Probleme beim Spielen von Akkorden - es klingt abgehackt!

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Fainne
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Probleme beim Spielen von Akkorden - es klingt abgehackt!

Erstellt: von Fainne » 10.11.2012, 01:15

Hallo zusammen :)

Ich spiele noch nicht sehr lange Konzertgitarre, darum hält sich mein Wissensstand in Grenzen, ich habe jedoch schon häufig dieses Forum zur Hilfe gezogen! Zu meiner Frage habe ich aber bisher nichts entdeckt.

Ich bin dabei, möglichst simple Lieder mit wenigen und leichten Akkorden zu üben. Dabei klingt es aber einfach nicht so, wie das klingen soll. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, aber irgendwie klingt es einfach immer total abgehackt! Und das nicht speziell beim Wechseln der Akkorde, sondern auch, wenn ich einen mehrmals hintereinander spiele. Es klingt eben einfach so, als würde jemand einfach mal bisschen über die Gitarre schrammen. Wenn ich die Hand verwender, dann funktioniert das einigermaßen, aber mit dem Plektrum will das nicht so wie ich.

Leider weiß ich nicht, wo das Problem liegt. Ist es die Haltung von meiner Schlaghand? Oder einfach mangelnde Übung? Oder gleich beides, oder was ganz anderes? :D

Liebe Grüße

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HerrGoerke
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Erstellt: von HerrGoerke » 10.11.2012, 09:01

Hallo Fainne,

mangelnde Übung ist bestimmt auch dabei. Aber so ganz grundsätzlich: Klingen die Akkorde wie sie sollen? Du schreibst, dass es sich anhört, als ob einfach jemand über die Gitarre schrammelt. Dann könnte es sein, dass du die Saiten nicht fest genug auf das Griffbrett drückst. Oder dass du mir der Greifhand den Akkord zu schnell wieder los lässt und nicht ausklingen lässt ;-)

Du musst mit der Greifhand ein wenig rumprobieren. Etwas anders greifen, mal was fester, mal was lockerer und und und. Irgendwann triffst du dann die richtige Technik für dich ;-)

HerrGoerke

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Roddy
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Erstellt: von Roddy » 10.11.2012, 10:03

Hast Du denn ein Anschlagsmuster, also eine Rhythmik für die Akkorde?

Wichtig dabei ist, das die Anschlagshand immer im Rhythmus bleibt, auch wenn der eine oder andere Wechsel bei den Akkorden noch nicht klappt. Ein Metronom kann da sicherlich zur Übung etwas beitragen.

Wenn Du gerade mit dem Plektrum angefangen hast zu üben, dann habe einfach etwas Geduld. Das ist zum Anfang ein etwas anderes Gefühl. Die Sicherheit und das Gefühl fürs Plek braucht etwas Zeit. Das kommt dann einfach durchs spielen. Nur nicht weglegen, weil das andere einfacher ist.

Wichtig ist eine geeignete Haltung des Plektrums zu haben.
Vorzugsweise (nach meiner Auffassung) legt man sich das Plek auf den eingerollten Zeigefinger und hält dann den Daumen drauf.

Fainne
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Erstellt: von Fainne » 11.11.2012, 01:42

Hallo und danke für die Antworten!

Meine Erklärung war bisschen mies, aber ich weiß nicht genau wie ich das Problem beschreiben soll :D Der Akkord an sich klingt gut, wenn ich ihn also einmal anschlage, dann stimmt der auch. Zupfen klappt bei mir soweit auch gut :)

Mit drüber schrammeln meinte ich, dass es so klingt, wie wenn ein Nicht-Gitarrenspieler eine Gitarre sieht und dann mal eben bisschen darauf rumklimpert - daran hat mich mein Spiel nämlich direkt erinnert. Wenn ich zum Beispiel 4 mal A-Dur hintereinander spiele und ich dabei auch den Rhythmus halte, dann entsteht bei mir zwischen den Akkorden sowas wie eine Pause (auch bei einem schnelleren Rhythmus), das klingt einfach nicht so, wie in Liedern oder bei Gitarristen, die schon mehr Erfahrung haben.

