Röhre - Transe - Modeller - Unterschied?

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von Bellwood
#287280
Hallo zusammen!

Jetzt haltet mich bitte nicht für total meschugge, dass ich hier so eine Frage stelle.

Natürlich sind mir die technischen Unterschiede (weitgehend) klar.

Kurze Zusammenfassung (vielleicht oberflächlich betrachtet oder behaftet von Irrglaube):

Röhre:
Der Urvater des Amps, warmer ausgewogener Klang. Kommt erst unter Last richtig auf Touren.


Transe:
klingt nicht so schön warm, für viele etwas statisch, verstärkt eben nur elektronisch das Signal.

Modeller:
Die eierlegende Wollmilchsau. Beherrscht den Sound aller möglichen Amps durch eine Art Synthesizer. Recht günstig, da alle möglichen Amps und Effekte schon enthalten sind.

Was ich aber nun wissen möchte: Was spricht als Kaufentscheidung für die einzelnen Amp-Typen? Kommt man, wenn man irgendwann "richtig" spielen möchte, wirklich nicht an der Röhre und einer Flut an Bodentretern oder einem Effektboard vorbei?

Ist es ein Irrglaube oder reine Empfindung, dass eine Transe niemals so klingt wie eine Röhre? Gibt es vielleicht sogar etwas, was nur die Röhre kann (z.B. Übergang von clean auf Zerre je nachdem wie hart man in die Saiten haut)

Ich möchte euch hier bitten, euer Wissen und eure Meinung zu teilen. Sicherlich hilft es dem ein oder anderen Anfänger / Amateur, das richtige Equipment zu kaufen. Den finanziellen Aspekt können wir vielleicht vorerst vernachlässigen, da ich im günstigen Segment für ca. 200 Euro zwischen allen drei Typen wählen kann.

Um das Ganze etwas konkreter zu machen: Ich besitze derzeit einen Fender Mustang I. Er modelliert mir ein riesiges Klangspektrum. Trotzdem frage ich mich: Verpasse ich was, wenn ich mir nicht irgendwann einen Amp kaufe, der eben nur seine 2 Kanäle besitzt und durch div. Effekte aufgepimpt werden kann? Wenn ja: Sollte es dann (für den Hausgebrauch) eher ein Transistor oder eine Röhre sein?

Und jetzt bin ich auf eure Meinungen gespannt! Danke schon im voraus allen, die sich konstruktiv beteiligen...
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von korgli
#287282
Hi

Ob du es glaubst oder nicht. NUR der Geschmack entscheidet.

Manche meinen zwar sie müssen Röhre haben, weil das von vielen bevorzugt wird.
Manche schwören auf anderes.

Ob du es glaubst oder nicht. NUR der Geschmack entscheidet.

Klar - wenn man AC/DC spielen will, sollte man auch GENAU die Ausrüstung wählen.
Will man Jazz Spielen, wäre das sicher nicht das "richtige" Handwerkszeug.

Darum gibt es nach wie vor alle Typen.

wie bei MacD...
mit oder ohne Eis, mit oder ohne Zucker, klein,mittel,gross - ....

Ob du es glaubst oder nicht. NUR der Geschmack entscheidet.

=)=)=
fredy
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von startom
#287285
Hoi
Das ist so etwas wie die Mutter aller Gitarrenforum-Themen....

Ich spreche mal aus eigener Erfahrung:
Zu Beginn war der etwas ratlose Startom. Der brauchte einfach mal eine Gitarre und einen kleinen günstigen Amp, zum Ueben.
Da er eben erst mit Gitarre spielen begonnen hatte, war ihm noch nicht bewusst, welchen Gitarrensound er eigentlich mag. Dazu kam erschwerend dazu, dass auch qualitativ tolle Amps (zumindest den Preisschildern nach zu urteilen) unter seiner Fuchtel wie minderwertige Kreissägen klangen.
Der Startom hat sogar schöne Röhrenamps im Musikladen gespielt. Aber bäh! Zu teuer und kein Unterschied zu den billigen Amps. Scheisse klangen sie allesamt!
Wozu Röhre? Veraltete und überteuerte Technologie.

Also wurde nach ein paar wenigen Monaten in einen Modelling-Amp investiert. VOX Valvetronix hiess das Teil... und je länger Startom auf seiner Geige musizierte und je besser er es schaffte, wirklich ordentliche Klänge aus der Klangbox zu fabrizieren, desto spezifischer wurden seine Soundvorstellungen.

Mit der Gitarre-Erfahrung von ca. 4 bis 5 Jahren sowie der Erkenntnis, dass beim Valvetronix immer nur dieselben 2 bis 3 Soundmodelle gespielt wurden, machte sich Startom auf, endlich mal ordentliche Amps zu testen. Denn so gut diese Modelling-Sounds auch waren....bei ordentlicher Proberaum-Lautstärke entwickelten sie einfach zu wenig Druck / Wärme / was-auch-immer.

Nach unzähligen Testfahrten (Fender: zu wenig brachial-Wumms / Marshall: zu viel Dreck, wo's sauber sein sollte / Mesa: Super, aber leider zu wenig Grünkohl in der Brieftasche) blieb der Startom beim Engl Screamer hängen. Röhre! Wahrhaftig. Röhre...veraltet und überteuert, aber Rööööööööhre!

Und erst mit mehrjähriger Erfahrung konnte ich wirklich abschätzen und schätzen, was den Röhrensound denn nun wirklich ausmacht. Beschreiben kann ich es nicht, denn das gilt ja nur für mich.

Die oft gehörte Weisheit "zu Hause Transe / im Proberaum Vollröhre" kann ich auch nicht unterschreiben. Ich spiele auch zu Hause Röhre. Mein Bandkollege spielt im Proberaum Hybrid. Für beide passt es.

Mein Engl Screamer ist mittlerweile auch schon ca. 6 oder 7 Jahre alt. Würde ich jetzt wieder losziehen, um einen Amp zu kaufen, würden wohl wiederum andere Soundkriterien entscheiden. Vielleicht bliebe ich ja bei Marshall oder Fender hängen....wer weiss das schon. Zum Glück entwickeln wir uns immer weiter.

Zu deiner Frage!
Bellwood hat geschrieben:Verpasse ich was, wenn ich mir nicht irgendwann einen Amp kaufe, der eben nur seine 2 Kanäle besitzt und durch div. Effekte aufgepimpt werden kann? .
Du verpasst was, wenn du nicht möglichst viele unterschiedliche Amps anspielst. Achte nicht auf Marken, sondern einzig und allein auf deinen Geschmack.
Lass dir aber erstmal wirklich richtig Zeit, bis du das Gefühl hast, deine Soundvorstellungen in etwa zu kennen....und dir auch zutraust, diese Soundvorstellungen mit deinem Gitarrenspiel hervorheben zu können.
Denn auch der Sound eines Mesa Boogie gefällt nicht allen. Unvorstellbar, aber wahr! ;)
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von howdy71
#287286
Bellwood hat geschrieben: Was ich aber nun wissen möchte: Was spricht als Kaufentscheidung für die einzelnen Amp-Typen?
Wie Korgli und StarTom schon gesagt haben, ganz alleine dein Geschmack und deine Spiel-/ Aufnahmesituation!

