Modes auf dem Griffbrett umsetzen

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ray6233
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Modes auf dem Griffbrett umsetzen

Erstellt: von ray6233 » 05.05.2012, 12:54

Hallo,

ich hab mich jetzt mal mit den Kirchentonleitern beschäftigt. Nur hab ich jetzt nicht so ganz verstanden, wie man sie in der Praxis auch wirklich wirklich spielt, also auf dem Griffbrett benutzt (Fingersätze). Nehmen wir zum Beispiel diesen Jam Track: http://www.youtube.com/watch?v=IG2YKWsBPn0

Meine These:
Will ich darüber dorisch spielen, improvisiere ich mit den Pattern der G-Dur Tonleiter und "betone" in meinen Licks das A. Von den Tönen her, die unten in der Videobeschreibung bei dorisch stehen, passt das. Das ganze ist dann G-Dorisch. (Oder etwa A-Dorisch wie es in der videobeschreibung steht?)
Will ich Mixolydisch spielen, nehme ich die Pattern der D-Dur Tonleiter (mit A als Start- und Endton). Das ganze wäre dann D-Mixolydisch.

Vom Sound denk ich sollte das passen.
So hab ich mir das eigentlich gedacht, aber es passt irgendwie nicht zusammen, wenn ich zum Beispiel in ein Buch schaue das ich habe, stehen dort für dorisch genau die gleichen Fingersätze wie für ionisch (also nur immer der Startton anders). Aber nur dadurch dass man für dorisch dann zum Beispiel das G als Startton nimmt, erreich ich ja nicht diesen komplett unterschiedlichen Sound den die Modes haben?!

Stimmt das jetzt so wie oben oder wie muss ich das mit den Fingersätzen machen? Wo liegt der Fehler?

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 05.05.2012, 13:10

Ich will darüber dorisch spielen


Ne, so funktioniert das nicht.

Das Prinzip ist schon verstanden, aber die Akkorde müssen auch mitspielen.

Wenn du dorisch spielen willst, müssen sich die Akkorde wie eine Subdominantenparallele (das ist die zweite Akkordstufe einer Dur-Tonleiter) verhalten.

Beim Blues verhalten sich die Akkorde aber eher wie eine Dominante (die fünfte Akkordstufe einer Dur-Tonleiter.)

Beim Blues spielt man über Dur7-Akkorde mit einer Moll-Pentatonik und noch ein oder zwei Blues-Notes.

Dieses kommt der mixolydischen Skala sehr nahe, so dass man die oft auch für Blues und Rock einsetzen kann.

Und über eine Dominante wird mixolydisch improvisiert.
Da beim Blues und einigen Rock Stücken alles aus 7er-Akkorden besteht, wird über jeden Akkord Mixolydisch impovisiert (oder alternativ mit der Blues-Skala)

Mir ist aber jetzt nicht bekannt, dass man da auch so einfach mal die dorische Skala einsetzen könnte. Die ist eigentlich Moll-Akkorden vorbehalten. Dorische Lieder beginnen mit Moll-Akkorden.

Stöbere hier in der Suchfunktion oder in unserem Unterforum mit den Workshops nach Kirchentonarten. Da findest du mehr Infos.

Gruß Mjchael

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