Tonabnehmer oder Micro ?

5 Beiträge   •   Seite 1 von 1
AndyEverything
neu hier
Beiträge: 4
Registriert: 29.06.2012

Tonabnehmer oder Micro ?

Erstellt: von AndyEverything » 18.07.2012, 13:07

Hallo liebe Community,

ich möcht für mich Zuhause ein kleines Tonstudio zusammenstellen.
Jetzt hab ich mich gefragt wie ich am besten meine Westerngitarre aufnehme. Ich plane mir bald eine zuzulegen und weiß nicht ob ich mir eine mit integriertem Tonabnehmer kaufen soll oder einfach ein Micro, womit ich dann die Giatarre und Gesang aufnehmen kann.
Gibs da große Klangunterschiede zwischen diesen beiden Aufnahmemethoden?
Und welches Art von Micro fängt den Klang am besten ein ?
Ich habe da schon eins im Auge: Samson G-Track

https://www.thomann.de/de/samson_gtrack. ... 3wodn1f2Ww

Hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen :)

Gruß Andy

Benutzeravatar
musicdevil
lebende Forenlegende
Beiträge: 3472
Registriert: 26.01.2010
Wohnort: zu Hause...

Erstellt: von musicdevil » 18.07.2012, 14:01

Kennst du diesen Link?
https://www.thomann.de/de/onlineexpert_63.html

In der Regel ist ein Tonabnehmer für den Liveauftritt da, um seine Gitarre an einen Verstärker bzw. eine PA anzuschliessen.
Es gibt allerdings schon Tonabnehmer, welche so gut geeignet sind, dass man fast auf eine Mikrofonabnahme verzichten kann.
Im Studio wird auch gern mal der Tonabnehmer mit dem Mikrofonsignal gemischt.
Grundsätzlich rate ich dir zu einem Kleinmembran-Kondensatormikrofon.
Eventuell auch zwei, wegen Stereoabnahme, falls gewünscht.

Gut finde ich zb. meinen "Nanoflex Tonabnehmer".
http://www.shadow-electronics.com/viewp ... id=&id=248

Nanoflex Tonabnehmer nehmen nicht wie herkömmliche Unterstegtonabnehmer nur die Schwingungen der Saiten auf. Nanoflex erfasst die Saitenschwingungen und die Schwingungen des Instrumentenkörpers. Dadurch erzeugen Nanoflex Pickups ein Klangbild, das dem einer Mikrofon-Stegtonabnehmer-Kombination gleicht. Keine andere Tonabnehmertechnologie erreicht ein derart hohes Level der verstärkten Wiedergabe des Original-Klangs akustischer Instrumente.

Benutzeravatar
Roddy
Powerposter
Beiträge: 1137
Registriert: 23.04.2011
Wohnort: Hamburg

Erstellt: von Roddy » 18.07.2012, 19:46

Hatte hier auch vor kurzem mich im Forum über dieses Thema informiert und bekam zusätzlich noch den Hinweis, das über die Tonabnehmer, ja nur der Klang der Saiten weitergegeben wird.

Geschichten wie diese sind dann nicht zu hören.

http://www.youtube.com/watch?v=Ddn4MGaS3N4

Dafür braucht man dann halt ein Mikrofon, welches die Percussions und Klopfgeräusche mit aufnimmt.
Der Song von Milow, Ayo Technologie lebt ja da auch ein wenig von. Wenn de mal genau hinhörst...
Keine Ahnung wie das nur mit Tonabnehmern klingt.

Benutzeravatar
Simse
Pro
Beiträge: 2631
Registriert: 03.03.2010

Erstellt: von Simse » 18.07.2012, 21:39

Jep, Percussions-Geräusche kommen da nicht so gut rüber.
Eine Gitarre mit Nanoflex wäre aber schonmal ne gute Empfehlung.

