sollte eigentlich kein Grund sein, den A-Dur anders als in der Standard-Variante zu üben. Denn das Phänomen, dass ein Akkord nicht gleich auf Anhieb gelingen will, wird dir noch öfter begegnen.

Oftmals liegt das Problem in einer ungünstigen Haltung der Hand. Es könnte an der Haltung des Handtellers liegen (der das Griffbrett nicht berühren sollte), ein schlecht angewinkeltes Handgelenk (es sollte nach Möglichkeit gar nicht angewinkelt sein), zu viel Druck etc.
:arrow: http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_G ... er_Akkorde
:arrow: http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_D ... kord_A-Dur

Die Standard-Variante liefert in der Mehrzahl der Fälle günstigere Akkordwechsel.
Bild

Beim Fingerstyle, Melodiepicking und bei der Klassischen Gitarre käme ich nie auf die Idee, den A-Dur so zu greifen. Ich spiele schon über 30 Jahr Gitarre, und habe diese Variante (obwohl ich sie kenne, und auch greifen könnte) bis her noch nie gebraucht. Und ich kenne auch nur sehr wenige Gitarristen, die den A-Dur auf deine vorgeschlagene Weise greifen. Und keiner von denen ist ein echter Profi. (Also keine Leute wie Hendrix, Clapton, Santana, Gallagher, Blackmore, Gilmour, Moore, B. B. King, Vai, Satriani, van Halen, Knopfler, Hetfield, Young, Slash, Gibbons ... ) Und nicht alle von denen haben kleine zierliche Hände ;)

Ich habe selbst ziemlich große Hände und kenne auch die Anfangsprobleme. Doch das verging recht schnell, und ich kann den A-Dur sogar auf Kindergitarren spielen. Bei einigen E-Gitarren habe ich bei Barré in höheren Lagen einige Probleme. Aber das liegt eher an dem viel zu schmalen Griffbrett, als an der Stellung der Finger. Dem Problem würde ich also eher mit einer passenden Gitarre mit etwas breiterem Griffbrett begegnen, als mit einer seltsamen Griffweise.

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 19.02.2013, insgesamt 1-mal geändert.
von hydrococcus
#309974
Vielen Dank für die vielen Antworten.
@mjchael
Dass man beim A-Dur erst mal lernen muss, die Finger richtig zu sortieren, und dass manche damit am Anfang kleinere Probleme haben, kenne ich zwar, aber das sollte eigentlich kein Grund sein, den A-Dur anders als in der Standard-Variante zu üben. Denn das Phänomen, dass ein Akkord nicht gleich auf Anhieb gelingen will, wird dir noch öfter begegnen.
Das Problem ist eigentlich nicht das Greifen, ich habe da eher ein Platzproblem. ich krieg ich die Finger nicht alle auf den Bund. Ich muss sie recht stark zusammenquetschen.

Aber ich hab mir jetzt mal vorgenommen beide Griff-Varianten zu üben um dann ggf. auch auf beide "zurückgreifen" [man bemerke das Wortspiel ;) ] zu können.
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von mjchael
#309984
Versuche mal die Finger nicht absolut senkrecht zum Griffbrett zu sortieren.
Also etwa so:
Bild

BildBild

Blick zum Hals hin habe ich leider nur als D-Dur-Akkord
Bild


Und dann versuche mal die Finger nicht exakt nebeneinander zu halten, sondern decke mit dem Zeigefinger ein wenig den Fingernagel des Mittelfingers ab, und mit dem Mittelfinger decke ein wenig den Fingernagel des Ringfingers ab.

Blöde zu erklähren. Stell dir vor, die Finger stehen nicht wie Soldaten "Schulter an Schulter" nebeneinander, sondern sie sind eher hintereinander aufgestellt, wie Vögel, die in V-Formation fliegen. Das ist ein Tick platzsparender, und könnte dir die benötigten Millimeter einsparen.

Wäre mal einen Versuch wert.

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 19.02.2013, insgesamt 1-mal geändert.
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von Exordium
#309988
Leicht diagonal/schräg wolltest Du sagen. :-)
Anders ist es mir eigentlich auch gar nicht möglich. In einer Reihe (parallel zum Bund) ginge bei mir nur mit gebrochenem Handgelenk.
Man muss halt nur den Ringfinger wirklich unmittelbar vorm Bundstäbchen platzieren, damit Mittel- und Zeigefinger nicht allzu weit oben greifen. Das könnte dann etwas unsauber klingen oder schnarren.
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