Danke für den Tipp mit dem Plektrum. Habe mich da auch schon etwas kundig gemacht und es hat mir auf jeden Fall soweit geholfen, dass ich nicht so oft eine Saite beim Anschlagen vergesse :D Aber das "Pausen"-Problem bleibt leider noch...

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HerrGoerke
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Erstellt: von HerrGoerke » 11.11.2012, 08:42

Fang ganz langsam an mit den Schlägen und verzichte erstmal auf irgendeinen speziellen Rhythmus. Übe erst den schnellen Wechsel der Akkorde als ob's kein Morgen gibt. wenn die Wechsel sitzen geht das ratz fatz und die Pause ist fast nicht mehr wahrnehmbar. Und du kannst versuchen den letzten Schlag des Akkords (in deinem Beispiel A) als Leerschlag (also ohne den Akkord noch zu greifen) zu spielen und in der Zeit den nächsten Akkord fertig machen. Wichtig ist es allerdings, dass du die Finger dann gleichzeitig aufsetzt.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 11.11.2012, 12:00

Hm, wenn das Problem nicht an der Greifhand liegt,
d.h. der Druck der einzelnen Finger stimmt, es werden auch keine Nachbarsaiten gedämpft, und der Druck lässt während dem Schlagen auch nicht nach,
und die Gitarre ist auch richtig gestimmt (was man auch immer mal prüfen sollte),
und du triffst auch Gesanglich den richtigen Ton, und bist nicht zufällig eine Terz drüber oder drunter,
dann sollte man mal schauen, was die Schlaghand macht.
Meine erste Vermutung: die Schlaghand schlägt viel zu fest.
Möglicherweise hältst du das Plectrum viel zu fest in der Hand, so dass es viel zu stark über die Saiten kratzt.
Eine Abhilfe könnte da ein weicheres Plectrum schaffen, und dass du das Plectrum einfach lockerer in der Hand hältst. Gerade so fest, dass es dir nicht aus der Hand fällt.
Das Plectrum sollte parallel zu seiner Fläche auf die Saiten treffen. Wenn es das nicht tut, kommt es nur mit einer Kante auf. Der Ton wird dann nicht mehr so schön.

Das Plektrum sollte auch nicht absolut senkrecht über die Saiten streichen, sondern sich immer ein klein wenig in die Richtung wie du schlägst neigen.
Schriftlich ist das etwas schwer zu erklären, aber stelle dir vor, du würdest Butter auf eine Scheibe Brot schmieren. Hältst du das Messer zu senkrecht, kratzt du eher die Butter ab, als dass du sie gleichmäßig verteilst. Also über die Saiten streicht man am ehesten wie mit einem Butterbrotmesser. Na ja, vielleicht nicht ganz so flach über die Saiten, aber das Prinzip sollte klar werden.

Dann kommt es ein wenig darauf an, wie schnell bzw. wie abgehackt du über die Saiten streichst. Du kannst den Arm zackig auf und ab bewegen. Die Armbewegung ist dann eher Zickzack-mäßig.

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Es klingt fast so, als würden alle Saiten gleichzeitig erklingen. Zackig und abgehackt.

Wenn man jedoch die Schläge bogenförmig ausführt, braucht das Plectrum einen Tick länger um über die Saiten zu streichen. Es klingt ein klein wenig mehr nach Harfe. Du hast zwar noch kein Arpeggio (wenn du die Bewegung ganz langsam machen würdest), aber es geht schon ein ganz klein wenig in die Richtung.