Würde dir aber auch eher zum Kleinmembran-Mikro raten.
Dafür brauchst du allerdings noch ein USB-Audiointerface, dass einen Mikrofonanschluss (XLR) mit zuschaltbarer Phantomspannung (48V) hat. Sonst funktioniert das Mikro nicht.
Kostenpunkt ca. 150,- (100 Interface / 50 Kleinmembran-Mikro).

Als Interface zb. von M-Audio. Ist nur ein Beispiel, keine Kaufempfehlung.
Dieses hat z.B. nur EINEN Mikrofonanschluss. Eine Stereoabnahme der Gitarre mit 2 Mikrofonen (womit man ein noch besseres Klangbild bekommt) ist damit nicht möglich.
Interfaces mit 2 Mikrofonanschlüssen, da kauf etwas so ab 150,- aufwärts.
M-Audio, Focusrite, Tascam, Alesis, Lexicon, Steinberg, Roland nur um mal ein paar gute Hersteller zu nennen.

Bei den Mikros nicht unbedingt das günstigste kaufen. Es gibt zwar ein paar richtig brauchbare bei den günstigen wie z.B. das T-Bone SC 140 (49€), im Stereopaar dann 99,-, aber auch hier ist ab 150,- aufwärts schon besseres zu bekommen (AKG, Lewitt LCT 140 , Rode, Sennheiser).
weniger Rauschen und Stärgereäusche, mehr Detailreichtum im Klang, all das wird eben besser umso teurer man kauft.

Du kannst eine Gitarre aber auch mit einem Großmembranmikro aufnehmen. Die werden zwar überwiegend für Gesang eingesetzt, aber ebenso auch für Instrumente und auch Gitarren-Amps.
Könntest somit 2 Fliegen mit einer Klapppe schlagen. Durch die Größe sind die allerdings auch etwas schwerer, ca. 400gr aufwärts), d.h. der Galgen vom Mikrofonständer sollte dann das Gewicht auch tragen können wenn er ganz ausgefahren ist.
Also beim Mikrofonständer mit drauf achten dass der Galgen richtig fest einzuspannen ist.

Mein Tipp bei den Großmembran-Mikros wäre (weil ich die selbst benutze bzw. benutzt habe):
AKG Perception 220 -- 149 €
Lewitt LCT 240 -- 219 €

Kleinmembraner:
Rode NT5 S - 169 €
t-Bone SC140 - 49 €

Bei den Interfaces:
Tascam US-144 MK II - 169 €
Focusrite Saffire 6 USB - 189 € - (die neue Scarlett-Serie ist auch interessant)

Hast du schon Abhörmonitore?

Jo, etwas viel auf einmal, aber lass erst mal sacken und schau dir das ganze Zeug an, lies dazu auch ein paar Ratgeber oder Tutorials, dann kriegst du schon raus was das beste für dich ist.
Für ein Grundlagenverständnis geb ich dir auch schonmal ein Tutorial mit vielen Tips zur Hand (Falls nicht eh schon gelesen)

Benutzeravatar
capo53
findet den Ausgang nicht
Beiträge: 481
Registriert: 29.01.2012
Wohnort: Berlin

Erstellt: von capo53 » 18.07.2012, 22:00

Ein seit langer Zeit immer wieder, auch unter Profis, gern diskutiertes Thema.

Tommy Emmanuel hat sich am Ende dazu durchgerungen, das Schallloch seiner Gitarre zu zu machen (da gibt es heute extra solche Gummideckel zu kaufen) und drinnen ein wirklich gutes Mikrofon einbauen zu lassen (wegen der schon erwähnten Percussions - die bei ihm ja nicht so ganz unwichtig sind :D )

Dann hat er noch draußen ein Stegmikro (also unter dem Steg), das die Saiten praktisch direkt abnimmt und die Schwingungen der Decke der Gitarre.

Das alles gibt er dann über einen netten kleinen Verstärker (deutsches Teil: Aer siehe hier: https://www.thomann.de/de/aer_acousticcube_3.htm) für Akusikgitarren wieder, der natürlich bei großen Konzerten noch an der PA angeschlossen ist.

capo53
Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher - Voltaire -

5 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste