E-Saite, statt A-Saite... Ist das schlimm?

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Lutze
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E-Saite, statt A-Saite... Ist das schlimm?

Erstellt: von Lutze » 09.07.2012, 21:13

Hallo,

Heute war es dann wieder soweit. Mir ist während des Üben die A-Saite gerissen.
Da ich aber mein 2tes Päckchen mit Karbon-Saiten nicht "verschwenden" wollte, da diese immerhin etwas teurer sind, habe ich auf ein, schon geöffnetes, Nylon Kit zurückgegriffen... Leider keine A-Saite mehr drin. Ich hab nur noch E6, D4, G3 und H2. Da hab ich mich entschlossen die E-Saite aufzuziehen und soweit zu spannen, bis ich sie auf A Stimmen konnte. Diese ist jetzt ganz schön stramm und spielt sich leicht ungewohnt, da sie viel härter als die anderen ist. Da könnte ich aber drüber wegsehen.

Nur meine Frage...
Ist das eigentlich schlimm? Macht es der Gitarre etwas aus?

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hnz
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Erstellt: von hnz » 09.07.2012, 21:25

Ein solide gebautes Instrument SOLLTE das eigentlich verkraften, empfehlen oder gar machen würde ich persönlich es aber auch keinen Fall.
Die Saite hat wie du schon bemerkt hast, nämlich nicht nur unwesentlich mehr Spannung.

Was kann passieren:

Saite reißt schnell (wahrscheinlich)
Hals nimmt Schaden (bei Gitarren über Aldi-Niveau sehr sehr unwahrscheinlich)
Steg nimmt Schaden (unwahrscheinlich, wenn Steg gut verleimt)

Was aber meiner Meinung nach viel mehr stört, ist das beschriebene "falsche" Spielgefühl und auch der Klang, der sich ebenfalls durch höhere Spannung ändert.

hnz

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capo53
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Erstellt: von capo53 » 09.07.2012, 21:54

Das ist an der falschen Stelle gespart - ganz sicher.

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Lutze
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Erstellt: von Lutze » 09.07.2012, 22:28

Hmm, dann nehme ich sie mal lieber wieder runter. Ich hab eben gesehen, dass man die Goldin Saiten auch einzeln bestellen kann. Dann bestelle ich halt eine Einzelne nach. So hätte ich trotzdem noch ein komplettes Kit.

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hnz
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Erstellt: von hnz » 10.07.2012, 06:49

Du musst ja auch nicht unbedingt Goldinsaiten nehmen. Die klingen zwar wirklich super, aber für den Hausgebrauch tun es auch die gemischten Savarez Carbonsaiten (Basstension: hard, Diskanttension: medium). Da gibt es verschiedene Ausführungen von und der Kostenpunkt liegt bei ca. 12€.

Abgesehen davon scheinst du noch nicht besonders lange zu spielen, wie willst du da das Klangpotential dieser sehr teuren Saiten nutzen?

hnz

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 10.07.2012, 09:03

ansonsten einfach einen kompletten Satz bestellen. So teuer sind die ja nun auch nicht und es ist nur eine Frage der Zeit bist du mal ne hohe E-Saite als Ersatz benötigtst ;)

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 10.07.2012, 09:40

Versteh ich auch nicht so wirklich...
Als ich angefangen habe zu spielen, hat sich alles schrecklich angehört und das lag nicht an den Saiten :D
Schon damals haben sich die Beginner untereinander in anderen Foren unterhalten, was wohl die besten Saiten wären, wie das Holz den Klang beeinflusst und viele andere Sachen..."fachsimpeln" oder wie man das nennt...naja eher "Anfänger beraten Anfänger" :D
Meistens hab ich dann auch gedacht "lernt doch erstmal spielen".
Die haben sich da Tipps zu den angeblich besten Saiten gegeben, aber konntest denen keine 2 Minuten zuhören, weils in den Ohren weh tat :D

Was ich sagen will ist, dass es doch gerade am Anfang ziemlich egal ist welche Saiten man verwendet. Nicht unbedingt die billigsten, aber doch auch keine teuren...wozu?
Von solchen Mittelklasse-Saiten kann man ruhig paar Packungen zu Hause liegen haben.
Auf der Konzertgitarre reicht nen Satz für 2,50 Euro und auf der Westerngitarre darfs ruhig auch nen Satz für 5 Euro sein.
Davon kann man sich dann auch gleich mehrere Sätze leisten und hat somit immer Ersatz im Haus.
Später kann man dann immer noch "seine Marke" suchen.
Spätestens aller drei Monate wechselt man dann komplett die Saiten.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 10.07.2012, 10:18

hnz hat geschrieben:wie willst du da das Klangpotential dieser sehr teuren Saiten nutzen?
hnz


Stimme ich voll zu.
Leider eine weitverbreitete Meinung, dass teure Saiten besser wären.
Zuerst spielen lernen, dann feinheiten nutzen.
Dann spart man ne Menge.
Und lieber mal mehr wechseln.
Zudem zweifle ich den immens besseren Ton (angeblich) von so teuren Saiten an.
Es kommt auf viel mehr an, als nur diese Drähte.
Klar - ist ein Puzzleteil vom Ganzen.
Aber meist völlig überschätzt.

fredy

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Lutze
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Erstellt: von Lutze » 10.07.2012, 20:26

Hallo,

Ich musste eben ein wenig schmunzeln, denn ihr habt natürlich recht was die teure Qualität der Saiten und mein billiges Geklimper angeht... :D Es ist überflüssig, zugegeben!

