(Linuxproblem) Wikibooks und Midi -d. ist leider letztes Jhd

Software, Apps und Tools für Gitarre.
von matz
#301918
hallo liebe Gitarrenfreunde

als Anfänger bin ich begeistert von den guten Tutorials die es im Netz gibt.

So z.B. auch von den Wikiseiten die einen sog. Lagerfeuerschlag zeigen.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Lagerfeuerschlag

Dieser ist gut erläutert - doch als sounddatei ist eine Midi-Quelle angegeben.

Das ist m.E. aber dann doch eine sehr spezielle Technik - im Grunde noch sehr sehr im letzten Jahrtausend aktuell gewese!?

kann man denn da nicht ein aktuelleres Format veröffentlichen.

freu mich auf tipps

lg matz
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von mjchael
#301921
Tja, wenn du eine gute Videoaufnahme, oder eine hochwertige CD-Aufnahme bzw. MP3 hören willst, dann solltest du dir ein gutes Lehrbuch kaufen.

Die Wikibooks sind kostenlos und ziemlich umfangreich. Dafür kann man ruhig gewisse Einschränkungen in Kauf nehmen.

Eine Midi-Datei kann man recht leicht mit einem Tabulatur-Programm erstellen. Ich muss dazu noch nicht mal rasiert sein, und es geht auch noch später Abends nach dem Feuerabend, bei schlechter Beleuchtung. Mein PC kann dabei ruhig im Hintergrund brummen, und bei der Midi-Datei wird trotzdem die Aufnahme nicht versaut.

Ein gutes Aufnahmegerät, dass eine passable Aufnahmequalität liefert, kostet da schon einiges an Vorbereitung und auch verursacht auch Kosten.

Powertab, TuxGuitar, TaBazar II u.a. sind kostenlos, und liefern neben der PDF, einer downloadbaren Tab-Datei das Midi gleich mit.

Die Midi-Datei kann man mit dem richtigen Midiplayer wiederum sehr einfach in andere Tonarten übertragen, das Tempo verändern, als Loop abspielen. Ich empfehle dir den Midiplayer von VanBasco.

http://www.vanbasco.com/

Weiterhin ist der Download ist bei sehr langsamer Verbindung extrem schnell, und es verbraucht kaum Platz auf einem USB-Stick, den man einem Schüler mitgeben kann. Selbst als downlowd für mobiles Internet (webfähige Handys) verursacht es kaum Trafik.

Zudem lässt sich eine Midi-Datei (bzw. die zugrundeliegende Tab-Datei) einfach weiterbearbeiten und wiederverwenden. Bei den zig Midis die ich erstellt habe, macht sich das schon deutlich bemerkbar. Zudem schont es die Recourcen der Wiki-Datenbank.

Wenn sich die Midi schlecht anhört, dann liegt das an deiner Soundkarte bzw. an der verwendeten Sounddatenbank. Aber das Midi ist auch nur als eine Unterstützung des Unterrichts gedacht. Es soll keine hochwertige Aufnahme sein.

Wenn du eine bessere Qualität erwartest, dann musst du erst mal einen finden, der freiwillig diese Qualität kostenlos liefert. Viele Leute haben sich schon mal angeboten, Sounddateien (im Ogg-Format) einzuspielen, doch die anfängliche Begeisterung ließ meist schnell nach, und es ist bei ein oder zwei Beispieldateien geblieben. (Die wurden aber alle eingebunden). Eine Einspielung macht halt doch mehr Arbeit, als eine Midi zu erstellen.

Schaue dir doch mal die kostenlosen Angebote im Web an. Da gibt es auch einige recht gute Videos. Link dazu findest du in meiner Signatur.

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 24.10.2012, insgesamt 1-mal geändert.
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von phunky
#301931
Jeder Sequenzer kann Midi abspielen. Falls Du einen Mac hast, sogar GarageBand kann Midi abspielen (und Apple ist dafür bekannt sich von alten nutzlosen Technologien zeitig zu verabschieden - ganz aktuell zum Beispiel vom optischen Laufwerk...) Außerdem gibt jede Menge Freeware-Midi-Player.

