erste Effektpedale

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Gast

erste Effektpedale

Erstellt: von Gast » 02.03.2012, 19:01

Grüüüüüße... :lol:

ich will mir demnächst ein paar pedale zulegen... die frage ist: wie teile ich ein budget von 300€ so auf, dass ich einige wichtige pedale an meinen verstärker (vht special 6) anschließen kann. Ich spiele eigentlich nur indierock, funkrock,bluesrock und co. meine gitarre ist eine squier cv 50´s stratocaster. vertragen sich alle effekte mit allen gitarren UND welche möglichkeiten habe ich, meine effekte zu schalten (mein verstärker hat keinen seperaten effektaus- und eingang).
ich hoffe auf schnelle hilfe :)

LG basti

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howdy71
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Erstellt: von howdy71 » 02.03.2012, 20:01

Ich versuchs mal Stichpunktartig:

Vertragen sich alle Pedale mit allen Gitarren:

Klar, warum nicht! Die Klangkombination aus Gitarre, Verstärker und Effekt Pedal klingt natürlich mit jeder Gitarre anders! Auch mit jedem Effektpedal klingts anders. Es ist erstaunlich wie sehr sich unterschiedlich Reverb Pedale auf den Sound auswirken können.

Einfach Regel: Dein Geschmack entscheidet, ab in den Laden und Kombinationen testen!

Effekte Schalten:

Ok, hier wirds schwieriger! Insbesondere wenn Du keinen Effektweg hast. Es gibt Effekte welche vor dem Amp geschaltet werden (Zerrer, Wah...) und welche in den Effektweg geschaltet werden (Reverb, Chorus, Delay...).

Aber auch hier gibts keine feste Regel, der Geschmack entscheidet auch hier. Teste es!

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 02.03.2012, 20:03

Hey,

in einem Thema hier wurde von MusicDevil schon eine schöne Liste mit wichitigen Effekten gepostet:

musicdevil hat geschrieben:buzz
chorus
compressor
delay
distortion
doubler
equalizer
flanger
fuzz
gate
oktaver
overdrive
panner
phaser
pitcher
reverb
tone pedal
vibrato
tremolo
volume
wahwah


Also sachen wie Chorus, Delay, Reverb und so sollten schon im Effektköfferchen sein ;) Für Zerre würde ich dir jetzt mal den Boss Blues Driver und vielleicht noch das Boss DS 1 Pedal empfehlen.

Gast

Erstellt: von Gast » 02.03.2012, 21:10

also wegen verzerrer: ich habe schon einen boss bd-2 ;)

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Neo
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Erstellt: von Neo » 02.03.2012, 21:32

Also, hier mal, was man so verwenden kann:

Verzerrerpedale: Eigentlich kein Effekt. Verzerrerpedale verzerren den Sound, machen also das, was viele Verstärker schon eingebaut haben. Kann man theoretisch vor den Amp oder in den Effektloop schalten, ich denke, vor den amp ist üblicher. Wenn man ein Verzerrerpedal verwenden, stellt man den Amp während dessen Verwendung in der Regel clean ein.

Chorus: Mischt das Originalsignal mit einem oktavierten leicht verstimmten Signal, soll praktisch so eine Art "Chor"-Effekt erzeugen. Zu hören z.B. bei einigen Soli von Slash. Ich persönlich hab keins, weil ich den Effekt nicht verwende. Wird in den Effekt-Loop geschaltet.

Reverb: Fügt einen Hall zum Signal hinzu. Reverb ist für den Klang auf jeden Fall wichtig. Allerdings haben Verstärker mit unter bereits einen Reverb eingebaut. Muss man dann selbst entscheiden, ob der einem gefällt, oder nicht. Wird in den Effektloop geschaltet. Ich persönlich verwende den Reverb von meinem Amp.

Wah-Wah: Ein Tiefpassfilter, dessen Schwellenwert mit dem Fuß variiert werden kann. Erzeugt diesen typischen "Wah"-Effekt. Zu hören z.B. bei Hendrix. Verwende ich selbst sehr gerne. Wird vor den Amp geschaltet und zwar entweder vor (subtil) oder nach (weniger subtil) das evtl. vorhandene Verzerrerpedal.

Tuner: Ok, das ist kein Effekt, aber trotzdem sehr nützlich. Ein Tuner im Fußpedalformat eben: man tritt auf den Knopf und kann dann damit seine Gitarre stimmen. Hab ich selbst auch und ist sehr nützlich.

