Andere Akkordfolgen außer I - IV - V

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Busiek
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Andere Akkordfolgen außer I - IV - V

Erstellt: von Busiek » 20.06.2012, 18:34

Heyho =)=)=
Da ich seit neustem in einer Band spiele und wir auch mal eigene Lieder machen wollen, haben wir uns hingesetzt und etwas mit Akkorden gearbeitet. Die typischen 3 bzw 4 Akkorde sind ja der Grundton (und der Parallelakkord) die Dominante und die Subdominante, also das typische 1 - 4 - 5 Schema. Das ist natürlich schön und gut, aber nach 3 Liedern mit theoretisch demselben Aufbau, wird es natürlich recht monoton und langweilig

Kennt ihr irgendwelche anderen Schemen die anders klingen und auch vielleicht auch welche Wirkung sie haben?
Würde uns bestimmt weiterbringen und bestimmt zum Durchbruch weiterhelfen ^^

Hoffe ihr könnt mir helfen :)
Brian
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Dad Pa
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Erstellt: von Dad Pa » 20.06.2012, 18:48

Hai Busiek,

ich habe nun ja nicht so viel Ahnung von Komposition, aber ich denke mal bei eigenen Sachen mit Akkorden anfangen, kommt mir vor, wie das Pferd von hinten aufzuzäumen.

Ich würde mit einer Melodie, vielleicht in Zusammenhang mit einem Text anfangen. Mit quasi einer Idee... Die Akkorde ergeben sich dann aus der Melodie. Eine Komposition muß/sollte man glaub ich nicht an einem Schema festmachen.

LG
Dad Pa
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phunky
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Erstellt: von phunky » 20.06.2012, 18:58

Als Du Deinen Beitrag verfasst hast, stand folgender Thread gerade ganz oben in der Übersicht: https://www.gitarre-spielen-lernen.de/forum/ftopic25201.html ;)

EDIT: Hatte ich eben vergessen :shock:
Da ist unter anderem auch dieser Link zu finden: http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Akkordprogressionen

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Busiek
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Erstellt: von Busiek » 20.06.2012, 19:32

Den Thread hab ich zwar gelesen aber da der Titel nur lautete S"uche Songs mit Em (C D) oder (Em C) D oder Am (F G)..." hatte ich natürlich sowas passendes erwartet :)
Aber echt hilfreich die Seite, danke vielmals! :D
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 20.06.2012, 23:02

Du spielst gerade erst mal einen Tick über zwei Jahre Gitarre. Ich weiß nicht, wie viele Lieder du schon in deinem Repertoire hast, aber es gibt allein zig tausend Lieder, die nur mit drei Dur-Akkorden auskommen.

Da gibt es so samtweiche Lieder wie
Amazing Grace

So was gewaltiges wie
U2 - I Still Haven't Found What I'm Looking For

So was schwungvolles wie
Deep Blue Something-breakfast at Tiffany´s
La Bamba

Bluesiges wie
Eric Clapton- Alberta

Gospel
UB40 - Swing Low Sweet Chariot

Rock'n'Roll, Blues, Irish-Folk, Folk, Folkslieder, Schlager, Pop, Rock, Kinderlieder, Seehmannslieder, Reggae, Kirchenchoräle, Punk, Heavy-Metal, Schlager, Oldies, ....

Ach, ich habe noch nicht einmal die Oberfläche angekratzt, was man alles nur mit 3 Dur-Akkorden alles spielen kann.

Es gibt sogar einige, die kommen sogar nur mit zwei Akkorden aus
Ab in den Süden
Hymn
...

Es ist einfach uferlos. Dir fehlen einfach ein paar gute Liederbücher.
Ich würde mir echt mal die Bände von "Das Ding" anschaffen, und mir mal alle Lieder durcharbeiten. D.h. mal alle über Youtube durchsuchen und nachspielen. Alleine so bekommst du mal einen viel weiteren Horizont.

Was spielst du selbst gerade, und wo liegen deine Interessen?
Vielleicht können wir dir ja mal eine Tür aufstoßen, und dir einfach mal ein paar neue Ideen geben.

Gruß Mjchael

karim
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Erstellt: von karim » 21.06.2012, 06:09

Hallo, Busiek,

das ist alles eine Frage des Standpunkts und des Geschmacks ;-)

Irgendwer von Status Quo (kann sein, dass es Rick Parfitt war) sagte mal sinngemäß: Drei Akkorde reichen völlig aus, um gute Musik zu machen. Manchmal reichen auch zwei. SQ wird ja oft vorgeworfen, dass ihre Lieder immer nur aus drei Akkorden bestehen. Kommt aber komischerweise trotzdem gut an ;-)

Es gibt reichlich andere Akkordfolgen. Eine typische wäre z.B. Am-G-F-E(7), also die spanische Kadenz. Viele spanische Lieder bauen darauf auf, und das wird auch nicht unbedingt langweilig. Ob das mit euer musikalischen Linie zusammenpasst, ist eine andere Frage.

