Wie heißt dieser Akkord? ( x30032 )

Lernen, greifen, wechseln & bestimmen
von hally
#291789
Hi Leute,

ich heiße Jan und bin neu hier.

Meine erste Frage: Wie heißt dieser Akkord? x30032 und vielleicht habt ihr noch die Erklärung warum er so heißt.

Der Ton Fis ist doch eigentlich nicht in der C-Dur bzw. C-moll Tonleiter?

Vielen Dank schon mal im Voraus
von Gast
#291792
Das muss irgend sowas wie C9 flat 5 sein. Ich glaube die
spur C stimmt. Warten wir mal auf die Profis.

viel Spass noch bei uns.
Gruss Hanjo
von Gast
#291806
Ich bin der Meinung dass das C falsch ist.
Sieht man dadran, dass das D 2mal vorkommt, der Akkord hat irgendwas mit D7 zutun.

nur will das G einfach nicht reinpassen
.
Der C9 flat 5 hat folgende Töne:
C E Ges Bb D, da fehlt immernoch das G das wir vermindert haben (verm. Quinte), außerdem hat das Bb da nix zu suchen :( .

Wir haben die Töne:

C D G D F# ODER Ges --> D F# oder Ges G C



D-Dur verschlingt D F# A
D7: D F# A C
D9: D F# A C E (der ist es nicht)



Da muss die Quarte G noch rein...
D7sus4 vielleicht?
Zuletzt geändert von Gast am 14.07.2012, insgesamt 1-mal geändert.
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von startom
#291808
Irgendwie gehts nicht ganz auf.
Eher Sinn machen würde der hier: x30232, das wäre dann ganz einfach ein D7, mit dem C als Basston, was ja nicht verboten ist.

Hier stören sich meiner Meinung nach die beiden Nachbartöne G und F#. Einer der beiden ist fehl am Platz.
von Gast
#291809
Nö, das wäre dann D/C Akkord :P :lol: :lol: :lol: :lol:

Ich glaube schon, das oben der Akkord stimmt (Tabulatur)
von Gast
#291815
Also wenn ich ihn spiele finde ich ihn schon bitter. Wenn ich ihn arpeggiere und die D-Saite weglassen, oder auch im Pickingmuster wird das G Fis ja sogar reizvoll. Vielleicht ist ja bei den beiden 0 der Wurm drin.
Gruss Hanjo
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von mjchael
#291823
x30032
Die Töne sind einzeln:
C D G D F#

Es gibt hier zwei Quinten bzw. Quarten:
C G oder G D
Also würde ich zuerst mal spekulieren, dass es ein C irgendwas oder ein G irgendwas sein könnte. Es könnte auch ein D irgendwas sein, bei der man die Quinte A unter den Tisch fallen gelassen hat.

F#-irgendwas untersuche ich erst gar nicht, weil ich weiß, dass ich für den Akkord viel mehr Kreuze brauchen würde.

Schichte ich mal die Terzen übereinander;
("Terzschichtung" Wichtiges Wort für den Aufbau der Akkorde)

nach folgendem Schema (ohne Vorzeichen zu beachten)
C E G H D F A C E G H D F A

C _ G _ D F# = C add 9 add 11# no3
Cadd9 ohne Terz wäre gar nicht mal so ungewöhnlich.
Da F# die übermäßige Quarte (4#) von C aus ist, kann es kein Sus-Akkord sein. Für einen sus4 bzw. suss11 würde man ein F benötigen. (11# ist die Oktave von 4#)

Cadd9add11#no3
So eine Konstruktion ist eher ungewöhnlich, dass ich lieber nach was anderem suchen würde.


C E G H D F A C E G H D F A
G _ D F# _ C = Gmaj7 add11 (no3)

Oben sagte ich schon, dass die 11 die Oktave der 4 ist.
Beim Akkord fehlt die Terz (3), dafür gibt es aber eine Quarte (4 bzw. 11)
Also würde sich hier Gmaj7sus4 anbieten.
Fehlt nur noch C im Bass
Gj7sus4/C
Sieht eigentlich ganz nett aus als Akkordbezeichnung

C E G H D F A C E G H D F A
D F# _ C _ G = D7add11
Das die Quinte mal rausfallen kann ist gar nicht so ungewöhnlich. Die 9 fällt schon seltener raus. Aber die Dur-Terz (F#) und die 11(G) beißen sich halt.