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Dann würde mich noch interessieren, ob du bei einem Schlagmuster immer alle Saiten anschlägst, oder ob du zwischen Bass- und Medodie-Saiten unterscheidest.
(Ich gehe mal davon aus, dass du die Saiten kennst, die man gar nicht anschlagen darf. Das ist beim D, beim kleinen F und beim H7 die oberste leere E-Saite, die nicht zum Akkord passt.)

Dein Spielen wird sich gleich ganz anders anhören, wenn du auf bei der "1" nur die oberen Bass-Saiten anschlägst, und bei den übrigen Schlägen nur die unteren Melodiesaiten.

Und dann kommt es natürlich auch darauf an, dass der Rhythmus sauber gespielt wird. Leichte Unsauberkeiten können den ganzen Takt schmeißen.

Wie du siehst, fallen mir viele Möglichkeiten ein, wieso sich ein Schlagmuster viel zu steif und abgehackt anhört. Die Fehler sind mir nur allzugut bekannt, denn diese Fehler machen fast alle Anfänger. Wenn man denen Gegenüber sitzt, hört man eher, wo der Hauptfehler liegt, und kann dann korrigierend eingreifen. Von daher wäre es nicht schlecht, du würdest dir mal für eine Kurze Zeit bei einen Lehrer (oder erfahrenen Gitarristen) ein paar Tipps einholen.

Aber bei den meisten legt sich das auch von alleine. Auch ohne Lehrer.

Gruß Mjchael

Didii
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Erstellt: von Didii » 13.11.2012, 00:13

Diese Probleme hatte ich anfangs auch, schlimmer noch, ich habs selber nicht mal gehört :)
Spielte ich zb. 4 Viertel habe ich meist das letzte am Ende verschluckt und nicht lange genug klingen lassen. Ausserdem habe ich nie genug differenziert, also probier mal abwechselnd nur die 3 oder 4 tiefen und die 3 hohen Saiten zu treffen dann klingen diese weiter während du die anderen anschlägst.
Da hilft eigentlich nur "runter mit dem Tempo", lieber langsam spielen bis es klappt und dann erst schneller werden.
Das ganze natürlich mit einem Metronom! gaanz wichtig. Dieses ätzende Gerät habe ich auch nur sehr ungern benutzt was ein großer Fehler war.

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dissection
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Erstellt: von dissection » 15.11.2012, 19:48

Also ich kann auch nur empfehlen neben den normalen Übungen mal einfach spielen zu üben. Das heißt du spielst den Akkord drauf los und versuchst einfach aus dem Gefühl heraus einen Rhythmus zu finden der dir vom Klang gefällt, nicht dich an irgendwelchem Zählen (ja ich hasse es, wie alle wissen ;P) oder sonstigem zu orientieren - wenn man da eine bestimmte Vorgabe hat ist man nämlich zu Beginn schlicht nicht koordiniert genug dass es sich so anhört wie es sich anhören soll, dann haperts erfahrungsgemäß an der Motorik und die muss man dann gezielt trainieren. Allerdings ist ein Metronom wirklich eine sinnvolle Sache, wenn du da den Rhythmus triffst hört es sich zwangsläufig gut an. (Naja, 4/4 mit einem Akkord wird halt langweilig ^^)

Ansonsten würd ich dir empfehlen auch mal gezielt nur den Auf und den Abschlag in Angriff zu nehmen. Zur Not mit der anderen Hand abdämpfen und nur die Handbewegung üben. Der Wohlklang kommt eigentlich erst bei der Gitarre wenn man das wirklich beherrscht und zu nutzen weiß (Die Schlagrichtung ist halt wichtig), dazu brauchst du aber Klimpererfahrung um zu wissen wie das Instrument reagiert. Am Anfang ist man erst mal so unkoordiniert dass man überhaupt kein Gefühl dafür hat wie man das Plektrum (falls du eines verwendest) denn überhaupt führen muss. Das Ding in dem kleinen Bereich im passenden Abstand zu den Saiten auf und ab zu bewegen sieht erstmal ganz simpel aus, ist es aber nicht. Das muss man lernen.