Man muss sich selber fragen, was gefällt mir und was benötige ich. Das ewige "Röhren Amp ist besser als alles andere" Gerücht ist ausgelutscht.

Es gibt genug Gitarristen welche nur noch über Modelling oder Transistoramps spielen. Dimebag Darrell (Pantera) hat Transen den Röhren immer vorgezogen! Andere machen es wieder anders, weil es halt ihrem Geschmack entspricht. Geschmack kann sich natürlich auch ändern!

Dann musst du natürlich deine Situation betrachten. Ich spiele eigentlich nur zu Hause. Da ich das Gitarre spielen, aus gesundheitlichen Gründen, für ein paar Monate an den Nagel gehängt habe, habe ich ende letzten Jahres meinen Modeller (Vox VT) verkauft. Nun kann ich aber endlich wieder anfagen, und mit ein paar Jahre Erfahrung und abwägen meiner Bedüfrnisse habe ich mich dazu entschiedn zu Hause nur noch über ein Line6 Pod HD 500 + Aktiveboxen zu spielen. Das Teil ist bestellt und sollte in den nächsten Tagen geliefert werden!

Andere werden wieder den Modeller oder Übungsamp vorziehen, andere einen 5 Watt Röhrenamp!

Alles Geschacksache, es gibt hier kein besser oder schlechter!
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von Motastic
#287287
Kurz zu Marken... hab mal einen Jet City gespielt und der wäre es damals auch beinahe geworden, wenn er 2 Kanäle gehabt hätte. Heute... weiß ich, dass ich das Restgeld vom Jet City mir ein ordentlichen Distortion Pedal hätte kaufen können. Aber der Blackstar bringts auch.

Zu Modelling: Ich habe einen Vypyr. Am Anfang war ich sehr begeistert... tja, am Anfang eben. Je öfter ich damit gespielt habe, umso unzufriedener wurde ich auch. Lag evtl auch am Marshall Plexi von meinem besten Kumpel im Proberaum den ich spielen durfte. Ich weiß leider nicht wie die Vox Hybrid oder Vox Modeller klingen, aber sicherlich besser als ein Peavey. Zuhause habe ich nun auch die Möglichkeit meine Gitarre am MacBook anzuschließen und dann über Garage Band zu spielen. Das klingt auch sehr nach Vypyr.
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von Bellwood
#287288
Danke schon mal für eure Meinungen.

Sehr nett geschrieben, Startom!

Du hast einen wichtigen Punkt angesprochen: Den eigenen Sound finden. Ich denke, ich bin auf einem guten Weg. Habe ich anfangs für jedes Stück einen eigenen Sound abgerufen, genügen mir mittlerweile 1 x clean und zwei verschiedene verzerrte Sounds.

Grundsätzlich bekomme ich diesen Sound ja auf dem Mustang hin. Aber ich weiß halt noch nicht, in welche Richtung das noch gehen mag.

Macht es denn da Sinn, gleich Geld in die Hand zu nehmen für Bugera und co. oder sollte man erst mal was günstiges (100 €) zu kaufen, um mal ein Gefühl für Röhrensound zu bekommen? Das wird sich ja nicht in 10 Minuten im Laden entwickeln.
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von Motastic
#287290
Es macht Sinn ein Pedal zu holen um deinen Verzerrten Sound auf Abruf zu haben. Nimm einen leichten Crunch Sound, stell den Volume für ein PU etwas runter, das klingt dann schön clean und dann ein Tritt aufs Pedal + PU Switch und du kannst die Bestie befreien.
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von Bellwood
#287292
Naja, im Kleinen habe ich das ja. Habe den Umschalter am Mustang, mit dem ich zwischen zwei Presets wechseln kann.
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von Motastic
#287294
Ahso alles klar.

Würde aber nicht empfehlen dir neben dem Mustang nochmal ein 100€ Teil zu kaufen. Spar etwas an und dann probierst du dich durch die kleinen Röhren Amps mal durch. Nighttrain, Tiny Terror, Blackstar HT1, usw... da gibt es viele kleine Brüller.
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von howdy71
#287295
Meiner Meinung nach macht das keinen Sinn. Ein Verzerrer Pedal vor einen Modeller zu klemmen, ist irgendwie doppelt gemoppelt. Aber auch hier entscheidet wirklich der Geschmack!

Wenn du meinst, das du deinen Sound, oder die Vorstellung dessen gefunden hast, dann ist es Zeit in einen Laden zu gehen und Amps zu testen bis du das findest was du benötigst!
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von startom
#287296
Bellwood hat geschrieben:Macht es denn da Sinn, gleich Geld in die Hand zu nehmen für Bugera und co. oder sollte man erst mal was günstiges (100 €) zu kaufen, um mal ein Gefühl für Röhrensound zu bekommen? Das wird sich ja nicht in 10 Minuten im Laden entwickeln.
Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn, erstmal etwas günstiges zu kaufen.... Denn etwas günstiges hast du ja schon. Und Röhrensound für 100 Euro ist kein Röhrensound.

Dagegen macht es aber auch keinen Sinn, im Laden nur 10 Minuten zu investieren. Spiel mal zwei bis drei Amps an, lass die Sounds sickern, spiel an einem anderen Tag weiter. Ich hab ewig gebraucht für meinen Engl Screamer. Eigentlich war ich immer vom Hörensagen ziemlich auf Marshall fixiert, weil meine Helden von AC/DC Marshall spielten. Hängengeblieben bin ich schliesslich beim Screamer.

Es kann ja auch gut sein, dass du wirklich tolle Amp spielst und schlussendlich für dich zum Schluss kommst, dass sich das Preis-/Leistungsverhältnis trotzdem nicht lohnt. Damit bin ich wieder da, was ich schon mal gesagt habe: Du verpasst NICHT, das du keinen Röhrenamp kaufst. Aber du verpasst, sie nicht angespielt zu haben.
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von Bellwood
#287297
Den Blackstar habe ich mal ins Auge gefasst. Ein Bugera v22 gefiel mir auch. Hat alles, was man später brauchen könnte (Effektweg etc) und Footswitch.