Und vor allem, Midi ist programmierbar. Man muss nicht jeden Track einspielen, wie es bei einer Audioaufnahme der Fall ist. Und das ist, neben der Möglichkeit externe Geräte anzusteuern, wohl der Hauptgrund, warum Midi eben immer noch aktuell ist.

Aber wenn Du vor hast, zu dem Projekt hochwertigere Audioaufnahmen beizusteuern, wird Dich niemand mit Gewalt davon abbringen. Nur mach Dir da nichts vor, das bedeutet jede Menge Arbeit. Zig Stunden Recording und Editing. Bei so vielen Soundbeispielen. Nur irgendjemand muss es halt machen, darauf hinweisen, dass es auch besser ginge nützt da nicht viel. Das weiß eh schon jeder.

Und nur mal so zur Fortbildung: MP3 wurde zur gleichen Zeit entwickelt, im selben Jahrtausend wie Midi, im selben Jahrhundert, sogar im selben Jahrzehnt. Also irgendwann in der Steinzeit.
von matz
#303037
hallo Freunde

vielen Dank für die Beiträge - ich hab halt ein einziges Problem. Ich verwende kein Windows mehr.
Hab hier ein Opensuse 12.2 am Laufen.

Am allereinfachsten wär m. E. halt ein video auf Youtube oder so.

Werd jetzt eure Beiträge nochmals ganz genau lesen.
GGF gibts da ja doch einen Weg.

Denke mal dass die WikiBook-Dokumentation ansonsten überragend und total klasse ist.
Das muss man an der Stelle einfach mal sagen. Kompliment.

Aber - leider ist die Sounddatei - von mir nicht zu hoeren. Es ist sehr sehr schade.

Wie gesagt - will versuchen, doch noch weiterzukommen - ggf. geht ja doch noch eine Konversionsweg / methode die dann mir den Schlag auch hoerbar macht.


Für Heute - viele Gruess
matz

ps - ich schau hier nun schneller wieder rein. Das war beim letzten Mal etwas lange geworden.. glg. m.
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von mjchael
#303043
Schau mal nach dem Programm TiMidity
Das soll Midis abspielen lassen können.
Ebenfalls sollen die Programme: smplayer, kaffeine, amarok, mplayer, vlc funktionieren, wobei ich vermutlich auf den VLC zurückgreifen würde, weil ich diesen auch für Windows kenne, und dieser ein recht guter Allround-Player ist.
Ich glaube man muss noch einen Soundfont einrichten.
Evtl. die Sound Bibliothek Freepats
Siehe auch
http://de.opensuse.org/ALSA
http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_L ... chitecture

Ich selbst habe kein Suse - aber wie du siehst, ist es kein Problem der Wikibooks, sondern eines unzureichend konfiguriertem Linux-System.

Viele Spiele haben einen Midi-Sound. Und sei es auch nur als Hintergrund-Musik. Auch ziemlich moderne Spiele. Einfach weil Midi wesentlich Speicher- und Prozessor-schonender arbeitet als MP3 oder jedes andere Wav-Format.

Auf alle Fälle solltest du dich schlau machen, wie man die Midi-Funktionalität unter Suse nachrüstest.

Wenn es dir gelungen ist, schreib es mal hier rein, damit es auch andere dir dann nachtun können.

Gruß Mjchael
von avun
#303099
Sonst funktioniert dein Sound aber schon oder? Nicht das dir einfach der Soundkartentreiber fehlt.

Eigentlich hat Open Suse da nicht so die großen Schwierigkeiten! Ich mein auch das bei der Standardinstallation genug "Musik" Software dabei ist die auch mit MIDI umgehen kann.

