Wann welcher Tonabnehmer

Online-Ratgeber
von bauerb
#256872
Hallo!

Ich hoffe, dass ich im richtigen Froum bin, sonst einfach verschieben.

Also zu meiner Frage. Ich stell sie mal generell.

Für welchen Sound welchen Tonabnehmer?

Ich Spiele eine Les Paul. Klar, wenn ich den Humbucker wechsle, dann höre ich sehr wohl den unterschied. Nur: Wann solte ich den einen oder den anderen nehmen?

Gleiche Frage gilt natürlich auch für die Strat, Tele, SG, ...

Erzählt mal ein bißchen, wie ihr das handhabt.

MfG
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von BSFL
#256874
Den Steg-Pickup (Toogle Switch nach unten) für fette Sounds mit Zerre (Powerchords).
Der Hals-Pickup (Toogle Switch nach oben) für cleane Sounds oder Solo´s.
Den Mittleren nutze bisher ich so gut wie nie.
von felixsch
#256879
Hey,

wie schon gesagt: Stegtonabnehmer ist für Verrzerrte Sachen...also Metal, Rock, Punkrock aber auch leicht chrunchiges Zeug wie Bluesrock oder Rockabilly.

Den in der Mitte benutze ich meistens, wenn ich cleane Rhymusgitarre spiel aber auch für Blues und Funkige Nummern oder Jazz.

Der Halspickup ist nur für das cleane Zeug (Blues, Funk, Jazz, weiß der Geier was noch)...

Der am Steg ist aggresiv, der in der Mitte schön perlig und der am Steg hat n geilen Cleanklang, um es kurz zu sagen.
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von Sunburst
#256883
Ich weiß nicht, das lässt sich doch so pauschal nicht sagen. :? Weiso sollte der Halspickup nur für Clean taugen, der Steg nur für Riffs und so weiter?
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von Simse
#256885
Ich finde auch, dass diese Einteilung nur als richtungsweisend gilt, nicht als MUSS.
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von BSFL
#256893
Gefragt war, wie wir das handhaben.
Ich hab geantwortet wie ich das mache.
Das heisst doch nicht, dass es Zwang für alles und jeden sein soll :shock: .
von felixsch
#256894
Genau, BSFL

Und es stimmt ja: Metal aufm Halspickup, hey, wie hört sich den das an? Natürlich kann jeder das Handhaben wie er will. Man spielt ja auch cleanen Rock n Roll auf dem stegpickup ;)

Aber wie schon gesagt, er hat gefragt wie wir das machen ;)
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von korgli
#256896
Hi
Also ich nehm dann das, was MIR gefällt.
So handhabe ich das.

fredy
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von startom
#256900
Les Paul:
Toggle Switch nach unten --> Bass und Mitten-betont. Ideal für Rhythmuslinien im Bandkontext. Legt zusammen mit der Bassgitarre einen schönen Teppich untenrum.

Toggle Switch nach oben --> höhenbetont. Ideal für Pickings und Solo-Linien, Licks, Riffs. Alles, was im Bandkontext ein wenig hervorstechen und sich von Bass und Rhythmus abheben soll, ohne einfach lauter zu klingen.

Das sind jedoch Empfehlungen und keine Richtlinien, wie meine Vorgänger schon schrieben.
"If you think it sounds good, then it sounds good."
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von korgli
#256906
:D
Da ich ne Variax habe, kann ich da alles Erdenkliches einstellen.
Von Banjo bis Jazzgitarre. Akkustik bis Paula. Capo und offene Stimmungen...
Auch Ton runter. Baritone und 12 String - alles da.
Also voller Tonumfang.

Es ist schon so. Manche Einstellungen sind für manche "amtliche" Sounds die Besten.
Für Schadows-Sachen wird ne Paula weniger geeignet sein.
Für Metall ist ein dünner Singelcoil nicht so prickelnd.
Ganz zu schweigen von den lästigen Einstreuungen (Surren)

Und es kommt auch sehr auf die Mitmusiker an.
Hat der Bassist ein fettes Fundament, so ist ein fetter Ton nicht das Beste.

Muss aber alles nicht so sein. =)=)=
Warum fragst du ? Willst du einen bestimmen Sound hinbekommen ?

fredy
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von Simse
#256924
@BSFL: Recht hast du, der Teil mit dem "wie macht ihr das" ist mir gar nicht so aufgefallen.
Also, um meinen Beitrag zu ergänzen: Ich orientiere mich zuerst an den "üblichen" Einstellungen und probiere dann wie es klingt wenn man das gleiche mit anderer Einstellung spielt. Grenzen austesten und so.
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von Counterfeit
#256984
@Startom

müsste mich schon schwer täuschen aber zumindest bei meiner Epi Les Paul ist es genau andersherum ^^ Schalter nach oben (Rythm) Bass- und Mitten-betont und Schalter nach Unten (Treble) eher Höhen-betont
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von startom
#256992
@Counterfeit. Ok, das kenne ich bislang nicht...ausser wir haben unterschiedliche Vorstellungen von Schalter oben/unten.
Wenn ich die Gitarre im Stehen spiele, und der Schalter Richtung meines Kopfes zielt, habe ich die Höhen drin. Wenn der Schalter Richtung Füsse zeigt, dann habe ich die Bässe/Mitten.
Die Schaltungen müssten dann folgendermassen sein: Mehr Höhen --> Bridge Humbucker, mehr Bässe --> Neck Humbucker.