Aaaaber: Bei dieser Gitarre handelt es sich aber um ein sehr teures Erbstück und ich wollte sie auch weiter mit hochwertigem Material versehen, darum hab ich mir 2 Päckchen Hannabach Goldin bestellt. Nur leider ist mir so früh schon eine gerissen und ich wollte nicht wirklich das 2te Päckchen schon öffnen, nur für eine Saite, da dieses eigentlich einmal komplett draufkommen soll.

Ich denke ich werde wieder etwas runterkommen und mir normale Saiten zulegen, wo ich über solche Zwischenfälle leichter hinwegsehen kann. Dann irgendwann, wenn es sich auch wirklich lohnt, kommen wieder solche edlen Spielereien zum Einsatz.

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Die Fertigkeiten machens :D

Erstellt: von Woodkid » 17.07.2012, 01:26

Wo ich die ganzen kommentare zu den Saiten sehe.
Mal ganz ehrlich. Es ist egal wie teuer die saiten sein mögen. Deine Fertigkeiten werden dadurch auch nicht besser. Ein Profigitarrist weiß dir auch mit billigen Saiten was anzufangen und holt aus denen alles raus. Wollte meinen Senf auch mal dazugeben. :D

Mfg
Woodkid )()(

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Erstellt: von Kato » 17.07.2012, 09:34

Ich muss auch meinen Senf dazugeben :-)
Warum reissen euch überhaupt die Saiten? Durch die Bendings? Oder weil es E-Gitarren sind? Ich hab meine Saiten auf der Western meist ein halbes Jahr oder Jahr drauf, das Wechseln ist immer so anstrengend und bei meiner Spielweise merke ich nicht viel Unterschied zwischen neuen und alten Saiten.
Recht gute Saiten gibt es schon ab 6 Euro und die habe ich auch.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 17.07.2012, 10:07

Hi
Senf und Mayo ist immer gut.
Reissen tun Saiten aus diversen Gründen.

Mal können die durch Benutzung einfach ne Materialermüdung haben. (Korrosion)
Handschweiss und andere Einflüsse können das Beschleunigen.
Dann gibt es Scharfe Kanten an den Auflagepunkten, die könnten Schuld sein.
Bending, ist ja eine Überbeanspruchung. Dehnung. Bei zuviel, reisst es dann halt.
Ein halbes Jahr ist nicht so schlimm.
Wenn du keinen Unterschied hörst - hmmm - vielleicht mal Ohren spitzen ?
Wechseln ist anstrengend ? Also ich brauch 5 Min dazu. + Reinigung.
Und ich schwitze nicht dabei.
Meine Saiten kosten unter 6Eu.
Und klingen komischerweise besser als vom Kollegen, der hat 25Euronen "investiert"

Wie Woodkid sagt, sind Saiten nicht das einzige, worauf es ankommt.

fredy

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Lutze
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Erstellt: von Lutze » 19.07.2012, 20:33

Also auf meiner Western ist noch nie eine Saite beim Spielen, respektiv Üben, gerissen. Die Stahl Saiten halten schon jede Menge aus.

Bei meiner klassischen, schon das 3te Mal in wenigen Monaten. Einmal beim Stimmen, einmal einfach so über Nacht, als sie ganz ruhig da stand und jetzt das letzte Mal während einer Pentatonik Übung. Ich denke Nylon ist im Allgemeinen etwas empfindlicher. Wenn ich ein paar Wochen drauf klimper, meine ich schon einige "Risse" in den Diskant Saiten sehen zu können, so als würden sie bersten.

Verpeiler
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Erstellt: von Verpeiler » 26.11.2012, 20:11

Also ich bin ja auch noch ziemlicher Anfänger, aber ich habe mich auch schon mit Saiten beschäftigt. Nicht intensiv, aber nachdem ich auf meiner Konzertgitarre zum ersten mal Saiten gewechselt hatte (Boston) und die auch noch zwei Wochen noch einfach grausam klangen habe ich mir Neue besorgt (D'Addarios) und die sind ne ganze Ecke besser. Es muss für mich kein Profimaterial sein, aber ich höre schon Unterschiede...

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