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untere und obere lage

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bertast
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untere und obere lage

Erstellt: von bertast » 14.12.2011, 19:52

ich hätte da eine verständnissfrage...

ich meine mal hier im forum gelesen zu haben das rhytmus und lead gitarre niemals dasselbe spielen. sondern der eine spielt obere und der andere untere lage, oder halt akkorde offen usw.

meine frage ist nun spielt der rhytmusgitarrist dann eine oktave höher oder niedriger als der leadgitarrist ? oder wie ist das mit obere und untere lage zu verstehen ?

agguitar
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Erstellt: von agguitar » 14.12.2011, 20:53

Niemals stimmt nicht, würde ich sagen.

Manchmal wird einfach nur ein Oktavenunterschied genommen. Kann aber sein, dass es auch andere Abstände gibt (Halbton), aber das ist mir noch nicht aufgefallen. Aber ich meine auch ein paar Lieder zu kennen, wo beide Klampfen das gleiche spielen ;)

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RollapS
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Erstellt: von RollapS » 14.12.2011, 21:05

Hallo,

das mit der Oktave hört sich wie "Oktav-Verdopplung", was in der Harmonielehre "nicht erlaubt" ist.
Gemeint ist sicher das mit den Lagen, oben oder unten. Ich kann mir beide Varianten vorstellen.
Es kommt dabei wohl darauf an, dass beide Gitarren nicht im gleichen Frequenzbereich (in gleicher Tonlage) spielen,
weil sich sonst gegenseitig "zumüllen".
Am besten ist, man hört sich z.B. bei YT Beispiele an, wenn´s geht von Leuten, die nicht nur
drauf los schrammeln und "gröhlen".


PS: Falls der Begleitgitarrist "oben" spielt, wäre "unten" natürlich ein Bass sinnvoll, sonst klingt
das Ganze etwas leer.

Grüße ... RS
Von nix kommt nix !

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bertast
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Erstellt: von bertast » 14.12.2011, 21:14

ich kam halt drauf weil ich neulich auffm rammstein konzert war, und die spielen halt im prinzip das gleiche nur auf verschiedenen positionen auf dem griffbrett. auch nicht immer aber naja. dachte da gibt es so ne art faustformel für den fall das zwei spieler das selbe spielen wollen =)

aber danke erstmal für die antworten

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phunky
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Erstellt: von phunky » 14.12.2011, 21:22

Wenn beide Gitarren exakt die gleichen Akkorde spielen "clasht" es leicht mal. Es klingt halt eben nicht ganz identisch und dadurch "franst" der Sound leicht aus. Dann klingt alles irgendwie unsauber und matschig. Muss nicht passieren, ist aber leicht zu.

Deshalb die unterschiedlichen Lagen. Oder eine Gitarre spielt Powerchords und eine Akkorde. Oder eine spielt nur gelegentlich ein paar Akkordeinwürfe oder ein paar Akkordfragmente.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 14.12.2011, 21:33

Meist spielt die Leadgitarre höher als die Rhythmusgitarre. Ob das eine Oktave ist, oder mehrere, kann man so pauschal nicht sagen.

Es ist recht einfach, wenn sich die Akkorde in den ersten lagen und die Leadgitarre in den höheren lagen bewegt, aber eine wirkliche Regel gibt es da nicht.

Es kann sogar umgekehrt sein, dass die Rhythmusgitarre in den hohen Lagen ein paar Akkorde recht funkig da rein haut. Hauptsache, die Akkorde und die Leadgitarre konkurrieren nicht miteinander.

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bertast
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Erstellt: von bertast » 14.12.2011, 21:56

ah ok danke also quasi wie es sich gut anhört ?

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phunky
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Erstellt: von phunky » 15.12.2011, 08:14

Also die Harmonielehre schriebt einiges vor. Die Hörgewohnheiten natürlich auch irgendwie. Aber bei allen Regeln und Gesetzen, gilt doch was der große Duke Ellington mal sagte: "If it sounds good it is good."

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korgli
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Erstellt: von korgli » 15.12.2011, 08:42

Hi
Jep Regeln sind gut, um die zu brechen. =)=)=

An sich sind schon richtige Aussagen geschrieben worden - aus meiner Sicht.

aber und usw...

Man kann durchaus das genau gleiche Spielen.
Sauberes spielen vorausgesetzt. Und ganz genau wird es eh nie sein.
Im Studio doppelt man sogar Bewusst Sachen, damit die "Breiter" klingen.
Auf der Bühne manchmal mangels Musiker halt dann weniger - oder man niemmt einen Chorus-Effekt dazu.

Aber mal ein Beispiel.
Wenn ein Gitarrero Fender, Single Coil clean spielt.
Ein anderer Les Paul angezerrt.
Das klingt ganz gut - AUCH - wenn die in gleicher Lage spielen.

Oder man kann auch gleiche Lage andere Rythmik spielen.
Mit andere mein ich nicht dass einer 4/4 der andere 3/4 spielt. :D
Einfach die Betonungen anders legt.

Bei Metall ist es halt so, dass da eh schon ne Wand daherkommt.
Und genau das gleiche schon weniger Sinn macht.
Aber pauschalisieren kann man auch da nicht.

Oder noch viel mehr solcher Sachen sind möglich.
Das nennt man arrangieren. Oder so ähnlich.
Das Ganze Thema ist natürlich irre spannend und wird lange werden - hoff ich mal.
Aber von mir halt nur mal kurz auch was dazu... =)=)=

fredy

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bertast
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Erstellt: von bertast » 15.12.2011, 09:45

Das Ganze Thema ist natürlich irre spannend


genau das und man bekommt halt auch tiereisch lust immer mehr auszuprobieren...das meiste klingt eher so naja aber wenn sichs dann ma gut anhört ist es umso besser =)

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 15.12.2011, 10:48

Aber wenn du merkst, dass du mit deinem E-Gitarrensolo untergehst, weil die Rhythmus-Gitarre dich zumatscht (könnte auch ein Keyboard machen), dann ist es eine einfache Methode, einfach eine Lage höher zu wandern. Wobei ich hier jetzt meine, dass du so viele Bünde höher wanderst, dass du die Tonart in einer anderen Lage spielst. Und wenn das noch nicht reicht, wanderst du noch höher.

Wie das Lagewechseln bei einer Dur-Tonleiter funktionieren kann, hab ich hier beschrieben
http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... tml#128657

Ebenso kannst du es beim Gesang machen, wenn du mit deiner Sologitarre und dem Gesang konkurierst. Wandere einfach mal eine Lage rauf oder runter. Wenn du runter wanderst, und tiefer wirst, trittst du oftmals in den Hintergrund, und gibst der Gesangsstimme mehr Raum.

Wenn du aber echt gut bist, dann spielst du eine passende unter oder Oberstimme, die vielleicht nur eine Terz oder Quarte Abstand zur Melodie hat, aber letztlich in der selben Lage bleibt. Die Methode mit dem Lagewechsel ist einfacher, da sie leichter nachzuvollziehen ist, und kaum kompositorische Fähigkeiten verlangt.

Eine passende Unter- oder Oberstimme zu schreiben / spielen kostet schon ein wenig mehr Erfahrung und Können.

Gruß Mjchael

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