Kostet aber auch 250 Euro.
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von phunky
#287298
Um das Ganze etwas konkreter zu machen: Ich besitze derzeit einen Fender Mustang I. Er modelliert mir ein riesiges Klangspektrum. Trotzdem frage ich mich: Verpasse ich was, wenn ich mir nicht irgendwann einen Amp kaufe, der eben nur seine 2 Kanäle besitzt und durch div. Effekte aufgepimpt werden kann?
Vielleicht sogar nur einen Kanal...
Wenn ja: Sollte es dann (für den Hausgebrauch) eher ein Transistor oder eine Röhre sein?
Wenn Du jetzt einen Modeller spielst, hast Du ja bereits einen Transistoramp. Der wird eine analoge (Peavey) oder digitale (der Rest) Vorstufe besitzen. Und er wird eine Endstufe haben, die laut macht. Dafür werden Transistoren verwendet. Vielleicht noch garniert mit einer "Marketingröhre" (Vox).

Letztlich geht es aber bei allem um die Röhre. Gitrristen sind ein erzkonservatives Volk, wenn es um ihre Instrumente geht. Und der klassische Sound wurde erzeugt mit Röhrenverstärkern.

Alles andere baut darauf auf, diesen Sound, insbesondere die Verzerrung, zu simulieren.

Ich finde es gibt Situationen, wo man mit Modelling super klarkommt. Ich nutze das selbst gern. Ich spiele meinen Pod HD 300 gern. Vor allem wenn Kopfhörer ins Spiel kommen.

Aber auch wenn ich heute in einer Band spielen würde, würde ich lieber so etwas mitnehmen, als 40 Kg Röhrenamp. Und auch zum Jammen nehme ich den gern mit, denn ne Stereoanlage oder so findet sich überall. Und wenn es eh über ne PA geht, dann glaube ich kaum, dass da die Zuhörer merken, dass gemodelt wird.

Bei Aufnahmesituationen sind im Mix meines Erachtens die Unterschiede auch nicht mehr großartig zu hören.

Aber über eine Box gespielt oder über zwei, in einer angemessenen Lautstärke, da macht es für mich schon einen Unterschied. Ein Röhrenamp ist irgendwie dynamischer. Biestiger. Ich weiß auch nicht, wie ich das beschreiben soll.

Einfach mal ausprobieren.
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von Bellwood
#287303
Ich sehe schon, die Vielfalt der Meinungen spiegelt genau das wieder, was ich vorher schon vermutet habe: Modelling und Transe sind nicht verkehrt, die Röhre dann aber doch irgendwie beliebter.

Alles entsprechend Geschmack und Einsatzgebiet.

Irgendwann kaufe ich dann doch Topteil und Box, drehe den Powersoak aber voll auf, weil ich ja zur Miete wohne :D . War natürlich nur ein Scherz.

Unter'm Strich sagt die Mehrheit von euch ja: Modelling und Transistor ist zum Üben Zuhause ok, aber richtig gut klingt es doch erst mit Röhre.

Damit wären die nächsten Jahre bezüglich Weihnachten und Geburtstag dann durchgeplant, weil man ja immer noch den ein oder anderen Effekt dazu braucht.

Auch wenn ich mir damit schon mal einen Eindruck verschaffen konnte, lade ich herzlich ein, diese Diskussion weiterzuführen. Da kommen bestimmt noch interessante Statements zusammen.

Also - alle die noch nichts dazu geschrieben haben: Was spielt ihr und warum? Ist euer jetztiger Stand die endgültige Lösung?
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von korgli
#287305
Hi

Ja Röhren haben etwas magisches.
Werden ja auch von Modellern angestrebt.
Kaum ein Hersteller, der sich nicht brüstet, "fast" den Sound herstellen zu "können"

Ich spiele mit Line6 HD500. Bin restlos zufrieden.
Ich habe auber auch noch einen 5W Fender - hmmm so ein kleiner halt.
Ab und zu spiel ich mit ihm - finde ich toll.
Dann aber wieder HD500 - finde den auch toll.
Dann hab ich die rote Bohne PODII noch - finde ich auch toll - vor allem Delay ist da supi.
Und ich habe einen Sansamp Liverpool - auch den finde ich sauguet - ist im Prinzip ein Vox AC30 Modelliert.
Kenne den AC30 auch - denn ich hatte den mal.
Auch den Twin Reverb hatte ich.
Marschall, ENGL, auch...
Ich will nicht angeben - aber man verändert sich immer mal.
ABER - ich trauere ALLEN diesen Amps nach.
DENN die sind nun mal Geschichte.
Mit denen wurden viele Songs "gezeugt"
Und darum sind das die Puristen. die Originale.

Heut hab ich eingentlich alle im HD500 drin.
Leicht zum mitnehmen.

Ja ok - Puristen werden sagen - neeeeee.
Ich bin aber zufrieden - vorausgesetzt ne gute PA ist zum verstärken vorhanden.
Sonst klingt es auch nicht - das ist mal auch klar.
Oder eben - ich spiele über nen AER Amp - seitdem hüpfe ich. Wieder besser.

Jedem das seine.

NUR der Geschmack entscheidet.
Darum - ausprobieren - ALLLLLES -

fredy
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von Bellwood
#287308
Na, da hast du wirklich schon einiges getestet.

Sowas wie das HD500 könnte ich mir auch gut vorstellen. Auch den Mustang gibt es jetzt als Board. Ist aber natürlich auch nicht gerade günstig. Vor allem, weil man ja trotzdem einen Amp dafür braucht, oder?
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von phunky
#287309
Nö. Du brauchst dafür nur was was laut macht. Also eine PA, aktive Boxen, sowas halt.

Ich hab mir das Zuhause so aufgebaut:

Effektboard (Die ein oder andere Zerre, Wah Wah, Reverb, Tremolo, sowas halt) das geht in den HD 300. Und der geht in den Amp. Gleichzeitig habe ich aber auch Kopfhörer am HD 300.

Da man per Fußtritt alle Amp- und Boxensimulationen abschalten kann, dient er so gleich auch noch als Multieffektgerät. Schon ne praktische Geschichte.

Und das geht im übrigen auch ohne Effektweg. Ich weiß, dass können sich viele nicht vorstellen. Aber das geht schon ganz gut, auch mit meinem einkanaligen Miniamp. Der muss dann halt clean eingestellt sein. Aber man hat ja genug Verzerrer vorgeschaltet, die man nutzen kann.
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von korgli
#287311
Hi

naja ist nicht ohne Kniff.
Modeller tönen am Besten über Fullrange - Hypercleane Systeme.
Also PA Boxen oder Akkustikamps.
Der AER gilt als einer der Besten seiner Zunft.
https://www.thomann.de/de/aer_compact_60.htm

Ich habe immer über eine Aktiv-Monitorbox von Dynacord gespielt.
Klang auch sehr gut.
Aber AER ist nochmal ein Schub.