Ansonsten gibts natürlich auch die Option, dass du die Akkorde schlicht falsch greifst, Saiten mit den Wurstfingern (;P) abdämpfst oder beim Spielen unbewusst den Griff löst. Wenn der Ton aufhört zu schwingen dann liegt es daran, weil deine Finger an Druck nachlassen oder wenn sie über das Bundstäbchen hinaus rutschen. Auf diese Details bewusst achten.

P.S.: Allgemein gilt wohl einfach: Frustresistent sein. Das ist normal dass sich das erst mal kacke anhört. Ich fand Guitar Hero schon schwer und echte Gitarre ist halt ein Kunststück im Vergleich dazu. Da braucht man zu Beginn etwas Durchhaltevermögen, bis der erste Moment kommt wo man was produziert wo man sich sagt "Yay, klingt doch schon gut!" dauerts eben ein bisschen.

mili111
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Erstellt: von mili111 » 14.12.2012, 17:36

Hallo,
Ich habe hier jetzt nicht alles gelesen und hoffe,die Frage war hier noch nicht.
Bei mir klingt es auch abgehackt,jedoch weiß ich woran es liegt...ich bekomme es nicht hin von unten nach oben anzuschlagen.
Gibts da irgendwelche Tipps,wie man es von oben nach unten sowie von unten nach oben hinbekommt?

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Kevenborstel
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Erstellt: von Kevenborstel » 14.12.2012, 20:00

Das Problem ist, da gibt es keine eindeutige Sache/Tipp/Trick .... , da ja gerade die unterschiedlichen Techniken den gewünschten/verschiedenen Sound/Stil/Klang ausmachen.
Als Beispiel, du kannst 1 oder 2 Finger nehmen, mit dem Daumennagel nach oben schlagen undsoweiter ....
Ich würde dir empfehlen, dir die verschiedenen Techniken (hängt eben auch vom Musikstil ab) auf youtube (unter Suche eben Anschlagtechniken Gitarrensaiten nach oben schlagen oder so etwas) eingeben. Dann kann man eben versuchen dem gewünschten Stil entsprechend durch probieren den Sound zu verbessern bzw. bis es gut klingt.
Wichtig auch hier, locker bleiben, nicht verkrampfen und (hoffentlich ist das nicht falsch - sonst Haue von den Profis) eben auch mal seinem eigenen Gitarrenspielempfinden nachgeben und seinen eigenen Stil entwickeln.
"Level Ahead (L.A.) is comming soon"

mili111
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Erstellt: von mili111 » 15.12.2012, 23:09

Das problem ist ich hänge egal wie ich es versuche^^
Wie ist es denn von unten nach oben für den Anfang am einfachsten?

sunset
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Erstellt: von sunset » 15.12.2012, 23:37

@mili111:

Vorausgesetzt, du spielst mit den Fingern und nicht mit dem Plektrum:

Versuche mal als Übung einen kleinen Ball - Tennisball, Jonglierball, Mandarine oder ähnliches in die Schlaghand zu nehmen und dann zu spielen.

Der Ball sollte so groß sein, dass sich Daumen und Finger gerade nicht berühren, denn oft liegt es daran, dass man mit dem Daumen die übrigen Finger "fixiert" und dadurch zu hart und eckig wird in der Bewegung.

Außerdem lernst du damit die richtige - weil kleine - Drehung des Unterarms (und nicht des Handgelenks) auszuführen, die für einen fließenden, runden Anschlag günstig ist.

lg
sunset

mili111
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Erstellt: von mili111 » 18.12.2012, 17:31

Hey das klappt echt schonmal besser.
Witziger aber sehr wirkungsvoller Trick.^^
Dankeschön.

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von Fussel
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Erstellt: von von Fussel » 29.12.2012, 09:47

Hi mili111,

als ich Angefangen habe mit dem Plek zu spielen hat es sich zu Beginn auch immer abgehackt und unsauber angehört. Mit den Fingern klang es gut, mit dem Plek klang es schlecht.

