Richtiges Picking Pattern für Liedbegleitung finden

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Tomak
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Richtiges Picking Pattern für Liedbegleitung finden

Erstellt: von Tomak » 28.06.2011, 12:39

Moin, Moin,

ich spiele seit einem halben Jahr und habe mal eine grundsätzliche Frage: Wie findet am besten ein passendes Picking Pattern für eine Liedbegleitung?

Nehmen wir mal folgendes Video mit einer Begleitung zu "Hotel California":
Hotel California

Dort wird streckenweise auch fingergepickt (gibt es diesen Ausdruck überhaupt?) begleitet.

Gibt es eine bestimmte Methode, das richtige Pattern herauszufinden? Ist es Übung/Erfahrung/Ausprobieren oder gibt es einen grundsätzlicheren Ansatz? Muss man den Westermeier durchgearbeitet haben, um anschließend eigene Ideen entwickeln zu können und/oder hilft einem musiktheoretisches Wissen?

Ich bin ein bißchen hilflos, wenn ich kein Pattern finden kann und freue mich über alle Ideen, Anregungen, Vorschläge etc.

Tom

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galdo
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Erstellt: von galdo » 28.06.2011, 12:59

Hi,

ich hier heut morgen die gleiche Frage gestellt, vielleicht (hoffentlich) findest du da auch bald die entsprechenden Informationen.
Zuletzt geändert von galdo am 28.06.2011, 13:02, insgesamt 1-mal geändert.

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phunky
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Erstellt: von phunky » 28.06.2011, 13:01

Ich finde das ist immer so eine Sache. Genau wie die mit den "richtigen" Schlagmustern. Für mich gibt es da kein richtig oder falsch.

Letztlich ist es so, dass man ja meistens Sachen nachspielt, die in der Originalvorlage von einer kompletten Band dargeboten werden. Und man selbst spielt sie dann allein mit einer einzigen Gitarre.

Wenn man da dann nur den Gitarristen der Band kopiert, dann klingt das meist ein bisschen öde.
Also heißt es etwas zu finden, das gut passt und die Lücken füllt.

Ich gehe da in der Regel so vor: Ich habe eine Handvoll (mehr sind das wirklich nicht) an Zupfmustern, die ich ausprobiere (oder schon vorher weiß welches passt). Bei Hotel California finde ich passt was spanisch angehauchtes ganz gut (die verlinkte Version kann ich mir grad nicht anhören ;)).

Im zweiten Schritt suche ich mir die Melodietöne innerhalb der Akkorde. Und wann sie im Takt dran sind. Daran passe ich dann letztlich das Zupfmuster an. Ich versuche also beim Zupfen die Melodieelemente in das Akkordspiel zu integrieren.

Dazu gehört ein bisschen Übung. Ich will ja nicht die Melodie allein spielen. Man probiert also ein bisschen aus, welche Melodieelemente den Song eigentlich ausmachen und betont die beim Picking dann besonders. Das können auch nur mal ein oder zwei Töne sein oder ein kleiner Basslauf oder so. Naja, was heißt "man", ich mach das so.

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 28.06.2011, 13:29

du denkst wahrscheinlich schon zu weit phunky, er spielt erst seit nem halben jahr und fragt (denk ich) nur nach "Picking Pattern für eine Liedbegleitung" :)
also noch nicht wirklich fingerpicking mit gleichzeitigem melodiespiel, sprich "fingerstyle".

mach ich im prinzip aber auch so, einfach probieren.
erst taktart bestimmen und dann aus dem kleinen fundus schöpfen was man so mittlerweilen kann.
also paar pickingmuster lernen und diese dann anwenden.
dazu gehört dann "travis picking" und so nen kram.
mit der zeit denkt man darüber kaum noch nach und verbindet beliebige zupfmuster miteinander so wie es passt.
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_E ... ins_Zupfen

hier auch paar "gängige" zupfmuster:
http://www.hochweber.ch/Begleitung/zupf ... muster.htm

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startom
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Erstellt: von startom » 28.06.2011, 13:49

Für mich ist fundamental, erst mal die Rhythmusmuster zu verstehen.
- Ist der Song in 4/4, 3/4, 6/8, .... Takt?
- Wie zähle ich die Viertel- / Achtel- / Sechzehntel-Noten?

Konzentriere dich erstmal beim Fingerpicking auf Viertel- und Achtelnoten und zähle mit. Sobald du weisst, wie du den jeweiligen Takt mit den Noten füllen kannst, kannst du eigene Picking-Pattern kreieren.

Das ist ziemlich schwierig in einem Forum zu erklären (ausser für Mjchael, der kann das bombastisch gut), ist aber eigentlich ganz einfach, wenn ich dir gegenübersitzen würde und es dir zeigen könnte.

Kurzes Fazit: Liedbegleitung mit individuellen Pickingpattern ist weniger eine Sache von musiktheoretischem Verständnis als vielmer Sicherheit in Sachen Rhythmik.
Tom

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 28.06.2011, 14:36

dafür hat der liebe gott auch das medium "video" erfunden startom ;)
manchmal ist es tatsächlich angebrachter schnell mal was per video zu zeigen, erklären, als sich finger wund zu schreiben.
meine ältere "logitech webcam pro 9000" macht nen relativ gutes bild und ton ist auch für diese zwecke okay. gibts für fast nen appel und nen ei ;)
bestimmt sind auf dem markt aber auch noch andere anbieter und geräte die kostengünstig sind und dafür funktionieren.
solche dinge vermiss ich hier eh im forum...es wird viel zu wenig gezeigt.
sei es mal was lehrreiches, oder einfach nur mal den eigenen aktuellen stand.

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phunky
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Erstellt: von phunky » 28.06.2011, 15:15

Nunja, devil, dann mal los.

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startom
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Erstellt: von startom » 28.06.2011, 15:19

Ich und Video-Lektionen.... das würde wohl eher für unfreiwillige Lacher sorgen. Ausserdem ist das ja auch wieder ein ziemlicher Aufwand.

Ist doch schön, gibts noch den guten alten Gitarrenunterricht.
Tom

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 28.06.2011, 16:55

ich doch nicht phunky, dafür bin ich viel zu hässlich und unrassiert :lol:
bezog sich nur auf startoms satz:
startom hat geschrieben:...ist aber eigentlich ganz einfach, wenn ich dir gegenübersitzen würde und es dir zeigen könnte....

also wenn man wirklich will, kann man das notfalls per video tun.
klar macht das viel arbeit..aufnehmen, hochladen, link posten, kann ich durchaus nachvollziehen, ruckzuck sind 20 kostbare minuten wech :)
schon richtig, reicht auch lesen, lehrmaterial kaufen oder sich gleich nen lehrer suchen.

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Tomak
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Erstellt: von Tomak » 28.06.2011, 18:13

Vielen Dank schon einmal für eure Hinweise, mir hilft das weiter...

Mjchael hat auch noch in dem von Galdo verlinkten Beitrag geantwortet und ausführlich seine Methode vorgestellt. Im Ergebnis muss man also schon über das eine oder andere theroetische Wissen und die nötige Erfahrung verfügen.

Also mal wieder nix mit schnellen Erfolgen. :D
Ich werde also fleissig den Westermeier durcharbeiten und üben, üben, üben,...

Für Hotel California verwende ich derzeit übrigens das Folk-Picking aus Peter Burschs "Songbuch für Gitarre" und finde, das klingt schon ganz brauchbar.

Welches Picking würdet ihr denn für den Song nehmen?

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