OK geht jetzt aber nicht um das.
Aber die meisten machen den Fehler, dass sie Modeller an Gitarrenamp anschliessen.

Bei Modelling Amps ist das ja abgestimmt.
Aussehen - naja - ist halt so ein Marshall schon was schöööönes.
Oder so ein ENGL Stack... Twin...VOX...Orange...
Da isst dass Auge halt auch mit.
Aber meist schwer.
Und wie man weiss, bin ich uuuuralt. =)=)= Und mein Rücken könnte sich nicht mehr entzücken.
Als junger kräftiger Bursche, naja - würde ich ev. auch anders wählen.
Aber nur ev. Denn Sountechnisch weiss ich, dass es sich nicht lohnt.
Naja - vielleicht einen Fliegenfurz. =)=)=
Doch - ja man kann es noch merken - aber sicher nicht die Zuhörer. ;)

fredy
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von phunky
#287313
OK geht jetzt aber nicht um das.
Aber die meisten machen den Fehler, dass sie Modeller an Gitarrenamp anschliessen.
Wenn ich das mache, dann schalte ich natürlich Amp- und Boxenmodelling aus. Da gehen nur noch die Effekte an den Gitarrenamp.

Zusätzlich ist das Teil noch mit Kopfhörern verbunden und eben mit der normalen Hifianlage. Wenn ich Amp- und Boxensimulationen benutze, geht das natürlich nicht über den Gitarrenamp!
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von Software-Pirat
#287317
Also ich persönlich würde die Verstärker in analoge Verstärker und digitale Verstärker einordnen, wobei sich die analogen in Röhren- bzw. Transistor-Amps aufspalten würden. Warum? Nun, technisch gesehen verhalten sich Röhren und Transistoren eigentlich gleich. Da wo bei dem einem eine Röhre zum Einsatz kommt, kommt beim anderen ein Transistor zum Einsatz. Viel mehr ist da nicht (grob gesagt)! Der Unterschied kommt dadurch, daß eine Röhre sich anders verhält beim Übersteuern, als ein Transistor. Transistoren klingen dann harsch, kalt und weniger schön, Röhren im Gegensatz schon weich und warm. Gut, mit elektronischen Tricks kann man das beim Transistor schon so hinbiegen, daß es auch gut klingt, aber genauso, wie eine Röhre klappt das halt nicht so ganz.
Das heißt aber auch, daß es bei cleanen Sounds jetzt nun vollkommen egal ist, ob da eine Röhre am Werk ist, oder ein Transistor. Kommen noch Verzerrerpedale ins Spiel, spielt die Frage ob Röhre oder Transistor eine noch geringere Rolle, weil halt der verzerrte Sound aus dem Pedal kommt.
Modeling-Amps sind da wieder eine andere Sache. Hier spielt die ganze digitale Technik eine Rolle. Wie das technisch realisiert wird, weiß ich nicht. Es gibt aber Modelling-Amps, die schon einen sehr guten Sound haben. Zudem spielt vor allem der Lautsprecher eine unheimlich wichtige Rolle. Das darf man nicht vergessen.
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von korgli
#287318
:-)
Phunky, - Ich meinte auch nicht dich.

Ein Gitarrenamp - resp. die Speaker sind eben nicht neutral.
Man kann dann so ein Pedal als Effektboard nehmen.
Aber das Modelling ist definitiv dahin.
Und man verschenkt eben das, was so ein Modeller eben tut.
Das nachbilden von diversen Sounds.
Über Kopfhörer ist das ja Neutral.

Wenn man so ein Modeller über einen Gitarrenamp laufen lassen will.
DANN immer in den Returnweg eines Effektweges.
Denn, dann geht er direkt auf die Endstufe.
Somit ist wenigstens nur der Speaker, der noch "färbt"
(Naja - Endstufe schon auch, aber weniger)
Ansonsten immer über PA Boxen.
Aber auch da gilt halt, je besser die sind, desto besser tönt es.

fredy
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von phunky
#287319
Software-Pirat hat geschrieben:Also ich persönlich würde die Verstärker in analoge Verstärker und digitale Verstärker einordnen
Verstärkung ist immer analog. Digital kann man nicht hören, denn digitale Schallwellen sind noch nicht erfunden ;)
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von Bellwood
#287355
So, nun sind wir gaaaanz weit weg vom eigentlichen Thema, aber dennoch bei meiner Frage, die sich ja darum dreht, wie und was ihr spielt.

Da bleibt mir nur eine blöde Frage:

Ich kauf mir also so nen Mustang (als Board) oder HD300 oder 500 und schließe wahlweise aktive Boxen, die Stereoanlage oder über Aux-in den Mustang I an und bin glücklich?

Wäre ja auch aus Platzgründen eine ganz neue Idee!
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von phunky
#287357
Naja. Bleibt die Frage ob Dich das glücklicher macht als der Mustang allein. Aber das kannst Du wohl nur selbst rausfinden.

Ich für meinen Teil habe den Pod HD in erster Linie für den Betrieb über Kopfhörer um Nachbarschaftseskalation zu vermeiden.

Ansonsten käme ich mit meinem kleinen Röhrenamp plus einer Handvoll Pedale auch ganz gut zurecht.
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von korgli
#287358
Hi
Ja kann man so machen.
HD500 und sicher auch 300 sind auch als Vollwertige Soundkarten zu verwenden.
Also rein in PC via USB und Aufnahme ist perfekt.
Beim HD500 kann man auch via Mikrofon rein.
Der hat alle Anschlüsse die irgendwie möglich sind.

Ob es das Beste für dich ist - keine Ahnung.
Aber ist leicht zu transportieren und der Sound - naja - mir passt er.
Aber check doch alles mal an.

fredy
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von Bellwood
#287361
Nun, es ist dann immer noch die Frage offen, ob man Modelling- oder Röhrensound bevorzugt. Aber mit den ganzen eingebauten Tretern wäre zumindest die Bedienung einfacher als ständig am Amp einen anderen Sound auszuwählen.

Ob sich dann klanglich Mustang I und Mustang Board unterscheiden, ist fraglich. Aber so ein Line-6 könnte ich mir auf meiner Testrunde mal ansehen.
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von phunky
#287364
Naja. Es kommt natürlich erstmal drauf an, welchen Sound man überhaupt bevorzugt. Röhrenamp ist ja nicht Röhrenamp. Wenn Du Dich bei Deiner Modelling-Kiste in einen Mesa Rectifier verguckt hast, nützt es ja nicht unbedingt was, wenn Du Dir einen Blackstar kaufst.
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von Bellwood
#287368
So ganz schlecht finde ich den Klang meiner Modelling-Kiste ja nicht.