Cadd9add11#no3
D7add11/C
Gj7sus4/C
Von allen Varianten gefällt mir die Variante Gj7sus4/C am besten, weil man da die wenigsten Kompromisse eingeht.

Ich gehe aber ebenfalls davon aus, dass hier vermutlich ein Ton zu viel mit angegeben ist. Möglicherweise eine 0 zuviel, oder man hat da einfach einen Basslauf oder so was mit eingebaut, so dass einer der Töne hier nur ein Durchgangston ist, der weniger zum Akkord als zur Melodie gehört.

Gruß Mjchael
von hally
#291851
Hi Leute,

zu erst einmal vielen Dank für Eure Mühe.

Der Akkord müsste aber korrekt sein, ist aus stairway to heaven.

Ich hab in einem Songbook von Alan Holdsworth was gefunden.

Da heißt er: Csus2addb5

Also nochmals vielen Dank, aber mit der Theorie ist mir das noch ein bisschen zu hoch.
Vielleicht begreif ich das irgendwann mal. :?
Benutzeravatar
von hnz
#291855
Kleiner Tipp: Speziell bei komplizierten Akkorden ist der Kontext bzw. Die umgebenden Akkorde sehr wichtig. Denn dann kann man über seine Funktion seinen Namen bestimmen.

Hnz
Benutzeravatar
von mjchael
#291900
Csus2addb5 ?
Ziemlich ungewöhnlich
Csus2 lässt sich leicht erklären, und hätte ich auch drauf kommen können.
Aber b5 (verminderte Quinte) und 5 (reine Quinte) gleichzeitig habe ich so noch nicht gesehen. Im Notenbild müsste das G 2x vorkommen. Einmal mit "b" als Vorzeichen, und dann nochmal ohne Vorzeichen. Wie man das darstellt ist mir ein Rätsel.

Besser wäre Csus2add#4. Das könnte man leicht als Notenbild darstellen.

Wie dem auch sei, ich würde erst mal mit den einfachen Sachen in der Harmonielehre anfangen, und mich erst später darum kümmern, wie die exotischen Griffe zu ihrem Namen kommen. :D

Gruß Mjchael
von hally
#291911
Hallo Mjchael,

vielen Dank nochmal für deine Antworten.

Der Akkord scheint ziemlich tricky zu sein.

In dem stairway to heaven Lehrvideo von J. Sandercoe hab ich festgestellt, dass er die Bezeichnung für diesen Akkord auch nicht weiß.

Ich hab noch weitere Recherchen gemacht und hab insgesamt glaub ich 20 verschiedene Bezeichnungen gesehen.

Musiktheorie stelle ich glaub ich erstmal hinten an :? :? :?

Gruß

Jan
Benutzeravatar
von mjchael
#291916
Nein, mache das nicht!
Fange so bald wie möglich mit der Musiktheorie an. Es ist doch unlogisch, die Theorie so weit wie möglich nach hinten zu schieben; in der Hoffnung, dass es dann einfacher sein sollte.

Fange aber ganz einfach an, und schaue dir hier und da ein paar Lektionen an, gerade nur dass, was du für deine nächsten Projekte so brauchst, und baue dir deine Kenntnisse Stück um Stück auf. Die ganze Theorie kommt einem immer so geballt vor, und man wird mit all den Fachwörtern erschlagen, weil man noch nie überhaupt mal angefangen hat, die ganz einfachen Grundlagen zu lernen, die man für ein Lied mit 3 einfachen Schrumm Schrumm-Akkorden braucht. Wenn man erst bei Liedern mit 10 und mehr Akkorden mit anfängt, kommt natürlich alles beballt auf einmal. Und dann ist es echt viel. Hier und da besorgt man sich mal ein einfaches Buch über Harmonielehre (so um die 10 Euro), oder schau dir hier im Forum einige Tutorials an.

