Gitarrenunterricht / Gitarrenlehrer Erfahrungen?

Andi1975
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Registriert: 09.06.2015

von Andi1975 » 09.06.2015, 16:02

Kevenborstel hat geschrieben:O.K. Nagel versenkt und alles noch mal erklärt ...... aber ich denke, dass diejenigen die sich ernsthaft mit dem Privat-Unterricht auseinandersetzen das alles wissen und im Regelfall dann ihren Lehrer und seine Arbeit auch zu schätzen wissen.
Die, die nur meckern wieso denn der Musiklehrer sooo viel Geld pro Stunde verdient und sich von seinem Job sogar noch ein Auto leistet
1. sowieso nicht und nimmer Kunden werden
2. hoffentlich in der Minderzahl sind
3. Eh nicht zu belehren sind und sich für deine Einkommensteuererklärung bestimmt auch nicht interessieren.

Das Problem sind nicht die Kosten, ob nun 30 oder 60 Euro, die du für deinen Unterricht nehmen mußt. Ich glaube, dass wir leider in einer Gesellschaft leben, in der es vielen einfach nicht möglich ist diese 200,-- € pro Monat zu bezahlen und auch schon der Hunderter weh tut.
Also schaut man mal ob es nicht vielleicht eine Sparmöglichkeit gibt.

Mal ein Beispiel, als ich noch auf dem Gym war mußten meine Eltern für Schulbücher, Klassenfahrten, auch mal ein Jahr Mathe Nachhilfe (schäm) und Verein, Sport etc.nicht gerade wenig löhnen. Klar hätte mir ein guter Privatunterricht totsicher sehr viel gebracht, aber es war eigentlich glasklar, dass Freunde und auch mal ´ne Zeit in der Kreismusikschule für mich völlig ausreichen um Musik als Hobby zu spielen.
Ob der Privatlehrer nun vielleicht 5 x soviel Input in der selben Zeit hätte geben können - was soll´s. Viele müssen eben Prioritäten setzen.

Bei deinem Wasserhahnwechsler ist es doch genauso. Da wird auch gemeckert und gestöhnt.
Die, die nicht rechnen brauchen freuen sich über eine gute, schnelle Ausführung der Arbeiten -
Die, die rechnen müssen fahren in den Baumarkt und tauschen den Wasserhahn für 20,-- €
selbst aus (oder fragen einen Bekannten) - Dienstleistung ist für viele generell zum Problem geworden und bei 8,51 € brutto Tariflohn in der Zeitarbeit erübrigt sich eh jeglicher Erklärungsversuch eines Selbstständigen über seine Kosten.


Das Problem sind schon die Kosten, am Ende soll ja auch noch ein Gewinn bleiben von dem ich in der Großstadt-Berlin leben kann. Ich kann verstehen wenn es Familien gibt die rechnen müssen. Und seit der SPD Agenda 2010 wird, laut OECD, diese Gruppe in DL nicht kleiner, sondern von Jahr zu Jahr größer. Zum Glück ist diese Gruppe noch nicht die große Masse.

Ich sag nur noch so viel.
Wer glaubt die Musikschulen leben in sause und brause, der irrt gewaltig.
Ich bin froh wenn eine normales Berliner Durchschnittsgehalt (Zahlen vom Senat 1200-1500 Euro) übrig bleibt, läuft es mal besser, bis glänzend, dann hoffe ich das es mir auch gegönnt sei.

Vielleicht kann man verstehen das mich solche Verallgemeinerungen beunruhigen, so mal wir Musiker schon beim Thema GEMA mit einer einfachen Weltsicht der Bürger konfrontiert werden. Auch da wird viel Bockmist erzählt, bzw. geschrieben. Für viele meiner Kollegen ist die GEMA lebenswichtig, da sie sonst keinen Cent für ihre Kompositionen sehen würden. Auch da wird, ohne sich wirklich zu informieren, fröhlich drauf los getippt.....

Das WWW trägt nicht wirklich dazu bei einen Überblick zu bekommen.

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