Nur schade, dass Fender hier auch nur eigene Amps "einbaut", statt für ein paar Euro Lizenzgebühren auch andere zu verwenden.

Daher kann ich hier auch nur Fender mit Fender vergleichen.
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von phunky
#287369
Verstehe. Der Pod HD 300 simuliert:

1965er “Blackface” Fender® Twin Reverb®, normaler Eingangskanal
Hiwatt® Custom 100
‘60s Supro® S6616
Gibson® EH-185
1959er Fender® Tweed Bassman®, normaler Eingangskanal
Fender® “Blackface” Deluxe Reverb®, normaler Eingangskanal
Divided By 13 9/15
Dr. Z® Route 66
1961er “beiger” Vox® AC-15
Vox® AC-30 “Top Boost”
1965er Marshall® JTM-45 MkII,“Bright”-Eingangskanal
Park 75, heller Eingangskanal
Marshall® JCM-800
2002 Bogner Uberschall
Mesa/Boogie® Dual Rectifier®
Engl® Fireball 100

Ist also anscheinend etwas weiter gestreut. Für meine Ohren klingen die auch weitgehend sehr gut.

Ausprobieren ;)
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von Bellwood
#287377
Danke für die umfassende Info.

Da tendiere ich wirklich eher zu Line-6.

Falls mich der reine Röhrensound nicht schlagartig umhaut, wäre das sicher eine gute Investition in vergleichbarer Größe. Den Mustang muss man ja dafür nicht abgeben. Als Speaker für das Board taugt er bestimmt. Sonst müsste ich mir auch noch neue Boxen dazu kaufen.
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von phunky
#287379
Muss man ausprobieren. Also ob das über den Aux-In was kann. Einfach in den Gitarreneingang hängen ist sicher keine Lösung.
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von Bellwood
#287381
Nee, dafür hat der kleine Pod auch keinen Ausgang.

Geht also nur über kleine Klinke in was auch immer.
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von phunky
#287382
Der 300er (ist meines Wissens der kleinste der Floorpods) hat 6,3 mm Klinkenausgänge und auch XLR, sowie kleine Klinke für Kopfhörer. Das ginge also schon, technisch zumindest. Oder reden wir grad an einander vorbei?
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von Bellwood
#287391
Nee, sorry. Hast Recht.

Habe mir gerade mal ein paar Videos zu dem Teil angesehen und bin förmlich geflasht von der Flut an Möglichkeiten. Da kann man sich auch lange austoben bevor man "seinen Sound" findet.

Aber die Bedienung ist gegenüber einem Modeling-Amp schon saubequem. Auch wenn mich die Software-Oberfläche etwas abschreckt.

Aber bei den meisten Videos war das Teil in ein Röhren-Teil eingesteckt.

Ob das dem Klang jetzt so sehr schadet, wenn man sich auf dem Mustang einen Amp raussucht, alle Effekte und Zerre rausdreht und den so als Amp für den Pod nutzt?

Edit: Hab nochmal genauer hingesehen. Die benutzen den Effektweg dafür - den der Mustang leider nicht hat.

Ich habe mir auch mal andere Multieffekte angesehen. Das Zoom G5 wirkt auch sehr gut. Vor allem finde ich da den integrierten Drumcomputer interessant.

Unter'm Strich stehe ich jetzt wieder am Anfang - entweder brauche ich Aktivboxen oder einen Amp mit Effektweg. Ein Teufelskreis :D
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von Fendorama
#287413
Der für mich tolle Sound der Röhre kommt von dem nicht linearen verhalten der Röhre, gerade bei verzerrung.
Während Transistoren nur 1 und 0 bzw an und aus kennen (was das Menschliche Ohr als Steril empfindet) übersteuern Röhren "ungenauer" was Organisch wirkt. Ist jetzt zimmlich oberfkächlich geschrieben aber vlt hilfts ja ;)

Ob modell Amp Transe oder Röhre, es wurde ja schon oft genug gesagt, DEIN Geschmack entscheidet vlt noch in zusammenarbeit mit deinem Geldbeutel.

Ich spiele zuhause über ein Line 6 GX in kombi mit Amplitube 3.
Im Proberaum und live spiele ich über 2 Röhren Amps, einen Hughes&Kettner statesman el34 und einen Fender Bassman.
Das setup im Proberaum ist wesentlich Dynamischer als meine home lösung (hat aber auch das 20 fache gekostet) und klingt für mich auch wesentlich besser.
Dennoch gibt es Tage an denen ich mit meinem Sound im Proberaum nicht zufrieden bin und zuhause bin ich dann von meinem Modell teil begeistert.
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von Bellwood
#287419
Ich werde wohl doch mal ein paar Stunden im Musicstore verbringen müssen.

Da werde ich dann mal probieren, was bei Zimmerlautstärke besser klingt.

Wenn ich mich dann für einen Röhren-Amp entscheide, müssen ja später vermutlich ein paar Effekte her. Da kommt dann vielleicht ein Multi ins Spiel. Sieht einfach aufgeräumter auf.
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von Fendorama
#287421
Bellwood hat geschrieben:Ich werde wohl doch mal ein paar Stunden im Musicstore verbringen müssen.

Da werde ich dann mal probieren, was bei Zimmerlautstärke besser klingt.

Wenn ich mich dann für einen Röhren-Amp entscheide, müssen ja später vermutlich ein paar Effekte her. Da kommt dann vielleicht ein Multi ins Spiel. Sieht einfach aufgeräumter auf.
Da kommen wir dann zum nächsten Thema. Stomp-box vs Multieffektgerät xD.
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von Bellwood
#287424
Nee, die Frage stellt sich mir nicht. Das Multi ist günstiger und aufgeräumter.
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von phunky
#287429
Sagst Du jetzt so....

Die Dinger sind ja nicht ohne Grund günstiger.... Wenn man mit Effekten erstmal anfängt, kommen irgendwann auch Einzeleffekte dazu. Sei es weil nun z.B. die Zerren im Multieffektgerät nichts taugen. Oder weil irgendwas eben nicht dabei ist. Oder. Oder.

Zum Anschluss eines POD HD 300: Vor dem Amp, also im Gitarreneingang kannst Du vergessen. Das ist, als würde man einen Verstärker per Mikro an der Box abnehmen, und das Signal in einen weiteren Verstärker leiten. Das kann vielleicht mal einen lustig-trashigen Effekt geben, aber ansonsten ist das nix.

Man kann den Pod als Multieffektgerät "Zweckentfremden" wie ich das auch mache, wenn ich über Amp (Röhre, 1 Kanal, nix Effektweg) spiele. Aber dann schalte ich die Amp- und Boxensimulation des POD ab. Und alles ist fein.