Flanger und Phaser: Am besten selbst anhören. Erzeugen eine Art Modulation. Hier wird dem Originalsignal ein zeitlich verzögertes Signal beigemischt. Die Verzögerung wird dann über einen Low-Frequency-Oscillator in regelmäßigen Zeitabständen variiert. Das erzeugt im Grunde einen sich periodisch verändernden Kammfiltereffekt. Hab ich selbst nicht, weil ich die Effekte nicht so mag, und nicht wüsste, wie ich sie einbauen sollte. Kommen soweit ich weiß in den Effektloop.

Octaver/Pitch Change: Ein von der Zeitdomäne unabhängiger Pitch-Change ist eigentlich erst seit dem Digitalzeitalter möglich. Hier wird die Tonhöhe des Signals verändert. Kann mit unter gewisse mehr oder weniger hörbare negative Klangcharakteristiken mit sich bringen. Damit kann man z.B. eine Gitarre so tief wie einen Bass klingen lassen. Ein Octaver ist im Grunde nichts anderes als ein Pitch-Change, nur dass hier die Tonhöhenänderung genau eine Oktave beträgt. Besitze ich selbst nicht, reizt mich aber irgendwie^^

Harmonizer: Im Grunde die gleiche Funktion wie beim Pitch-Change. Nur kann der Harmonizer das gleich mehrfach machen. D.h. er kann dem Originalton mehrere in ihrer Tonhöhe veränderte Signale hinzufügen. Dass heißt man kann hiermit z.B. aus einem einzelnen Ton einen ganzen Akkord machen. Diese Dinger haben dann meistens auch eine normale Pitch-Change Funktion, d.h. wenn man sowas hat kann man sich dann den Pitch-Change/Octaver sparen. Beispiel: Digitech Whammy. Z.B. zu hören bei Jack White. Ich selbst finde die Sache, wie schon erwähnt, interessant.

Exciter: Fügt dem Originalsignal neue Obertöne hinzu, und lässt es so "brillianter" klingen. Hab ich selbst nicht.

Enhancer: Nicht einheitlich, aber im Grunde nur eine Höhenanhebung abhängig vom Pegel. Dadurch wird Rauschen z.B. nicht verstärkt.

Delay: Korrekter Begriff wäre eigentlich Echo. Hier wird ein Echo simuliert, wie man es aus dem Gebirge kennt ;) Also man hört das gleiche Signal mehrmals verzögert, aber leiser. Verwende ich selbst sehr gerne in zurückhaltender Form.

Equalizer: Eigentlich nicht direkt ein Effekt, sonder ein Gerät, mit dem man spezifische Frequenzbänder unabhängig anheben und absenken, und so den Klangcharakter nach belieben verändern kann.

Gast

Erstellt: von Gast » 03.03.2012, 12:37

danke für die schnelle hilfe :)

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capo53
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Erstellt: von capo53 » 03.03.2012, 15:20

Wie ist es denn mit einem "echten" Hall?

Wenn die gut sind, sind die wohl ziemlich teuer, oder?

Wann macht so etwas Sinn?

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Neo
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Erstellt: von Neo » 03.03.2012, 17:08

Was genau meinst du denn mit "echtem" Hall? Faltungshall?

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capo53
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Erstellt: von capo53 » 03.03.2012, 22:35

Ja genau, also keinen digitalen. Mir hat neulich mal ein Gitarrist gesagt, dass echte Halls viel besser sind und ich würde jetzt gerne rausfinden, ob das stimmt und wenn ja - warum.

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Erstellt: von Neo » 03.03.2012, 23:18

Naja, mit Faltungshall lassen sich sehr gut reale Räume abbilden. Das funktioniert folgendermaßen. Man erzeugt einen Impuls in einem Raum (z.B. ein Schuss oder etwas ähnliches) und misst die Impulsantwort (also die Stärke der Reflexionen). Um nun diesen Hall auf ein Signal anzuwenden, wendet man die Messwerte praktisch auf jedes Sample an. D.h. Impuls = Sample. Das Verhalten des Impulsklangs in diesem Raum wird auf jedes Sampel des in digitalem Format vorligenden Audiosignals angewandt.

Damit lassen sich sehr originalgetreue Halleffekte erzeugen. Allerdings ist diese Methode etwas problematisch, wenn das Signal das man verhallen möchte bereits einein leichten Raumklang besitzt (durch die Aufnahme bedingt). Dann sind klassische Hallgeräte besser geeignet. Man braucht also ein trockenes Signal.

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