Der Tipp mit TuxGuitar ist gut! Installier dir das. Es kann sein das er dir bei dieser Installation sagt das dir irgendwas fehlt (im Bezug auf MIDI) und es dann nach installiert.
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von Agonizer
#303356
Gib mal auf der Konsole
Code: Alles auswählen
lsmod | grep midi
ein. Fehlt der Midi-sequencer, dann mal
Code: Alles auswählen
modprobe snd-seq-midi
eingeben. Das sollte keine FM geben, sondern die notwendigen Module nachladen:
Code: Alles auswählen
# lsmod | grep midi
snd_seq_midi            4752  0 
snd_rawmidi            17766  1 snd_seq_midi
snd_seq_midi_event      5260  1 snd_seq_midi
snd_seq                47330  2 snd_seq_midi_event,snd_seq_midi
snd_seq_device          4897  3 snd_seq,snd_rawmidi,snd_seq_midi
snd                    56192  13 snd_hda_codec_realtek,snd_hwdep,snd_timer,snd_pcm,
snd_seq,snd_rawmidi,snd_hda_codec,snd_hda_intel,snd_seq_device
Dann unter Wikibooks auf eine Midi-Datei gehen und öffnen (z.B. mit "TiMidity++ Midi sequencer").

(Habe gentoo, kein Opensuse). Sorry fürs OT, ist ja kein Linuxboard hier)
Benutzeravatar
von musicdevil
#303641
Hä? Midiformat soll veraltet sein?
MIDI [ˈmiːdiˑ] (englisch musical instrument digital interface [ˈmjuːzɪkl̩ ˈɪnstɹəmənt ˈdɪdʒɪtl̩ ˈɪntɚfeɪs] ‚Digitale Schnittstelle für Musikinstrumente‘) ist ein Industriestandard für den Austausch musikalischer Steuerinformationen zwischen elektronischen Instrumenten,[1] wie z. B. Keyboards oder Synthesizern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Musical_In ... _Interface

Kommt drauf an mit was man eine Mididatei abspielt, bzw. welche Geräte man damit ansteuert.
Leitet man es zb. an sein Keyboard "Tyros 4" weiter, klingt es gaaaaaanz anders als wenn man sich eine Mididatei mit dem pissigen Soundchip der Noname Onboardsoundkarte anhört.
Mal davon abgesehen, funktioniert kein einziger Sequenzer usw. heute ohne Midi. Eine Mididatei enthält nur Steuerinformationen, aber der eigentliche Sound kommt von deiner Hard-und Software.
Benutzeravatar
von chrisguitar
#303695
musicdevil hat geschrieben:Hä? Midiformat soll veraltet sein?
MIDI [ˈmiːdiˑ] (englisch musical instrument digital interface [ˈmjuːzɪkl̩ ˈɪnstɹəmənt ˈdɪdʒɪtl̩ ˈɪntɚfeɪs] ‚Digitale Schnittstelle für Musikinstrumente‘) ist ein Industriestandard für den Austausch musikalischer Steuerinformationen zwischen elektronischen Instrumenten,[1] wie z. B. Keyboards oder Synthesizern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Musical_In ... _Interface

Kommt drauf an mit was man eine Mididatei abspielt, bzw. welche Geräte man damit ansteuert.
Leitet man es zb. an sein Keyboard "Tyros 4" weiter, klingt es gaaaaaanz anders als wenn man sich eine Mididatei mit dem pissigen Soundchip der Noname Onboardsoundkarte anhört.
Mal davon abgesehen, funktioniert kein einziger Sequenzer usw. heute ohne Midi. Eine Mididatei enthält nur Steuerinformationen, aber der eigentliche Sound kommt von deiner Hard-und Software.
Exakt!

Um es für Musiker anschaulich zu machen:
MIDI ist lediglich ein Notenblatt.
Auf welchem Instrument es letztendlich abgespielt wird (PC/Keyboard/sonstiges digitales Werkzeug) macht den Unterschied ob es sich gut oder schlecht anhört.
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von mjchael
#303697
Ich würde das Thema: "Midi - Technik von Vorgestern" nicht weiter ausdehnen.
Matz scheint einfach nicht die ausreichende Ahnung von den einzelnen Techniken zu haben.
Er hat vielleicht irgendwo mal gehört, dass Midi-Klingeltöne veraltet sind, und dieses auf Computer übertragen.
Es wurde jetzt aufgeklärt, dass dem nicht so ist.

Viel mehr würde mich eine konkrete Lösung für das Suse (Linux)-Problem interessieren.

Gruß Mjchael
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