Ansonsten bietet das Teil natürlich schon einige Möglichkeiten es abzuhören. Kopfhörer, PA, Acoustic-Amp, Stereoanlage, Aktiv-Box oder Effektweg eines anderen Amps (finde ich auch nicht optimal, da man da auch z.B. keine Boxensimulation brauchen kann).

Und eventuell, eben auch den Aux-In eines kleinen Übungsamps. Der wird ja auch nicht durch die Vorstufe geschleust, schließlich soll der iPod oder was auch immer man da anschließt, ja auch nicht mitverzerren und durch's Delay laufen und was weiß ich.

Aber das müsste man halt wirklich austesten, ob das was kann. Habe ich noch nie versucht. Aber so eine Art Aktivbox ist das dann ja auch. Also irgendwie.
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von Bellwood
#287435
Naja, vielleicht behältst du ja Recht mit den Effekten. Zur not passen die Einzelnen auch neben dem Multi in die Schleife :D

Zum Anschluss von Pod, Zoom und Co:

Ich war gestern im Fender-Forum. Man glaubt gar nicht, wieviele Leute den Mustang Floor an den Mustang I-IV klemmen wollen.

Hier wird empfohlen, den Line-in zu nutzen, weil der direkt auf die Endstufe geht.

Jetzt kann ich mich mit der Lösung meiner Anfrage auseinandersetzen:

Möchte ich eine Röhre - zunächst ohne Effekte? Oder:
Möchte ich einen Pod HD300 oder ein Zoom G5? (Letzteres ist günstiger und hat zum Jammen ein Drumset an board)

Morgen werde ich mich im Laden mal damit beschäftigen.
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von phunky
#287437
Ich bin gespannt was es wird. Du wirst es uns ja wissen lassen, gell?

Am Testen führt kein Weg vorbei. Mir gefiel der Pod am Besten. Mein Hautohrenmerk galt dabei allerdings dem Abhören über Kopfhörer.

Wobei ich dann auch den 400er und 500er in Erwägung zog. Aber für meine bescheidenen Ansprüche tut es dann doch der 300er, da hat dann die Vernunft gesiegt. Kommt ja auch nicht alle Tage vor :D
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von korgli
#287439
Hi
Ich will ja keinen Werbefeldzug für Line6 machen.
Denn auch die haben Ihre Macken.
Aber beim HD500 hat es einen MP3 Eingang, der ist dann ganz ohne Effekte.
Eben für MP3 Player anschliessen und jammen oder so.
Das integrierte Velumenpedal ist auch sehr wertvoll (für mich)

Ich spiele ja schon länger mit dem POD Zeugs.
Und vermisse eigentlich gar nix.
Ich habe den POD2, XTL, HD500.
Klar - manche Effekte sind wie immer Geschmackssache.
Und mit externen Bodentretern ist man Flexibler.
Man kann dann genau das nehmen, was man möchte.
Im Endefekt aber sicher teurer, wenn man diverse kaufen will.

Die Amp Simulation ist aus meiner Sicht echt spitze.
Aber nur wenn man über eine Fullrange Verstärkung geht.
Oder über einen Akkustik-Amp (hab ich schon öfters erwähnt, leider glauben es die wenigsten wirklich)
Und eben - nahe dran an den originalen - aber niemals kann man es mit einem Original vergleichen.
Man wird immer wieder Nuancen feststellen.
Ich hab ja auch die Variax - eine Gitarre die die verschiedenen Gitarren modelliert.
Auch Akkustik und 12 String. Im Prinzip ne tolle Sache.
Aber für Gitarristen, die nur 1 Sound oder 1 Stilrichtung spielen möchten, empfehle ich immer noch das entsprechende Equipement. Denn die werden sich einfach psychologisch nicht lösen können.
Wird aber um ein vielfaches teurer.

Darum - kann man nur selber entscheiden, was zu einem passt.

Gut finde ich beim HD500 z.b. dass man ein Intro mit akustischem Klang spielen kann, und auf Knopfdruck (programmiert) einen Plexi holen kann.
Dann wieder ne Strat, mit Delay und dann wieder Akkustik.
Das alles mit demselben Equipement. Und tönt auf jeden Fall gut.
Klar - ob man das braucht, ist ne andere Sache.
Manche werden auch sagen, ist mir nicht Original genug.
Tja dann müssen die halt schleppen und bezahlen. Anders wirds nicht gehen.

Da ich auch in mehreren Bands spiele, ist das halt auch fein, immer meinen Sound (meine Sounds) dabeizuhaben, in einem Köfferchen. PA ist immer vorhanden :-)
Und für Aufnahmen ist der HD500 irre gut.
Man kann am PC fein einstellen.
ABER auch ich bevorzuge nicht unendlich viele Nauncen, von Sounds.
Daher - naja - kann man das Ganze sicher auch mit einem bevorzugten Amp machen.

Zu erwähnen wäre noch der Kemper
https://www.thomann.de/de/kemper_profil ... ier_bk.htm
Soll irre gut sein. Hab ich von Namhaften Leuten gehört.
Nicht grad günstig, aber soll gut sein.
Geht eine andere Richtung als die Modeller.
Bei Gelegenheit werde ich den sicher mal antesten.

fredy
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von phunky
#287441
korgli hat geschrieben:Hi
Ich will ja keinen Werbefeldzug für Line6 machen.
Denn auch die haben Ihre Macken.
....
Zum Beispiel, dass die die Pedalachse nicht anständig fetten. Nach ein paar Tagen hat das Ding unerträglich gequietscht. Recherche im Internet ergab: Das ist kein Einzelfall. Aber ist schnell behoben und dankenswerter Weise sind ja die entsprechend zu lösenden Schrauben nicht mit irgendwelchen Garantiesiegeln verklebt. Da kann also nix passieren :D
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von Bellwood
#287442
Natürlich lasse ich euch teilhaben!

Ich bin auch noch nicht sicher, ob ich sofort zuschlagen möchte.

Du spielst ja schon eine ganze weile und hast Erfahrungen mit den verschiedensten Geräten.

Ich bin im Moment an der Stelle, wo ich grob eine Ahnung, aber kaum Erfahrungen habe. Mein jetztiges Klangspektrum findet sich einzig und alleine auf meinem Mustang bzw meinem Korg AX-3G, das ich ausgemustert habe, weil es total schwer ist, hier vernünftig was einzustellen.

Dazu kommt noch die Frage, wieviele Sounds man wirklich braucht. Ich habe schon Gitarristen gesehen, die vor jedem Stück einen Steptanz in ihrem Effekt-Koffer aufführen. Andere spielen ein ganzes (Cover-) Konzert ganz ohne Bodentreter.

Wenn ich mir die Presets meines Mustangs ansehe, stelle ich fest, dass in einigen zwar zusätzliche reverb, delay oder zerr-Effekte eingebaut sind. Die sind aber in einfacher Version in jedem Amp schon vorhanden.