Das lag daran, dass mir für das Plek noch einfach das Gefühl fehlte. Ich hielt es teilweise zu steif und "schrabbte" eher über die Saiten. Auch hat ich öfters das Problem, dass ich bei Upstrokes die Saiten gar nicht traff, sprich es kam überhaupt keine Ton :) . Wie sich hier die Akkorde anhörten kannst Du Dir sicher vorstellen. Was mich hier voran gebracht hat, so abgedroschen wie es klingt, ist "Weitermachen" und üben. Bloß nicht, wie es weiter oben bereits schon mal geschrieben wurde, aufhören, weil sich kurzfristig nicht der gewünschte Erfolg einstellt. Der kommt,
versprochen, mit der Zeit und mit dem Spaß am Instrument.

Beste Grüße

von Fussel
Das Leben wär viel einfacher, wenns nicht so schwer wär...

chiara
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Erstellt: von chiara » 29.12.2012, 16:25

Wichtig ist, das du linke Hand und rechte Hand
erst einmal gut beobachtest. Es gibt mehrere Dinge die zu beachten sind,
um Akkorde sauber erklingen zu lassen, und das Akkordspiel angenehm zu gestalten.

Dazu gehört z.B. an der linken Hand die richige Fingerhaltung und Position,
das hängt jedoch auch von der Handgröße und Fingerlänge ab.
Jeder Gitarrist muss da für sich eine bequeme Haltung herausfinden.

Handgelenke bei beiden Händen beachten. Es muss sich entspannt, locker anfühlen.

Die Finger der linken Hand beim Greifen beobachten,
liegen sie vielleicht zu flach? oder zu schräg? Finger zu nah am Bundstäbchen? usw.
Wo liegt der Daumen auf? Ein Thema das oft unterschätzt wird.
Hilfreich kann es auch sein einen Gitarrenspieler, oder Lehrer auf deine Handhaltung schauen zu lassen,
von vorn, oben und hinten. Der kann dann eventuell Fehler aufdecken und korrigieren.

Beim Akkordspiel sollte man Geduld haben wenn man es erlernt.
Und erstmal einen Akkord mehrmals üben, bis der sauber und sicher klingt.
Auch die Anschlag, Schrammelintensität ausprobieren. Eine Gleichmäßigkeit
entwickeln.
Dann den nächsten Akkord usw. Erst wenn alle sicher greifbar sind und das Schrammeln klappt,
übt man verlangsamt den Akkordwechsel.
Immer wieder, bis es sich gut anfühlt und anhört. Anfangs kann es schwierig sein
die Finger der Greifhand gleichzeitig aufzusetzen.
Übe auch das richtige Maß zu finden, Akkorde ausklingen zu lassen,
und ab wann du umgreifst.
Dann langsam das Tempo steigern. Irgendwann stellt sich meist automatisch
eine motorische Sicherheit ein. Teste auch verschiedene Intensitäten des
Saitendrückens, von schwach bis fest, somit erkennst du die richtige Druckstärke,
die nötig ist einen Ton sicher zu drücken und klar erklingen zu lassen.

Es ist halt eine Sache von Üben Üben Üben, Wiederholen, ausprobieren, Geduld.
Es kann Millimeterarbeit sein, aber die Arbeit lohnt sich.
Ähnlich wie wenn man eine Tanzchorografie übt oder ein Gedicht auswendig lernt.
Stück für Stück erarbeitet man sich etwas, bis es Routine wird.

Und es ist sehr wichtig, bereits zu Beginn des Gitarrenspiels sich saubere Technik und
Haltung anzueignen. Denn wenn man gewisse Fehler verschleppt und nicht beseitigt,
wird man später Probleme haben sauber zu spielen.

Viel Erfolg, Gruß chiara

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