Schaffe dir ein paar Wissensanker, an denen du alles weitere Wissen aufhängst, wie Wäsche an der Wäscheleine.

Fang am besten mal mit dem Quintenzirkel an. Denn den hat man an einem Wochenende gelernt, und man kann viel damit anfangen.
http://de.wikibooks.org/wiki/Musiklehre ... ntenzirkel

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 18.09.2012, insgesamt 1-mal geändert.
von michum
#291922
hally hat geschrieben:...
Der Akkord scheint ziemlich tricky zu sein.

In dem stairway to heaven Lehrvideo von J. Sandercoe hab ich festgestellt, dass er die Bezeichnung für diesen Akkord auch nicht weiß.

Ich hab noch weitere Recherchen gemacht und hab insgesamt glaub ich 20 verschiedene Bezeichnungen gesehen.

Musiktheorie stelle ich glaub ich erstmal hinten an :? :? :?
hey Jan,

was hnz schrieb ist eigentlich der wichtige Punkt. Nicht nur bei ungewöhnlichen Akkorden, sondern immer. Ein Akkord kommt (so gut wie) nie allein vor, sondern steht immer im Zusammenhang.

Hör dir den Song an. Die Stelle ist der lange Break vor dem Gitarrensolo, das dann in den Schlussteil mündet.
Es wird erst eine Umspielung von D gemacht (in den Noten heißt das womöglich Dadd9 D Dsus4) und dann ein C ebenso lang gespielt, auf dem auch ein wenig rumgespielt wird. Hier hört man (!), dass der C Akkord rauf zum D geschoben und wieder zum C runtergelassen wird, dabei durchgängig mit C im Bass.

- Das erklärt die Stelle doch zur Genüge.

- Sinnvoll wäre, in den Bezeichnungen was zu wählen, was den musikalischen Sachverhalt am ehesten widerspiegelt. In diesem Fall würd ich D/C schreiben. Weil es so klingt, und darum gehts.

- Dass nicht das komplette D hochgeschoben wird sondern sozusagen nur ein "halbes" (die Töne D und F# sind da, der Ton A fehlt), und dass sich unten der Basston D nochmal mit reinmogelt, ändert nichts am Klang. Ich hör die Stelle nicht großartig anders, wenn ich statt
x30032
das eindeutigere
x3x232
spiele. Die Stelle im Zusammenhang! Nicht die einzelnen Akkorde, die klingen natürlich unterschiedlich. Aber einzelne Akkorde interessieren keinen. (Denn wie gesagt: es gibt keine Akkorde ohne Zusammenhang.)

- 20 und mehr verschiedene Bezeichnungen: tja sorry, aber das kommt davon wenn man Leute fragt, die keine Ahnung haben. Das hast du dir nicht aus professionellen Büchern angelesen oder fähige Musiklehrer gefragt, sondern das hast du im Internet so gefunden. Na da musst du dich einfach mal über gar nichts wundern.
Oh und in Songbooks steht auch zum Teil der größte Müll. Traurig, aber ist so.

- Dass es manchmal mehrere Bezeichnungen gibt, die alle aufs Gleiche hinauslaufen (!) liegt in der Natur der Sache und wundert niemand, der sich mit Harmonielehre auskennt. Solang du dich nicht auskennst ist es unübersichtlich. Es ist allerdings nicht Schuld der Harmonielehre, wenn du hinten anfängst und erst die schwierigen Sachen verstehen willst, bevor du überhaupt die Einfachen verstanden hast ;)
von DocJason
#303290
Ob dieser recht komplexe Akkord auf C, D oder G aufbaut, kann sinnvoll danach entschieden werden, wohin er sich auflöst.
Im Beispiel, das uwwinter aufführt, löst er sich zum C auf, er erhält so den Charakter eines Vorhalt-Akkords, also halte ich in diesem Fall die Bezeichnung Csus2addb5 für absolut zutreffend.
In anderen Zusammenhängen kann der Akkord aber auch nach G aufgelöst werden, dann hat er den Charakter einer Dominante, sollte also auf D aufgebaut D7add11/C heißen.
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