Für meine Fähigkeiten würde vermutlich der Mustang schon ausreichen. Trotzdem gibt es Sounds, die ich damit einfach nicht hinbekomme.

Ob die nun im Mustang fehlen oder ich mich nur blöd anstelle?

Hier muss ich meine Wissenslücken schliessen und sehen, was ich wirklich brauche - einen Sound, also meinen Sound oder eine Flut von Möglichkeiten, um meinen Sound zu finden.

Wir werden sehen.

An dieser stelle schon mal vielen Dank für dein Engagement.

Aber eine Frage noch aus Neugier: wieviele verschiedene Sounds des Pod nutzt du so?

@Fredy: Dir auch dankeschön! Wären es nicht mal eben 370 Euro, wäre ich sicher schon überzeugt :D
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von phunky
#287443
Aber eine Frage noch aus Neugier: wieviele verschiedene Sounds des Pod nutzt du so?
Gute Frage. Benutze ich ihn als Multieffektgerät, dann eigentlich nur verschiedene Delays und Chorusse. Weil ich alles was ich sonst brauche, als Einzeleffekt nutze.

Benutze ich ihn seinem eigentlichen Verwendungszweck entsprechend, dann schon einige. Erstmal: Ich finde die haben die Simulation vom Rectifier einfach genial hingebracht. Und das kriege ich mit meinem Röhrenamp und Distorsionpedal auch nicht nachgemacht. Und wenn mir dann der Sinn nach Krach steht... :D

Und auch die beiden Vox Amps und Marshall bzw. Park benutze ich viel. Außer Mesa/Boogie also vor allem die Briten. Also fünf von 16 nutze ich häufig, die anderen eher seltener. Ist das nun viel oder wenig? :D

Effekte setzt ich ohnehin eher sparsam ein. Viele Modulationseffekte die Line 6 da so eingebaut hat, sind mir dann doch zu spacig und abgefahren. Ich bleib da bei ner Handvoll Klassikern.
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von Bellwood
#287446
Viel oder wenig ist ja relativ. Auf dem Mustang verwende ich drei oder vier Amps mit verschiedenen Einstellungen.

Und da komme ich zur fehlenden Erfahrung: Kann ich diese Sounds mit einem einzigen Amp ohne weitere Effekte hinbekommen, oder muss das Repartoire doch etwas grösser sein?

Also wieder: Röhre oder Modeller? :D
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von korgli
#287449
Hi
Ich nehme mal an, du meinst mich - Phunky soll natürlich auch Antworten.
Ich spiele seit 40J aktiv auf Bühnen.
Stilmässig hab ich auch alles mitgemacht.
Von Tanzmusik :-) über Metall, Jazz, Blues, Obskures, Country, Oldies usw.
Ich bin aber keiner, der sich selber einengen will.
Also sozusgen kein reinrassiger, oder ich sag, engstirniger... :-)

Ich nehm auch viel auf - da brauche ich ne ganze Menge an den Möglichkeiten.
Wenn es auch nicht immer danach tönt. Sind halt eher Nuancen.
Live komme ich mit 4-8 Sounds aus.
Weil Live andere Dinge mehr Gewicht haben.

Den eigenen Sound zu finden ist das schwerste.
Da suchst du noch lange und wirst auch immer wieder abweichen.
Das hat einerseits damit zu tun, dass man dazulernt und der Geschmack sich auch mal ändert.
Dann will man auch mal neues erkunden. Und manches das man ne Weile weggelegt hat, wird wieder entdeckt. Daher springen manche auch auf uralte Geräte an.
Der POD zb. bedient sich beim Vorbild BOSS - Aber auch andere haben den Boss-Sound als ihre Vorbilder. Boss = Roland Company.
Ibanez z.b. war früher ein Vollkopierer.
Heute hat diese Marke durchaus eigenständigen Charakter.

Es kommt drauf an welche Musik du spielen willst.
Denn nicht überall sind dieselben Amps und Pedale "geeignet"
Und Covern heisst grundsätzlich nicht kopieren.
Da kann man durchaus mit einem guten Amp und Grundpedale wie Delay, Chorus, Verzerrer, auskommen.
Wenn man Solis genauer kopieren will im Sound, dann braucht es mehr.
Will man den genau gleichen Sound haben, dann muss man die Original verwendeten nehmen.
Das ist nicht immer leicht, weiss man ja nicht, welche genau wie benutzt wurden.
Der POD hat immense Möglichkeiten.
Ich sage mal, dass nahezu alles "möglich" ist, einzustellen.
Jedoch wird es einem technisch unversierten viel Kopfzerbrechen machen, das auch einzustellen. Und auf Knopfdruck geht sicher nix.
Interne Sounds kannst bei nahezu allen Geräten vergessen.
Man kann aber Sounds aus dem I-net abrufen, die nahe dran kommen.
Das ist auch bei den meisten Herstellern so.
ich finde das line6 Konzept am Besten gelöst.

Aber nur downladen ist auch nicht perfekt - Denn dann muss man schon noch ein wenig dran rumschrauben. Man hat aber mal nen Grund.
Und DAS ist das schwierigste.
Es entscheidet das Gehör und die spielerische Qualität.
Vieles ist Spieltechnik und nicht Soundtechnik.
Wird leider vielfach unterschätzt.
Ist aber auch so bei den Einzelpedalen.
Da man da Knöpfe hat, und keine Paramter, ist das für manche einfacher.
Das andere ist eben näher beim Programmieren, als beim rumdrehen.

Auch ich habe Gitarristen gesehen (gehört) die mit einem Vox AC30 und 2 Pedalen die tollsten Sachen spielen. Und dann die, mit ganzen Batterien an Pedals, wo es "komisch" klang.

Also ist das nicht entscheidend.
Will man alle Sounds nachbilden - tja - da muss man viel schleppen.

Leider ist aber auch alles eine Preisfrage.
So gesehen ist ein POD - oder vergleichbares, um einiges günstiger, als viele Pedale.
Für mich kommt dann noch der "Schleppeffekt" dazu.
Man stelle sich vor.
Um ein Programm im Coversektor zu spielen braucht man ja mal einen Marshall, Fender, VOX
Denke das sind mal die Grundtypen.
Dann wäre gut - 4x12erBox, 1x12, 2x12, und noch so ne 8,10er Box.
Gitte - logischerweise ne Strato, Les Paul, Halbakustik.
Westerngitte und Nylon lass ich mal weg.
Dann hat man mal viel abgedeckt.
Kostenpunkt - über 10Mega-euro :-)
Sound - sicher gut.

Was soll man also raten.
Nicht einfach.