Neben den bekannten, gängigen Akkordfolgen kann man sich auch selbst welche suchen. Wenn du dir, wie bereits von den Vorrednern vorgeschlagen, diverse Liederbücher anschaust, wirst du das leicht erkennen. Je weiter du fortgeschritten bist und auch deine Harmoniekenntnisse ausbaust, desto eher wirst du damit zurechtkommen. So kannst du versuchen, dort wo es passt Dur- gegen Moll-Akkorde auszutauschen. Akkorderweiterungen (D7, C6 etc) ergeben weitere akustische Reize.

Santana verwendet in Samba Pa Ti und in Europe am Schluss nur noch zwei Akkorde (im ersten Fall G und Am) im Wechsel, über denen er dann improvisiert. Ist auch nicht unbedingt langweilig (höchstens für den Begleitgitarristen, der 10 Minuten lang nur noch diese beiden Akkorde schrammeln muss...)

Die von dir angesprochene musikalische Langeweile kannst du auch mit anderen Mitteln afbrechen. Neben den Akkorden /Akkordfolgen sind ja u.a. auch Tempo, Rhythmus und Melodie wichtige Elemente.

Ich stimme Dad Pa allerdings nur bedingt zu. Man kann sehr wohl ein paar Akkorde klimpern und dann darauf eine Melodie aufsetzen. Das kommt aber auch darauf an, wie du spielst und wieviel Musikalität du mitbringst. Wenn du nur Akkorde schrammelst, wird es schwieriger, als wenn du pickst. Wenn du viele Pattern beherrschst oder auch Melodiepicking kannst, ist es noch einfacher. Dann kannst du einfach ein paar Akkorde durchspielen und wirst dann früher oder später eine Melodielinie entwickeln, intuitiv oder bewusst. Am Keyboard/Klavier geht das etwas leichter, weil du da Harmonie (Akkorde) und Melodie i.w.S. (Arpeggien, Pattern) gleichzeitig spielen kannst.

lg,
karim

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Busiek
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Erstellt: von Busiek » 21.06.2012, 13:58

mjchael hat geschrieben:Was spielst du selbst gerade, und wo liegen deine Interessen?
Vielleicht können wir dir ja mal eine Tür aufstoßen, und dir einfach mal ein paar neue Ideen geben.


Ich spiele eigentlich recht vieles. Rock, Hardrock, Metal, Blues, Country und sowas in der Art.
Und bis jetzt sind es, was Akkorde angeht, wie gesagt nur Sachen wie C, F, G, Am. Was ja wie ihr auch sagt nicht schlecht ist, aber nach 4 Liedern mit der Band die nunmal alle die selbe Abfolge mit anderen Akkorden, wird es sehr schnell recht eintönig
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 21.06.2012, 14:18

Entweder macht man das ganz absichtlich, dass man zufällig von
breakfast at tiffany über La bamba über Twist and Schout nach Sweet Home Alabama gelangt.
Achtet auf einen schönen Übergang, und dann achtet aber auch darauf, dass ihr den speziellen Rhythmus und die Eigenheiten des Liedes richtig ausbaut.
Beim Übergang wechselt ihr schön ein Element nach dem anderen aus.
Rhythmus und Tempo anpassen, und dann die Bassläufe etc. dem neuen Lied anpassen.
Wenn ihr bei Sweet Home Alabama angekommen seid, könnt ihr ein paar Sachen von CCR nachlegen, die zwar Thematisch zum vorhergehenden passen, aber garantiert eine andere Akkordfolge haben.

Mach mal ein paar Blöcke von 4 bis 5 Liedern zu einem Thema:
Folk - Schnulzen - Pop - Rock - Blues
oder nach Gruppen und Interpreten:
Elvis - Eric Clapton - Beatles - Simon and Garfunkel - Bob Marley

Oder nach Jahrzehnten:
Swing und Jazz der 20er
Rock'n'Roll der 50er
Doo-Wop der 60er
Flower-Power der 60er
Disco der 70er
Schlager der 70er
Rock-Klassiker der 70er
NDW der 80er
Britpop der 80er
Boy-Groops der 90er
New-Rock bzw. Millenium Rock der 2000er

Zu jeder Dekade und zu jedem Genre gibt es bestimmt 4 oder 5 Songs, die sich für dich bzw. für eure Band lohnen. Ihr habt bestimmte Elemente, die ihr immer gut als Block spielen könnt, aber die Blöcke könnt ihr nach belieben austauschen, je nach dem, wie gerade die Stimmung ist. Und selbst wenn mal 3-4 Songs sich ähnlich anhören, so wird es doch nicht langweilig.

Also arbeitet mal an eurem Repertoire
Gruß Mjchael

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