Hmmm.....Wenn ich mir das so durchlese, hast du recht, Counterfeit. Eigentlich müsste die Treble-Stellung unten sein... ich glaube, meine Les Paul ist "andersrum" verdrahtet, wahrscheinlich aufgrund eines Pickup-Tausches(?). Hab die Klampfe vor Jahren gebraucht gekauft.
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von Counterfeit
#256993
da haben wir schon die gleiche Vorstellung von oben und unten :)
Der Pickuptausch ist eine mögliche Erklärung oder aber original Gibsons und Epiphones unterscheiden sich in dieser hinsicht. Letztendlich auch egal :D
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von startom
#256995
Bei mir fehlt ja der LP Toggle Switch-Ring mit den Anzeigen.
Der hier: Bild

So gesehen muss die Schaltung schon anders sein als bei meiner Gitarre.
Schlussendlich hört man ja sofort den Unterschied.
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von korgli
#256996
Hi
Ja Tom das ist "normal" anders.
Aber lass dir deswegen keine graue Haare wachsen.
Wichtig ist, dass Dein Sound stimmt. =)=)=

Im Laufe der Rock'n Roll Zeit haben sich manche Sounds halt als eingängig erwiesen.
Manche Riffs kann man anwenden, ohne dass sie langweilig wirken.
Kleine Veränderungen sind zwar immer drin, aber man spielt meist mit den Einstellungen, die man gewöhnt ist. DAS wird wohl dem Threadsteller wichtig sein.
Man hört zwar nix mehr von ihm :-) - aber Interessant ist das Thema allemal.
Wann soll welcher Klang da sein ?

Auch die Bauformen der Gitarren sind ja so, wie sie dem Massengeschmack entspricht.
Manches ist auch einfach ergonomisch perfektioniert worden.
Vieles ist im Nachhinein einfach als ein "MUSS"
Man stelle sich eine Gitarre vor, ohne Kopfplatte - gibts zwar - aber die wenigsten finden das schön.

Generell finde ich, sollte man sich befassen mit seinem Sound.
Ein Suchen - manchmal sehr lange, bis man seinen Eigenen gefunden hat.
Ob man unbedingt einen Eigenen braucht, sei mal dahingestellt.
Oder ob man lieber einen Sound kopieren will.
Aber immer muss man die Rundumsachen auch berücksichtigen.
Nicht immer tönt eine Einstellung, die alleine super ist, im Bandgefüge gut.

Ich finde, der nachfolgende Thread beim Nachbarn sagt viel aus.
http://www.musiker-board.de/faq-worksho ... eiten.html

fredy
von bauerb
#257015
Hi!
korgli hat geschrieben:Hi
Man hört zwar nix mehr von ihm :-) - aber Interessant ist das Thema allemal.
Das kommt daher, dass ich nicht geglaubt hätte, dass ich so eine Lawine lostrete. Ausserdem so alt ist der Thread ja auch noch nicht.

Aber ich bin beeindruckt von der Diskusion hier.

Ich hätte mir zwar auch ein paar Meinungen über Teles und Strats gewünscht, aber naja...

Erstmal Danke.

MfG
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von korgli
#257023
:-)
Tele:
Naja - der Bridge ist sehr bissig - und Höhenlastig. Auch sehr durchsetzungsfähig.
Also für Solis geeignet. Aber man kann mit dem auch super funky-Sachen erzeugen.
Ne Tele ist meist wuchtiger als ne Strat. Muss aber auch nicht sein.
Denn manche Konstruktionsmerkmale lassen dass auch wieder verschmelzen.
Oder gar umdrehen. Die Thinline tönt schon viel anders, als ne Volle.

Teles gibt es ja auch in sehr verschiedenen Ausführungen.
2,3, TA, mit SC (singlecoil), HB(Humbucker) oder gemischt. dann den P90( nicht vergessen.
Das ergibt schon einen Hauffen differenzierter Soundmöglichkeiten.

Teles und Stratos sind manchmal (je nach TA Bestückung) nicht weit voneinander entfernt.
Die Strat ist aber ein wenig indifferenzierter als die Tele.

Strat:
Prinzipiell kann man sagen je mehr man den TA nimmt der näher bei der Bridge ist, desto höheranteiliger und "schärfer" es klingt.
die kombination zweier TA bringt einen "gläserner" Sound.
Man kann auch sehr viel mit dem Tonpot machen.

Insgesamt halt ein Thema, das man nicht so einfach mit 1.2.3. behandeln kann.

guck auch mal da
http://de.wikipedia.org/wiki/Humbucker
http://de.wikipedia.org/wiki/Single_Coil
http://www.acys-lounge.de/p90-pickup-infos.html

fredy
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von snicki
#257031
lohnt sich auf jeden Fall mal mehr mit den Potis zu experimentieren. Ich spiele auf meiner Haupt-Les Paul hauptsächlich in der Mittelstellung bei auf Stufe 1-3 zurückgedrehten Toneregler oder auf 2 zurückgedrehtem Volumeregler; das gibt bei mir einen herrlich röhrenden Sound, wenn ich verzerrt spiele (Pearly Gates Semour D. PUs). Wenn`s etwas bissiger sein soll, wechsel ich dann auf den Bridge PU.
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