Was für einen Stil (Programm) willst du spielen ?
Wie hoch ist dein Budget.
Welche Gitarren hast du ?
Sind mal die wichtigsten Fragen.

fredy
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von phunky
#287456
Korgli, Du hast heute auch nicht so viel zu tun, was? Ich hab auch Zeit, also los:
korgli hat geschrieben:Jedoch wird es einem technisch unversierten viel Kopfzerbrechen machen, das auch einzustellen. Und auf Knopfdruck geht sicher nix.
Interne Sounds kannst bei nahezu allen Geräten vergessen.
Also mit "interne Sounds" meinst Du vermutlich die Presets? Die benutze ich auch weniger, weil sie mir (oft) zu übertrieben mit Effekten zugekleistert sind. Ich lade aber auch nicht groß was runter.

Ich tu eigentlich immer so, als hätte ich es mit einem echten Amp zu tun. Den stell ich mir ein und dann suche ich mir meine Effekte dazu, wenn von Nöten. Und dann speicher ich das halt als neues Preset ab oder auch nicht.

Gelegentlich fummel ich auch mal mit der Software rum. Aber eigentlich komme ich auch so ganz gut zurecht.
Bellwood hat geschrieben:Und da komme ich zur fehlenden Erfahrung: Kann ich diese Sounds mit einem einzigen Amp ohne weitere Effekte hinbekommen, oder muss das Repartoire doch etwas grösser sein?
Ich finde das schwer zu beantworten. Ich hatte erst einen Marshall mit 50 Watt. Vollröhre, 4x12er Box dazu. Sauschwer, saulaut. Und zu Hause einen Peavey Envoy, Transe, ganz übel. Aber damals gab es halt nicht so viel geiles Zeug für's Wohnzimmer.

Den Marshall habe ich irgendwann bei einer Bandauflösung verkauft. Kein Platz, für zu Hause viel zu laut (allein das Leerlaufbrummen...) und für den Keller zu schade. Den Envoy an einen mittellosen Bassisten verschenkt.

Dann kam diese Modelling-Geschichte hoch und ich hab mir von VOX den AD 30 VT geholt. 11 Amps in einem, und mit 30 Watt auch recht kräftig. Aber auch Powersoak, damit man die Alibi-Röhre in der Endstufe ausfahren kann. Naja...

Dann ging es irgendwann los, dass es immer mehr von diesen Mini-Röhrenamps für's Wohnzimmer gab. Und da habe ich mich nach langer Testerei dann für den Lil' Nighttrain von Vox entschieden. Mit dem bin ich auch immer noch total glücklich. Ich finde es auch super, mal alle Effekte abzuklemmen, und einfach nur Gitarre, Kabel, Verstärker, Krach.... Und eigentlich ist das ein Sound mit dem ich gut klarkomme. GGf. eben garniert mit dem ein oder anderen Effekt.

ABER: Soll der sich gut anhören, muss man ihn einigermaßen aufdrehen. Das ist bei Röhrenamps einfach so. Zwei Watt hin oder her, man kann auch mit dem Ding richtig Alarm machen. Zuviel sogar.

Da ich in einem Mehrfamilienhaus wohne, brauchte ich noch eine wohlklingende Lösung für Kopfhörer. Die hat mir noch kein Amp geboten, egal wie der Hersteller auch angegeben hat mit seinen frequenzkorrigierten Ausgängen usw.

Dann habe ich mich durch Sofwarelösungen gefummelt. Amplitube, Guitar-Rig, Pod-Farm. Aber am Rechner Gitarrespielen ist nicht mein Ding. Ich will was zum draufrumtrampeln und überhaupt.

Zwischendurch hatte ich auch noch mal einen PocketPod. Der war auch witzig. Aber draufrumtrampeln ist auch eher schwierig....

Um jetzt nach langem Umweg auf die Frage zurückzukommen:

Ich finde es, nach langer Zeit mit dem einen Sound, echt wieder prima, ein bisschen Auswahl zu haben. Denn das Zeug klingt mittlerweile richtig gut. Obwohl ich soundmäßig sehr auf Marshall geprägt bin (der Lil' Nighttrain kann auch in die Richtung tönen - Thick Mode), ist es einfach genial mal so eine Metalmöhre anschmeißen zu können...

Sonstige Vorteile wie Transportierbarkeit, Verzicht auf Verschleißteile (das Pedal ist optisch, keine Röhren die irgendwann den Geist aufgeben) mal außen vor gelassen.
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von Bellwood
#287457
Hey Fredy,

du hast ja noch mehr Erfahrung! Soll mir ja für meine Fragen nicht schaden.

Natürlich dreht sich alles auch irgendwo um die Finanzierbarkeit. Sonst würde jeder Anfänger sich gleich seine Gibson oder Fender kaufen, dazu ne schöne Röhre mit einen Standardprogramm an Effekten.

Wenn ich jetzt könnte wie ich wollte, würde ich den Pod HD500 kaufen und dazu ne schöne Röhre wie den Bugera V22.

Alles geht aber nicht. Somit stellt sich die Frage: Fange ich mit Pod oder Zoom an und nutze dafür meinen Mustang, oder fange ich mit der Röhre an und kaufe wenig später Effekte nach, die ich im Amp nicht habe?

Wenn ich dir damit helfen kann, meine Fragen zu beantworten: Gitarren sind Epiphone LP Studio und Ibanez GRG170.

Musik ist noch weit gefächert, da ich vieles ausprobiere. Ich jamme schon mal Akkorde zu den toten Hosen, spiele für mich alleine ACDC, lerne einiges von Guns'n'Roses (paradise city aktuell), habe mal Volbeat probiert. Einige Sachen spiele ich auch clean, z.b. Hotel California - ist aber eher Übung als Schwerpunkt.

Zudem wichtig: Ich spiele nur Zuhause. Brauche also eher weniger als mehr Leistung. Den Bugera habe ich mir z.b. ausgesucht, weil bezahlbar, nicht zu viel Leistung und Footswitch inklusive.

Jetzt freue ich mich auf weitere Tipps! Danke im voraus!
Benutzeravatar
von phunky
#287458
Ich war noch mal dazwischen gegrätscht, hast Du vermutlich gesehen.
Bellwood hat geschrieben:Zudem wichtig: Ich spiele nur Zuhause. Brauche also eher weniger als mehr Leistung. Den Bugera habe ich mir z.b. ausgesucht, weil bezahlbar, nicht zu viel Leistungund Footswitch inklusive.
Was heißt nicht zuviel Leistung. Das Teil hat 22 Watt. Mein Lil' Nighttrain hat 2 Watt. Will man da Vor- und Endstufe zum Übersteuern bringen, bzw. im Grenzbereich fahren, dann ist das schon mächtig laut.

Aber das ist natürlich auch relativ und von der wohn- und familiären Situation abhängig ;)
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